Meine Argentinienreise 2007/2008

In La Paz

10:59, 12 March 2008 .. 0 Kommentare .. Link
La Paz ist die mit 2,5 Mio. Einwohnern und 3.650 m Seehoehe die hoechstgelegene Grossstadt der Welt. Der Stadtkern selbst liegt in einem Tal und wird von allen Seiten von Steilhaengen umgeben, an denen die Haeuser wie Schwalbennester kleben. Oft kleben dort auch die Wolken, so dass die Sonne nur schwer durchdringen kann.


Diese Stadt kann man nicht in ganzen Saetzen beschreiben. Eine Freundin beschrieb mir die Stadt als eine Folge von sich ausschliessenden Gleichzeitigkeiten: sie "ist" und "ist nicht", sie ist kosmopolitisch und doerflich, Peso und Dollar, indigen und europaeisch, Cafe Espresso und Mate, Bic Mac und "picante de pollo" (Broiler am Strassenstand), oben und unten, alt und neu.

Meine Eindruecke kann ich nur im Telegrammstil wiedergeben: +++ beziehe mein Zimmer in der Residiencia Pachamama und mache mich auf den Weg, das Viertel zu erkunden +++ die Strassen sind voller Menschen und Autos, der Abgasgestank ist kaum auszuhalten +++ gleich um die Ecke ist der "Mercado de las Brujas" - der Hexenmarkt - wo man Pillen, Tinkturen und sonstige Mittel gegen alle Gebrechen der Welt kaufen kann +++ der "Mercado Negro" (Schwarzmarkt) ist auch nicht weit +++ ueberhaupt wird an allen Strassen angeboten und verkauft. ich verlaufe mich in der Unuebersichtlichkeit der Staende +++


+++ besuche das "Museo de Coca", erfahre Erstaunliches ueber die Geschichte des Coca und des Kokains und lese, dass Sigmund Freud der erste Kokain-Konsument der Geschichte gewesen sein soll +++ schaue mir das historische Zentrum mit der Plaza de San Francisco und seiner Kirche sowie die Plaza Murillo mit dem imposanten Regierungsgebaeude an +++ das Wetter ist leider nicht besonders gut zum fotografieren, es ist kalt und manchmal regnet es +++



+++ besuche das Museum fuer zeitgenoessische Kunst und bin sehr erstaunt ueber die wunderbaren Bilder und Skulpturen +++ anschliessend bummele ich durch die Strassen und kehre in der "Kuchen Stube" ein, ein deutsches Cafe im Stile der 50er Jahre; es gibt lecker Apfelkuchen und Milchkaffee +++ anschliessend ziehe ich wieder durch die Strassen und finde an allen Ecken und Enden interessante Haeuser aus der Kolonialzeit oder auch Jugenstil, die allerdings in der Mehrzahl leider verfallen +++


La Paz ist keine schoene Stadt, aber man kann hier wunderbar durch die Strassen ziehen, den Menschen bei Ihrem Treiben zuschauen, hie und da was kosten und auch ein bisschen was kaufen (Schwarzmarktware ist halt preisguenstig). Ich habe noch einen Tag drangehaengt...

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