Meine Argentinienreise 2007/2008 | |
Bolivien - mein kurzes und ungefragtes Fazit
18:02, 21 March 2008
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Mein Fazit ueber Bolivien schreibe ich im sicheren Exil in Peru. Nach vier Wochen Reise durch etwa ein Drittel des Landes kann ich sagen, dass ich sehr, sehr positiv von Bolivien beeindruckt bin. Ich muss gestehen, dass ich ein klein wenig Unbehagen hatte, was mich da erwarten wuerde, dass ich auf eher verschlossene Menschen, karge Landschaften und gewoehnungsbeduerftiges Essen stossen wuerde. Dem war nicht so! Klar, die Menschen, besonders auf dem Altiplano, dem Hochland, sind nicht besonders gespraechig - dafuer ist ihr Leben zu hart und die Fruechte ihrer Arbeit zu duerftig. Aber man trifft immer wieder freundliche, offene und neugierige Leute, mit denen man wunderbare Gespraeche fuehren kann. Und ueber allem diese herrliche Landschaft, die mich immer wieder fassungslos staunen laesst. Mit dem Essen bin ich ebenfalls wunderbar klargekommen. Hier gibts zwar nicht die raffinierte argentinische Kueche, aber dafuer viele andere Gerichte (besonders Huhn, viel Obst und Gemuese), die das locker kompensieren. Ich hatte nie Magenprobleme - und ich probierte vieles in den Garkuechen auf der Strasse oder dem Mercado - und auch die Hoehe machte mir nicht zu schaffen. Kriminalitaet? Ich hatte nicht das Gefuehl, dass ich irgendwann einmal in Gefahr war. Ich bin vorbereitet, habe meine Wertsachen immer unter Kontrolle und verhalte mich im uebrigen aufmerksam und unauffaellig, soweit dies mit 1,85 m Koerpergroesse unter den eher kleingewachsenen Bolivianern moeglich ist. Ich glaube, dass es einen Unterschied macht, ob man aengstlich durch die Strassen irrlichtert und sich zu separieren versucht oder ob man sich unter die Leute mischt und versucht, mit ihnen zu kommunizieren. Also: Bolivien ist auf jeden Fall eine Reise wert!! Ich glaube, dass ich erst hier richtig in Suedamerika angekommen bin (Argentinien empfindet sich zu sehr als europaeisch), und hoffe, dass ich auf meiner Rueckkehr nach Argentinien im Mai noch mal einen kurzen Stopover machen kann, um mich noch mehr von der dortigen Atmosphaere gefangen nehmen zu lassen.
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