Meine Argentinienreise 2007/2008

Wie umgeht man eine Touristenfalle?

00:00, 31 March 2008 .. 0 Kommentare .. Link

Cusco und Machu Picchu sind ein absolutes Muss fuer jeden Peru-Reisenden, aber man kann hier eine Menge Geld verlieren, wenn man seine Touren nicht sorgfaeltig plant. Jeder Reisefuehrer empfiehlt Vorsicht bei der Auswahl der Tourveranstalter und der Reisefuehrer, trotzdem aber ist es fuer jeden Neuankoemmling schwer, sich im Gewuehl der vielen Angebote zu orientieren. Deswegen hier an dieser Stelle ein paar Tipps.

Will man den Inka-Trail nach Machu Picchu laufen, so muss man bereits Monate zuvor buchen, d.h. ueber Reiseagenturen im Heimatland. Nur eine limitierte Anzahl von Touristen darf den Trail taeglich benutzen. Wer kurzfristig trekken will, kann alternative Trails nach Machu Picchu buchen, z.B. den Salkantay Trek o.a. Hier gibt es Folgendes zu beachten:

- unbedingt Preisvergleiche bei verschiedenen Agenturen einholen, denn die Preisspanne ist oftmals erheblich, z.B. wird der Salkantay Trek fuer rund $200 angeboten, mitunter aber fuer wesentlich mehr (man kann auch verhandeln!)

- alle im Preispaket enthaltenen Leistungen beschreiben und schriftlich geben lassen, auch die NICHT enthaltenen Leistungen, hier mit besonderem Augenmerk auf Mahlzeiten/Verpflegung (wieviel Mahlzeiten pro Tag, Unterwegsverpflegung), Transportleistungen (Bus, Bahn, Abholen vom Hotel u.a.) und Eintritt (z.B. fuer Nationalpark, Museum, Thermalbad u.a.).

- zum Abschluss der Tour gibt man ueblicherweise Trinkgelder (propina) an den Guide, den Koch und den Mann, der die Pferde fuehrt (i.d.R. gibt jeder Teilnehmer 10 Soles fuer jeden, wenn der Guide besonders gut war, auch ein bisschen mehr), ABER das Geld fuer den Guide niemals vor Abschluss der Reise, d.h. vor erfolgter Rueckkehr nach Cusco uebergeben, denn so mache Guides verschwinden nach Erhalt des Trinkgeldes gerne mal vor der Zeit und lassen die Touristen allein zurueckkehren.

- wenn mam bestimmte Leistungen, fuer die man bezahlt hat, nicht erhalten hat, unbedingt in der Agentur reklamieren, sich nicht mit Ausfluechten zufrieden geben und fuer den Fall, dass keine einvernehmliche Loesung gefunden wird, d.h. eine Rueckzahlung, damit drohen, dass man bei iPerú - Servicio Protección al Turista - PROM PERU mit einer Anzeige vorstellig wird.

In meinem Fall war es so, dass ich fuer den gesamten Trek 280 US-Dollar bezahlt hatte, dann aber auf dem Trek feststellen musste, dass alle anderen Teilnehmer nur zwischen $175-210 bezahlten. Das hat mich schon ein bisschen gewurmt, aber nach der Heimkehr checkte ich noch mal die mir per Mail zugesandte Offerte und stellte fest, dass ich bestimmte darin beschriebene Leistungen, wie zum Beispiel die Zugfahrten von Machu Picchu nach Cusco sowie die Zubringerbusse von Aguas Calientes hinauf zu Machu Picchu, die allesamt extrem teuer sind, gar nicht erhalten hatte. Wir mussten z.B. nach Machu Picchu hinauflaufen und die Zugfahrt wurde einfach eingekuerzt und durch den wesentlich billigeren Bus ersetzt. Da stellte ich mich auf die Hinterbeine und setzte alles in Bewegung, um einen Teil des Geldes von der Agentur zurueckzubekommen. Schlussendlich habe ich 86 Dollar rausgehauen, womit ich es zufrieden bin. Wusste gar nicht, dass ich eine solche Kraemerseele bin...


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