Von Humahuaca ueber Tilcara zurueck nach Salta
18:43, 1.08.2009. Von miyake
In der Residencia in Humahuaca hat sich seit meinem letzten Besuch im Februar 2008 einiges getan. Das rechte Viertel des Anbaus ist nun fertig und beherbergt sowohl den grossen Gemeinschaftraum als auch die Kueche. Hier wird das Gemeinschaftliche gross geschrieben; alles wird geteilt (so auch das Mittagessen, das nach unserer Ankunft statt in 6 einfach in 8 Portionen aufgeteilt wurde), jeder bringt sich mit dem, was er hat oder kann, ein, und auf diese Weise lebt und arbeitet man zusammen.

Tagsueber waren wir mal im Dorf nach dem Rechten schauen, insbesondere um die Baeckerei zu besuchen, die unser Freund Javier aus der Residencia kuezlich eroeffnet hatte. Dort kann man Kaffee trinken und fruehstuecken, Backwaren kaufen, aber auch Mountainbikes mieten. Es ist natuerlich ein schwieriges Geschaeft, weil in Humahuaca die Konkurrenz zahlreich ist, aber es hat sein Herz in die Hand genommen und sich eine Moeglichkeit geschaffen, sein Geld selber zu verdienen.
Leider blieb zu wenig Zeit fuer uns, wir mussten am Donnerstagmittag weiter, wollten wir unser Ziel erreichen. Es war ein nur kurzes Stueck, das uns ca. 60 km weiter suedlich bis nach Tilcara fuehrte, und hier stiegen wir im Albahaca Hostel bei alten Freunden ab; und es war ein grossartiges Wiedersehen.

Tilcara ist ein kleines, aber feines Doerfchen mit einer Inka-Festung aus prae-hispanischer Zeit, "Pukara" genannt. Diese befindet sich auf einem grossen Huegel entlang der alten Inka-Strasse, und man kann von dort aus sehr weit in die Quebrada de Humahuaca hineinsehen. Dazu am Horizont die maechtigen Berge - ein sensationelles Szenario.


Die Haeuser sind definitiv nicht fuer Mitteleuropaer dimensioniert. Wir wuerden staendig mit dem Kopf gegen die Dachsparren aus Kaktusholz stossen, und auch die Eingangsoeffnungen sind so breit, dass man sich regelrecht hindurch schlaengeln muss.


Am Freitag ging es schon wieder weiter, diesmal in Richtung Salta, wo unsere 5-taegige Rundreise mit dem Auto, mehr als 800 km ueber das andine Hochland, durch die Quebrada de Humahuaca sowie einen kleinen Teil "selva" (Regenwald) zuruecklegend, endete. Wir gaben unseren mittlerweile voellig verstaubten Fiat wieder an die Autovermietung zurueck, marschierten dann zum Busbahnhof, wo wir uns die Tickets fuer die Fahrt nach Cordoba kauften (Start: Samstagabend 21 Uhr, Ankunft in Cordoba: 8 Uhr morgens), und dann schlenderten wir durch Salta, wo richtig Leben in den Strassen ist.
Zum Abend gingen wir ins "El Viejo Jack", wo wir uns jeder eine riesige Portion Fleisch goennten (Bife de Lomo), direkt an der Parillada (dem Grill) ausgesucht. Heute ist Samstag, wir troedeln durch die Stadt und lassen Fuenfe gerade sein.
