Meine Argentinienreise 2007/2008 | |
Buenos Aires Impressionen (VI) - Downtown
16:47, 10 August 2007
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Über Buenos Aires schreiben zu wollen, würde jeden Rahmen des Weblogs sprengen. Diese Stadt ist einfach gigantisch, in jeder Hinsicht überwältigend und vereint alle möglichen Gegensätze: modern und historisch, schön und hässlich, reich und arm, glitzernd und dreckig, faszinierend und niederschmetternd. Wenn man von Buenos Aires spricht, so meint man meistens die Capital Federal, also die Hauptstadt, wo ca. 3 Millionen Menschen leben. Im Großraum Buenos Aires sind es mehr als 12 Millionen Menschen, also knapp ein Drittel der Bevölkerung des Landes (Informationen zur Stadtgeschichte findet man hier: de.wikipedia.org/wiki/Buenos_Aires). Die Bewohner von Buenos Aires nennen sich „porteños“, die in ihren „barrios“ (Viertel, Kieze) leben, von denen jedes seine eigene, unverwechselbare Identität hat. Das historische Zentrum der Stadt befindet sich an der Plaza de Mayo, wo auch der Präsidentenpalast, die „Casa Rosada“ steht. Hier beginnt downtown Buenos Aires, eine Mischung aus den wuchtigen und repräsentativen Gebäuden der Börse und Banken, schlanken und verspiegelten Wolkenkratzern der Weltfirmen, kleinen Kirchen und Gebäuden im Kolonialstil. Wer sich für Architektur interessiert, ist hier genau richtig. Besonders faszinierend und manchmal auch abstoßend ist das heterogene Nebeneinander der verschiedenen Baustile. Hier wurde keine Rücksicht auf ein einheitliches Stadtbild genommen. Wenn möglich, wurden alte Gebäude, auch wenn sie historischen Wert besaßen, abgerissen, um neue hochzuziehen. Und der Bauboom ist noch im Gange. Gerade in Puerto Madero, den ehemaligen Docks des Hafens, wurden bereits die Lagerhallen zu schicken Lofts umgebaut (dürfte die teuerste Gegend der Stadt sein) und hinter den Docks ragen schon die Rohbauten weiterer Wolkenkratzer aus dem Boden. Downtown Bs.As. ist das Finanz- und Verwaltungszentrum der Metropole. Werktags strömen jeden Morgen Heerscharen von hoch- und niederrangigen Angestellten hinein und am Abend wieder hinaus. Die Busse und U-Bahnen bersten vor Menschen, die Straßen sind mit hupenden Autos verstopft, auf den Bürgersteigen drängeln sich die Menschen, überall Lärm ohne Ende. Beschaut man sich die Gegend an einem Samstag oder Sonntag, am besten am frühen Vormittag, glaubt man seinen Augen nicht zu trauen – alles wie leergefegt. Kaum ein Mensch, hier und da steht ein Auto rum und in den Straßen spielt der Wind mit dem Müll. Man muss es nicht lieben, aber beeindruckend ist diese Silhouette in jeden Fall.
Fotos im Ordner 2007-08-10-Buenos Aires-Impressionen VI PS: Aus dem „Argentinischen Tageblatt“ vom 28.07.2007 Kommentar hinterlassen { Vorherige Seite } { Seite 154 von 180 } { Nächste Seite } |
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