Meine Argentinienreise 2007/2008 | |
In Tilcara (25.08.2007)
22:38, 3 September 2007
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Tilcara ist ein hübsches, kleines Städtchen mitten in der Quebrada auf halbem Wege zwischen San Salvador de Jujuy und Humahuaca. Man ist hier sehr auf Tourismus ausgerichtet, aber hat auch etwas anzubieten: ein ausgezeichnetes Archäologisches Museum über die Geschichte der Besiedlung dieser Region durch die Indios sowie die imposanten Überreste einer präkolumbianischen Festung (Pucara).
Diese Festung wird seit den 1960er Jahren restauriert und lässt sehr gut erkennen, wie solch eine Wehrdorf strukturiert war. 1536 erschienen hier die ersten Spanier, aber sie brauchten mehr als 6 Jahre, um die wehrhaften Indios zu besiegen. Und obwohl sie das ökonomische System der Ureinwohner weitesgehend zerstörten und ihnen den Katholizismus überhalfen, haben sich die Nachfahren der Indios ihre althergebrachten Religionen (z.B. „Pachamama“, siehe auch www.wikipedia.org/wiki/pachamama) erhalten. Sie praktizieren tatsächlich eine Doppel-Religion, wie ich es in der Kirche zum Gottesdienst erleben konnte. Zuerst wird dem Chef von Papa Ratzinger ein Ständchen gesungen, danach wird Pachamama (Mutter Erde) gehuldigt, und zwar mit allerlei Gaben, wie z.B. Speisen, Getränke, Zigaretten, Kokablätter und anderes mehr. Und das alles wird auf mit Leichtigkeit vermischt, dass unsereins, die nur zum Krippenspiel an Heiligabend in der Kirche erscheinen, beinahe neidisch werden könnte..
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