Meine Argentinienreise 2007/2008 | |
In Iquitos
06:52, 14 April 2008
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So bin ich nun also mitten im Dschungel gelandet, in einer Stadt, zu der keine Strasse fuehrt und man, will man sie ebenerdig erreichen, fuenf Tage und laenger braucht, um sie per Schiff zsu erreichen. Was kann man hier schon erwarten? Eine Stadt, die sich hinsichtlich ihrer kosmopolitischen Atmosphaere und dem Menschenschlag gewaltig von den Staedten unterscheidet, die ich bisher in Peru gesehen habe. Die Stadtentwicklung ist eng mit dem Kautschukboom verbunden. Um 1900 lebten hier unglaublich reiche "Kautschukbarone", die es sich leisten konnten, eine Stadt bauen zu lassen, die den Vergleich mit europaeischen Staedten nicht scheuen braucht. Groesste architektonische Sehenswuerdigkeit ist ein eisernes Gebaeude, direkt an der Plaza gelegen, entworfen von einen gewissen Gustave Eiffel (der in Paris einen metallenen Turm gebaut haben soll), hergestellt in Frankreich und Stueck fuer Stueck ueber den Atlantik hier in den Urwald transportiert.
Dieser Boom ist allerdings schon lange vorbei, so dass die Stadt sich neu orientieren musste, und das tat sie, indem sie sich als das Drehkreuz auf dem touristischen Weg in den Regenwald betaetigt. Ich habe leider nicht mehr ausreichend Zeit fuer eine Expedition in die "selva" (anderthalb Wochen haette ich insgesamt dafuer einplanen muessen), aber ich habe mir fest vorgenommen, das in einigen Jahren nachzuholen, wenn mich eine zweite Reise in den noerdlichen Teil Suedamerikas fuehren wird, um Kolumbien, Venezuela, die Guayanas und vor allen Dingen das sagenhafte Brasilien kennen zu lernen. Ich hoffe, der Regenwald ist bis dahin noch nicht vollstaendig abgeholzt. Was macht man also sonst in Iquitos? Erst mal checkte ich in ein kleines Hostel ein. Dort haengen die Verhaltensregeln aus, die besagen: nicht an den Sachen der Anderen vergreifen, keine Tiere und keine Huren mit aufs Zimmer nehmen. Da ich kein Tier mit mir fuehre, werde ich also keine Probleme haben. Danach gings erst mal was essen, da ich nach 5 Tagen Einheitsnahrung auf dem Schiff erst mal einen starken Kaffee und was Ordentliches zwischen den Zaehnen brauchte. So pfiff ich mir einen Alligator-Burger rein, und das ist das Schoene an diesem Ort, dass der Urwald eine schier unuebersehbare Vielfalt an Nahrung liefert: Fruechte, Fleisch, Fisch und auch Medizin.
Was mich ebenso fasziniert, sind die Menschen, die hier leben. Ihr Aussehen unterscheidet sich erheblich von den Menschen, denen ich bisher in Peru begegnet bin. Hier hat man das Gefuehl, dass man schon fast in Brasilien ist: grossgewachsene, schlanke, milchkaffeebraune Menschen mit klaren Gesichtszuegen, sehr offen, temperamentvoll, das Leben geniessend. Und die Frauen - zum Niederknien!!! Meine Zeit hier ist aber leider vorbei. Heute nachmittag werde ich schon im Flugzeug nach Lima sitzen, wo ich unverzueglich zum Busterminal fahren und den naechsten Bus nach Trujillo nehmen werde. Hier gibt's noch ein paar Informationen zu Iquitos:
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