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Laos - Jewel of the Mekong

19:13, 26.09.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Ein fröhliches Hallo aus Laos an euch alle!

Ich schippere gerade auf dem Mekong umher, um zu unserem nächsten und letzten Ziel in Laos zu gelangen. Wir tuckern munter stromaufwärts und werden den ganzen heutigen Tag und auch einen Großteile des morgigen auf dem Mekong verbringen. Der Trip neigt sich leider so langsam dem Ende entgegen und ich werde Tag für Tag immer müder…denn das Umherlaufen, frühe Aufstehen, oftmals späte ins Bett gehen tut sein übriges. Jetzt will ich aber erst mal von Vorne beginnen, um das in meinen Augen schönste und authentischte indochinesisches Land Revue passieren zu lassen. Ich kann euch auf jeden Fall gleich eines sagen, wenn jemand von euch Bock haben sollte im Februar/März ne Reise nach Laos zu machen nehmt mich als unerfahren Tourguide mit. Wir mieten uns dann einfach nen Landrover oder ein anderes 4x4 Vehicle und ab geht die Post!

Am Tag des Grenzübergangs ging es von Hanoi aus dann auf zur laotischen Grenze. Die Busfahrt in unserem Privatbus dauerte insg. gut 9 Stunden und wir konnten auf der kompletten Fahrt dank wunderbarem Wetter zunächst die schöne Landschaft Nordvietnams und dann im Anschluss die geniale Landschaft Laos genießen. Lak hat von Beginn an gesagt, dass wir Laos mögen würden – es sei auch ihr bevorzugtes Reiseziel auf der Tour – und es sollte sich schon bald herausstellen, dass wir Laos nicht nur mögen sollten, sondern es lieben lernten. Da der Weg in die Hauptstadt Vientiane am gleichen Tag einfach zu lange gedauert hätte, machten wir einen kurzen Nachtstopp in einem kleinen und nicht touristisch erschlossenem Ort namens Lak Xao. Und dort konnte ich dann auch finden wonach ich auf der Suche war…Natur, einfache Lebensweise, schöne Landschaft und Verschlafenheit. Die rote Erde und der blaue Himmel die sich im Sonnenuntergang dann noch richtig krass einfärbten und somit ein noch schöneres Flair verbreiteten ließ uns alle staunen. Die Kinder und Erwachsenen die wir dort antreffen konnten  waren alle total freundlich und neugierig und wir alle hatten unseren Spaß. Nach einer Mütze voll Schlaf ging es dann früh morgens auch schon wieder weiter, um die Hauptstadt kennen zu lernen. Die Fahrt dauerte auch wieder gut 5 Stunden und wir konnten dann dort angekommen ein spätes Mittagessen zu uns nehmen. Danach ging es zum Wahrzeichen Vientianes dem Triumpfbogen, der mittels Gelder aus Frankreich gebaut werden konnte. Eigentlich war das Geld für einen Flughafen gemünzt, aber die Leute hier dachten sich…naja ein Bogen ist wohl besser  Das ist der laotische way of life, alles gemach angehen, kein Stress und sich einfach nicht zu viele Sorgen machen und das Wichtigste dabei ist: immer lächeln. Vientiane selber empfinde ich jetzt nicht wirklich als schöne Stadt, auch wenn einen Menge an Tempelanlagen vorhanden sind. Es leben auch nur 700 000 Leute in der Stadt, was aber immerhin 1/10 der gesamten Bevölkerung ausmacht. Wie immer durfte nat. ein leckeres Abendesse nicht fehlen und ein anschließender Gang in eine Bar um die Ecke folgte. Dort blieben wir dann wieder eine ganze Weile und wir konnten mit den Schwedinnen, die wir ja in Hanoi aufgepickt haben das erste Mal etwas feiern. Da es wie schon gesagt nicht wirklich viel zu sehen gab, sind wir am nächsten Tag auch schon wieder aufgebrochen um nach Vang Vieng zu gelangen. Wir hatten einfach nur geiles Wetter und während der Busfahrt konnten wir gute Bilder abgreifen. Ich habe die Fahrt so richtig genossen und mich ein weiteres Stück in Laos „verliebt“. Das endgültige Eingeständnis nach Laos zurück zu kehren musste ich machen, als wir in Vang Vieng ankamen und dort mit dem Rad etwas umher gefahren sind. Auch wenn die Straßenverhältnisse oftmals alles andere als gut sind machten wir uns einen Spaß daraus, besuchten einen Grotte mit Blick über das Dorf, fuhren durch die Landschaft, machten eine kleine Wasserschlacht auf den Rädern und ließen meine Kamera fast über den Jordan gehen. Zum Glück hat sie den Sturz auf die Buckelpiste überlebt und nur die Kameratasche selbst wurde in Mitleidenschaft gezogen (aber dafür ist so ne Tasche ja eben da). Total fertig von der ganzen Action ging es zum Abendessen und anschließend noch auf ein paar Bier und/oder Cocktails in die Jungle Bar. Da wir am nächsten Tag zum Kajaking und Tubing gehen sollten haben wir entschieden es diesen Abend nicht zu bunt zu Treiben. Denn das ist im Tubing dann schon mit inbegriffen, dazu aber dann gleich mehr. Früh um acht wurden wir abgeholt um den Tagesausflug zu beginnen. Zunächst ging es mit dem Pick Up etwa 20 km flussaufwärts, um dann dort die Kajaks ins Wasser zu setzen. Nach einiger Zeit landeten wir an, um die erste Runde des Tubings zu starten. Das war richtig geil, denn wir hangelten uns dann in unseren Gummiringen am Seil entlang in die Höhle hinein und auf Grund der Regensaison herrschte ein so hoher Wasserpegel, dass man zw. Wasseroberfläche und Höhlendecke stellenweise vll. gerade mal 20 cm Platz hatte. Um die ganze Höhle erkunden zu können mussten wir auch unsere Reifen zurücklassen und auf allen Vieren bzw. teilweise robbender Weise voran schleichen. Nur durch unsere Stirnlampen konnten wir erahnen, wo uns der nächste Gang hin führen würde. Wieder am Tageslicht angelangt konnten wir dann gleich unser BBQ-Lunch zu uns nehmen und eine Warnung für den gesamten Tag abholen. Denn ein Einheimischer hat sich wohl etwas überschätzt, auf einen Baumstumpf gestiegen, abgerutscht und nun lag er mit schmerzverkrampftem Gesicht und hin und wieder Blut spuckend auf dem Boden. Keine Ahnung was er hatte aber es sah nicht gut aus … und ich brauch euch ja wohl nicht zu sagen, wie es mitten in der Pampa mit dem Rettungsdienst ausschaut. In diesem Fall: man nehme ein Holzgestell, lege den Patienten darauf, ein paar starke Männer als Antrieb, nichts wie raus aus dem Dschungel zur nächsten Straße, ein Motorrad nehmen (das kurzerhand als „Rettungswagen“ dient) und dann kann die lustige Fahrt auf den Holperstraßen losgehen. Ganz ehrlich ich möchte nicht übertreiben, aber ich hoffe für ihn einfach nur, dass er die Tortur überlebt hat. Etwas geschockt von diesem Erlebnis ging es dann weiter mit dem Kajak. Und dann kam das wovor uns Lak eigentlich gewarnt hat. Wir haben das Kajak an Land gebracht, ließen es zurück und sind in die erste von zich Uferbars eingetrudelt. Dort gab es nat. wieder Buckets, coole Musik und das Wetter spielte einfach mit. Ende vom Lied ihr könnt es euch denken…genau der Maichus trank dann den ein oder anderen Bucket und an einer Bar gab es diese enorm geile Rutsche und ich bin diese dann etliche Male runtergerutscht. Wohl irgendwie ein paar Mal zu oft, denn am nächsten Tag hatte ich überall blaue Flecken. Den letzten Stopp legten wir dann an einer kleinen Bar ein, um die Tubingrunde zu beenden. Die Bar gehörte dann ganz alleine uns und wir sind dann irgendwann aufgebrochen, um zum Hotel zurück zu kehren. Fragt mich aber nicht wann, meine Wahrnehmung hatte da schon gelitten. Im nicht ganz nüchternen Zustand ging es zum Dinner und…The Saga continued. Passend zum kompletten Partytag ging es in die Bucketbar in Vang Vieng. Dort blieben wir dann bis wir im strömenden Regen zum Hotel zurück liefen. Leider war unser Orientierungssinn etwas angeschlagen und so drehten wir ein paar extra Runden. Aber das war egal, denn nass war man eh schon bis auf die Knochen.  Der nächste Tag war wieder Reisetag und so hieß es um 8 Uhr wieder mehr oder minder fit auf der Matte zu stehen. Gelang mir so mit Mühe und Not aber irgendwie hat es funktioniert. Wir hatten dann einen echt netten Fahrer für die Fahrt nach Luang Prabang, die wiederum gut  6 - 7 Stunden dauerte. Doch diese war glaub mit Abstand die geilste Route. Durchs Gebirge ginge es auf Serpentienen auf und ab, von einem kleinen Dorf zum nächsten, und von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Stellenweise war die Straße durch Erdrutsche noch etwas blockiert und unwegsam, aber unser Fahrer hatte alles im Griff! Am Ziel angekommen wollten wir alle nur noch schlafen, doch Lak entführte uns auf eine Tempelanlage von der aus man gut über Luang Prabang sehen konnte. Belohnt wurde wir dann mit einem schönen Sonnenuntergang über dem Mekong River. Total erschöpft ging es zum BBQ auf laotische Art und Weise in den Lao Lao Garden, das war auch noch ein cooles Erlebnis, besonders da wir Wasserbüffel grillen konnten, denn man war selbst dafür zuständig was man auf dem, im Tisch eingelassenen Grill denn bruzzeln will. Es gab keine weitere Aktivität mehr und wir alle sind im Bett verschwunden um für den nächsten Tag gerüstet zu sein. Dieser bescherte uns einen Ritt auf einem Elefanten. Passend zu meiner Situation bekam ich meinen eigenen, zwar etwas kleineren, aber er war auch der einzige Mann unter einigen Weiblein. Somit hatten wir gleich etwas gemeinsam und Kemchun, so sein Name erwies sich als ein treuer Weggefährte und selbst als ich ganz alleine ohne den Mahout auf ihm saß kamen wir gut miteinander aus. Als Belohnung für den gut 1-stündigen Ritt gab es Bananen und ne ordentliche Streicheleinheit (@ Peti: auch am Ohr J). Echt cool so gemütlich durch den Dschungel zu schaukeln, von rechts nach links und wieder zurück. Nach dem Lunch zum Mitnehmen ging es dann zu den Kuang Sii Waterfalls und Schwimmen dort. Dank der Regenzeit rauschte eine enorme Menge Wasser den Berg herunter und man konnte richtig nahe an den Wasserfall ran. Man musste nur aufpassen, dass man nicht mitgerissen wurde, denn stellenweise war die Strömung richtig stark und man musste durch diese hindurch, um ganz nahe an den Fuß des Wasserfalls zu gelangen. Dort gabe es dann auch einen weitausragenden Baum, an dem ein Seil befestigt war…naja klar was ich dann machen musste, genau: Seil greifen, Schwung holen und in die Strömung der Naturgewalt eintauchen, so wie einst Tarzan  Wieder zurück ging es für Lak, Andy, Cat und mich auf eine Bootsfahrt um den Sonnenuntergang zu sehen. Noch kurz in einem kleinen Ort angehalten, um Souvenirs zu kaufen konnten wir ihn dann auch sehen. Mein Akku der Kamera ging leer, ich also den Ersatzakku rausgeholt und musste feststellen, dass dieser aufgebläht war. Er fiel mir ein paar Stunden zuvor aus ca. 40cm aus den Händen…naja jetzt erstmal nur noch ein Akku vorhanden. Somit beläuft sich die Gesamte Verlustliste der vergangen zwei Monate auf zwei paar Brillen (Sonnenbrille fährt in China im Taxi irgendwo umher, alte Brille liegt irgendwo auf dem Grund des Mekongs dank des Tubings), ein Kameraakku und eine kleine Maglite-Taschenlampe. Zum Glück ging mir der Akku jetzt aufs Ende hin flöten und nicht schon eher…denn für die nächsten drei Tage sollte ich mit einer Ladung pro Tag auskommen. Ihr wisst ja was das heißt, wenn der Maichus keine Bilder machen kann  Hölle auf Erden für ihn.

Wie schon zu Beginn geschrieben, heute und morgen verbringen wir den Großteil des Tages auf einem Boot, nur für uns alleine auf dem Mekong um zur thailändischen Grenze zu gelangen. Hier wird wohl nicht mehr allzu viel Aufregendes passieren. Wir besuchen noch ein Dorf wo wir Schulkinder unterstützen können mit Schreibmaterialien und Büchern. Aber dann ist es auch schon wieder vorbei mit Laos…LEIDER! Ich denke fast, dass es der vorerst letzte Eintrag hier im Block sein wird, denn in Thailand bin ich ja nur zwei/drei Tage bevor es in den Flieger geht.

Ihr seht also, ich bin immer noch wohl auf, des Reisens immer noch nicht überdrüssig geworden, aber trotzdem froh bald mal wieder zu Hause zu sein. Mittlerweile sind es nur noch 6 Tage, bis ich wieder deutschen Boden unter den Füßen haben werde. Bis dahin macht es gut, ich versuche auf dem Mekong nicht unterzugehen und dann sehen wir uns in Kürze. Ahoi! Beide Maschinen AK voraus! Und nur ein Ping Vasili.



Goooood Mooooorning Vietnam!

20:16, 18.09.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link


Hey Ho...

Und wieder sind grob 1 ½ Wochen verstrichen und ich poste den Erfahrungsbericht über Vietnam, das unsere zweite Station auf der Indochina Tour einnimmt.

 

Nachdem wir Sihanoukville verlassen hatten und mit unseren beiden Minivans auf in Richtung Grenze sind, wurde mir erst richtig beswusst, dass fast schon ein Drittel der Rundreise vorüber und somit die Zeit auch schon wieder gut vorangeschritten ist. Glücklicherweise verfliegt die Zeit aber nicht sooo schnell, obwohl wir ja doch immer viel unternehmen und so keine Langeweile aufkommt. Aber ist auch gut, denn so können wir das Maximale aus der Rundreise machen. Jetzt aber zum Thema…

 

Der Grenzübergang (den wir nach ungefähr 3 ½ Stunden erreichten) war mehr oder weniger ein Feldposten mit zwei Schlagbäumen. Halt auf jeder Seite der Grenze einer und dann dazwischen ein paar Häuser um den ganzen Papierkram zu erledigen. ES ging alles relativ einfach und schnell von statten und somit konnten wir alle recht zeitig ein „Good Morning Vietnam“ in das Land schicken. Unsere erste Station hieß dann Chau Doc eine kleine Stadt kurz nach der Grenze, der nur als kurzer Zwischenstopp auf der Route nach Ho Chi Minh City (Saigon) bedeutete. Trotzdem haben wir dort eine lustige Motorbike-Tour machen können. Unsere Fahrer haben sich wie blöde durch den Verkehr gedrängelt und sich fast schon ein rasantes Rennen untereinander geliefert. Am Ziel, dem Sam Mountain, angekommen hatten wir dann einen herrlichen Blick über die Landschaft und Chau Doc’s Umgebung. Leider spielte das Wetter nicht so wirklich mit und wir konnten keinen Sonnenuntergang bewundern, denn hier ist echt in der Reigenzeit so, dass es morgens und dann auf abend zu regnet und das dann aber gewaltig. Trotzdem bot sich uns ein schöner Anblick und wir haben wieder ein neues schönes Fleckchen Erde kennen gelernt. Tags darauf stiegen wir in den Bus um unsere lange Busfahrt nach Saigon in Angriff zu nehmen. Das war für dann leider ein kleiner Horrortrip, da ich irgendwie den ganzen Tag mehr oder weniger an einer Magenverstimmung gelitten habe. Keine Ahnung woher die kam, denn vom Essen wohl kaum…wir vermuteten alle, dass mir einfach etwas Flüssigkeit und Mineralien fehlten , denn nachdem ich Elektrolyttabletten/-pulver zu mir genommen und etwas Schlaf gefunden hatte, ging es mir wieder blendend. Ich habe mich dann mit auf den Rundgang durch den alten Stadtkern gequält, was auch ok war. War auf jeden Fall echt nett, wie sich alle um mein Wohlbefinden bemüht haben. Aber da wir ja eine GAP Familie sind…kein Wunder  Für Susanne war es am Abend dann auch schon das Abschluss-Dinner, denn sie hat uns dann am nächsten Tag nach den geplanten Ausflügen verlassen und drei neue Mitstreiter kamen für den Vietnam-Abschnitt hinzu. Ein Engländer und ein Pärchen aus Kanada. Diese wurden dann gleich in unsere Familie aufgenommen. Nach ein paar Stunden Schlaf ging es dann auf zu den Cu Chi Tunnels ca. 1 ½ Stunden entfernt von Saigon. Diese Tunnel wurden von den Viet Cong als Unterschlupf und Basis genutzt um den anrückenden US-amerikanischen Soldaten im Vietnamkrieg die Stirn zu bieten. Wir konnten dann auch in einige Abschnitte abtauchen und selbst (teilweise) auf allen Vieren durch die Tunnel robben. Diese sind auf drei Level verteilt und je weitere man nach unten kommt, desto kleiner und enger werden diese dann. Ich kann euch sagen, die Luft da unten…das geht gar nicht, erst recht nicht in der Regenzeit. Wir waren zwar nur vll. 5 min. in den Gängen gefangen, aber da lief uns schon der Schweiß aus allen Poren…unglaublich. Da vermögen auch die kleinen überall angelegten Ventilationsschächte nicht zu helfen. Und die Vietcongs hielten es damals bis zu 10 Stunden dort aus…oder mussten es. Als amerikanischer Soldat inkl. der Kampfausrüstung hatte man da wohl kaum Chancen reinzukommen. Danach ging es noch ins War Museum in dem dann auch noch echt gut die Geschichte zum Vietnam Krieg dargelegt wird. Besonders beeindruckend sind wohl die Bilder die von Kriegsberichterstattern ausgestellt sind. Sei es vom Krieg selber, dessen Opfer oder sonstige Dinge die damit verknüpft sind. Richtig schockierend allerdings waren dann die letzten Bilder…diese zeigten die Opfer des „Agent Orange“ Projekts. Dabei versprühte die US Army Unmengen an dioxinhaltigen Giftmitteln…und das Ausmaß ist am besten an den Bildern zu erkennen. Noch heute werden Kinder geboren, die an den Spätfolgen des Einsatzes leiden (Verstümmelung, etc.). Am Abend haben wir uns dann in den Nachtzug verzogen um von Saigon nach Nha Trang zu fahren. Wie immer konnte ich nicht so wirklich schlafen, da hat auch der Alkohol nix genutzt, den wir für die Fahrt dabei hatten. Aber egal…wir sind ziemlich früh in Nha Trang angekommen und haben dann in einem echt guten Lokal (Sailor Club) ein Frühstück eingenommen. Denn wir mussten gestärkt in den Tag starten, da eine Mudbath – Session auf dem Programm stand. Hatte ich vorher ja auch noch nie gemacht, aber irgendwie war es schon recht cool aber eben auch schmutzig J …und warum sollte man ein Dreckbad nehmen?! Wieder um eine Erfahrung reicher sind wir dann am Abend zu einem BBQ nach vietnamesischer Art gegangen. D.h. kleiner Tongrill auf den Tisch, die Zutaten bereitstellen (Seafood, Rind, Schwein, Gemüse) und dann selbst grillen. Die Bude ist dann nat. total verraucht, aber da scheißt man sich mal gar nix, wenn das Essen um so geiler schmeckt. Was es definitiv tat. Erneut haben mich dann nach dem Essen die Buckets besucht und ich bin um 1 Uhr nachts ins Bett gefallen. Blöd daran war eben nur, dass am Morgen eine Bootsausfahrt inkl. 2 Tauchgängen anstand. Tja…Markus…Augen zu und durch. Das hab ich dann auch wirklich gemacht. Die meiste Zeit auf dem Boot hab ich die Augen geschlossen gehabt und gepennt…nur zu den Tauchgängen hab ich mich aufraffen können. Erst wollten se mich gar nicht tauchen lassen und haben bestimmt dreimal gefragt wie stark mein Hangover ist und ob ich wirklich tauchen will. JA, JA, JA! Und da sich der Verein mit einer mündlichen Zusagen hat zufriedenstellen lassen, dass ich meinen Tauchschein habe, war mir dann eh alles wurscht…denn so locker kann das Leben sein. Im Endeffekt habe ich dann die beiden Tauchgänge total genossen und unter Wasser ging es mir wesentlich besser als über. Meine neue Hangover-Kur heißt also: TAUCHEN! Ich hätte nicht gedacht, dass man in Vietnam so schöne Tauchspots finden kann. Und mir wurde so allmählich bewusst, dass ich Vietnam wohl doch schöner finde als gedacht. Denn zu Beginn, konnte ich dem Land nichts abgewinnen, da wir hauptsächlich in der Großstadt unterwegs waren. Doch einmal in Richtung ländliche Gegend aufgebrochen und weg vom Großstadtgetummel ist das Feuer entfacht worden, was auf den kommenden Stationen dann nur noch verstärkt werden sollte. Was uns auch schon zum nächsten Ziel bringt: Hoi An! Wieder mit dem Nachtzug angereist blieben wir dort für zwei Tage und wollten gar nicht mehr fort. Das ruhige beschauliche Fleckchen spiegelt wohl noch am ehesten das alte, traditionelle Vietnam wieder. Kleine Verkaufsläden und Restaurants (mit verdammt leckerem Essen) direkt am Fluss gelegen…Einfach herrlich. Einige von uns ginge am ersten Tag zum Schneider (ich war ja schon versorgt à China) und somit bin ich im OldTown umher gewandert und habe den Flair auf mich wirken lassen. Die beiden Tage dort waren sowas von heiß und schwül…unglaublich und der obligatorische Regen durfte auch nicht fehlen. Vor allem nicht auf dem Weg vom Central Market (auf dem wir Nahrungsmittel eingekauft haben) zur Kochschule, denn wir haben eine Kochkurs in der vietnamesischen Küche besucht. War total lustig und das Essen war der Hammer, vor allem weil selbst gemacht  Unsere Lehrerin hätte glatt ne eigene Fernsehschau draus machen können…keine Ahnung was die nimmt…aber es scheint gut anzuschlagen. Doch bevor wir unser Essen zu uns nehmen konnten hieß es etwas Sport treiben, indem wir eine Radtour durch die Umgebung von Hoi An gemacht haben. Spätestens da sind dann alle Teilnehmer dem Land verfallen. Da wir das tägliche, harte Leben der Vietnamesen kennenlernen durften, wissen wir nun deren Stolz umso mehr zu schätzen. Ein kurzer Ritt auf nem Wasserbüffel sprang auch noch raus und wir besuchten eine lokale Schule/Kindergarten um die Kinder etwas beim Spielen zu unterstützen   Nha Trang und Hoi An stehen bei mir definitiv auf der Liste, der Plätze die es gilt noch einmal ausgiebiger zu erkunden. Schon allein wegen der Natur (Strände, Meer, Landschaft) aber auch des Night-Lifes und der Leute. Also an euch zu Hause, wer Lust hat Vietnam auf nem kleinen Motorrad zu erkunden…ich bin dabei, denn das ist glaub ich das geilste was man machen kann. Rucksack, Schlafsack ne 125er zum gemütlichen cruisen und dann kann man das Land richtig genießen (wie auch Kambodscha und vermutlich Laos) Wenn ich diese Länder noch mal bereisen sollte (ich hoffe es doch), dann wohl am ehesten mit nem Motorrad…einfach wann immer man will wo immer man will fahren. Und wenn es regnet, dann regnet es halt, na und, trocken wird man vom Fahrtwind alle mal wieder.

 

Von Hoi An ging es dann mit dem Minibus über den Hai Van Pass und dessen Serpentinen nach Hue, der ehem. Hauptstadt Zentralvietnams. Am höchsten Punkt angekommen konnten wir dann einen herrlichen Rundumblick genießen. Dort waren dann auch noch alte Bunkeranlagen zu sehen, die im Krieg genutzt wurden. Dank den Wolken die sich vor den Gipfeln vorbei schoben ergaben sich somit schöne Motive für Bilder. Leider war der Stopp nat. viel zu kurz, aber immerhin ich war dort  Neben der Straße hat sich dann auch noch die Eisenbahn dahin geschlängelt und das war dann auch n cooler Anblick. Hue selbst ist auch einen Besuch wert, besonders wenn man wie wir die Stadt und das Umland auf einem Motorrad erkundet. Und man dabei erneut feststellen muss, dass der Drang so eine Motorrad-Tour selbst zu machen wieder bestärkt wird.

 

Nach dem Abendessen gingen wir dann nicht weit entfernt von unserem Hotel in eine Bar und meine Freunde die Buckets waren auch wieder anwesend. Diesmal konnte ich sie aber überreden mich nicht so in Mitleidenschaft zu ziehen und mit anderen zu teilen. Somit gab es am nächsten Morgen auch kein böses Erwachen. Deshalb sind wir noch zu Fuß ein bisschen in der Hotelumgebung dahin gehatscht. Fabian und ich sind dann im Endeffekt bei einer lokalen Familie zum Mittagessen eingeladen worden und wir haben es uns gut schmecken lassen. Keine Ahnung wie uns das passiert ist, aber es passierte halt einfach. Ganz ehrlich…darauf habe ich auch mal gehofft, denn so bekommt man dann am ehesten noch ein Bild der Lebensverhältnisse.

 

Um 15 Uhr bestiegen wir unseren Nachtzug und die Party konnte starten. Kurz nachdem sich jeder in seinem Abteil des Zuges häuslich eingerichtet hatte hieß es dann auch schon die erste Dose Bier zu öffnen um dann auch schon ganz schnell feststellen zu müssen, dass zu wenig Bier mit an Bord ist. Denn immerhin musste ja ein ganzer Nachmittag und eine ganze Nacht im Zug verbracht werden. Zum Glück ist das Zugpersonal auf Touris eingestellt und somit gab es noch die Möglichkeit im Zug and Bölkstoff zu kommen. Oder man macht es wie ich: Bei einem Zwischenstopp eben mal aus dem Zug hüpfen, nächsten Verkaufsstand aufsuchen, dem Schaffner irgendwie verklickern, dass er nicht ohne mich losfahren soll und hoffen dass alles gut geht. Tat es im Endeffekt auch und wir hatten wieder genügend Flüssignahrung für unsere kleine „Karaoke“-Show im Viererabteil. Dort tummelten sich dann auf einmal acht oder neun Leute und die Bude war eine richtige Sauna J Aber danach fiel dann das Schlafen wenigstens wesentlich einfacher.

 

Nach 14 Stunden sind wir dann in Hanoi angekommen und es ging gleich mit dem Bus weiter nach Halong Bay um dort einen wohl unvergesslichen Tag zu verleben. Vormittag hieß es am Strand etwas Sonne tanken bevor es dann aufs Boot ging, das uns vor der Küste durch die Limestone-Felsformationen kutschierte. Da das Wetter entgegen der Regensaison mehr als gut war konnten wir die Fahrt auf dem Wasser, den Höhlenbesuch und die anschließende Kajaktour so richtig genießen. Wenig Schlaf, die Sonne und Hitze taten dann ihr übriges und aufs Ende der Bootstour haben wir alle total fertig einen schönen Sonnenuntergang erleben dürfen. Den ersten auf der Tour soweit! 

 

Am nächsten Tag ging es wieder zurück nach Hanoi, um die Hauptstadt von Vietnam kennen zu lernen. Dort sind wir dann auch zwei Tage geblieben. Ein Besuch im Old Quarter zeigte uns dann wie eng und chaotisch es auf den Straßen hier zu geht und ich konnte es mir nicht entgehen lassen Hund zu kaufen. Aber irgendwie hab ich es nicht fertig bekommen Geschmack dran zu finden. Besonderes nicht an der Soße, die als Beilage diente…keine Ahnung was das war, aber wenn ich grad dran denke kommt es mir schon wieder hoch. Schon alleine der Geruch war eigentlich ein absolutes No-Go. Beim Abendessen wurde uns dann allen so richtig klar, dass für einige der folgende Tag der letzte der Tour sein sollte. Deshalb hieß es noch etwas länger zusammen zu sitzen und ein wenig den Abschied zu feiern. Uns werden acht Leute verlassen und drei Neue kommen für den letzten Abschnitt in Laos dazu. Es sieht wohl so aus, dass ich der einzige Kerl sein werde und die drei neuen Mädls sind aus Schweden J Aber das wird sich definitiv erst noch heute Abend beim Dinner zeigen.

Soweit die Nachricht aus Vietnam...der nächste Bericht dann aus Laos oder Thailand in gut 10 Tagen. Bis dahin...macht es gut und ein Wiedersehen rückt immer näher.

 



Kingdom of Cambodia

20:21, 7.09.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Seid gegrüßt ihr meine Deutschländer!

In meinen Augen ist es mal wieder Zeit einen Reisebericht abzusenden und zwar über meinen ersten Teil der Indochina Rundreise. Wie die Meisten von euch ja wohl wissen, führt mich der erste Abschnitt in das alte Khmer-Reich Kambodscha. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Bangkok und dem ersten Aufeinandertreffen der Reiseteilnehmer am 30. August ging es dann auch gleich am nächsten Morgen los und wir sind mit einem kleinen Bus auf in Richtung Grenze gemacht. Unser Tourguide Lak (ist ihr thailändischer Kosename, denn den richtigen könnten wir glaub alle nicht so wirklich aussprechen) lässt uns zum Glück viel Freiheit in unserer Tagegestaltung. Sie gibt uns immer Vorschläge, was die beliebtesten und bekanntesten Ziele sind, aber wir sind dann frei selbst auszuwählen was wir wann machen wollen. Also echt cool! So wie ich mir das vorgestellt habe. BINGO

 

 

 

 

Nach dem Grenzübergang (was so ca. eine Stunde, mit den all den Formalitäten, gedauert hat) ging es auf direktem Weg auf nach Siam Reap, dem Ausgangspunkt für unser erstes Highlight. Und zwar die Tempelanlagen um Angkor Wat. Wir haben uns alle auf einen super schönen Sonnenaufgang über Angkor Wat selbst gefreut, leider wurden wir da etwas enttäuscht. Das ist eben der Nachteil, wenn man in der Regensaision unterwegs ist. Aber wie ja immer hat alles was Nachteile hat auch seine Vorteile. Vorteil, wir fahren immer durch grüne Landschaften, die mit überfluteten Reisfeldern und vereinzelten Palmengruppen gespickt ist. Und wenn dann die Sonne sich den Weg durch die Wolken bahnt, dann sieht das Ganze echt unbeschreiblich genial aus. Sattes Grün, hier und da Wasserbüffel (ob in den Feldern oder auf den Straßen) und nat. nicht zu vergessen die Häuser die allesamt auf Stelzen gebaut sind, damit der Wohnraum auch immer schön trocken bleibt, sei der Wasserpegel noch so hoch.  Zurück zu den Tempeln. Unsere erste richtig krasse Erfahrung durften wir auch schon hinter uns bringen, als wir in der Tempelanlage von Ta Phrom (Jungeltempel) – bekannt aus dem Film Tomb Raider  - von einem derben Schauer erwischt wurden. Doch aus der Not macht man dann ja eine Tugend. D.h. Poncho anziehen, Kamera nur rausholen, wenn wirklich nötig und ab durch den kambodschanischen Regen laufen. Mal ehrlich, gerade das hat es noch viel interessanter und authentischer gemacht. Denn was wäre eine Tempelanlage in Mitten eines „Jungels“ ohne Regen??? Das geht mal gar nicht, da waren wir uns dann alle einig. Den ganzen Tag verbrachten wir dann eben damit die Tempelanlagen auf dem Gebiet um Ankor Wat zu erforschen. Es ist mal wieder erstaunlich, was ie alten Zivilisationen im Stande waren zu leisten, in architektonischer Sicht. Für Angkor Wat z.B. wurden insg. Rund 3 Mio. Tonnen Stein (Lavastein und Sandstein) verbaut!!! Ihr könnt euch ja vorstellen, dass sich klein Markus Polo Columbus Walterus wie im Paradies gefühlt hat und die Kamera dank dem Regen öfters mal zu einer Zwangspause verdonnert wurde, denn sonst hätte Überhitzungsgefahr bestanden 

 

Tags darauf sind wir zu einem Floating Village an den Tonle Sap Lake gefahren um die traditionelle Lebensweise etwas kennen zu lernen. Dies hieß einen Besuch einer Krokodilfarm und einer Bootsfahrt teil zu wohnen. So kam ich auch in den Genuss mal eine Schlange um meinen Hals haben zu dürfen. War ein netter Python mit dem ich mich recht gut verstanden habe  Auf der Busfahrt in die Hauptstadt         hielten wir dann an einem Straßenstand an und ich konnte abermals einen lang ersehnten Wunsch in die Realität umsetzen…der auf kulinarischer Ebene stattfand. Ihr wisst ja dass Insekten nicht nur da sind um ihr Dasein zu fristen…also hieß es ein Beutelchen gerösteter Insekten (kl. Heuschrecken, Käfer und andere Fleuch- und Kriechtiere) kaufen und beherzt zu beißen. Waren schön kross und fettig. Ganz ehrlich, wenn mal Chips ausgehen…perfekter Ersatz   Nach dem wir dann relativ spät in Phnom Penh angekommen waren, ging es auch gleich auf zum Abendesse Am nächsten Morgen stand dann S-21 und die Killing Fields auf dem Programm. Im ersteren (einer umgebauten ehem. Universität) wurden zur Zeit der Roten Khmer Regierung die „Staatsfeinde“ inhaftierte und gefoltert, bevor sie dann endgültig weiter verfrahtet wurden, um auf den Killing Fields den Tod ins Auge zu sehen (wobei das mit verbundenen Augen wohl auch schwer machbar ist). Dabei war es egals ob Männer, Frauen, Kinder oder Babies auf der Todesliste standen. Während diesem Bürgerkrieg fanden insg. 2 Mio. Kambodschaner den Tod und die Bevölkerung wurde auf eine Minium von ca. 3 -4 Mio. Leute dezimiert. Unser Guide, der ehemals im National Museum arbeitete konnte uns viele Details über die jüngste Vergangenheit des Landes nahe bringen.  Zum Abendessen ging es dann zu einem lokalen Tourguide in sein Privathaus. Dort wurden wir echt richtig lecker bekocht und konnten in den Genuss kommen Tarantula-Schnapps, Tarantula selbst und noch Entenembryo und den zugehörigen Rest zu probieren. Wir wurden total herzlich von der gesamten Familie empfangen und alle waren erstaunt, dass wir so beherzt bei den „Leckereien“ zu gegriffen haben. Was Gruppendynamik alles ausmachen kann   Nach dem Dinner ging es dann noch in die FCC Bar auf zwei Cocktails und dann auf einer lustigen Tuk Tuk Fahrt ins Hotel, damit der nächste Reisetag wieder mehr oder weniger ausgeschlafen angegangen werden konnte.

Erneut hieß es früh aufstehen, um den öffentlichen Bus in Richtung Sihanoukville zu bekommen. Die Stadt ist direkt an der Küste vom Golf von Thailand gelegen und somit konnte man sich schon auf der Busfahrt auf ein Badevergnügen und Relaxation einstellen. Was aber nach den ersten Tagen Sightseeing und Informationsfluss auch nötig war. Dort angekommen, haben wir dann noch den halben Tag im Meer verbracht und uns schon mal den ersten Cocktail schmecken lassen. Abends ging es dann in ein Restaurant mit Bar direkt am Strand und es wurde Party gemacht. Was auch nicht schwer fällt, wenn man einen Bucket voll Whiskey Cola für 2$ !!! bekommt. Und da in einem solchen Eimerchen nun mal nicht weniger als 1l an Flüssigkeit zu finden ist, das Salzwasser das man tagsüber im Meer geschluckt hat ja auch wieder irgendwie „wegaromatisiert“ werden muss…naja dann kippt man sich schon mal den ein oder anderen Eimer hinter die Binde   Wir haben dann ordentlich mit den einheimischen Kindern, die ihre Armbändchen und was weiß ich feil boten, getanzt und hatten ne ausgelassene Stimmung. Nach dem obligatorischen Nachtschwimmgang hieß es dann ab in die Falle um am nächsten Tag wieder fit für die Island-Tour zu sein. Da lag auch schon das Problem. Ich fit…nach ein paar Liter Alkohol…ihr kennt mich ja…das schließt sich von vornerein gleich schon mal aus. So hieß es dann für mich bei Wellengang und flauem Magen gute Mine zum bösen Spiel zu machen. Ist mir nicht immer so gelungen…aber die Fische haben sich über ne Abwechslung auf dem Speiseplan freuen können  Ihr versteht also… Alles in allem hab ich mich aber doch noch recht gut geschlagen, denn wir hatten viel Spaß und jeder von uns hat sich nen Sonnenbrand eingefangen. Abends ging es dann wieder in die gleiche Lokalität, diesmal aber „nur“ für einen Eimer und eben ein Abendessen. Denn Abends bin ich ja dann immer wieder zurechnungsfähig.

Morgens darauf hieß es dann Abschied nehmen von Kambodscha und auf in Richtung vietnamesische Grenze zu fahren. Soweit kann ich nur sagen, dass Kambodscha ein guter Start für die Reise war und mir das Land sehr gut gefallen hat und zwar ohne Ausnahme. Landschaft, Leute, Kultur und Lebensweise sind echt mal interessant zu erleben. Auch wenn es sich wirklich komplett von unserer westlichen Lebensweise unterscheidet. 

 

Die Abende verbrachten wir dann (meist) zusammen als Gruppe in einem Restaurant mit lokalem Essen und hin und wieder einer kleinen tarditionellen Show. So nach und nach wird alles für den Tourismus ausgebaut und die Einheimischen versuchen wo immer es geht davon Profit zu machen. Sei es mit Tuk Tuk Fahrten, Märkten und „Tourguides“ für die Hot Spots. Wann immer es geht versuchen wir die Locals zu unterstützen und in kleinen Shops Getränke zu kaufen und nicht in 7eleven Shops oder so…Manche Restaurants arbeiten auch mit Waisenhäusern oder Einrichtugnen zusammen, die sich um Kinder kümmern zusammen.



Hong Kong und Macau

11:33, 31.08.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Hi Leute...

naja, das mit meinem Abschlusseintrag aus China hat wohl nicht so ganz geklappt Aber dafür habt ihr ja noch per Mail nen wohl mal wieder ausführlichen Bericht bekommen. Konnte mich beim Schreiben mal wieder nicht zurück halten. Aber das wird heute jetzt hier anders...hoffe ich.

Mittlerweile haben wir halb eins in der Früh und ich muss morgen um 7 Uhr aufstehen, um zum Flughafen von Hong Kong zu kommen, damit ich mein Flieger nach Bangkok nicht verpasse. Also von daher nur mal hier ein kurzes Feedback, wie Hong Kong und Macau bei mir angekommen sind. Ich habe, obwohl ich im Hostel geschlafen habe, mich dafür entschieden, die drei Tage mal für mich alleine zu sein, was auch nicht geschadet hat. Und bald treffe ich dann ja eh die Leute, mit denen ich die Rundreise antreten werde. Da habe ich dann wieder genug Gesellschaft um mich rum.

Hong Kong: einfach genial...vor allem bei Nacht, wenn alles hell und bunt beleuchtet ist. Cool ist hier, dass es sau viele Nationen hierher verschlagen hat und somit Inder, Afrikaner, Europaer, etc. nebeneinander her leben. In meinem Block leben eben auch alle bunt durcheinander und die meisten Hostelbetreiber scheinen wohl Inder zu sein :-) Ich liebe den Akzent hab mir Hong Kong Island und Kowloon in der wenigen Zeit, die mir vergönnt war angesehen und alles hat durchaus seine Reize. Die eine Seite wegen der Natur und die andere wegen den krassen Gebäuden und einfach den Leuten und der Morderne und traditionelle Lebensweise die Hand in Hand ineinander gehen...so scheint es zumindest. Eben typisch chinesisch.

Macau: Was soll ich da sagen? Ich hab mich irgendwie die meiste Zeit nicht wirklich wie in China gefühlt (bis auf die ganzen asiatischen Gesichter). Es gibt vor allem im alten historischen Kern so viele Bauwerke, die den portugisischen Einfluss kaum deutlicher zeigen könnten. Ich hab mich teilweise echt wie in Lissabon gefühlt und es ist lustig, wenn man Chinesen dann portugisch sprechen hört...hin und wieder. Irgendwie hat Macau was südländisches für mich, aber überzeugt euch da selbst am besten von auf den Bildern. Und da ich ja mit den südländischen Städten gut klar komme, war es mal ne willkommene Abwechslung. Zwar etwas unerwartet, dass es doch so deutlich ist. Sprich für mich ist es nicht Macau sondern Portugina  In ein paar Casinos hab ich auch mal rein geschaut und muss sagen, die Aufmachung ist schon der Hammer...hab nat. keinen Vergleich mit VEGAS...aber, wenn das in VEGAS noch krasser sein sollte, dann Hut ab. Es war so schon beeindruckend und einladend. Gewonnen habe ich nix...verloren aber auch nicht...ist also ne Nullrunde geworden.

So, wie gesagt nur kurz etwas gepostet, damit ihr wisst, ich lebe noch und dass ich noch immer fleißig am welterobern bin . Wie gesagt, schauts euch die Bilder an und ihr wissts bescheid. Ich muss jetzt in die Falle, damit ich morgen früh einigermaßen fit aus den Federn komm. Freu mich schon auf die kommenden vier Wochen purer Rundreise und neue Eindrücke, Erlebnisse, Landschaften, Kultur und ach was weiß ich noch alles...

Also, mein nächster Post kommt dann aus...??? Mal sehen wann ich die Zeit und Muse dazu finde. Bis dahin, macht es gut!

Gruß aus Hong Kong



Der Abschied rückt näher...

00:07, 17.08.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

So Halloooo!

Hab es jetzt endlich mal geschafft die Bilder von Huang Shan zu posten. Also, wie immer unter den Links das dazugehörige Album. Hat so lange gedauert, da es jetzt, da es aufs Ende geht, irgendwie wieder irgendwie immer irgendwo, irgendwas ist. Von daher bleibt dann mal das ein oder andere liegen...

Außerdem kann euch noch von meinem letzten We erzählen. Diesmal ging es nicht ganz soweit weg wie die anderen paar Male. Das Ziel hieß diesmal Shanghai, mal wieder werdet ihr euch denken. Dachte ich mir auch am Anfang, nur diesmal sind wir nicht zum Sightseeing hingefahren, sondern zum Party machen. Freitagabend nach der Arbeit hieß es zu viert (Hans, Gerald, Gabor und meine Weinigkeit) in den Zug, zwei Flaschen Mixgetränke eingepackt und auf zum Hostel in Shanghai. Kurz einchecken, frisch machen, den Weg zum Zimmer markieren, damit man ihn dann auch wieder nach der Feier findet und ab ins Nachtleben. Erster Stop war die Capainbar, schon bekannt aus meinem alten Bericht. Aber das ist einfach ein Dauerbrenner und das Wetter hat auch noch gepasst. Kaum dort angekommen, den ersten Cocktail bestellt, schon sahen wir uns in Mitten einer netten Begleitrunde von Mädls aus HongKong. Um halb zwölf ging es dann in Richtung French Consession (Club Viertel von Shanghai) und ab in den Shelter. Genau...was ihr euch unter Shelter vorstellt, so war auch der Club. Aber einfach nur cool, leider war die Musik nicht sooo unser Ding, aber wir hatte ja zum Glück nette Begleitung an unserer Seite und von daher war man eh mehr abgelenkt Keine Ahnung wie lange wir da blieben, danach ging es auf jeden Fall noch in zwei andere Clubs (Phibis und Lola) und irgendwann wurde es hell und wir dann doch mal müde. Sprich Taxi holen und ab ins Hostel. Maximalen Schlaf rausholen...um 12 Uhr ist Check-Out, d.h. bis 10 vor 12 pennen und dann fix mit etwas Schädeldröhnen das Dorm verlassen. Weiter zum Fakemarket um sich ne Brille machen zu lassen, um dann feststellen zu müssen, dass die Gläser vll. nicht gerade so förderlich für die Augen zu sein scheinen...aber das wird der Test beim dt. Optiker dann zeigen. Wie auch immer, teuer war die Geschichte nicht wirklich...und falls die Gläser wirklich Schrott sein sollten, dann hab ich immerhin ein sportliches Gestell für 30 Eus bekommen. Soviel hat die Brille eben mit zwei Gläsern gekostet. Sonntag war dann ein ruhiger Tag, den ich aber auch definitv gebrauchen konnte. Und mir wurde/wird so langsam klar, dass es hier verdammt nah dem Ende entgegen geht. Zwischendurch konnte ich es ja kaum erwarten. Aber mittlerweile muss ich sagen, es wird mir glaub schon fehlen am Anfang, all diese kleinen Chinesen, die um einen wuseln,  über die man sich aber trotzdem immer wieder aufregt. Komisch...man geht da durch ein Wechselbad der Gefühle...was aber denk ich verständlcih erscheinen dürfte, da mich diese 5 Monate doch schon wieder besonders geprägt haben.

Auf der Arbeit halte ich mittlerweile auch schön die Bälle flach, denn ich muss mich ja so langsam an das Nichtstun gewöhnen, dass mir dann für 5 Wochen auf meinen Ausflügen ansteht, bestimmt zu Tote langweilen wir *hust* Nächste Woche kommt dann mein Nachfolger und dann hab ich noch vier Tage ihn die Firma und das Leben so gut es eben geht näher zu bringen und ihn auf manche Eigenart hinzuweisen.

Morgen steht erst nochmal eine Big Party an. 3 Geburtstage und zwei Abschiede (Hans und Gabor, drum auch der Shanghai Trip). Da werd ich mir glaub vorsichtshalber mal den Do.vormittag frei nehmen, man weiss ja nie Und wenn wir dann die Beiden verabschieden, dürfte auch mir endgültig klar werden, dass meine Tage hier in Suzhou und China gezählt sind. Aber das ist auch gut so...denn dann komme ich bald wieder in die Heimat, um mit euch wieder lustige Stunden zu verleben und Geschehenes revue passieren zu lassen.

Soweit erstmal von mir...ich melde mich dann nochmal mit nem Abschlusseintrag von China am We oder Anfang nächster Woche. Bis dahin, bleibt mir sauber und alles Gute!



Huang Shan (Yellow Mountain)

15:05, 8.08.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Hi an alle meine Leute zu Hause!

Wir waren dieses Wochenende mal wieder unterwegs und da ich letze Woche keinen Eintrag gepostet habe, folgt nun wohl der letzte Eintrag über eine größere Unternehmung. Denn die nächsten und beiden letzten Wochenenden werde ich wohl "nur" in Suzhou verbringen. Vll. mit nem kleinen Abstecher nach Shanghai. Es geht also wirklich dem Ende entgegen und das macht sich bei mir auch bemerkbar. Im Moment bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich auch keine Lust mehr habe irgendwelche Planungen anzustellen und noch groß auf Tour zu gehen. Hätte zwar nie gedacht, dass ich das mal sagen werde, da ich ja wirklch gern alles was geht mitnehmen möchte. Aber irgendwann sagt dir dann doch dein Körper: "Kollege, irgendwann ist mal gut, schalt mal nen Gang runter und mach weng langsamer." Wenn dann noch ne kleine Erkältung dazu kommt und man sich total antriebslos fühlt, dann ist es wohl wirklich Zeit mal nen kurzen Break einzulegen und neue Energie zu sammeln. Vor allem wenn es dann im Anschluss ja dann wieder für 5 Wochen auf Dauertour geht. Ihr könnt also schon erahnen, dass ich im Moment ziemlich "gesättigt" bin von China incl. Arbeit, da halt immer irgendwie, irgendwo, irgendwann, irgendwas angefallen ist/sich angeboten hat, auf das man nicht verzichten will/wollte.

Jetzt aber mal zum vergangen Wochenende...Passend zu meiner Antriebslosigkeit, hat sich auch das Wochenende an die Situation angepasst und ich muss leider gestehen, es war wohl das bisher "misslungenste" We hier in China überhaupt. Es versprach eigentlich ein echt geniales We zu werden als wir zu sechsehnt!!! am Freitagabend nach der Arbeit in einen Ford Transit einstiegen um die Fahrt Richtung Huang Shan anzutreten. Die Busfahrt gestaltete sich echt lustig und wir sind nach gut 5 Stunden in unserem Hotel für die Nacht in Tunxi angekommen. Da einige von uns nat. noch nicht gleich schlafen konnten/wollten, haben wir mal das Nachtleben ausprobieren wollen. Es war nat. die Katz gebleut und so haben wir uns dann am Fluss hingesetzt mit nem Bierchen und einfach noch weng gechillt. Hans und ich konnten es dann nat. nicht lassen und wir haben ein Bad genommen, das Wasser war total versifft doch irgendwie war uns das egal und wir haben die "Abkühlung" gesucht. Nur leider war das Wasser nicht so wirklich kühl, was scona lles über die Wasserqualität sagt. Egal...danach und eine Dusche später ging es dann ins Bett. Das Frühstück (was im Preis inbegriffen war) viel recht spärlich aus und so gingen wir dann noch leicht hungrig zum Bus um die Fahrt zum Berg anzutreten und schon während der Busfahrt wurde mir schlecht und ich fühlte mich total übel. Dann am Berg angekommen haben wir uns getrennt, denn die Hälfte ist die 15 km hochgelaufen und die andere Hälfte fuhr mit der Seilbahn. Wozu auch ich zählte, da ich mich so hundselend fühlte und ich den Aufstieg nicht riskieren wollte. Was sich im Nachhinein auch als richtige Entscheidung herausstellte. Oben angekommen, war das Wetter auch nicht besonders und ich wollte nur ins Hotel/Hostel um mich hinzulegen. Aber es kam wieder anders...Da der Berg und das Umland so bekannt in China ist (übringens haben sich die Hollyood-Leute dort ihre Inspiration für die hängenden Felsen von Avatar geholt) waren so viele Chinesen auf dem Berg unterwegs, das mir das dann den Rest gab. Gemäß dem Motto: "Es kotzt mich alles an", bin ich dann auch dementsprechend hin und wieder ausgeschwenkt und habe das Motto auch gelebt.  Sprich der Aufstieg war die reinste Qual, der Weg zum Hotel zog sich hin, das Wetter war nicht wirklich gut und ich kam nicht mal in die Versuchung die Wanderung zu genießen.

Dann endlich am Hotel angekommen, nach ca. 3 oder 4 Stunden ging es mir wieder erstaunlich gut und wir sind dann noch weng auf dem Berg umhergelaufen, bis wir abends dann alle zusammen (denn auch die Wanderleue, die den kompletten Weg hochliefen waren angekommen) zum Essen im Hotel gegangen sind. Danach hieß es dann aber gleich in die Falle, da für 5:30 Sonnenaufgang anstand. Wir hatten schon alle eine Befürchtung, da es am gleichen Tag auf abend zu geregnet hatte...Und es kam wie es kommen musste, um 4:45 aufgestanden und das Wetter gecheckt. Scheiße...Nebel, Wolken, Regen...also kein Sonnenaufgang, der eigentlich dort besonders genial sein soll, da man meinst überhalb der Wolken ist und somit die Sonne auf den Wolkenteppich weiter unten in den Bergen scheint. Doch leider, leider... Das Wetter blieb dann auch den gesamten Sonntag über eher durchwachsen und somit haben wir uns nach dem Frühstück (diesmal wesentlich reichhaltiger) auf den Weg nach unten gemacht. Ich bin dann komplett runter gelaufen mit ein paar anderen, um das Versäumnis vom Vortag einigermaßen wett zu machen. Doch selbst da mussten wir hin und wieder zum Poncho greifen, da es regnete. Wir sind dann im Endeffekt 3 Stunden früher als geplant losgefahren und haben die Heimreise nach Suzhou angetreten. Wir haben den Tag dann noch alle schön zusammen ausklingen lassen, indem wir zus. zum Essen sind.

Ich/wir alle hätten nat. gerne wesentlich besseres Wetter gehabt, denn die Landschaft dort muss wohl schon der Hammer sein (vgl. Avatar), aber mal ganz ehrlich ich hatte bisher so viel Glück bei meinen Reisen, dass es irgendwann so kommen musste und es auch zu verkraften ist. Wir haben halt soviel schönes von Huang Shan gehört und sind dementsprechend vll. auch mit zu hohen Erwartungen, wie das dann ja oftmal sder Fall ist, an die Sache ran gegangen. Und uns wurde der Anblick der himmlischen Landschaft leider nicht so wirklich gewährt. Auf die BIlder müsst ihr noch etwas warten, da wir erstnoch austauschen müssen untereinander um die schönsten und aussagekräftigsten zu bekommen. DAnn werde ich die nat. sofort posten und ihr habt ne Vorstellung, grob zumindest...

Gut, dass wir so viele Leute waren, denn dadurch hat die Stimmung immer gepasst und wir haben uns nicht entmutigen lassen und haben das Beste draus gemacht, so wie es auch nur das einzig Richtige ist. Wie schon gesagt, die nächsten beiden We's heißt es jetzt für mich Energie tanken, ausruhen und die letzten Tage hier in Suzhou zu genießen. Der August dieses Jahr soll angeblich nicht ganz so heiß werden wie normal - sprich Temperaturen wie bisher 35 - 37 Grad und nciht über 40, wie wohl die Jahre zuvor. Kommt uns allen sehr entgegen

Also, muss mal sehen, wann ich mich wieder melden werde. Auf jeden Fall, bevor ich dann unterwegs bin. Bis dahin wünsche ich euch was und macht es gut!



Chinesisches Paradies (GuiLin's Umgebung)

20:03, 27.07.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Hi Leute, heute gibt es mal nen total euphorischen Blogeintrag, das aber mit recht. Denn am vergangen We war ich wohl in der geilsten Gegen von China unterwegs: irrtümlicher Weise sagt man es geht nach GuiLin, aber eigentlich ist es die angrenzende Umgebung die den Reiz der Natur und der Unbeschwertheit versprüht.

Am Donnerstagabend bin ich zusammen mit Hans (einem Boschpraktikanten) nach GuiLin geflogen. Das ist wohl der Urlaubsort schlechthin in China bzw. mehr oder weniger die Umgebung von GuiLin. Mir wurde schon gesagt, dass die Landschaft dort wohl unglaublich schön sein soll...doch bei Erzählung heißt es ja dann doch immer etwas vorsichtig sein...also haben wir versucht uns nicht zu arg Hoffnungen und Gedanken zu machen, um einfach unbefangen dorthin zu reisen. Nach zwei Stunden Flug und in der Dunkelheit sind wir dann auch in GuiLin angekommen, nat. hat man noch nichts von der Landschaft sehen können. Kurz in den Abholservice des Hostels gehüpft, einchecken, noch ein Bierchen und dann ging es auch schon  in die Falle, da im Hostel nicht wirklich was los war.

Am nächsten Morgen hieß es dann relativ früh aufstehen, Sachen packen und ab in den Bus von GuiLin nach Longsheng und von dort in einen weiteren Bus nach Ping’an und den dortigen Reisterrasen. Die Busfahrt gestalltete sich insofern gany lustig, da wir zwei kleine Kinder mit im Bus hatten und diese da permanente Geschaukle die Bergstraßen hinauf wohl nicht so vertragen haben. Ende vom Lied...genau...wir reiern auf chin. Art einfach mal mitten in den Gang vom Bus. MAHLZEIT!!! Die Busfahrt zog sich dann insg. so 3 – 4 Stunden hin und eine andere Frau hat sich dann angeschlossen, aber zumindest in ne Tüte gespuckt, die sowieso überall im Bus hingen. Wohl extra für diesen Fall gemünzt...hätte man wohl auch mal den Kids und ihren Eltern sagen sollen, aber egal. Zwischenzeitlich haben wir irgendwo am Rand der Straße angehalten und unser Bus ist gewaschen worden...!? Warum auch immer! Nach einer Minute auf der Straße war er eh wieder dreckig...egal.

Endlich in Ping’an angekommen konnten wir dann unseren Hike in die Reisterrassen starten. Am Anfang war alles noch recht touristisch aufgezogen, aber je weiter man sich in die Natur gelaufen hat, desto weniger wurde es (zum Glück). Wir sind dann an einigen Minderheitendörfern vorbei gekommen und haben in einem, wo auch ein Hostel war etwas gegessen. Lokale Spezialität Bambusreis (Reis der einfach in nem dicken Bambusrohr über offener Flamme zubereitet wird)...hmmm...der war echt lecker. Danach haben wir die lange Tour nach Daiza vorgeknöpft. Kurz nach dem Start trafen wir auf eine Französin, die alleine unterwegs war und die sich uns dann angeschlossen hat. Wollte auch nach Daiza meinte aber alleine hätte sie es dann wohl nicht gemacht, weil kaum Ausschilderungen auf den Pfaden durch die Terrassen sind. Von daher war sie uns im Nachhinein recht dankbar. Die ganze Wanderei durch die Natur war so ein cooles Erlebnis, vorallem, weil wir auf dem Pfad kaum ein Schw...gesehen haben bis auf Einheimische, die auf den Feldern gearbeitet haben und dann mit Händen und Füßen als unsere Wegweiser dienten. Pünktlich zum Sonnenuntergang und zur Dämmerung sind wir dann an unserer Übernachtungsmöglichkeit angekommen. War einfach ein Holzhaus (wie übrigens alles Häuser dort in den Terrasse) und wir haben uns dann ein 3er Zimmer rausgelasen mit Abendesse und Frühstück für halt 10 Euro oder so...war zwar alles recht spartanisch...aber das hat es halt eben erst wieder richtig interessant gemacht. Zur Essensbestellung sind wir frei weg in die „Küche“ des Hauses und haben drauf gedeutet, was wir wollen...mehr oder weniger der Standardweg, wenn man nicht mehr weiter weiß. Haben das Essen dann in der Dämmerung (Sonnenuntergang war nicht so prikelnd, weil überall Wolken aufzogen) unter einem Unterstand mit genialer Aussicht auf die Reisterrassen genossen. Nach ein, zwei Bier ging es dann für kurze Zeit ins Bett, denn nach drei oder vier Stunden wurden wir von einem Unwetter aufgeweckt, das deluxester Art war. Das ganze Haus war in Wolken gehüllt und wir haben es nur noch überall hell werden sehen, kein Blitze zu erkennen, da wir halt mitten im Gewitter waren. Das Donner war quasi im Nachbarzimmer einquartiert und jedesmal hat das Haus so n bissl gezittert, wenn sich die Energie wieder entladen hat. War auch ein geiles Erlebnis, zumal wir dann am nächsten Morgen trockenen Fußes weitermarschieren konnten, da es sich über nacht ausgeregnet hat.

Der folgende Tag bestand dann aus nem zweistündigen Abstieg und insg. 5 Stunden Busfahrt zu usnerem nächsten Ziel YANGSHOU. Wir haben dann, da wir erst um 17 Uhr angekommen sind die West Street (Touristenstraße) abgehatscht und uns die Stadt etwas genauer angeschaut. Sind dann billig lokale Reisnudeln essen gegangen und ging es ins Monkey Hostel auf die Roof Top Bar. Von dort hat man ne prima Aussicht auf die Stadt und die Karststeingebilde/-berge der Umgebeung und dem Li River. Wofür diese Stadt eigentlich auch total bekannt ist. Wir haben dann dort bis wir um kurz nach zwei rausgeschmissen wurden gut Party gemacht (werde zwei echt coole Trinkspiele mit nach Deutschland bringen) und danach ging es noch in die Kaya Bar bis um 5 Uhr früh oder so...Um 7 Uhr klingelt der Wecker und Hans und Ich dachten nur...oh shit, this can not be true! Aber wir haben ne Fahrradtour vor uns. Nochmal kurz 10 Minuten sammeln, sich des Pegels des Restalkohols bewusst werden und dann schwankender Weise zum Fahrradverleih taumeln. Unmengen an Wasser kaufen, damit der Haushalt wieder passt, nach dem Alkohol und bei der morgentlichen Hitze von schon rund 30 Grad. Logisch was nicht ausblieb...im halben Delierium erstmal verfahren und keinen Plan wo genau man in der Pampa ist. Denn auf die chin. Karte war mal wieder kein Verlass (...oder vll. eher auf unseren Orientierungssinn?!) Egal, kurz umgedreht irgendwo abgebogen, auf Westler getroffen, nachfragen, die ne ordentliche Karte in der Hand und schon konnten wir auch die richtige Route in Angriff nehmen. Die fuehrte uns dann am Nebenarm des Li River durch die Karstberge, vorbei an Reisfeldern, kleinen Doerfern und fleissig arbeitenden Bauern. Mittags sind wir dann am Ziel, der Dragon Bridge in einem kleinen Ort angekommen. Dort haben wir in geiler Umgebung dann Rast gemacht, uns ins Wasser getaucht, um zumindest eine kleine Abkuehlung zu bekommen. Das ganze war dann incl. Brueckenspringen und geiler Hintergrundlandschaft wo man nur hinschaute. Danach sind wir noch ein Stueck weiter gefahren, eigentlich zum naechsten Ziel, aber um 16 Uhr oder so haben wir gesagt, dass es keinen Sinn mehr hat. Wir waren durch den wenigen Schlaft, die Hitze, den mittlerweile krassen Sonnenbrand (wir sind seit frueh um acht bis mittag um 16 Uhr ohne T/Shirt unterwegs gewesen, wer braucht sich da auch noch wundern...!?) gut fertig und haben spontan beschlossen kehrt zu machen. War auch besser so...zurueck im Hostel haben wir erstmal bis um 22 Uhr gepennt, bevor es dann noch mal in die Stadt und wieder Monkey Jane ging. Eigenltich hatte keiner von uns Bock drauf, aber trotzdem wurde es wieder halb drei bis wir im Bett waren.

Am naechsten Tag haben wir beschlossen etwas ohne grosse Anstrengung zu machen, bevor wir wieder die Rueckreise mit Bus und Flugzeug antreten mussten. Das hiess dann, dass wir uns fuer eine Drifting Tour entschieden haben. Zweimanschlauchboote auf nem Bergfluss. Kein richtiges Raften aber so der kleine Bruder im Vergleich dazu wuerde ich mal sagen. War ne lustige Sache, die Chinesen haben das echt gut aufgezogen, da sie Staubecken gebaut haben und somit aus nem kleinem unscheinbaren Fluss ein guter Gefährte entstand auf dem man nach unten getragen wurde. War wirklich noch ein gelungener Abschied fuer die GuiLin Region und wir waren uns beide einig, dass es bisher die zwei geilsten Plätze hier in China waren. Man kann aber kaum sagen, welcher besser, wichtiger oder interessanter ist. Da ist so ein krasser Unterschied dazwischen, dass es eigentlich schade waere beide nicht zu sehen. Egal wie auch immer das verlaengerte We hat sich sowas von rentiert und wenn ich noch laenger hier waere, wuerde ich sicher nocheinmal versuchen dorthin zu fliegen. Das ist hier in China schon das Paradies auf Erden, ohne jegliche Uebertreibung. Aber davon koennt ihr euch dann ja auf den Bildern selbst ueberzeugen. Nat. kommt da das alles nicht so rueber wie in echt...aber immer hin ein Anhaltspunkt, vll. wollt ihr da ja auch mal hin. Meine Meinung: Wer nach China geht vor allem im Sommer, bloss nicht die Region auslassen...das ist ein Fehler den man sein Leben lang bereuen wird. Glaubt mir!

Also, macht es gut, das kommende We bin ich mal wieder in Suzhou nach drei oder vier We’s immer auf Achse. Ist auch noetig (Wohnung putzen, einkaufen, etc.) Waere cool wenn man sich vll. mal ueber Skype trifft. Warum auch nicht!

Gruss aus dem verdammt heissen und durch die hohe Luftfeuchte manchmal wirklich eklig zu ertragenden Suzhou...die letzen vier Arbeitswochen brechen ab Mo. an. Es geht also in die Endphase und steil dem Ende entgegen. Aber glaubt mir ich werde die Zeit hier sicher ncoh mehr als genießen, vor allem an den noch ausstehenden Wochenenden.



ShengSi Island (Firmenausflug)

23:01, 18.07.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Wie schon angekündigt kommt jetzt auch gleich der zweite Wochenendbericht. Lieber früh als nie…oder wie das heißt...

Vergangenes Wochenende hat es mich auf eine, zu Shanghai vorgelagerte Insel verschlagen. Das lustige daran ist, dass der Ort nie auf meiner Reiseplanung stand. Wie bin ich nun dazu gekommen…ganz einfach, dieses We lief unter dem Motto Firmenausflug und wir sind am Freitagfrüh um 7.00 Uhr mit dem Bus incl. fast kompletter Belegschaft aufgemacht, um die Insel zu stürmen. Cool auch, dass sich die Organisatoren, genau das We im Juli rausgesucht haben, an dem ich noch frei war…Denn sonst waren/sind schon alle verplant. Mal wieder Glück gehabt oder einfach nur Schicksal keine Ahnung. Nun aber zum Bericht.

Wie schon erwähnt ging es ziemlich zeitig los, da es erst per Bus ca. 2 ½ h an den Shanghaier Hochseehafen (der größte in Asien vll. auf der Welt???) ging. Und das ist der Hammer...zunächst fährt man auf ner 30 km langen Brücke zum Hafen, der eben so weit außerhalb liegt, denn um Shanghai direkt ist das Meer einfach zu flach für die riesen Containerschiffe. Kaum dort angekommen sieht man sich einer rot-weißen Hafenkranfront gegenüber. Ich habe diese nicht alles gezählt, aber es sind um die 50 und mehr. In Verbindung mit den Ozeanriesen gibt das Ganze dann doch schon ein beeindruckendes Bild ab und man wird sich erst mal wieder klar darüber, dass der Mensch keine Kosten und Mühen scheut um solche Prestigeprojekte hochzuziehen. Aber weiter im Text…dann stand die Fährüberfahrt an, nochmal gut 1 h bis zur Insel. Die Insel ist bekannt für Seafood, Seafood und lasst mich nachdenken…ach ja genau, hätt ich doch beinahe vergessen SEAFOOD. Früher lebte die komplette Insel allein vom Fischfang, mittlerweile dürfte sich das auch zu Gunsten des Toursimous verschoben haben, denn wenn ihr euch die Bilder anschaut, dann glaube ich wird auch klar, dass da nicht mehr all zu viel zu holen ist mit Fischfang. Die ganzen Kutter liegen vertäut im Hafen, rosten und fristen ihr Dasein. Glaube nicht, dass da noch viel zu holen ist. Wie auch immer das Wochenende stand dann unter dem Motto…rrrrrichtig Frischfleisch aus dem Meer und wir haben jedesmal auf Firmenkosten Wassertiere essen können. Und das selbst zum Frühstück…aber da bin ich ausgestiegen. Sowieso wenn man dann mal mit 45 Chinesen für 3 Tage unterwegs ist, hat man bezüglich der Esskultur erstmal genug, das könnt ihr mir glauben. Es geht halt schon bei der Zubereitung der Speisen los (kompletter Kalmar liegt auf der Platte incl. Innereien und das ganze gegart, kompletter Fisch, von dem man eben sich ein Teil „abzupft“ so gut es eben mit Chopsticks geht) und hört bei den chin. Gepflogenheiten auf, wie man denn so ein Schlachtfeld am Tisch hinterlassen kann.

Jetzt aber erstmal genug gelästert…gehen wir zum angenehmen Teil des Ausflugs über. Wir waren immer alle zusammen unterwegs und hatten unser Programm, bin ja normalerweise nicht so der Freund davon, aber für die Chinesen gehört das eben dazu, immer der Flagge hinterher zu wuseln und dem Guide aus dem Megafon zuzuhören. Am Freitag ging es auf den höchsten Berg der Insel um einen Rundblick der Gegend zu erhaschen. Das lief echt gemütlich ab und wir haben coole Bilder machen können (wie das ges. We, da das Wetter einfach top war). Die Abende verliefen sehr ruhig, da die Chinesen jetzt nicht unbedingt fürs Barleben bekannt sind. Egal, da konnte ich endlich wieder etwas Schlaf nachholen. War voll ok! Am Sa.vormittag sind wir an einigen Klippen der Insel gewandert und haben den Ausblick auf das Meer genossen. Nachmittags ging es dann an den Strand wo unzählige Chinesen waren. War halt eben wieder eine Touristenattraktion. Wasser war nat. immer noch „kack“-braun, aber scheiß drauf…es war einfach zu warm um nicht ins kühle Nass zu springen. Dann bin ich noch mit ein paar Kollegen auf Krabbenfang gegangen. Das war so cool…wir haben immer gewartet bis die Kleinen mit der Brandung angespült wurden. Dann hat man gesehen, wo se sich grad einbuddeln wollen, Hand nehmen, den Sandbatzen ausheben und hoffen, dass man nicht gezwickt wird. So ne Krabbe hat sich mal verdammt hartnäckig in meine Hand verbissen, das ging gar nicht. Ich hab eh nicht so gut abgeschlossen, dafür aber meine Kollegen. Krass war da auch, dass ungefähr die Hälfte der Leute noch nie das Meer gesehen hatten. Haben sich nat. dann gefreut wie Schneekönige, auch wenn das Wasser ne Dreckbrühe war und weit davon entfernt blau zu sein.

Am So. hieß es das Ganze noch gemütlich ausklingen lassen, mit einer Fahrt auf eine kleine Nachbarinsel. Die Boote mit denen wir am We unterwegs waren, waren auch eine Schau schlecht hin…aber dazu einfach die Bilder gucken und ihr wisst was ich meine. Kann man froh sein, dass man wieder heil daheim gestrandet ist. Aber gerade das hat es total interessant und lustig gemacht. Abschließen kann ich nur sagen, dafür dass ich nie dahin wollte, weil ich das vorher einfach nicht gekannt habe, muss ich der Firma danken. Denn somit habe ich ein Stück des Landes gesehen, was man (zumindest ich) nie mit China in Verbindung gebracht hätte. War eben mal wieder ein Ritt in die Natur unter blauem Himmel, doch frischer Luft und Freiraum. Keine Einengung in Straßenlabyrinthen und Betonklötzen. Und somit konnte ich auch privat etwas näher mit den Kollegen in Kontakt treten. Was auch sehr interessant war und auch das Zusammenarbeiten wohl fördert. Eben nach dem Motto „Teambuilding“.

Ok, jetzt bleibt mir nur noch euch auf die Bilder hinzuweisen, damit ihr euch selbst eine Vorstellung davon machen könnt. Danke an alle, die weiterhin den Blog verfolgen und fleißig Bilder schauen.  Jetzt sind es nur noch 11 Wochen, bis wir uns wiedersehen! Bis dahin, bleibt mir anständig!



HuaShan (Heiliger Berg)

20:28, 17.07.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Ni hao seit längerer Zeit wieder einmal.

Keine Ahnung was mit dem Blog-Server los war, aber so musstet ihr erstmal ne Zeit lang ohne Nachricht von mir ausharren. Aber es hat sich ja zum Glück wieder geändert und ich kann fleißig weiter posten. Also dann legen wir doch auch gleich mal los…es kommen etwas zeitversetzt nat. gleich zwei Berichte, da ich die vergangen zwei Wochenenden nat. nicht untätig gewesen bin.

Als Erstes fehlt noch das We, an dem ich mit vier anderen Gleichgesinnten auf den Hua Shan getreppelt bin. Könnt also schon allein von dem Wort schließen, wie sich das so gestaltet hat, aber eins nach dem anderen.

Um zum Berg zu gelangen ging es mal wieder mit dem Nachtzug nach Xi’an. Dort dann gegen Vormittag angekommen, sich irgendwie auf dem Busbahnhof zurechtfinden, wo denn die zwei  stündige Busfahrt losgeht. Zum Glück hatten wir Johannes dabei, er kann echt gut Chinesisch und somit gestaltete sich das Aufsuchen des Busses viel leichter. Mussten erstmal anstehen um uns die Tickets zu kaufen, dann kam die erste Warteschlange und schließlich die endgültige, bei der man dann auch in den Bus einsteigen durfte (typisch chinesisch). Im Dorf am Fuße des Hua Shan angekommen hieß es dann den Bus verlassen und zu Fuß weiter.  Nur damit ihr eine Vorstellung hab, wir haben in Endeffekt innerhalb von sechs Stunden 1700 Höhenmeter hinter uns gelassen, bis wir am Übernachtungsort auf dem Berg angekommen sind. Am Anfang war der Aufstieg wirklich kein Problem, denn es ging immer schön gleichmäßig rampenförmig bergauf. Doch dann ab einer gewissen Stelle fingen die Stufen an und wollten dann auch, ums Verrecken, nicht wirklich aufhören. Ich bin in meinem Leben noch nie so viele Stufen an einem Tag gelaufen. So nach und nach hat es dann auch in den Schenkeln gebrannt und die Dämmerung setzte ein, doch leider war noch nichts von unserer Übernachtungsmöglichkeit zu sehen. Auf meine Taschenlampe konnte ich auch nicht mehr setzen, da mir die wohl im Bus abhanden gekommen sein muss. Toll! Wir sind dann also immer weiter in die Dunkelheit marschiert und haben es dann auch wirklich noch geschafft kurz bevor es komplett drohte schwarz zu werden in unserer Bleibe, auf dem Westgipfel, anzukommen. Das ist eigentlich ein Tempel gewesen oder ist es immer noch und dort sind ein paar einfache Betten (einfach nur ein Gestell mit ner Spanholzplatte als Matratze).  Wir dachten schon wir müssten auf ein Abendessen verzichten, aber als wir dann die Küche und die appetitlich anmutenden Lagermöglichkeiten sahen, wurden wir Feuer und Flamme und haben den Koch nochmal das Messer und die Woks schwingen lassen. Man glaubt gar nicht wie die Chinesen aus nicht so wirklich lecker aussehenden Dingen ein echt klasse und leckeres Abendessen zaubern können. Mein Respekt! Nach dem Essen, ca. 21:30 Uhr sind wir dann in die Hartholzkäfige um uns für den nächsten Tag fit zu schlafen. Denn da hieß es dann auch gleich wieder um halb fünf raus, um den Sonnenaufgang vom Gipfel aus zu sehen. Wir kamen alle ohne große Beschwerden aus den Federn. Nun noch schnell Sachen packen, auf Hygiene geschissen, da eh kein fließend Wasser vorhanden (das bedeutete auch, dass man am Vorabend nat. nicht geduscht hat, obwohl man ja 6 Stunden bei 30 Grad, 1700 Höhenmeter und unzählige Stufen überwunden hat). Wie dem auch sei von uns hat keiner die Dusche vermisst, denn am Folgetag hieß es ja wieder Berg runter und rein in Zuch der uns nach Hause bringt (wir waren der Ansicht, dass keiner von uns auch in geringster Weise nur nach Schweiß roch...haben es alle wohl eh nicht mehr wahrnehmen können ). Doch weiter beim Sonnenaufgang…Den haben wir uns dann unweit unserer Herberge angesehen, auch wenn dieser leider nicht so toll ausgefallen ist, wie erhofft. Aber cool war es trotzdem. Danach hieß es den Abstieg in Angriff zu nehmen. Vier von uns Fünfen sind dann auf mein Geheiß den „Soldiers Trail“ runter gelaufen. Dort sollten die „gefährlcihen“ Abschnitte mit 90° Treppen uns so kommen. Die kamen auch, durfte man aber leider nicht alle benutzen…von daher wurden wir eher etwas enttäuscht. Und warum er Soldiers Trail heißt ist uns auch irgendwie nicht ganz klar geworden...Denke mal, wie das Ganze noch nicht so touristisch erschlossen war, war der wohl etwas herausfordernder und hat deshalb den Namen aufgesetzt bekommen.

Nach gut 11/2 Stunden Abstieg sind wir dann nach einer Busfahrt wieder in Xi'an angekommen und da noch Zeit war sind wir nochmal etwas durch die Stadt geschlendert, haben uns ja schon ausgekannt, vom letzten Besuch dort. Diesmal haben wir die Zeit richtig eingeplant und somit ist uns auch die Eile und Hektik am Bahnhof erspart geblieben (vgl. Eintrag Xi'an). Somit konnten wir entspannt in unseren Night-Sleeper Zug steigen und die Heimreise antreten. Wir haben alle sofort die Augen zugemacht, da wir total platt waren. War ein super schöner Ausflug in die Natur und mit den Leuten hat es richtig Fun gemacht!

So das war Eintrag Nummer 1 und der zweite über das aktuell vergangene Wochenende folgt dann im Laufe der Woche...bis dahin! (Bilder von HuaShan sind nat. auch unter dem Link zu finden)

Mal wieder Grüße an die Heimatfront! Ich hoffe ihr haltet tapfer durch!




Wo bitte ist die nächste Klimaanlage? - Heiß ist gar kein Ausdruck

00:59, 4.07.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Jungs und Mädls zu Hause an der Heimatfront, ich kann euch sagen...Die nächsten acht Wochen werden in doppelter Hinsicht recht interessant werden. Zum Einen hat mich/uns ja Michael am Sa. verlassen. Das heißt, dass ich jetzt endgültig der letzte verbliebende Deutsche bei uns in der Firma sein werde. Und zum Anderen, sind die Temperaturen und das Wetter hier sowas von krass...ich habe mich ja wirklich mental auf einen heißen Sommer eingestellt, aber das was hier gerade abgeht... Wenn man da nicht den eigenen Schweiß fließen sieht, kann man das glaub nicht wirklich nachvollziehen. Mittlerweile ist es wirklich so, dass man sagt, dass 25 Grad in der Wohnung durch die Klimaanlage wirklich kühl sind. Eigentlich ist es scheiß egal wie die Temperatur in enem runtergekühlten Gebäube ist...es kommt immer kälter rüber, aber bei gefühlten 38 Grad ist das kein Wunder.

Ich habe mich diese Wochenende trotzdem nicht davon abhalten lassen meine Sight-Seeing Tour hier in Suzhou weiter zu führen. Wie ihr euch vorstellen könnt ist es an beiden Tagen in eine derbe schweißtreibende Angelegenheit ausgeartet, aber es war es wert. Mittlerweile bin ich fleißig unter die Busfahrer gegangen, da das hier einfach das billigste Fortbewegungsmittel überhaupt ist. Es gibt welche mit Klimaanlage und andere mit "Fenster-auf-Kühlung". Habe beide ausprobiert und bevorzuge die mit echter Klima Da hat es dann (laut Thermometer beim Faherer), nur 30 Grad währende der Fahrt und das ist so angenehm, man glaubt es kaum. Kaum steigt man aus, läuft das Wasser auch schon in Strömen...

Am Samstag Mittag habe ich erst noch, einer vornächtlichen Abschiedsparty und einem KTV (Karaoke) Besuch, Michael verabschiedet, bevor ich in Richtung Tiger Hill aufgebrochen bin. Das ist das Wahrzeichen von Suzhou. Dabei handelt es sich um eine Ziegelstein Pagode, die in einem großen und schön angelegten Park auf einem kleinen Hügel steht. Das Besondere daran ist, dass sie ebenfalls wieder der Turm in Pisa krumm steht und nicht gerade wenig (hoffe das kommt auf den Bildern rüber). Dank den vielen dort angepflanzten Bäumen gab es Schatten und man konnte es gut aushalten, da man nicht direkt den Sonnenstrahlen ausgesetzt war. Auf die Pagode selbst darf man nicht, da diese nicht mehr den stabilsten Eindruck macht. Schade eingentlich, denn von dort hätte man einen guten Überlick über Suzhou.

Doch diesen habe ich dann am Sonnag bekommen können, zumindest in Grobteilen. Ich habe mich mit Jessie meiner Ex-Chinesischlehrerin getroffen. Dachte mir, dass sie die beste Anlaufstelle ist um noch ein paar Tipps zu bekommen, was sehenswert ist und prompt ein guter Anfang. Sie hat mich nach Mudu entführt, was komplett im Westen von Suzhou liegt und wohl auch recht bekannt ist, doch ich hab davon noch nie etwas gehört. Egal, wir sind also mit dem Bus gut 40 Minuten unterwegs gewesen, bevor wir dann am Rande Suzhous auf Mudu trafen. Dabei handelt es sich um einen kleine und abgewandelte Form TongLi's (dem Wasserdorf). Aber das beste ist der auf einem kleinen Berg gelegene buddhistische Tempel. Wir haben uns nicht lumpen lassen und haben die Stufen nach oben genommen. Eigentlich ist das ein gemütlicher Aufstieg (im Frühjahr oder Herbst). Stellenweise waren wir schutzlos der Sonneneinstrahlung ausgesetzt und was das hieß brauch ich euch wohl nicht nochmal zu erklären. Das wichtigste mittlerweile ist wirklich, dass immer 1L Wasser im Ausflugsgepäck mit dabei ist. Ohne ist man wohl dem Tode geweiht.

So ich werde mich jetzt mal wieder von der Tastatur entfernen, wenn das noch möglich ist, denn hier klebt man an allem fest, sobald man nur einmal ordentlich durchgeschwitzt ist. Was zum Glück selten der Fall ist . Bin ja eigentlich kein Verfechter der Klimaanlagen, aber jetzt weiß ich warum diese entwicklelt wurde. Denn wenn man mal nachts im eingenen Sud aufwacht und sich denkt - Bin ich in der Badewanne eingepennt, oder was? - dann lernt man die nächtliche Kühlung zu schätzen. Was aber eine Idotie ist. Draußen hat es nacht um die 30 Grad im Zimmer dann so 25 Grad, weiter runter kühlen will ich nicht und man deckt sich trotzdem noch zu, da 25 dann eigentlich irgendwie zu kühl rüber kommen. Crazy China!

Hofft also, dass ich nicht komplett zerfließe und meine Klimaanlage nicht irgendwann den Geist aufgibt. Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, wie ich das hier unbeschadet überleben kann .

Heiße sommerliche Grüße aus dem Schmelztiegel Suzhou!



Lazy weekend in Suzhou

08:42, 28.06.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Einen schönen guten Tach in die Heimat!

Passend zur seit ca. 2 - 3 Wochen anhaltenden Regenzeit hier in Suzhou (hier blitzt und donnert es gerade wieder ordentlich) habe ich mir mal gedacht, das vergangene Wochenende eher ruhig zu gestalten. Das hat dann auch glücklicherweise erstaunlich gut geklappt. Aber ganz ehrlich, das war nach gut 10 Wochen Non-Stop Sight-Seeing und Umhergereise mehr als nötig. Ich habe beide Tage nur daheim verbracht oder mich nur im näheren Umkreis der Wohnung aufgehalten...also wirklich nichts Aufregendes.

Da man zurzeit eh nicht genau sagen kann, wann es regnet oder nicht und wenn es dann regnet auch nicht für wie lange, ist es sowie so ein heiteres Glückspiel seine Pläne trocken über die Bühne zu bringen. Vor allem das krasse hier ist halt die Kombination aus Hitze und Luftfeuchte während und nach dem Regen. Vor ein paar Tagen hatten wir hier wirklich an die 38° C bei einer Luftfeuchte von knapp 75 %. Was das heißt brauche ich wohl nicht noch genauer erläutern (ist schon mal ein Vorgeschmack für meine Rundreise, da bin ich dann auch zur Regenzeit in Indochina unterwegs - das wird echt ne doppelt feuchte Angelegenheit werden).

Das lustige ist auch, als ich am We mal so richtig ausschlafen wollte, konnte man das knicken. Man wacht halt um spätestens acht oder halb neun auf, weil es im Zimmer so derbe heiß wird und man denkt sich nur noch...Oh man...nix wie Fenster auf. Doch kaum Fenster auf, denkt man sich eher...Oh man..Fenster wieder zu, da is es ja noch wärmer/heißer. Also keine Abkühlung. Dann kommt der Griff zur Fernbedienung der Klimaanlage, die dünne Decke über einen legen und dann auf angenehme Temperatur runterkühlen lassen. Aber Hauptsache mal bei 30 Grad Außentemp. mit Decke im Bett liegen, damit man nicht krank wird. Das allein ist schon krank Angeblich soll diese Phase noch so eine Woche anhalten und dann soll es "nur noch" heiß sein, also keine drückende Schwüle mehr haben. Wir werden sehen. Ich nehme es nat. wie es kommt, denn ändern kann man das ja eh nicht. Gehört eben so zu China wie die ganzen anderen ungewohnten Dinge.

Bald ist es jetzt soweit und Michael mein treuer Praktikantenmitstreiter wird uns/mich am Sa. dann für immer verlassen und in die deutsche Heimat zurück kehren. Dann heißt es für mich den letzten verbliebenen Deutschen in der Firma zu mimen. Dann ist da nicht mehr viel mit den ein oder anderen Plauderein und Witze machen über dieses oder jenes verrückte Ereignis in China. So schnell kann man zum Einzelkämpfer werden...aber auch diesen Irrweg werde ich meistern und mit erhobenen Haupt hervor treten Ab Montag heißt es dann auf in den Kampf Mann gegen China oder so ähnlich!

Kommendes Wochenende werde ich auch wieder in Suzhou verbringen, aber mit mehr Aktivität und etwas Sight-Seeing. Aber dazu dann nach dem We mehr. Fest stehen jetzt aber schon drei neue Wochenendtrips für Juli und August. Auf die ich mich schon riesig freue. Zweimal ist Bergsteigen angesagt und einmal dann noch Wandern. Aber da lasst euch einfach mal überraschen, was die Berichte sagen, wenn es soweit ist.

Also, dann macht es vorerst einmal gut. Ich schreibe wieder nach dem We.

Chinesische - diesmal verregnete - Grüße aus Suzhou.

 



Xi'an und Terrakotta Armee

14:06, 24.06.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Servus an alle!

So, nun ist es also mal so weit. Mit einem ganzen Wochenende Verspätung könnt ihr jetzt meine Reiseeindrücke über Xi'an und die Terrakotta Armee nachlesen.

Vergangen Freitag hieß es mal wieder einen Nachtzug heranzu ziehen, um in das von doch relativ wei entfernte Xi'an zu kommen. Nach einer 13-stündigen Fahrt im Zug und etwas Schlaf sind wir dann um 10 Uhr morgens in xi'an angekommen, wurden zum Hostel gefahren, um dort einen Fahrer für die Ausflüge zu buchen. Wir waren zu viert und konnten somit sowohl gut ein Vierer-Abteil im Nachtzug also auch das Auto füllen, was sich nat. preislich auch bemerkbar machte. Das Hostel konnte auf den ersten Eindruck voll überzeugen und die dazugehörige Bar versprach schon einmal einen guter Startpunkt in das Nachtleben von Xi'an zu sein. Als dann der Fahrer gefunde war ging es zunächst zu den Hot Springs, eine Art altertümlichem "Spa-Bereich" der einstigen Herrscher über China. Das war leider etwas enttäuschen, besonders für den nicht angemessenen Eintrittspreis (vorher mal den Lonley Planet befragen und man würde solchen Missgeschicken aus dem Weg gehen, aber naja...) Es war halt einfach aufgebaut wie ein Park, mit See, Gebäuden und der alten Pool-Halle. Nach ner Stunde sind wir dann auch weiter gezogen zur Terrakotta Armee. Diese liegt etwas außerhalb von Xi'an und deshalb war überhautpt erst nötig einen Fahrer zu haben. Im Nachhinein hätten wir auch auf die öffenltichen Verkehrsmittel umsteigen können, die nat. wesentlich billiger gewesen wären. Aber wir wussten nicht wie lange das alles braucht. Und da Zeit bei einem Wochenendtrip wohl mit das kostbarste Gut ist, haben wir uns für einen Privatfahrer entschieden. Was auch nicht total verkehrt war.

So nun aber zur Terrakotta Armee. Ich denke für jeden gehört die Terrakotta Armee und die Große Mauer genauso zu China wie der Eifelturm zu Paris oder was weiß ich...Was soll ich sagen...?! Ich persönlich bin froh es mir angeschaut zu haben, aber es wird ein weitaus größeres Aufsehen darum gemacht als es im Endeffekt irgendwie ist. Leider kommt nicht sehr nahe an die "Erdsoldaten" heran und es ist einfach total überlaufen, wohl besonders am Wochenende. Dabei kommt dann nicht so wirklich der "Wow"-Effekt auf, möchte ich mal sagen. Der historische Funke springt da leider nicht so ganz über, wobei ich ja einer bin, bei dem das leicht klappt, da ich ja doch geschichtlich interessiert bin. Doch leider... Sehenswert ist es finde ich auf jeden Fall und auch sehr interessant. Schauts euch einfach mal die Bilder an und macht euch vll. selbst ein Bild davon, wenn das überhaupt möglich ist. Schade ist halt auch, dass es wie ein Museum aufgebaut ist und die Hauptausgrabungsstätte wie ein Flugzeughanger. Ist nat. ist das nur logisch, um die ausgegrabenen Soldaten vor weiterer Verwitterung zu schützen. Es gibt dann noch zwei weitere Ausgrabungsstätten, dort sind aber nicht so viele Ausgrabungen vorgenommen worden, um die Restlichen im Moment einfach nohc zu schützen. Zu Beginn war die komplette Armee auch in Farbe und bunt gehalten, doch davon ist eben durch die einstige  Verwitterung nichts mehr zu erkennen. Interessant zu erwähnen ist noch, dass insg. wohl rund 8000 Soldaten und Pferde auf dem gesamten Gebiet vermutet werden. Ob diese aber wohl jemals alle freigelegt werden sei erstmal dahin gestellt. Es bleibt wohl nur noch zu erwähnen, dass ich mit einem weiteren Stück bedeutender Geschichte in Berührung gekommen bin und dieses auch auf meine eigene Art genossen habe.

Danach ging es zurück ins Zentrum von Xi'an, genauer gesagt ins Muslimische Viertel. Das war wohl unser aller Highlight, denn die Leute dort sind so nett und aufgeschlossen. Auf einem Markt haben wir gefeilscht wie die großen und bevor wir zu einem Abschluss kamen waren wir schon in einem halbstündigen Verhandlungsmarathon involviert. Die Zeit verfolg, ohne dass man es gemerkt hat. Am Ende sind wir dann noch durch eine Straße geschlendert, in der man überall kleine Essensläden oder eben die altbekannten rollenden Verkaufsstände anterfffen konnte. Das Essen hat echt richtig gut ausgesehen, doch leider weiß man eben nie um die hygienischen Begebenheite in diesen Straßen. Am nächsten Tag als wir bei Tageslicht durchliefen, waren wir dann auch alle froh, dass wir die Finger von den angebotenen "Leckereien" gelassen haben. Man musste sich schon wirklich zusammenreißen nichts zu kaufen, besonders - ihr kennt mich ja - wenn man eine ausgeprägten Sinn fürs ausprobieren von neuen Dingen hat. Vergleicht einfach die Bilder in der Nacht und am Tag im Bilderblog und ihr seht selbst wovon ich rede.

Nachts sind wir dann noch in die Hostelbar und Hans hat sich allein aufgemacht in einen Club. Die restlichen Drei haben sich ins Bett verkrochen und haben somit nicht wirklich das Nachtleben von Xi'an ausgetestet, wie eigentich geplant. Aber irgendwann is es halt eben einfach mal gut.

Am Sonntag hieß es dann die noch intakte und insg. 10 km lange Stadtmauer um die Innenstadt mit dem Rad zu erkunden. Das war ein richtig cooles Erlebnis. Wir haben uns zwei Tandemräder gemietet für nen Spotpreis, was sich aber auch gleich an der Qualität der Drahtesel erkennen lies. Bei über 30 Grad hieß es dann auf die Esel, fertig los. Hätten wir im Voraus gewusst, wie die Stadtmauer beschaffen ist, ich glaube wir hätten uns geweigert die Reise mit den uns zur Verfügung stehenden Rädern anzutrerten. Es gab doch schon die ein oder anderen Unebenheiten und Schlaglöcher. Immer wieder mussten wir die seltsamsen Geräusche unserer Lasttiere vernehmen und wir fragten uns, ob dass die kompleten 10 km gut gehen würde. Doch wir ließen uns die Laune nicht verderben, eher im Gegenteil...nach einiger Zeit haben wir dann begonnen erst Stuntphotos zu machen um uns in der chinesischen Kampfkunst zu üben. Nat. haben dann nicht nur unsere Kameras von uns Bilder gemacht sonder...ihr habt es sicher schon erraten...es wurden auch die Kameras der chin. Touristen auf uns aufmerksam Als wir uns dann selbst die Bilder auf der Rückfahrt angesehen haben, wurde uns auch bewusst warum! Apropos Rückfahrt...Das war auch wieder so ein Ding...wir haben uns ne Stunde vor Abfahrt zu viert in so ein kleines Dreiradmobil gequetscht mit Gepäck und uns zum Bahnhof fahren lassen. Zeitig dort angekommen (der obligatorische Zetipuffer in China, auf den nie zu verzichten ist!!!) sind wir noch schnell in ein westliches Fastfood Lokal (Name ist glaub ich: "Zur goldenen Möwe" ). Dann ging es Richtung Bahnhofseingang....und pures Entsetzen!!! Es gab vier Eingänge und überall eine enorme Schlange wir hatten nur noch 20 Min. bis zur Abfahrt. Da an allen Bahnhöfen immer noch eine Gepäckkontrolle ist wie an den Flughäfen (aber einfach nur zur Show, denn wirklich bringen tut se nix) ging das nicht viel voran...die Sekunden verstrichen. Dann waren wir uns einig...schnell in den chinesischen Modus gewechselt und schon ging das "Anstellen" schneller. Richtig...chinesisch Anstellen kann auch heißen, dass man drängelt, drückt und schiebt was nur geht. Endlich im Bahnhof wussten wir nicht wo unser Gleis ist. Wir Angestellte gefragt und die uns dann sonst wo hingeschickt, da sie es selbst auch nciht wussten. Aber anstatt, dass se sagen würden: "Ne sorry, ich nix wissen", wird man in die Pampa geschickt. Denn man möchte ja nicht als unwissend dastehen und sein Gesicht verlieren. Egal wir haben es dann doch noch geschafft heraus zu finden wo sich unser Gleis befindet. Dann das nächste...die Uhr blieb in der Zwischenzeit nat. nicht unbedingt stehen. Ich habe mittlerweile aufgehört auf die Uhr zu schauen. Auf dem Weg zum Gleis wurden wir durch die nächste Schlange von Chinesen geblockt...aus lauter Verzweiflung hab ich angefangen auf Englisch zu rufen, man möge doch Platz machen, wir verpassen sonst unseren Zug. Aber ihr liegt richtig...verstanden hat das keiner. Wieder durchdrängeln angesagt und sich irgendwelche Flüche von Chinesen um die Ohren hauen lassen müssen. War uns aber egal, wir haben es noch rechtzeitig geschafft und konnten dann wieder zusammen im Viererabteil die Heimreise nach Suzhou antreten.

Ihr seht also es war wieder ein recht interessantes uns aufregendes Wochenende, das ich/wir verbracht haben. Und so wie es in China immer ist, man kommt immer mit einer Geschiche zurück nach Hause, die es wert ist weiter zu erzählen. Das ist das Schöne an dem Land. Selbst wenn man denkt, man müsste mittlerweile doch schon auf alles eingestellt/gefasst sein...NEEE...das Land belehrt dich immerwieder eines Bessern.

Also, macht es gut und ich hoffe ihr habt auch etwas zu erzählen, wenn ich dann im Oktober wieder zurück bin. Gruß aus Suzhou!



Sortierung Bilder

02:02, 24.06.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Hallo an alle,

was mir gerade aufgefallen ist: Wenn ihr auf meine Links für die Bilder geht, dann sortiert die Bilder bitte erst nach aufsteigenden Buchstaben. Das geht rechts auf der Seite unterhalb meines nicht vorhandenen Profilbildes. Einfach in der Auswahlzeile "Titel (A-Z)" anwählen. Dann kommen die Bilder auch in der richtigen Reihenfolge, so wie es gedacht ist.

Nur als kleiner Tipp, für alle die es selbst noch nicht rausgefunden haben. Mir ist es auch gerade erst aufgefallen .

Also dann, macht es gut.



There And Back Again - A story tale by Markus Walter

22:21, 14.06.2011 .. 2 Kommentar(e) .. Link

Hallo zusammen,

ich bin mal wieder einen Bericht über mein Wochenende schuldig. Im Moment sitze ich am Flughafen in Frankfurt und warte auf meinen Rückflug nach China. Leider hab ich hier irgendwie keine WLAN-Zugriff, somit wird der Post erst etwas später online gestellt werden. Ich schreibe aber trotzdem schon mal am Flughafen, da ich gerade die Zeit vor dem Boarden, so zum Gedanken (die irgendwie gerade nicht wenig sind, nach diesem Wochenende) sammeln und ordnen sinnvoll nutzen kann. Es ist schon erstaunlich was ein Wochenende oder Ereignis in einem Menschen bewirken kann, bzw. was einem dann, obwohl man glaubte dass es eigentlich offensichtlich ist, noch viel deutlicher wird. Ich denke die Leute die am Wochenende mit dabei waren und sich angesprochen fühlen, können sich wohl denken was ich meine bzw. worauf ich hinaus will. Drum gehe ich da jetzt auch nicht weiter drauf ein, sonst wird das hier noch total philosophisch

Für viele von euch dürfte mittlerweile der Grund klar sein, warum ich in Deutschland bin/war. Ich hab mir mal gedacht ich jette auf die Hochzeit von Manu und Jessi, um diesen wichtigen Tag nicht zu verpassen. Und eins sei vorne weg gesagt. Es hat sich definitiv gelohnt!

Am Anfang dachten sich wohl die Chinesen, wir lassen den „Westler“ etwas schwitzen und lassen den Flug von Shanghai nach Peking mal nicht pünktlich abheben (20:50 Uhr Ortszeit) und sagen auch nicht, wann der Flug dann verspätet abheben wird. Denn der Anschlussflug geht ja um zum Glück erst um 01:20 von Peking nach Frankfurt. Nach ewigem Warten ging es dann kurz nach Mitternacht los und wir sind um 02:15 in Peking gelandet. Bis dato wurden wir auch nicht davon unterrichtet, ob der Anschlussflug wartet oder schon ohne uns abmacht. Ich war da schon weng angepisst und auf Kohlen gesessen. Glücklicherweise waren dann so viele Passagiere in der ersten Maschine die mit dem Anschlussflug nach Frankfurt wollten, dass der Flieger gewartet hat. Eigentlich sollte dieser dann um 03:50 abheben, aber da konnten wir dann nochmal beruhigt ne Stunde drauf rechnen, bevor es dann wirklich los ging. Und wahrlich um 8:22 Uhr deutscher Ortszeit berührten die Flugzeugräder deutschen Boden und mir wurde klar, dass ich die Hochzeit glücklicherweise gar nicht mehr versäumen kann. Ab ins Auto, meine Eltern haben mich abgeholt (hier nochmal ein herzliches Dankeschön), nach Hause, schnell Duschen, zum Friseur, noch ne Einkaufstour für Hemd, Krawatte und Anzugschuhe starten und dann konnte zur kirchlichen Trauung übergegangen werden.  Irgendwie konnte ich den Jetlag wohl total untergraben, ich behaupte sowas gibt es gar nicht wenn man nur ständig unter Strom steht  und wir alle konnten uns auf einen super schönen Abend und eine heitere Nacht freuen. 

Am Sonntagabend hieß es dann den Biergarten bei einer zünftigen fränkischen Mahlzeit, zusammen mit meinen Eltern und Großeltern zugenießen. Hierbei wurden nat. dann gleich  Eindrück aus China ausgetauscht und neue Ratschläge entgegengenommen  Es war also ein ereignisreiches Wochenende back home in Germany. Hier auch nochmal ein großes Dankeschön, an alle die sich an meinem Geburtstagsgeschenk beteiligt haben. Ich glaube das ging am Sa. Irgendwie unter. Also herzlichen Dank!

Mein Blick schweift gerade über die 747 (für meinen Flug) auf mein/unser vergangenes Wochenende zurück  und ich muss sagen ich hätte nicht gedacht, dass es doch „so“ schwer fällt der Heimat, erneut den Rücken zu kehren. Bin ja nicht unbedingt der Typ, der leicht Heimweh bekommt, aber wenn man dann doch mal zwischendurch zu Hause war und man wieder weg muss, vor allem nach einem Fest, an dem alle Freunde versammelt sind, dann sieht man das Ganze wohl doch etwas anderes.

Nun heißt es die nächsten und letzten 10 ½ Wochen Arbeit und Wochenendausflüge gesund über die Bühne bringen. Dann noch 6 Wochen Anschlussreisen genießen und am 1.  Oktober kann dann wieder mit regelmäßigen Treffen begonnen werden, was dann auch definitiv an der Zeit sein wird. So lang halten wir noch gemeinsam-getrennt durch, um dann die verstrichene Zeit ausgiebig nachzuholen. Ich freu mich schon wieder drauf mit euch zusammen zu feiern und bei einem Bier dann die kompletten Asien-Eindrücke zu diskutieren. Bis dahin wird es wohl noch einige Einträge für euch zu lesen geben und für mich wohl noch viel mehr asiatische Eindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten geben.

Nun ist es aber genug mit meinen Gedankenschweifungen, ihr habt genug gelitten. Denn sonst verscheuche ich euch noch total von meinem Blog und ihr schaut nie mehr drauf. Das will ich dann ja auch nicht. Außerdem beginnt auch da Boarding… Also, macht es mal gut, wie gesagt, jetzt sehen wir uns aber definitiv „erst wieder“ in 16 Wochen. Ohren steif halten, Arschbacken zusammen kneifen und sich wieder auf die gemeinsame Zeit freuen.

Ciao, der Markus

PS: Mittlerweile ist es 21:30 hier in Suzhou und ihr seht also, ich bin wieder heil und jetzt aber wirklich total müde in Suzhou angekommen. Werde mich jetzt Bubu machen gehen, damit ich morgen einigermaßen fit auf der Arbeit auflaufen kann. Denn mir ging in den paar Tagen schon einiges an Schlaf ab, ob ich das jemals wieder reinholen kann? Ich bezweifle es.

 



Party Wochenende

00:48, 8.06.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Hey Hey!

Diesmal gibt es nicht ganz so viel zu erzählen, obwohl mal wieder ein verlängertes Wochenende anstand. Zu verdanken hatten wir das dem Dragon Boat Festival, mal wieder ein nationaler Feiertag. Damit hat es sich aber auch für den Rest meines Aufenthaltes hier in China mit Feiertagen erledigt. Jetzt heißt es dann wohl nonstop arbeiten, arbeiten, arbeiten... Ok so schlimm wird es dann hoffe ich nicht werden, wobei mich Michael Ende Juni dann verlassen wird und das bedeutet dann, dass ich der einzig verbleibende Deutsche in der Firma sein werde. Seine Aufgaben müssen nat. auch noch weitergeführt werden. Ich geh mal davon aus, dass es mir dann in meinen letzten beiden Monaten wohl eher nicht langweilig werden wird .

Diese We sind wir mal wieder nach Shanghai gefahren, doch da das Wetter absolut nicht mitgespielt hat, fielen unsere Pläne alle samt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, ich hab dann nur ein paar kleine Sachen gekauft und wir ließen die ganze Sache recht ruhig angehen. Am Sonntag ging es dann zurück, um am Montag hier in Suzhou am Jinji Lake das Drachenboot-Rennen zu sehen. Ganz ehrlich, hört sich spektakulärer an, als es ist. Sind halt einfach schnittige Boote mit 10 Ruderern, ein Steuermann und ein Taktgeber, die um die Wette rudern. Kann auch sein, dass das Wetter schuld daran war, dass es nicht so intressant war...haben da ungefähr 1 1/2 Stunden zu gesehen und dann gings heim in die gute Stube und weng relaxen, und Haushaltsarbeiten erledigen.

Die Highlight dieses We waren wohl unsere beiden Abende, die wir in einem Club in Suzhou (Fr.) und Shanghai (Sa.) verbracht haben. Hier geht schon einiges in den Nachtstunden, soviel sei mal gesagt. Die Musikauswahl ist meist ganz nach meinem Geschmack und somit konnte ich mich am Sa. in Shanghai, obwohl Michael und ich erst gar nicht mit den anderen neuen Bekanntschaften aus USA und Italien weggehen wollten, auslassen und etwas das Tanzbein schwingen. Im Endeffekt waren wir beide dann so gut bedient (10 Euro Eintritt und Flatrate-Saufen), dass wir unsere Karte für das Hostelzimmer verloren hatten. Zuvor hat uns der Taxifahrer noch an eine komplett falsche Stelle gefahren, ich konnte mich dann zum Glück noch an die Straße vom Hostel erinnern und uns in die Nähe fahren lassen. Im Hostel wurde es dann auch noch mal lustig...aber ihr müsst ja nicht alles wissen Ihr seht also hier gibt es immer wieder etwas zu erzählen...Langeweile kommt hier besimmt nicht auf.

Zumal wir am Freitag noch ein Weißwurst-Fest für unsere chin. Kollegen gegeben haben. Das war eine Schau, man meine fast, dass die chinesen schon ewig nichts mehr gegessen haben, die haben sich um die Würste gerissen und den Kartoffelsalat (von mir zubereitet). Keine Angst der Kartoffelsalat war für die Wiener die es parallel noch gab. Die Brezen habe ich beim deutschen Bäcker in Shanghai abgeholt und somit konnte bei weiß-blau gedecktem Tisch ein ordentiches bayerisches Mahl eingenommen werden. Hier auch noch eins...die Chinesen stehen total auf Kartoffelsalat und Würste, egal welcher Art. Die spinnen die CHINESEN

Ok, dann lasst es euch gut gehen, ich nähere mich hier langsam meinem Bergfest, das heißt bald wird die zweite Runde eingeläutet, bevor es dann am 26. August auf Rundreiste geht. Die Zeit geht echt verdammt schnell vorbei. Das ist der Wahnsinn.

 

PS: Bilder werden noch folgen...



Nanjing

23:32, 31.05.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Und mal wieder ein Hallo an meine Leute zu Hause!

Es gibt mal wieder einiges zu berichten, drum fackl ich auch nicht lang rum und werde mal los legen. Nachdem sich meine allergische Reaktion wieder total zurück gezogen hat und ich somit wieder ein sorgenfreies Leben führen kann, hieß es am Fr.abend erstmal wieder auf den allwöchentichen Stammtisch zu gehen. Wir haben die leckere Sichuan-Küche genossen (scharfe Zutaten) und sind danach noch in die Barstraße hier in Suzhou gegangen. Michael und ich wollten nicht so lange bleiben, das es am Sa.früh auf nach Nanjing ging. Naja immerhin Einer hat sich an den Plan gehalten und das war ausnahmsweise mal ich. Michael ist dann noch mit ein paar anderen Boschlern ins Inpub, der Partyclub schelcht hin hier in Suzhou. Ende vom Lied war dass er am Sa. dann nicht mit nach Nanjing gefahren, wobei das auch zu 50 % auf meine Kappe geht, da ich ihn über Nacht ausgesperrt habe Er hat dann zwei Stunden im Flug gepennt, bis ihn der Security aufgeweckt hat und ihn schon fast abfuehren wollte. Aber das im Detail zu erklären würde zu lange dauern. Ich bin dann mit den beiden Anderen (Daniel und Hans) zum Bahnhof und Michael hat sich dann in die Kiste verzogen.

In Nanjing angekommen sind wir gleich Richtung Motel (da alle Hostels ausgebucht waren), haben die Sachen abgelgt und dann ging es zum Zijin Mountain mit den dortigen Grünanlagen. Zunächst ging es zum Sun Yatsen Mausoleum, dem Vater des modernen Chinas und danach noch etwas durch die Parks. Und dort haben wir den Grundstein für unsere Abendgestaltung gelegt. An einem See, haben wir viele junge Leute gesehen, die für irgend ein Event trainiert haben. Daniel und ich wollten erst gar nicht hin und fragen, was da so Sache ist, da es hier ja mit Englisch nicht gerade so gut bestellt ist. Doch Hans (ein Neuankömmling) hat noch den nötigen Elan und hat nachgefragt. Es kam dann raus, dass es alles Studenten sind, die für eine Veranstalgung am Abend proben. Wir wurden dann prompt eingeladen mit ihnen zu feiern und das haben wir uns nat. nicht zweimal sagen lassen. Am Abend als wir so gegen halb acht, nach einem Abendessen in der Stadt, wieder im Park ankamen wurden wir dann von ca. 600 Studenten aus über 20 lokalen Unis empfangen. Das war nat. DIE Gelgenheit ein Stück modernen und junges China hautnahe mitzuerleben. Das Rahmenprogramm war auch recht lustig und interessant anzusehen. Das lustige war, dass man sich zwischenzeitlich wie ein Märchenerzähler vorkam, denn es gab Zeiten in denen ca. 15 Chinesen im Halbkreis um Einen saßen und sich wie kleine Kinder drängten und aufeinadner abstützten um ja jedes Wort zu hören. Dann durften auch Daniel und Ich einen spontanen Auftritt hinlegen, der nat. nicht geplant war, wie auch! Wir haben dann ein Lied performt und die Chinesen sind schier durchgedreht. Ich kann nur soviel sagen: den Abend werde ich sicher nie vergessen, denn er war sehr aufschlussreich und ungewohnt fuer China. Zumal wir wirklich Glück hatten, denn das war die erste Aktion in dieser Art, die es bisher gab und sie wird es wohl auch nur alle drei bis vier Jahre geben. ihr seht also, Glück braucht der Mensch. Ich habe auf jeden Fall meinen Teil zur Völkerverständigung beitragen können. Deutschland steht jetzt hoch im Kurs bei einigen der 600 Chinesen und ich habe das Bild des seriösen und ernsten Westler ohne Probleme wandeln können.

Als krönender Abschluss haben wir dann noch Bekanntschaft mit der chin. Polizei machen können. Aber keine Angst...das war total die lustige Aktion. Da der Berg doch etwas außerhalb der Stadt liegt und somit nachts um 24 Uhr, als die Party zu Ende war,kein Taxi mehr in Reichweite war, hatte der Veranstalter (ein echt lässiger und cooler Typ) nichts besseres zu tun, als uns ein Privattaxi zu organisieren. Kurzerhand zum Handy gegriffen, die Polizei anrufen, eine Geschichte auftischen, von wegen Touristen haben sich verlaufen etc. und schon bekommt man in dem Land eine kostenlose Fahrt mit Blaulicht. Wir haben uns sowas von weggeschmissen...Weis nicht, ob das in einem anderen Land möglich wäre, aber eines wird mir hier immer mehr bewusst: es versucht wirklich jeder einem Ausländer zu helfen, egal wie ob mit Händen oder Füßen oder Polizeiautos Davon könnten wir uns glaub mal ne Scheibe abschneiden. Denn ich Deutschland bin ich der Meinung, ist es der Mehrheit schon egal, wenn ein Ausländer in der Klemme steckt, da wird eher weggeschaut, anstatt mal über seinen Schatten zu springen und ihm zu helfen. Aber das lieg wohl allg. an der Kultur und Lebenseinstellung der verschiedenen Nationen.

Am Sonntag haben wir uns dann noch die alte Stadtmauer von Nanjing und das Massaker Denkmal von 1937 angesehen. Das war wirklich gut gemacht, auch wenn es sich um ein so trauriges Ereignis handelt. Innerhalb von 6 Wochen haben damals 300000 Chinesen den Tod, durch die Hand der japanischen Besatzer, gefunden. Auch deshalb ist das Verhältnis zwischen China und Japan noch immer etwas angespannt. Zwischendurch wurde es Einem da schon anders, da wirklcih die Orginalskelette zu sehen sind und man schon ins Grübeln kommt.

Somit ging dann auch wieder ein verdammt facettenreiches Wochenende zu Ende und wir alle sind wieder um einige Erfahrungen reicher. Hier an der Stelle möchte ich noch Eines loswerden. Ich weis nicht genau wem ich danken kann/soll/muss, dass ich diese Chance bekommen habe. Ich denke jeder von euch zu Hause hat seinen Teil dazu beigetragen, denn ihr habt mich in gewisser Weise zu dem gemacht was ich bin (Lebenseinstellung, Sichtweisen, etc.), von daher möchte ich behaupten seid ihr nicht ganz unschuldig daran. Wie auch immer ich hoffe durch den Blog kann ich euch ein einigermaßen authentisches Bild von "meinem" China rüberbringen und euch an dieser Erfahrung teilhaben lassen.

Macht es gut, bis zum nächsten Eintrag dann wieder! Natürlich gibt es wie immer in der Linkliste neue Bilder zum Wochenende. Es grüßt euch der fränkische Chinese!

 



Vergeudete Zeit???

21:33, 23.05.2011 .. 2 Kommentar(e) .. Link

Hallo an alle meine Deutschländer!

Ihr werdet euch anhand des Eintragtitels sicher fragen, was das jetzt zu bedeuten hat? Keine Angst, ist alles halb so wild. Aber eins nach dem anderen, wie man so schön sagt.

Fangen wir am besten mal am Mi.abend an. Da sich wein 25stes Lebensjahr dem Ende neigte, habe ich entschieden ein kleines Fest zu meinen Ehren zu veranstalten. Habe dann die ganze Boschetage eingeladen und noch meine Chinesisch Lehrerin und so konnte ab 20 Uhr mit dem BBQ auf unserem geräumigen Balkon begonnen werden. War sehr schön mit den neuen Bekanntschaften zu feiern, aber es hat nat. etwas gefeht....riiiiichtig....IHR! Doch das holen wir dann hoffentlich nächstes Jahr im doppelten Maße nach . Wie auch immer wir haben bis um 1 Uhr nachts gefeiert und eines meiner Geb.geschenke (es war ein Pirat der gerne seinen eine Fuß auf das Fass stellt) ist mir etwas zu nahe gerückt und so ging es mir am folgenden Morgen nicht unbedingt so gut. Manu und Jessie koennen es sich wohl vorstellen

Als ich dann am Mittag wieder fit am Ruder stehen konnte wurde mir dann vom Chef ein Blumenstrauß und ein Geb.kuchen überreicht. Eine echt nette Geste. Wir haben uns dann den Kuchen schmecken lassen und die Blumen haben ein gutes Bild auf meinem Schreibtisch abgegeben. Leider war die Freude nur von kurzer Dauer. Ganz spontan wurde meine Haut total rot und ich bekam überall nen Ausschlag...ich kann euch sagen, das war ein Spass. Wir vermuten, dass die Blumen mit irgendwelchen Chemikalien gespritz gewesen sind auf die ich allergisch reagiert habe.Am Abend nach der Arbeit bin ich dann ins Bett und dann begann erst die Hölle auf Erden. Ich konnte kaum schlafen und überall ein permanentes Jucken. Jetzt kann ich mir vorstellen, wie sich Leute mit Neurothermitis (keine Ahnung ob man das so schreibt - ihr wisst was ich meine) fühlen müssen. Naja auf jeden Fall hab ich mich dann am nächsten Morgen wieder einigermaßen fit gefühlt. D.h. ab in die Arbeit und sein bestes geben auch nach nur 2 Stunden Schlaf und der vorangegangen Feier Ich wurde dann am Fr. frühzeiig nach Hause geschickt, da ich wohl wie ein wandelndes Michelin Männchen ausgesehen haben muss. Am Wochenende haben wir zum Glück nichts geplant gehabt, denn die Pläne wären definitv ins Wasser gefallen, was sie auch so sind, da es fleißig geregnet hat. Ich hab dann eben versucht so gut es irgend ging meine Allergie zu überwinden, das dauert zwar noch bis heute an, aber gestern Nacht konnte ich endlich mal wieder schlafen, ohne von nem Juckanfall aufgeweckt zu werden. Gebt mir noch ein, zwei Tage und dann sollte das auch überstanden sein, denn am Wochenende ist Nanjing geplant. Eine Nachbarstadt von Suzhou, ungefähr 1 Stunde mit dem Schnellzug entfernt. Drückt mir also die Daumen. Müssen ja schließlich das letzte Wochenende wieder gut machen. So etwas passiert mir dann hoffentlich nur einmal!

Bilder gibt es diesmal nicht so viele...aber das ist für euch den aber mal recht erholsam

Sonst geht es mir blendend und es gibt nichs worüber ich mich beschweren würde, außer die alltäglichen Dinge hier im Reich der Chinesen.

Bis bald, im nächsten Bericht.



Shanghai die Zweite

23:56, 17.05.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Dajia hao!

Vergangenes Wochenende ging es zum zweiten Mal in die Metropole Shanghai. Diesmal waren wir nur zu Zweit unterwegs und konnten uns auf sachkundige Hinweise eines Einheimischen verlassen. Dabei handelte es sich um Kevin einen chin. Kollegen von Daniel, der in Shanghai wohnt und somit den Heimvorteil zu unseren Gunsten, voll auspielen konnte. Das macht das Ganze hin und her in China dann doch etwas leichter, denn man weis, wenn es drauf ankommt, kann man sich über einen Mittelsmann zumindest verständigen. Aber da es bisher wirklich keine Zwischenfälle gab, waren wir bisher eh noch nie auf einen Translator angewiesen, zum Glück!

Am Sa.früh sind wir dann gleich von Kevin am Bahnhof abgeholt worden, wobei unser Vertrauen in ihn gleich mal auf die Probe gestellt wurde, da wir uns wohl besser am Bahnhof auskannten, als besagter Einwohner von Shanghai...da dachten wir schon, na das kann ja heiter werden Aber im Verlaufe des Tages erwies sich Kevin und später auch noch eine Freundin von ihm als wahrer Glücksgriff. Wir haben um die Mittagszeit die für Shanghai bekannten fritierten Dumplings gegessen. Daniel und ich haben uns dann noch sponan dazu entschieden eine Curry-Entenblut-Suppe zu verspeisen. Hört sich schlimmer als, als es im Endeffekt ist. Sind einfach mittelfest Blutstücke (vgl. Blutwurst) in einer klaren Brühe mit Kräutern. Vorher waren wir noch im historischen Museum um der chin. Geschichte etwas auf den Zahn zu fühlen. Der Eintritt dafür war wohlgemerkt frei. Nach dem Mittagessen sind wir dann in einen ursprünglichen Teil Shanghai's  gefahren. Und das war genau was für den Markus.

In Mitten von all den ganzen Hochhäusern ist dann einfach mal ein relativ großes Gebiet mit nur alten zweistöckigen Häusern, engen Gassen, Künstlerläden, Souvenirshops, Bars, Restaurants, etc. Es ging zwar schon verdammt eng zu aber gerade das hat den Flair ausgemacht. Und auch hier ist wieder der allgegenwärtige Kontrast im Land zu sehen. Gerade in der Architektur aber auch an den Leuten, die dort umherschlendern, leben, arbeiten oder einfach nur ihr Dasein fristen. Wir sind dann noch in ein Lokal eingekehrt um uns bei ein paar Tassen chn. Tee die Zeit durch Gespräche zu vertreiben. Da sich Kevin als sehr offen und vertrauenswürdig erwies, sind auch Themen gefallen, über die man lieber nicht mit jedem Chinesen reden sollte...

Als es dann zeitlich gen Abend ging entschieden wir uns nach Pudong (Hochhausviertel) zu fahren um uns die mordernen Bauwerke anzuschauen. Wir wurden für diese Entscheidung doppelt belohnt. Zum Einen mit der krassen Bauweise der Wolkenkratzer und obendrein mit einem wunderschönen Sonnenuntergang. JA...jetzt war es endlich mal soweit und ER (also Markus) konnte seinen ersten beeindruckenden chin. Sonnenuntergang miterleben. An der Ostseite des BUND angekommen, bot sich uns dann ein wunderbares Bild mit Shanghai City, Fluss und Sonnenuntergang...klar dass da wieder mehrere Bilder geschossen wurden. Mit dem Übersetzten auf die Westseite mittlels Fähre hatten wir dann eine perfekte Sicht auf Pudong selbst, als die ganzen Lichter der Skyline so nach und nach angingen und sich ein richtiges Meer an Lampen, LED's und was weis ich, sich über uns ergoss. Aber seht am besten selbst die Bilder. Wir sind dann denk gut eineinhalb Stunden am Ufer geblieben um die Stimmung zu genießen und Bilder zu schießen.

Abendessen gab es auch. Diesmal mit enier typisch chin. Mahlzeit. Hühnerfüße! Sind auch essbar, nur ist halt außer der Haut nichts weiter dran...was nat. den Hunger nicht gerade schmälert...aber es gab ja zum Glück noch genügend andere Gericht auf dem Tisch. Zum krönenen Abschluss ging es dann noch in die Captain Bar, nicht weit von unserm Hostel entfernt. (Kann ich nur jedem empfehlen, der mal nach Shanghai kommen sollte) Dort haben wir dann auf der Dachterasse Platz genommen und den Blck vom 6. Stock auf Pudong bei Nacht, bei einem richtig guten Mojito genossen. Wir hatten noch viel Spaß mit unseren chin. Begleitern und so endete erfolgreicher Tag genauso wie er angefangen hatte...

Am So. ging es dann auf einen Fake Market um noch ein paar Sommerklamotten zusätzlich zu kaufen, oder besser gesagt erhandeln Da es mittlerweile bis zu 38 Grad heiß wird sind Sommerklamotten, gerade fürs Wochenende unabdingbar...und da kann es schon mal passieren, dass man zwei T-shirts oder Polos am Tag braucht


Also dann ihr lieben Leute zu Hause...macht es gut, viel Spaß beim Lesen und Bilder schauen. Bis bald mal wieder. Kommendes We werde ich wohl mal wieder in Suzhou unterwegs sein.



Suzhou und TongLi

00:34, 9.05.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Dieses Wochenende sind wir mal wieder in Suzhou selbst bzw. in der näheren Umgebung unterwegs gewesen. Das Wetter hat sich wohl mittlerweile total auf Sommer eingestellt, denn ich sitz hier um 19:30 bei ca. 30° in langer Hose im Zimmer und schreibe die Blogeinträge. Ich hab keine Ahnung wie das im Hochsommer werden soll…aber drum hab ich noch lange Hose, denn wenn ich jetzt schon kurze Hose anziehe, dann müsste ich wohl im tiefsten Sommer nackend durch unser Apartment laufen 

In Suzhou sind wir am Sa. mit den neu gewonnen Freunden aus Peking, die hier bei Bosch ihr Praktikum absolvieren, in einen weiteren Park gefahren um uns von der chin. Baukunst erneut überzeugen zu lassen. Nicht nur in Hinblick auf die Gebäude sonderen eben auch auf Landschaftsarchitektur. Ich werde hier jetzt keine Details aufzählen, sondern lieber Bilder hochladen, die sagen dann eh mehr als tausend Worte. Nach dem Park sind wir noch auf einen Food/Night Market gegangen. Dort gabs viele leckere Snacks aber auch richtige Gerichte. Man darf nat. bei der Hygiene nicht so genau sein, denn sonst ist man da am falschen Ort...aber das ausschlaggebende ist ja der Geschmach und der konnte bei den beiden Dingen die ich probiert habe trumpfen. Aber keine Angst es waren keine Seepferdchen oder Seesterne am Spieß

Wir haben dann kurzer Hand ausgemacht die Grillsaison einzuläuten und somit hielt der Grill, das Flasch, das Bier und die Leute bei uns im Apartement Einzug. Alles bis auf die Leute im Riesen Supermarkt eingekauft und schon konnte ein Grillabend gestartet werden. Das war richtig lecker und das unsere Wohnung incl. Balkon groß genug ist um eben als Grilllocation zu dienen...naja was will man sagen...haben wir es uns eben für 4,50 Euro/Person gut gehen lassen bei Fleisch, Salat, Bier und alles was dazugehört. Um 24 Uhr hat sich dann dir Runde aufgelöst und unsere Wohnung hatte ne Generalsanierung nötig .

Heute am So. ging es dann früh um 8:00 Uhr auf nach TongLi ist ein "Wasserdorf". Man muss sich das so vorstellen, wie die Bilder von Suzhou im alten District, nur dass eben noch das ganze Dorf so mit Wasserstraßen aufgebaut ist. Leider alles ziemlich touristisch...aber naja. Wenn ihr euch die Bilder anseht, dann habt bitte im Hinterkopf, dass es noch vor 10-20 Jahren hier in Suzhou, wo jetzt ein Wolkenkratzer und eine Firma nach dem/der anderen steht und wächst genauso ausgesehen hat. Und das ist das was mir, auch wenn es sich komisch anhört, irgendwie weh tut. Hier in China geht alles so schnell, auf Natur wird wohl wenig bis gar nicht aufgepasst und der verbleibende Platz ist wie selbstverständlich für den Menschen reserviert. Hier hat es Baustellen über Baustellen...wenn du das liest Christopher und Ina, ihr solltet vll. überlegen hier euer Architekturbüro zu öffnen...ich denk mal als Deutsche sollte es euch nicht an Aufträgen fehlen, nur so als Tipp am Rande Es gab dann noch ein Sex Museum!!! Und glaubt mir, die hatten früher auch schon krasse Phantasien, das ist hiermit aktenkundlich...krasse Skulpuren, Bücher etc. Aber dazu seht euch die Bilder an, die noch heute bzw. bald online kommen.

Soviel zu diesem Wochenende, die Zeit verrinnt hier, das ist Wahnsinn und man hat immer Angst irgendwas zu verpassen. Und es wir einem nach jeder Woche klar, dass 24 Stunden pro Tag und 2 Tage am We einfach zu wenig sind, um neben der Arbeit hier noch alles was geht mit zu nehmen. Man möchte eben jede freie Minute "sinnvoll" nutzen zum das Maximale aus dem Aufenthalt heraus zu holen...jeder weis zwar, dass das wohl ein Ding der Unmöglichkeit ist, doch keiner von uns hier gibt auf...denn die Praktikantengemeinde tickt wohl in dieser Hinsicht gleich!

Viele Grüße nach Deutschland. Wie ihr seht es geht mir wunderbar und ich genieße neben der Arbeit jede freie Minute. Denn die Arbeit wir dauch immer fordernder und die Verantwortung wächst. Da ich jetzt voll im Projektmanagement eingebunden bin und beim Kunden vor Ort aber auch in der Firma zwischen China und Deutschland vermitteln muss, neue Prozesse einfuehren, den technischen Bereich der Projekte im Auge haben soll....etc. Drum eben, am We abschalten, das Land, die Leute/Kultur/Eigenarten kennenlernen um wieder in eine neue Woche zu starten.

Ciao, in fünf Monate weile ich wieder unter euch  und werde mich wieder an deutsche Sitten und Bräuche gewohnen müssen



Unvergessliches verlängertes Wochenede in Beijing

20:28, 8.05.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Guten Tach nach Deutschland,

jetzt gibt es endlich mal wieder Neuigkeiten aus dem Reich der Mitte. Nach meinem verlängerten Wochenende in Peking gibt es auch ne Menge zu erzählen und dieser Bericht könnte schon etwas länger werden…aber das werden wir im Verlaufe des Schreibens bzw. Lesens schon merken. Wir müssen da einfach auf die Zähne beißen und durch.

Wo fange ich am besten an…Ok, am Freitagabend nach der Arbeit ging es zum ersten Mal mit einem Sleeper-Train auf die lange Fahrt nach Beijing. Die Fahrt dauerte dann insg. zehn Stunden und da man um 22:25 Uhr in den Zug stieg sollte man eigentlich meinen, dass man im Soft-Sleeper-Abteil schön schlafen kann und frisch in Peking ankommt. Weit gefehlt! Ich konnte nat. mal wieder nicht wirklich schlafen und als dann Nacht um ca. 1 Uhr auch noch Saunafeeling im Viererabteil aufkam, war alles zu spät. Die zwei Chinesen, die mit uns im Abteil waren haben schön einen Aufgeschlafen, während ich alle 45 – 60 min aus meinen Phasen des Dösens wieder aufgewacht bin. Aber egal…in Peking angekommen, auf zum Hostel und als wir da ankamen mussten wir feststellen, dass wir uns wohl das geilste Hostle überhaupt genommen haben. Colle Zimmer, top Bar mit Flair und nette Gleichgesinnte.

 Da wir eine Gruppe von insg. 9 Leuten waren, haben wir uns dann auf drei Gruppen aufgeteilt und sind am ersten Tag getrennt unterwegs gewesen.  Das war dann am 30. April und es ging auf in den Summer Palace dem Fluchtort der alten Elite und Dynastien vor den warmen Sommern in Beijing. Hier haben wir dann mehr oder weniger den gesamten Tag verbracht, was auch kein Problem ist, denn es ist ein riesiges Areal, in dem es nat. einen See gibt und zich Tempel, Brücken und viele andere Sehenswürdigkeiten. Abends hieß es dann im Hostel etwas essen, ausnahmsweise mal westlicher Art, was aber mal wieder richtig gut tat und dann so gegen 22 Uhr sind wir alle in die Kiste.

Denn am nächsten Morgen stand für 6 von uns die genialste 1. Maiwanderung an die man wohl haben kann. Wer kann schon von sich behaupten, dass er an besagtem Tag auf der Chinesischen Mauer gewandert ist. Es ging früh um 7 Uhr, mit dem Shuttle-Service vor dem Hostle los. In weiser Vorrausicht, dass an diesem Tag ganz China auf den Beinen sein wird (Labour Day – DER Nationalfeiertag schlecht hin), hat Albi (hier nochmals vielen Dank für die Orga) uns einen Teil der Mauer samt Fahrer rausgesucht, wie es besser hätte nicht sein können. Nach gut zwei Stunden Fahrt einem überteuertem Frühstück sind wir dann an der Mauer angekommen. Dieser Teil war/ist wohl offiziell von der Regierung gesperrt für Touristen, doch wie es hier üblich ist schert sich da keiner drum. Am Kontrollposten standen zwei Frauen, die den Wegzoll wohl mehr oder weniger in ihre eigene Tasche haben fließen lassen, aber das konnte uns egal sein. Nach kurzer Einweisung ging es dann in voller Montur (keine Wanderschuhe, Kamera, Bier im Rucksack und guter Laune) zum Startpunkt. Nach gut 40 Minuten haben wir dann auch den Aufstieg auf die Mauer erreicht und konnten bei blauem Himmel die Mauer erklimmen. Unser Guide hat uns nur mehrmals davor gewarnt, ja vorsichtig zu sein, denn wenn uns was zustöße, er könne für nichts garantieren. Es war also alles nicht ganz koscher, aber…gerade das war die Reise wieder wert.  Wenn ihr dann die Bilder anseht werdet ihr auch sehen, dass es sich gelohnt hat an dieses Stück der Mauer zu fahren. Dort ist nichts restauriert, renoviert oder der Gleichen…Sie ist teilweise total zerfallen und man musste sich schon im klettern beweisen um manche Abschnitte zu überwinden. Zur Mittagspause gab es dann auf einem alten zerfallenen  Wachturm ein, zwei Tsingtao und dann ging es gestärkt wieder weiter.

Nachdem wir wieder alle, nach fünf Stunden permanentem Stau auf 70 km, heil im Hostel angekommen sind, waren wir uns alle einig, dass es kein langer Abend mehr werden wird…doch schon wieder geirrt. Die schon oben erwähnte Bar und Gleichgesinnten haben und noch bis nachts um 4 Uhr fest in ihrer Gewalt gehabt. Früh um halb neun war die Nacht wieder zu Ende und das Montagsprogramm stand an. Wir sind zum Olympiagelände gefahren, um das „Birds Nest“ zu sehen. Dürfte denk ich jedem bekannt sein, genauso wie die Schwimmhalle. Obwohl beide Bauwerke erst drei Jahre alt sind, sind sie vom Smog und dem ganzen Dreck in der Luft (der hier an den Ballungszentren wirklich krass ist) schon recht mitgenommen. Leider. Wir hatten zwar echt richtig Glück mit dem Wetter, immer blauen Himmer und Sonnenschein. Aber wenn man den normalen Smog gewohnt ist, dann kann man nachvollziehen, warum es damals „autofreie“ Tage bzw. Wochen gab. Danach ging es noch zum Drum Tower und auf einen Hügel von dem man aus einen coolen Blick auf die Verbotene Stadt hatte. Diese war dann auch gleichzeitig unser letztes Reiseziel für den Dienstag.

Immer noch total geschafft vom Mauerwandern, der kurzen Nacht und dem Tagesprogramm ging es noch zum „Peking-Ente-Essen“, was nat.  auch ein absolutes Muss ist. So ne leckere Ente hab ich im Leben noch nicht gehabt. Aber da wir 6 Leute waren haben wir auch noch andere Dinge bestellt und es war das erste Mal, dass wir mit einer Platte „eingegangen“ sind. Es handelte sich wohl um Innereien. Nach einem Stück Leber und einem anderen undefinierbarem Fleisch habe ich dann noch Darm auf der Platte entdeckt und dann war mir klar…dass ich von der Platte nix mehr essen werde War wohl auch gut so…denn die anderen haben es probiert doch gleich wieder ausgespuckt…ich hätte da wohl nicht nur das eine Stück Fleisch zurück gehen lassen… Aber egal…wieder zurück im Hostel…denn großartig weggehen wollte keiner mehr haben wir noch weng Karten gespielt und dann kamen wieder die Leute vom Vorabend an und….ihr habt es erraten: Alles wiederholt sich… wir saßen wieder bis um zwischen 3 und 4 Uhr in der Bar bis Michael und ich dann noch ordentlich Bier in die Kiste sind. Vier Stunden Schlaf später hieß es aufstehen Zimmer räumen und auf in die Verbotene Stadt. Das ist auch eine richtig krasse Anlage von Tempeln, Hallen und kleinen Parks. Vorher ging es noch auf den Tian’anmen Platz (Platz des Himmlischen Friedens). Doch je später es wurde um so kaputter wurden auch wir. Nach gut vier Stunden Sightseeing in der Forbidden City machen wir uns dann auf ein letztes Essen auf ins Hostel, holten unsere Sachen aus dem Luggage Room und sind um 21 Uhr zum Bahnhof geschlendert.

Ich voller Zuversicht, dass ich doch jetzt im Zug durchschlafen kann, denn wir hatten einfach viel zu wenig Schlaf bei viel zu viel Sightseeing, Laufen und Feiern. Immerhin konnte ich dann mal drei oder vier Stunden am Stück im Zug schlafen…danach ging das Gedöse wieder an. Morgens um 7 Uhr am Bahnhof in Suzhou wieder angekommen, ein Taxi genommen, in die Wohnung, schnell ne Dusche mitnehmen und dann überpünktlich um 8:15 Uhr in der Arbeit aufwarten! Ich sag euch eins…es war die Hölle…aber es hat sich definitiv gelohnt. Das war mit Abstand wohl das geilste Wochenende das ich bisher hier verbracht habe und es wird wohl schwer zu toppen sein…aber das Land hält so viele Überraschungen bereit, dass man mit solchen Aussagen lieber vorsichtig sein sollte Es waren unvergessliche Plätze und Aktion, neue Bekanntschaften im Hostel und nat. Einladungen in die jeweiligen Länder. Gleichwohl gab es Kultur und Party, ernste Dinge aber auch wieder Szenen zum Lachen und Schmunzeln….eben passend zum Land der Kontraste.

Ihr seht also, das Land zieht mich durch solche Erlebnisse/Erinnerungen immer mehr in seinen Bann und dann ist man auch bereit über die Ein oder Andere Sache hinwegzusehen. Zum Beispiel dass es hier ums Verrecken nicht machbar ist, sich in Facebook einzuloggen oder Weltnachrichten zu lesen/hören. Wobei das schon lästig ist. Ich glaube nach dem halben Jahr fehlt mir ein komplettes halbes Jahr Weltgeschichte…außer kleine Brocken, die ich auf Spiegel.de oder tagesschau.de in der Mittagspause immer nachlese.

 

Die Bilder werden nat. auch noch hochgestellt, damit ihr einen Eindruck bekommt, wie das in Beijing so ablief. Partybilder werden nachgeliefert, die wurden von anderen Praktikanten geschossen, die ne kompaktere Kamera für abends hatten 

Also, dann macht es gut…kommt mal öfter ins Skype online, damit wir mal telefonieren können unterr der Woche. Ich bin meist bis 24 Uhr oder weng länger wach…sprich bei euch so um 18 Uhr rum oder bissl später.

Ciao, der nächste Bericht kommt auch schon gleich über dieses Wochenende, der wird aber weniger lang und aufregend…



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