Meine Argentinienreise 2007/2008

Unterwegs in - Tilcara/Humahuaca

11:39, 26 August 2007 .. Geschrieben in Argentinien .. 0 Kommentare .. Link

Am Samstag erreichte ich Tilcara, eine wirklich huebsches kleines Dorf, das sich mittlerweile sehr auf den Tourismus konzentriert hat. Seit einigen Jahren wird der Tourismus in der Quebrada de Humahuaca seitens der Provinzregierung intensiv gefoerdert (Slogan "Viva Jujuy"). Bisher habe ich den denkbar besten Eindruck, denn man findet immer ein preiswertes Quartier, es gibt beeindruckende Sehenswuerdigkeiten, reichlich Restaurants und auch immer Maerkte, wo man aus einem reichlichen Angebot an kunsthandwerklichen Produkten auswaehlen kann.

In Tilcara bot mir ein junger Mann an der Bushaltestelle Quartier an, und obwohl ich in solchen Faellen immer zurueckhaltend bin, folgte ich ihm und bereute es nicht. Ich kann den Reisenden von ganzen Herzen die Hospedaje "La Albahaca" empfehlen (www.albahacahostel.com.ar), ein kleines und sauberes Hostel, wo man fuer 20 Peso inkl. Fruehstueck uebernachten kann. Diese Hospedaje liegt auch genau zwischen den beiden Sehenswuerdigkeiten des Ortes, dem Archaeologischen Museum und einer alten aber seit den 1960er Jahren sehr gut restaurierten Indio-Festung (Pulcara).

Gestern Abend checkte ich meine Emails (das Gute an Argentinien ist: es gibt in jedem Dorf ein Locutorio mit Internet) und erhielt von einem Freund aus Buenos Aires einen Tipp bezueglich Uebernachtung in Humahuaca, das ich heute erreicht habe. Es ist ein Schuelerwohnheim, das von einer deutschen Hilfsorganisation unterstuetzt wird, in dem Indio-Kindern, die in weit abgelegenenen Doerfern leben, die Moeglichkeit geboten wird, dort zu wohnen, zu lernen und zu arbeiten (Letzteres im Sinne der Gemeinschaft). Dieses Internat bietet auch Unterkunft fuer Touristen, und deswegen bin ich auch dort gelandet - mehr Informationen hier:

http://projekt-schuelerwohnheim-argentinien.blogspot.com/

Ueberhaupt habe ich in den vergangenen Tagen bemerkenswerte Leute kennen gelernt, wie zum Beispiel Nadine und Martin aus Limburg, die seit Juni 2003 mit dem Rad durch die Welt radeln. Ich traf sie in San Salvador de Jujuy, und natuerlich war ich sehr an den Abenteuern ihrer grossen Reise interessiert. Wer selbst lesen will: www.weltenbummler2003.de

Meine Reiseerlebnisse und vor allen Dingen die visuellen Eindruecke werde ich nach meiner Rueckkehr in Córdoba etappenweise fuers Weblog aufarbeiten. Es ist zu viel, als dass ich es in einem Locutorio machen koennte. Jeder Tag ist so randvoll mit Eindruecken, dass man nach zwei Tagen das Gefuehl hat, es seien schon deren vier vergangen. Zeit spielt hier keine Rolle, wenn es weiter geht, geht es weiter. Man lernt Geduld und laesst sich auf den hiesigen Rhythmus ein. Und es tut verdammt gut!

Mal sehen, ob ich einen oder zwei Tage in Humahuaca bleibe. Danach gehts auf jeden Fall nach La Quiaca direkt an die bolivianische Grenze, und dann werde ich weitersehen. ¡Hasta luego!



Unterwegs in - Purmamarca/Tilcara

13:08, 25 August 2007 .. Geschrieben in Argentinien .. 0 Kommentare .. Link

So langsam schraube ich mich nach Norden, aber auch in die Hoehe. Der erste interessante Ort nach Jujuy ist Purmamarca, das ich gestern besuchte. Ein verschlafenes Indiodorf, welches zu Fuessen des siebenfarbigen Berges liegt. Dieser Berg ist tatsaechlich beeindruckend, besonders wenn die Sonne noch tief steht und die Farben leuchten. Ich habe eine Menge Bilder geschossen und hoffe, dass diese einen kleinen Eindruck von dieser Pracht vermitteln. Das Panorama selbst kann man leider nicht wiedergeben; das muss man einfach gesehen haben.

Jetzt, zum Samstagmittag, bin ich in Tilcara angekommen, einer putzigen Kleinstadt in 2.645 m Hoehe, ca. 30 km noerdlich von Purmamarca. Habe gerade mein Zimmer in einer schoenen Hospedaje bezogen und werde nun erst mal was essen gehen, ehe ich mir die Sehenswuerdigkeiten der Stadt, das Archaeologische Museum und die Reste eines Indio-Wehrdorfes anschauen werde.

Seit gestern habe ich das Gefuehl, dass die Zeit keine Rolle mehr spielt. Gerade zur Mittagszeit, wenn die Sonne hoch steht und der Wind den Staub durch die Gassen blaest, sitzt man eben im Schatten und doest vor sich hin, ohne das schlechte Gewissen zu haben, irgendwas zu verpassen. Die Uhren laufen hier bedeutend langsamer; natuerlich gibt es auch nicht so viele Moeglichkeiten der Zerstreuung. Ich geniesse es jedenfalls.

Hier ein Link zu einer gut gestalteten Website ueber Tilcara: www.tilcara.com.ar/



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