Meine Argentinienreise 2007/2008

Buenos Aires-Impressionen (V): Herumgestromert in Retiro – Wandering in Retiro

16:06, 5 August 2007 .. 0 Kommentare .. Link

Einer der spannendsten Plätze der Innenstadt ist für mich der Stadtteil Retiro. Hier befinden sich die Hochhäuser aus Glas, an deren oberen Enden die Namen und Symbole aller möglichen Weltfirmen prangen, hierher strömen jeden Werktag tausende von Angestellte, um in ihren Büros und Offices ihren Tätigkeiten nachzugehen, hier befindet sich auch meine Schule, aber der für mich interessanteste Teil des Viertels ist das Gebiet rund um den Bahnhof und dem Busterminal.

Eigentlich befinden sich dort drei Bahnhöfe nebeneinander, von denen aus Vortortzüge die Pendler in die Vorstädte bringen. Hier ist immer ein Gedränge aus Kommenden und Gehenden, das natürlich auch sinister Gestalten und mehr oder weniger abgerissene Gestalten anzieht. Garniert wird das alles von allerlei Grillständen (Parillas), Imbissbuden, ambulanten Verkäufern von Backwaren, Süßigkeiten und Krimskrams sowie Verkaufsständen, wo man Markenware „made im Hinterhof“ für einen Appel und ein Ei erwerben kann. Hinzu gesellen sich Hunde, Müll und sonstige Hinterlassenschaften.

Es ist keine schöne Gegend, aber dafür umso spannender. Ich hätte gern Fotos aus den verräucherten Parillas oder von den Menschen dort gemacht, aber es ist leider nicht ganz ungefährlich, mit einer Kamera herumzumachen. Es ist nicht so, dass sie sofort geklaut werden würde, sondern eher, dass einige der Leute dort aus verschiedenen Gründen nicht fotografiert werden möchten. Ich hab’s trotzdem versucht und einige Bilder aus der Hüfte geschossen, aber sie dann beim Betrachten und Bearbeiten wieder verworfen, weil sie die Atmosphäre nicht einfangen können. Stattdessen zeige ich euch einige Bilder von dem imposanten Bahnhofsgebäude. Auch hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Eine Empfangshalle wie ein Dom mit Kuppel, die Fahrkarten erwirbt man an kleinen Ticketschaltern, die schießschartenartig aus einem ovalen Gebäude innerhalb der Halle äugen, dann muss man durch eine metallgitterne Bahnsteigsperre, und steht man dann auf dem Bahnsteig, staunt man über das Ausmaß der stählernen Hallenkonstruktion, die gut und gerne 150 m in der Länge und 80 m in der Breite misst.

Gebaut wurde der Bahnhof offensichtlich von den Engländern. Überall findet man deren gusseiserne Firmenschilder. Auch die Signale sehen sehr britisch aus, und das wird sicherlich auch ein Grund sein, warum der Eisenbahnverkehr in Argentinien als Linksverkehr erfolgt. Wenn man wie ich zwei Mal in Folge zur U-Bahn hinabsteigt, wo es meistens nur Außenbahnsteige gibt, und dann voller Erstaunen feststellt, dass der Zug aus der „verkehrten“ Richtung kommt und demzufolge die Treppen wieder hochlatschen, die Straße überqueren und Treppen auf der anderen Seite wieder runtertrappeln muss, dann merkt man sich so was.

Fotos im Ordner 2007-08-05-Buenos Aires-Impressionen V

 

One of the most interesting places downtown is Retiro. There is the commercial and finance centre of the city where every day thousands of emloyees and white-collarship workers rush in, here is my school and here is also the main railroad station. Actually, there are three stations where commuter trains carry mass of people from and to the suburban areas of Buneos Aires. There is always the flow of arriving and leaving people but there are also crooks, tricksters and homeless people around this place which is filled with barbecues (called “Parilla”), snack bars, ambulant sellers and stands where you can buy brand quality “made in backyard” for just a few bucks.

It is not a beautiful area but it is exciting for watching people. I wanted to took some photos but it is not so easy to work there with a camera. It is not that I have to fear to be stolen, it is about the people who do not like to be photographed – for different reasons. It is really an atmosphere you have to record with your senses.

I also visited the imposing station building and took some pictures you can finde in the file 2007-08-05-Buneos Aires-Impressionen V. This building is like a cathedral. The tickets have been bought in a separate ticket counter which is a building in the cathedral. Then you have to pass a barrier to get to the platform, and it is absolutly fascinating to see the dimensions of the steely hall. It mus have a lenght of more than 150 mtr and a width of about 80 mtr.

Obviously built by English you can find their company plates everywhere. Even the signals look very british, and that might be the reason that railroad drives on the left. I got my lesson when I wanted to take the underground. I waited for it at the platform but the train rushed in from the “wrong” direction. You do that twice – than you got it.


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