Meine Argentinienreise 2007/2008 | |
In Cochabamba
19:11, 9 March 2008
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Ich bin nun schon den dritten Tag in Cochabamba, so dass es Zeit wird, endlich meine Koordinaten durchzugeben. Die Stadt ist gross (fast 1 Mio. Einwohner), es gibt im Gegensatz zu Sucre viel Glas und Beton, sie ist recht ausufernd und wird von einer beeindruckenden Bergkette mit Spitzen von bis zu 5.000 m Hoehe umrahmt. Es gibt zwei Orte, die mich hier am meisten begeisterten: die zentrale "Plaza 14 de Setiembre", ein wunderschoener palmengesaeumter Platz, der an allen Seiten von Arkaden umgeben ist, sowie "La Cancha" - der Markt - welcher der groesste Suedamerikas sein soll. Das ist eigentlich kein Markt, sondern ein Labyrinth. Hat er dich einmal verschluckt, so spuckt er dich nicht sobald wieder aus. Dort verbrachte ich gestern und vorgestern S t u n d e n. Es gibt noch eine weitere Besonderheit in Cochabamba: Don Matías, oder auch Matthias Bode, ein Mittfuenfziger aus Frankfurt/M, der seit Ende 2004 in Cochabamba lebt, Deutschland hinter sich gelassen und es sich offensichtlich ganz passabel hier eingerichtet hat. Ich habe ihn ueber Couchsurfing nach einer Uebernachtungsmoeglichkeit angefragt, und so logiere ich nun (sic!) in der Suite II seiner weitlaeufigen Wohnung im 9. Stock eines Hochhauskomlexes mit fantastischen Blick ueber die Stadt und zu den Bergen. Don Matías ist einer, der was vom Leben versteht und es so lebt, wie es sich fuer einen Connaisseur gehoert. Dazu gehoert gutes Essen, guter Wein und gelegentlich rueckt man am Abend in die Cocktailbar ein, um ein paar Mixgetraenke zu schluerfen. Dazu kann man mit ihm stundenlang ueber den Sinn oder Unsinn des Lebens philosophieren. Leider ist mein Intermezzo in Cochabamba morgen beendet. Am Vormittag geht mein Bus nach La Paz (etwa 7 Stunden Fahrt). Dort will ich 2 oder 3 Tage bleiben, ehe ich weiter nach Cobacabana an den Titicacasee fahren werde. Parallel zu meiner Reise muss ich mich nun aber auch langsam darum kuemmern, wie es fuer mich nach der Rueckkehr arbeitsmaessig weitergehen wird. Ich habe keine grosse Lust, Kunde beim Arbeitsamt zu werden. Ich habe bereits Anfang des Jahres meine Bewerbungsunterlagen auf diversen Internetportalen freigeschaltet, und so langsam troepfeln die ersten Interessensbekundungen ein. Ich bin optimistisch und habe ein gutes Gefuehl, dass ich wieder einen interessanten Job finden werde. Zudem habe ich heute mit meinem Sohn Leon telefoniert. Von Bolivien aus kann man fuer gut 70 Centavos pro Minute nach Deutschland telefonieren (das sind 7 Eurocent). Das war schoen, mal wieder die Stimmen meiner Lieben aus der Heimat zu hoeren.
Wer noch mehr ueber Cochabamba wissen will, kann hier schauen: de.wikipedia.org/wiki/Cochabamba Kommentar hinterlassen { Vorherige Seite } { Seite 51 von 180 } { Nächste Seite } |
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