Meine Argentinienreise 2007/2008

Gefühlte Zeit

15:06, 16 September 2007 .. 1 Kommentare .. Link

Im Allgemeinen heißt es, dass die Zeit, die man auf Reisen verbringt (und wo man auch sein eigener Herr ist) schneller vergeht als die Zeit, in der man tagein, tagaus seiner Arbeit nachgeht. Dem muss ich widersprechen! Ich habe jetzt 2 Wochen Arbeit hinter mir (wenn auch freiwillig), und diese Wochen sind wie im Flug vergangen. Es ist die typische Routine: der Montag läuft schwerfällig an, Dienstag nimmt man langsam, aber sicher Fahrt auf, am Mittwoch ist man übern Berg, der Donnerstag rauscht vorbei und schon saust man durch den Freitag ins Wochenende. Das wiederholt man vier Mal, und schon ist der eine Monat um. Und zu Weihnachten fragen sich alle erstaunt, wo denn bloß das Jahr geblieben ist.

Ist man aber auf Reisen, erlebt man jeden Tag so viel mehr als sonst, so dass man nach einer Woche das Gefühl hat, es müssten zwei Wochen vergangen sein. Die verstrichene Zeit ist also relativ (insofern hatte Einstein Recht), sie bemisst sich nach der Quantität der Eindrücke. Meine zwei Wochen auf Reisen im Norden kommen mir heute wie ein langer Monat vor; meine zwei Wochen Arbeit wie eine einzige Woche.

Wie unterschiedlich die Zeit für verschiedene Leute vergeht, habe ich zum Beispiel feststellen dürfen, als ich im Januar 2004 nach meiner ersten Argentinienreise wieder auf Arbeit erschien. Ich trat durch die Tür, und unsere Sekretärin (bzw. Team-Assistentin) schaute mich mit großen Augen an und fragte, warum ich schon wieder da bin, ich wollte doch ein Vierteljahr wegbleiben. Für mich war’s wie eine halbe Ewigkeit…


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Zeitgefuehl

12:42, 24 October 2007 .. Geschrieben von Anonymous
Das mit der Zeit ist aber sehr schön gesagt. Endlich mal einer der rumreist und nicht nur die hoechsten, groessten, laengsten Sehenswuerdigkeiten beschreibt. Und du befindest dich in bester Gesellschaft dabei! Mein Lieblingsautor, der Englaender Graham Green schreibt in „Die Reisen mit meiner Tante", oder engl. „Travels with my Aunt":

...er hatte einen Schlaganfall erlitten.
Das aenderte ueberhaupt nichts an seinem Wunsch lange zu leben. Er hatte sich entschlossen, wenn schon nicht koerperlich, so doch im Geiste zu reisen. Er bat mich, fuer ihn ein Haus zu suchen, das 365 Zimmer haben sollte, so dass er in jedem 24 Stunden wohnen konnte. Auf diese Weise wuerde ihm sein Leben fast endlos scheinen...

Meine letzte Fahrt war 1 ½ Jahre mit dem Motorrad in Suedamerika, und gerade rueste ich wieder fuer die Ueberfahrt und weitere 1 - 2 Jahre in SA. Und alles andere ist dann sooo weit weg.


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