Meine Argentinienreise 2007/2008 | |
10 Dinge, die mir an Bolivien gefallen...
18:00, 21 March 2008
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1. Die vielen Maerkte, das bunte Treiben auf den Strassen und Essen im "Comedor Popular" (Volxxkueche) 2. die herrlichen Landschaften (Vulkane, schneebedeckte Berge, das Altiplano...) 3. frisch gepresste Fruchtsaefte, knusprige Broetchen (da kann sich jeder deutscher Baecker eine dicke Scheibe von abschneiden), pollo picante (Broiler), Teigtaschen, api & buñuelos, geroestete Erd- und Pecanuesse, Cafe Yungas...
4. Kinder (mit und ohne Rotznasen) - sind immer fuer einen Spass oder ein Foto zu haben
5. unglaublich preiswertes Reisen - Hotelpreise 4-6 EUR fuer Einzelzimmer mit Bad, Essen zu Pfennigbetraegen 6. Internet an fast jeder Ecke, mitunter kann man fuer 8 Eurocent pro Minute nach Deutschland telefonieren 7. Freiluftverdrahtung - das spottet jeder Beschreibung und wuerde jeden deutschen Elektrotechniker in den Wahnsinn treiben, aber es funktioniert
8. Koka - weil: stimuliert die Atmung, verhindert Blutblaettchenverklebung, reguliert Glukose-Stoffwechsel und traegt wesentlich zur Anpassung an deas Leben in der Hoehe bei 9. die Neigung der Einheimischen, Verbote zu ignorieren - z.B. sah ich an einem Felsen neben einem Fluss ein in riesengrossen Lettern verfasstes Verbot des Waeschewaschens, umrahmt von Dutzenden zum Trocknen ausgelegten Teppichen 10. Lamas und ihre Verwandten Guanakos, Alpakos und Vikuñas - die sind einfach cool, grinsen immer und lassen sich auch sonst nicht beeindrucken, wenn es ihnen aber zu arg wird, gibt es eine Ladung Rotz
...und 10 Dinge, die mir nicht gefallen: 1. mangelndes Umweltbewusstsein der Einheimischen - alles wird in die Gegend geschmissen, ganz zu schweigen von den Autos, die dicke, fette Abgasschwaden in die Strassen pusten
2. ihre Art des Autofahrens - wenig vorausschauend, eher der Hupe als den eigenen Augen vertrauend (besonders in uneinsichtigen Kurven) 3. Misstrauen und latente "Gringofeindlichkeit" von meist aelteren Leuten - manchmal muss man fuers Fotografieren bezahlen, und wenns nur die Hauskatze ist, di eman abbilden will 4. Auftreten vonPolizei/Gendarmerie/Militaerpolizei - die zeigen fuer meinen Geschmack ihre klein- und grosskalibrigen Waffen ein wenig zu offenherzig
5. geringe Sitzabstand in Bussen und Bahn - der Sitzkomfort kann nur fuer kleinwuechsige, beinamputierte Bolivianer (oder Japaner) entwickelt worden sein 6. Busterminalbenutzungsgebuehr - so eine Art "Flughafen-Tax" fuer Busse, die zwar nur zwischen 1 - 2,50 Bs. kostet, aber trotzdem nervt 7. Armut - es sind besonders alte und wirklich abgezehrte Menschen, die auf den Strassen hocken oder gar liegen und um ein paar Centavos betteln 8. Rock&Pop in Panfloete - eine populaere Unsitte, wirkliche oder vermeintliche Hits aus Rock und Pop noch einmal als Panfloeteninstrumental aufzuwaermen. "Wind of Change" von den Scorpions ist schon im Original kaum zu ertragen... 9. Strassenhunde - es muessen hunderttausende sein, die durch die Strassen streunen und bei denen man nie weiss, wie sie einem gesinnt sind 10. oeffentliches Pinkeln der Maenner - das macht man hier ganz ungeniert, z.B. waehrend einer kurzen Buspause gegen das Hinterrad des Busses oder bestenfalls einen Meter entfernt vom Einstieg in den Strassengraben. Auch das Pinkel gegen Hausmauern ist sehr beliebt, so dass der entsprechende Geruch in den Gassen schwebt.
Und was ich sonst noch bewundere: - die Lastentrager, die jeden Tag riesige Kisten und Buendel durch die Strassen tragen - die unendliche Geduld und Ausdauer der Strassenverkaeufer, die jeden Tag von der Frueh bis zum Abend ihre Waren anbieten, meistens umgeben von einem Dutzend weiterer Haendler, die genau dasselbe anbieten - die kleinen, runden, steifen Huete der meist aelteren Frauen, die offensichtlich nie vom Kopf zu fallen scheinen, obwohl sie nur oben aufsitzen
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