Über das andine Hochland

17:16, 30.07.2009. Von miyake

Wir sind recht schnell von Salta, das auf ca. 1.200 m Höhe liegt, nach San Antonio de los Cobres auf 3.800 m aufgestiegen. Das merkten wir auch, manchmal japst man nach Luft und des Nachts schliefen wir sehr unruhig. So starteten wir am 2. Tag unserer Tour etwas unausgeschlafen, aber trotzdem erwartungsvoll unsere Fahrt, die uns die berühmte Ruta 40 hinauf in die Salinas Grandes führen sollte, um dann einen weiteren 4.000er Pass in Richtung Purmamarca, dem Ziel der heutigen Etappe, zu überqueren.


Die Ruta 40 ist so etwas wie die Route 66 in den USA. Hier in Argentinien führt sie hoch oben im Norden an der bolivianischen Grenze bis hinunter an die Südspitze Patagoniens, bis knapp vor Feuerland. Es heißt, jeder Abenteurer muss diese Strecke ein Mal im Leben abgefahren haben. Wir sind nur ein kleines Stück auf der Ruta abgefahren, die zumeist eine Schotterpiste ist und sich schwer fahren lässt, aber wir haben die unendliche Weite der Puna, den weiten Himmel, aber auch manche kleine gottverlassene Siedlung gesehen, wo man gar nicht glauben mag, dass in dieser unwirtlichen Gegend Menschen leben.

 Mehr zur Ruta 40 gibt es hier zu erfahren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ruta_Nacional_40_(Argentinien)

Und endlich haben wir Lamas und Guanakos gesehen, dazu noch Wildesel und sogar einen Fuchs, der wohl selten Touristen sieht und uns neugierig anschaute.


Als die Sonne am Zenit stand, kamen wir an den Salinas Grandes an, dem Großen Salzsee. Hier hindurch führt die Verbindungsstraße hinüber nach Chile, wir aber bogen nach rechts in Richtung Purmamarca ab. Die Straße ging noch mal richtig hoch hinaus, und nach Überquerung des Altos der Morada auf 4.170 m Meereshöhe ging es dann auf atemberaubenden Serpentinen bergab nach Purmamarca, einem Dörfchen, das für seinen "Cerro Sietecolores" dem Siebenfarbigen Berg bekannt ist.

Der Norden Argentiniens und besonders die Quebrada der Humahuaca (UNESCO-Weltkulturerbe) sind berühmt für die faszinierend vielfarbigen Berge, Sedimentgestein aus Urzeiten, als hier noch ein Meer war. Wenn die Sonne tief steht, dann leuchten diese Steine tiefrot, lila, orange, grün, gelb oder auch schneeweiß. Dieses Farbenspiel kann man nur schwer beschreiben, bestenfalls zeigen:


 

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