Meine Argentinienreise 2007/2008 | |
Allerlei Geschäftigkeiten
16:53, 27 October 2007
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Das Interesse einer jeden humanitären Organisation hierzulande ist natürlich, wie kommt man an Spendengelder, um die Projekte zu finanzieren. Da möchte ich nicht das Blaue vom Himmel versprechen, sondern kann nur organisatorische Hinweise geben, z.B. dass man ohne eine Website heutzutage kaum Öffentlichkeitsarbeit machen und ohne eine Website in Deutsch (!) kaum jemand im Teutonenland für die Projekte interessieren kann, geschweige denn Spendengelder generieren. Das kann man nur mir aktiven und engagierten Leuten vor Ort, wie zum Beispiel mit jenen von SERHUMANOS, einer Hilfsorganisation, der ich schon einmal, allerdings unbewusst, über den Weg gelaufen bin. Das war Anfang Juli in Dresden, als ich die Plakate für ein Konzert des BAJOFONDO TANGOCLUB, das am 31.07. in Leipzig stattfinden sollte, sah. Ich wäre zu gerne dabei gewesen, aber mein Flieger ging ja schon am 18.07. (schlechtes Timing, aber Bajofondo spielen 13. und 14.12. in Buenos Aires!!). Was ich damals nicht wusste: es war ein Benefiz-Konzert zugunsten der Projekte von SERHUMANOS, die in Córdoba ansässig sind und „Außenstellen“ in Barcelona und Leipzig haben. Das mussten mir freundliche Menschen erst Wochen später per E-Mail mitteilen. Das machte mich neugierig, denn wer es verstand, ein Benefiz-Konzert mit Bajofondo auf die Beine zu stellen (die zu den ganz Großen der Electronic Tango-Szene gehören), der muss gute Ideen haben. Also traf ich mich mit den hier in Córdoba ansässigen Leuten, um sie kennen zu lernen, und gestern fuhren wir gemeinsam raus aufs Land (Villa Albertina, ca. 100 km nördlich von Córdoba inmitten einer wunderschönen Landschaft gelegen), wo SERHUMANOS landwirtschaftliche Nutzfläche für ihr Projekt gekauft hat. Ziel des Projektes ist, armen „Familien aus den Elendsvierteln Córdobas herausholen und ihnen einen lebenswerten Ort mit Zugang zu Gesundheitsvorsorge und Bildung zu geben“.
Ansonsten habe ich eher mit meinem Bio-Rhythmus zu kämpfen. Die Temperaturen haben mittlerweile mächtig angezogen. Zur Mittagszeit flimmert es hier vor Hitze (gemessen: 35° C), und wer einigermaßen bei Verstand ist, der verdrückt sich in den Schatten und hält Siesta. Das richtige Leben beginnt eigentlich erst nach Sonnenuntergang. Wenn man hier zu einer Party eingeladen wird, die gegen 23 Uhr beginnt, so braucht man nicht vor Mitternacht oder 1 Uhr morgens aufkreuzen. Zurück kommt man dann frühestens um 5 oder 6 Uhr. Wenn man dann seine 6 oder 7 Stunden Schlaf nehmen wöllte, würde man zur Mittagszeit aufstehen, wo wann sich eigentlich schon wieder zur Siesta niederlegt. Arbeiten kann ich zudem nur frühmorgens oder ab dem späten Nachmittag. Dann gehe ich noch 2x die Woche schwimmen, wo ich ebenfalls spätestens gegen 8 ins Wasser springen muss, denn ab 9 Uhr kommen alle Rentner des Viertels, so dass das Schwimmen in Hindernisschwimmen ausartet, weil man ständig dem Treibgut ausweichen muss. Ihr seht, momentan ist alles ein bisschen durcheinander („Quilombo“ würde man hier sagen), was auch daran liegt, dass ich meine Arbeit zum Ende bringen will, um die restliche Zeit bis Ende November zu nutzen, die Sierras de Córdoba zu erkunden. Bin gerade am Reise- und Wanderroutenentwerfen und wollte eigentlich schon an diesem Wochenende für ein paar Tage auf Tour gehen. Ging leider nicht, aber kommende Woche mache ich mich mal für ein paar Tage vom Acker. Kommentar hinterlassen { Vorherige Seite } { Seite 95 von 180 } { Nächste Seite } |
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