Meine Argentinienreise 2007/2008

Reisevorbereitungen III - organisatorischer Kram

03:20, 17 July 2007 .. 0 Kommentare .. Link

Der Countdown läuft – nur noch 24 Stunden bis zur Abreise. Wenn man für längere Zeit in die Ferne geht, muss man eine Menge bedenken und organisieren. Ich will euch einen kleinen Einblick geben (Reihenfolge der Aktivitäten nicht aufeinander folgend, meistens parallel oder überschneidend):

  • Job kündigen, beim Arbeitsamt anmelden und gleich wieder für die Zeit ab Abreise abmelden, Bescheid mit Sperrfrist erhalten
  • Bewerbungsunterlagen für die Zeit NACH der Reise vorbereiten
  • Untermieter für die Wohnung suchen und finden, persönliche Habseligkeiten auslagern, alle Provisorien in der Wohnung beseitigen, mit denen man jahrelang gut leben konnte, 2 ½ Wochen vor der Abreise Übergabe und Auszug, von da an Untermieter im Kinderzimmer meines Sohnes (11 Jahre), der in einer anderen Wohnung lebt
  • alle irgendwie bedeutenden Habseligkeiten archivieren, damit diese – gesetzt den Fall, ich verschwinde spurlos – nicht für einen Appel und ein Ei auf dem Trödelmarkt verramscht werden (bei dieser Gelegenheit möchte ich anmerken, dass es durchaus befreiend war, einen Teil meiner Habschaft wegzugeben…)
  • Telefon abmelden (problematisch, die Telekom entlässt nur ungern Kunden), GEZ abmelden (dito), Strom und Zeitung abmelden, Nachsendeauftrag für die Post auslösen
  • mit der Krankenkasse klären, wie es denn von nun an mit der Krankenversicherung läuft, da kein Einkommen mehr und zudem außer Landes (früher was das so: wenn man einmal aus dem System rausgefallen ist, kam man nie wieder rein und musste sich fortan privat versichern; hat sich aber zum Glück zum Besseren für die Versicherten geändert)
  • Gesundheitsvorsorge: Impfungen auffrischen, Auslandskrankenversicherung abschließen
  • Versicherungen: prüfen, was man braucht - oder auch nicht (Haftpflicht-, Pflege-, Unfallversicherung)
  • Geld: alles so einrichten, dass man in jedem Winkel der Welt mit der Karte Geld ziehen oder bezahlen kann - und zwar ohne Abhebegebühren (mit meiner alten EC-Karte waren das immerhin 4,50 EUR je Abhebevorgang) – und dass man seinen finanziellen Verpflichtungen in der Heimat nachkommen kann (Online-Banking)
  • Flugtickets buchen, ohne einen bestimmten Kostenrahmen zu sprengen (war im April schon sehr spät dran, viele Flieger bereits total ausgebucht, denn Juli ist europaweit Ferienzeit)
  • Sprachschule und Arbeitsmöglichkeit in Argentinien sowie die notwendige Unterkunft organisieren (lassen)
  • Spanisch lernen
  • Kommunikationswege und –mittel zu Familie und Freunden organisieren (Telefon, Internet, Post)
  • mich von meinen Freunden verabschieden

Heute werde ich meine Sachen endgültig packen, ein paar letzte organisatorische Dinge erledigen und heute Abend erst mit meiner Familie zum Abendessen ausgehen und schlussendlich am späten Abend noch auf eine Milonga (Tango) gehen.

Am Mittwoch (18.07.) werde ich 11 Uhr im ICE nach Frankfurt am Main sitzen, von wo mein Flieger Richtung Santiago de Chile gegen 19.30 Uhr abheben wird. Wenn alles klappt, treffe ich noch zwei Freunde auf dem Flughafen – einen Kumpel aus Mainz sowie einen Studienkollegen, der in Laos arbeitet und just an diesem Tag auf Heimaturlaub ankommt.

In Santiago werde ich 7.40 Uhr Ortszeit ankommen. Weiter geht es 9.40 Uhr nach Buenos Aires, Ankunft dortselbst gegen 12.30 Uhr. Vermutlich werde ich gegen 15 Uhr meine Sachen auf den Boden meines kleinen Zimmers in der Avenida La Plata fallen lassen – dann ist es in Deutschland Sandmännchenzeit, denn wir haben minus 4 Stunden Zeitverschiebung.

Ihr werdet auf jeden Fall von mir hören: entweder nach meiner glücklichen Ankunft per E-Mail oder bei vorzeitiger Landung aus den Nachrichten ;-)

Noch mal zum Wetter: hier in Dresden hatten wir jetzt nach einer ziemlich miesen und verregneten Woche zwei tierisch heiße Tage mit weit über 35 Grad Celsius und dem Gefühl, als ob man ständig mit einem Heißluftfön angeblasen würde. In Argentinien – auf der Südhalbkugel – herrscht Winter, und man sieht sich dort den kältesten Temperaturen seit Jahrzehnten gegenüber. Selbst in den Nachrichten konnte man darüber lesen, dass in Buenos Aires Schnee gefallen ist. Ich habe nichts dagegen, wieder in den „kalten Winter“ zurückzukehren, denn heiße Sommertage werde ich in den kommenden Monaten zur Genüge erleben dürfen.

¡Vamos! Los geht’s!


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