Meine Argentinienreise 2007/2008 | |
Comida IV - Cerveza
11:30, 5 January 2008
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Vorbemerkung: dies ist ein Artikel, den ich schon im November fertig gestellt hatte, der aber nirgendwo so richtig reinpassen wollte…Bier spielt auch in Argentinien eine große Rolle. Obwohl hierzulande alle glauben, dass Bier das Grundnahrungsmittel der Deutschen ist, erscheint es mir, dass es die Argentinier sind, die mehr Bier trinken als unsereins. Wer zum ersten Mal ein Bier bestellt und gefragt wird, ob er ein kleines oder großes Bier möchte, sollte erst mal ein kleines wählen, denn das ist hier i.d.R. ein halber Liter. Ein großes ist ein ganzer Liter. Bier wird meistens eiskalt serviert – als Information für diejenigen mit den empfindlichen Zähnen. Geschmacklich gibt es Unterschiede zu den deutschen Biersorten, auch wenn man sich auf die deutsche Braukunst beruft. Es sind meistens helle Biere, die frisch schmecken, wohl auch, weil man dem Bier gern Kohlensäure zusetzt. Bei einigen Biersorten werden dem Wasser, Hopfen, Gerste und Malz zudem noch Antioxydationsmittel und Stabilisatoren hinzugefügt.
Markenführer im Lande ist Quilmes, die Fußballvereine, Rockkonzerte und sonstige Events sponsern. Ich mochte dieses Bier sehr gern auf meiner ersten Reise vor 4 Jahren, bin aber mittlerweile nicht mehr so davon begeistert. Mir wurde gesagt, dass die Qualität nachgelassen hat, seitdem Quilmes von einem brasilianischen Getränkemulti übernommen wurde.
An deutsche Biersorten erinnern (sicherlich mit Bedacht gewählte) Markennamen wie Isenbeck, Schneider und Bieckert. Geschmacklich gibt es da für mich kaum Unterschiede. Es sind alles helle Biere (cerveza rubia), wobei Bieckert damit wirbt, das erste Bier Argentiniens zu sein, Schneider hingegen damit, nur natürliche Ingredienzien zu verwenden.
Dann gibt es noch lokale Biere, wie zum Beispiel das Cordoba in ihr-könnt-euch-denken-wo, aber auch kleine, aber feine Marken wie Patagonia, ein Amber Lager, das einen vollen Geschmack hat und mich an das „Elbhang Rot“ aus der Schwingenheuerschen Kleinbrauerei in der Dresdner Neustadt erinnert.
Wer lieber das trinken möchte, was er von zu Hause kennt, kann auf Warsteiner, Stella Artois, Budweiser (Yankee-Version) oder Heineken zurückgreifen. Etwas unübersichtlich ist das Pfandflaschensystem hierzulande. Für einige Biermarken muss man die entsprechene Anzahl Leergut in die Kaufhalle schleppen, andere Marken hingegen sind „non retornable“, was dazu führt, dass man genau diese Flaschen, so sie denn ausgetrunken sind, in der Landschaft herumliegen sieht. Na, dann Prost! Bemerkung: Selbstverständlich sind die Ergebnisse durch Versuchsreihen statistisch abgesichert. Kommentar hinterlassen { Vorherige Seite } { Seite 70 von 180 } { Nächste Seite } |
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