Meine Argentinienreise 2007/2008 | |
Auf der Peninsula Valdés
16:22, 28 January 2008
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Am vergangenem Sonntagmorgen bin ich hier angelandet, und ich kann euch sagen: das hier ist ein richtiges Paradies. Die Halbinsel Valdés liegt an der nordpatagonischen Atlantikkueste, etwa 1.500 km suedlich von Buenos Aires, und beherbergt auf einer Flaeche von 90 x 50 km Seeloewen, Seerobben, Seeelefanten, Pinguine und viele seltene Voegel. Zwischen Mai und Dezember kommen ca. 500 Glattwale in die Bucht, die hier ihre Jungen aufziehen. Leider kam ich ausserhalb der Whalespotting-Saison, so dass mir dieses Spektakel entgehen wird. Der einzige frei zugaengliche Ort auf der Halbinsel ist Puerto Piramide. Eigentlich nur eine kleine Anhaeufung von Haeusern, aber mit einem tollen Campingplatz und allen Annehmlichkeiten, die man sich so wuenscht. Selbst die Preise sind hier sehr zivil, was mir bzw. meiner Geldboerse nach den teuren Tagen in Suedpatagonien wieder gut tut. Gleich nebenan das Meer - 2 Minuten vom Zelt - die Sonne lacht den ganzen Tag ueber, herrlicher Sandstrand... Heute morgen, noch vor Sonnenaufgang, lief ich die 4 km bis zu einer Bucht, in der eine Robbenkolonie haust. Schon von weitem hoert man deren Stimmen, die von Ziegengemecker bis zu tiefem Grunzen reicht. Auch die Robben haben gerade Nachwuchs bekommen. Ueberall lagen oder robbten kleine schwarzglaenzende Torpedos ueber den Strand. So sehr nah kam ich aber nicht an die Tiere heran, die hier natuerlich geschuetzt werden. Morgen aber werde ich die Chance haben, Seerobben, -elefanten, Pinguine und vielleicht sogar Orcas (die sogenannten Killerwale) ganz aus der Naehe zu sehen. Ich habe eine Tour zum anderen Ende der Halbinsel gebucht, wo man unter Fuehrung eines Park-Rangers diese Tiere beobachten kann. Ich bin sehr gespannt und hoffe, ein paar interessante Bilder machen zu koennen. Ansonsten mache ich es wie die Robben, faulenze herum und versuche, meinen bisher noch bleichen Oberkoerper der mittlerweile tiefbraunen Farbe meiner Arme anzugleichen. Bis zum Donnerstag will ich noch bleiben, vielleicht aber auch nur bis zum Mittwoch, falls ich noch Lust habe, einen Tag Aufenthalt in Puerto Madryn einzulegen. Diese Gegend hier ist naemlich auch aus Sicht der Immigration interessant, denn es waren in der Hauptsache Waliser, die sich hier um 1850 angesiedelt hatten. Davon zeugen heute die Ortsnamen (Trelew, Gaiman,...), viele Haeuser (brickstone) und die taegliche Teestunde. Am Donnerstagabend will ich dann endgueltig mit dem Bus nach Buenos Aires zurueck. Kommentar hinterlassen { Vorherige Seite } { Seite 65 von 180 } { Nächste Seite } |
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