Meine Argentinienreise 2007/2008 | |
Construcción Buenos Aires – 12.-15.10.2007 (+ English version)
09:53, 17 October 2007
.. 0 Kommentare
.. Link
Das waren echt harte Tage. Donnerstagnacht mit dem Bus von Córdoba nach Buenos Aires. Nach 10 Stunden Fahrt Ankunft in Retiro und mitsamt dem Gepäck in die U-Bahn gequetscht, auf dem Weg in die Zentrale von Un Techo Para Mi Pais in Buenos Aires. Man hatte uns schlechtes Wetter für das Wochenende vorausgesagt, so dass wir entsprechend aufrüsten mussten. Der Freitag bestand tatsächlich nur aus Regen. Am Spätnachmittag eine Stunde Fahrt mit dem Auto in Richtung Barrio Amancay, das auch wirklich draußen am südlichen Ende der Megametropole liegt. Am frühen Abend sollte der LKW kommen, auf den wir die schweren Holzteile für 60 Häuser laden sollten, allerdings kam der mit Stunden Verspätung an, so dass wir bis nach Mitternacht huckten. Danach ab ins Camp, eine Schule. ![]() Insgesamt waren ca. 600 Leute unterzubringen. In unserer Schule (escuela mandarina) waren 8 „cuadrillas“, also 8 Teams, und somit ca. 70 Leute stationiert. Jede Schule wird von „intendentes“ geleitet, die den gesamten Ablauf von Wecken über Essensversorgung, Werkzeugausgabe bis hin zum Abendprogramm organisieren. Aufstehen ist 7 Uhr, und bei Un Techo ist es üblich, dass sich irgendwer eine originelle Methode ausdenkt, wie man die Leute aus den Schlafsäcken holt. Bei uns war es „El Tigre“, der durch die Schlafsäle stürmte und „Arriba! Arriba!“ brüllte. Dazu wird die Musikanlage auf volle Lautstärke gedreht – das pustet selbst den Schwerhörigsten von der Matte.
![]() Ich gehörte zur cuadrilla 7, und da ich schon mal an einer Konstruktion teilnahm, wurde mir eröffnet, dass ich diese anzuführen hatte. Auf Grund meiner gelegentlichen Sprachstörungen en castellano wurde mir Tomás zur Seite gestellt, der aus Buenos Aires stammt und für den es auch die zweite Konstruktion war. Tomy ist ein ziemlich cooler Typ, der einige Zeit in Irland gelebt hatte und deswegen perfekt Englisch sprach. Zum Team gehörten noch zwei weitere Kerle sowie drei Mädels, allesamt Studenten, und unsere Familie, mit der wir zusammen das Haus aufbauten, bestand aus Miguel und Rocia Ocampo samt Sohn Brandon. ![]() Am ersten Tag versenkten wir die Pfähle im lehmigen Boden. Durch den Regen war die Erde so aufgeweicht, dass wir die Pfähle ordentlich mit Steinen unterfüttern mussten, damit sie nicht infolge des Gewichts des Hauses tiefer im Erdreich versanken. Der Lehm setzte sich dermaßen an den Schuhen an, dass wir nach kurzer Zeit echte Plateausohlen hatten. Am zweiten Tag wurden die Bodenplatten aufgesetzt, die Seitenwände und das Dachstützgerüst montiert. Das ist immer eine herbe Ackerei, denn alles wird genagelt. Wer schon mal 5-Zoll-Nägel versenkt hat, der weiß, wovon ich rede. Wenn man dann noch auf Astlöcher trifft, machts keinen Spaß mehr. ![]() Weil die angelieferten Dachbalken zu kurz waren, musste man sich eiligst eine neue Konstruktion ausdenken. Dadurch haben wir viel Zeit verloren. Schlussendlich aber, am dritten Tag, haben wir mit einigen konstruktiven Modifikationen auch das hinbekommen, so dass das Wellblechdach aufgebracht werden konnte. Feierliche Übergabe am Montagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein. Sogar das Fernsehen war anwesend, um die Aktionen von Un Techo Para Mi Pais zu filmen. Dadurch, dass alle Häuser nahe beieinander lagen, konnten wir uns mehr mit den Leuten der anderen cuadrillas austauschen. Leider hatte ich keine Zeit zum Fotografieren gehabt; ich musste mich diesmal mehr um den Bau kümmern. Montagnacht ging dann unser Bus nach Córdoba, wo wir am Dienstag gegen 10 Uhr vormittags ankamen. Vier Tage und fünf Nächte unterwegs, und ich komme zusammen auf höchstens 20 Stunden Schlaf. Mir tun alle Knochen weh, aber ich bin’s zufrieden. Solcherart Erfahrungen sollte jeder mal gemacht haben, der sich ein Bild vom Leben am anderen Ende der Behaglichkeitsskala machen will.
This trip to Buenos Aires was really tough. On Thursday we went by bus all night long and arrived in Buneos Aires at rush-hour where we had to catch the underground to reach the office of Un Techo Para Mi Pais. We were told that the weather will be very ugly – lots of rain, and so it was on Friday. Late afternoon we went out of the city to the barrio where we have to construct the houses but first of all we had to load the heavy wooden parts on a truck. The truck came late so that we had to work until midnight. After this we arrived in the camp. About 600 voluntarios had to be accomodated. In our camp which is a school (they called it “escuela madarina – orange school”) were 8 teams and about 70 people. Each camp is headed by “intendentes” who are responsible for the organization of food, tools, the night program and, of course, to awake the people in the morning which is, indeed, not an easy task. It is a tradition that every camp has an original idea to do that, and in our camp it was an orange tiger who ran through the rooms and cried “Arriba! Arriba!” In addition to that, they were playing loud music which pushed the people out of their sleeping bags. I belonged to cuadrilla # 7, and I shared the responsibility to lead the group with Tomás who lived for a while in Ireland and who speaks perfectly English. He is a smart guy, and I enjoyed to work together with him. Two more guys and three girls completed our team, and the family we worked with consisted on Miguel and Rocia Ocampo and their son Brandon.
At the first day we placed the piles in the ground. Due to the rain there was a lot of loam. We had to fill the underground with plenty of rocks and stones to stabilize the piles. The day after we mounted the bottom panels and the sidewalls. As the beams for the roof construction were too short we had to think about another technology to fix them. That’s why we lost some time and could not finish this work on Sunday but on day # 3 we finished the house by mounting the roof, the windows and the entrance door.
![]() Tomy & Brandon The ceremony of inauguration took place while sun was shining. Unfortunatly, I did not have enough time to take pictures of people and life in the barrio because I was too busy with construction. Monday night the Córdoba group entered the bus for another 10 hours trip. I was four days and 5 nights on the way, and I had at most 20 hrs. sleep. Now I am really exhausted but I am happy with the job. Everybody who has the opportunity should take part in such an event to see how’s life on the other end of the luxury scale. ![]() Kommentar hinterlassen { Vorherige Seite } { Seite 100 von 180 } { Nächste Seite } |
Über michProfil Archiv Freunde Fotoalbum LinksArgentina OnlineCouchSurfing Zackenbahn Jean Béliveau Un Techo Para Mi Pais Argentina VCDB Henryk Wolski Weltenbummler2003 Tango in Córdoba Projekt AYNI Argentinien - Politik & Gesellschaft Blog de Mujer RausVonZuHaus-Argentinien Silvia Lareo-Vázquez Karpatenwilli Rennkuckuck Dorit auf Reisen Meiner Brueder Tischlerei KategorienArgentinienReisen Letzte EinträgeThe end? This is not the end, my friend!¡Adios Argentina! Ein neues Zeitalter ist angebrochen! Chau Córdoba (zum Zweiten!) Wieder in Córdoba Construcción mit Un Techo Para Mi País – meine Dritte La ciudad de mis sueños... Jack Kerouac hat mir den Arsch gerettet... Wieder in Cochabamba Von Huancayo nach La Paz Un Techo Para Mi País - construcción vom 23.-25. Mai Von Lima nach Huancayo auf der hoechsten Gebirgsstrecke der Welt Von Quito nach Lima Mitad del Mundo Calvin & Hobbes en castellano Der Panamahut... El Tren de la Libertad Im ecuadorianisch-kolumbianischen Grenzgebiet Mitten durch Ecuador - von Sued nach Nord Peru - eine Abrechnung Freundesemiperfectusmequegua88 Dorit datha |