Meine Argentinienreise 2007/2008

Zurueck nach Patagonien

15:04, 19 January 2008 .. 0 Kommentare .. Link

Seit meiner Abfahrt aus Buenos Aires vor gut einer Woche habe ich so viele grandiose Eindruecke gesammelt, dass man meinen koennte, es ist ein halber Monat vergangen. Beinahe haette ich meinen Bus in Buenos Aires verpasst, der mich in gut 36 Stunden fast 2.800 km nach Sueden bringen sollte. Als ich am Bussteig ankam, schlossen gerade die Tueren. Irgendwie hatte ich es mit der Abfahrtszeit nicht so genau genommen. Gerade noch mal Glueck gehabt.


Je weiter wir nach Sueden fuhren, desto mehr veraenderte sich die Landschaft und das Licht. Hier in diesen Breitengraden daemmert es erst gegen Mitternacht. Zuvor breitet sich ein wundervolles warmes Licht ueber der Landschaft aus.


In Rio Gallegos traf ich mich mit Dorit, einer Dresdnerin, die ich ueber den Tango in Cordoba kennen gelernt hatte. Gemeinsam ging es dann nach El Calafate, dem Ausgangspunkt aller Exkursionen rund um die Gletscher und den Cerro Fitz Roy und Cerro Torre. Hier war ich bereits vor 4 Jahren gewesen, und als ich damals diese unglaublich schoene Landschaft sah, hatte ich zum ersten Mal einm Gefuehl dafuer, wie es im Paradies aussehen koennte. Man koennte glatt vom Unglauben abfallen. Damals wanderten wir 2 Tage um den Fitz Roy, diesmal wollten wir 5 Tage trekken gehen und hofften auf gutes Wetter in dieser Gegend, die auch als "Schlechtwetterkueche Patagoniens" bezeichnet wird und in der die Gipfel der Berge meistens wolkenverhangen sind.


Und wir hatten unglaubliches Glueck. Als wir in El Chaltén, etwa 4 Stunden Fahrt entfernt von Calafate, ankamen, sagten uns die Nationalpark-Ranger, dass wir alle Glueckskinder seien, denn die vergangenen Tage hatte es gestuermt und geregnet und nun faellt das Luftdruckbarometer und beschert uns drei wunderschoene Tage mit klarer Sicht. Und so war es dann auch. Mit Zelt, Campingkocher, Proviant und dicken Klamotten bewaffnet (die Naechte waren kalt!!), wanderten wir durch diese unglaublich schoene Landschaft und hatten einen fantastischen Blick auf die majestaetischen Berge, die ihresgleichen suchen.


Die Gefuehle und Eindruecke zu beschreiben ist unmoeglich, und auch Bilder, von denen ich eine Menge gemacht habe, koennen nicht das wiedergeben, was wir dort erlebt hatten. Sobald ich wieder einen schnellen Internetanschluss habe, werde ich euch Bilder zeigen, um zumindest einen Hauch einer Ahnung zu vermitteln.


Heute (19.01.) mache ich einen freien Tag, morgen und uebermorgen will ich den Gletscher Perito Moreno besuchen - als Besucher zur Besichtigung, aber ich ueberlege auch, eine Ice-Trekkingtour auf und in den Gletscher zu buchen. Ich moechte gern mal dieses unglaublich blaue Licht aus der Naehe sehen.

Hier noch ein Link zum Thema, bevor mein grosser Reise-Bilder-Bericht folgt:

www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,398477,00.html
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