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Unvergessliches verlängertes Wochenede in Beijing

20:28, 8.05.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Guten Tach nach Deutschland,

jetzt gibt es endlich mal wieder Neuigkeiten aus dem Reich der Mitte. Nach meinem verlängerten Wochenende in Peking gibt es auch ne Menge zu erzählen und dieser Bericht könnte schon etwas länger werden…aber das werden wir im Verlaufe des Schreibens bzw. Lesens schon merken. Wir müssen da einfach auf die Zähne beißen und durch.

Wo fange ich am besten an…Ok, am Freitagabend nach der Arbeit ging es zum ersten Mal mit einem Sleeper-Train auf die lange Fahrt nach Beijing. Die Fahrt dauerte dann insg. zehn Stunden und da man um 22:25 Uhr in den Zug stieg sollte man eigentlich meinen, dass man im Soft-Sleeper-Abteil schön schlafen kann und frisch in Peking ankommt. Weit gefehlt! Ich konnte nat. mal wieder nicht wirklich schlafen und als dann Nacht um ca. 1 Uhr auch noch Saunafeeling im Viererabteil aufkam, war alles zu spät. Die zwei Chinesen, die mit uns im Abteil waren haben schön einen Aufgeschlafen, während ich alle 45 – 60 min aus meinen Phasen des Dösens wieder aufgewacht bin. Aber egal…in Peking angekommen, auf zum Hostel und als wir da ankamen mussten wir feststellen, dass wir uns wohl das geilste Hostle überhaupt genommen haben. Colle Zimmer, top Bar mit Flair und nette Gleichgesinnte.

 Da wir eine Gruppe von insg. 9 Leuten waren, haben wir uns dann auf drei Gruppen aufgeteilt und sind am ersten Tag getrennt unterwegs gewesen.  Das war dann am 30. April und es ging auf in den Summer Palace dem Fluchtort der alten Elite und Dynastien vor den warmen Sommern in Beijing. Hier haben wir dann mehr oder weniger den gesamten Tag verbracht, was auch kein Problem ist, denn es ist ein riesiges Areal, in dem es nat. einen See gibt und zich Tempel, Brücken und viele andere Sehenswürdigkeiten. Abends hieß es dann im Hostel etwas essen, ausnahmsweise mal westlicher Art, was aber mal wieder richtig gut tat und dann so gegen 22 Uhr sind wir alle in die Kiste.

Denn am nächsten Morgen stand für 6 von uns die genialste 1. Maiwanderung an die man wohl haben kann. Wer kann schon von sich behaupten, dass er an besagtem Tag auf der Chinesischen Mauer gewandert ist. Es ging früh um 7 Uhr, mit dem Shuttle-Service vor dem Hostle los. In weiser Vorrausicht, dass an diesem Tag ganz China auf den Beinen sein wird (Labour Day – DER Nationalfeiertag schlecht hin), hat Albi (hier nochmals vielen Dank für die Orga) uns einen Teil der Mauer samt Fahrer rausgesucht, wie es besser hätte nicht sein können. Nach gut zwei Stunden Fahrt einem überteuertem Frühstück sind wir dann an der Mauer angekommen. Dieser Teil war/ist wohl offiziell von der Regierung gesperrt für Touristen, doch wie es hier üblich ist schert sich da keiner drum. Am Kontrollposten standen zwei Frauen, die den Wegzoll wohl mehr oder weniger in ihre eigene Tasche haben fließen lassen, aber das konnte uns egal sein. Nach kurzer Einweisung ging es dann in voller Montur (keine Wanderschuhe, Kamera, Bier im Rucksack und guter Laune) zum Startpunkt. Nach gut 40 Minuten haben wir dann auch den Aufstieg auf die Mauer erreicht und konnten bei blauem Himmel die Mauer erklimmen. Unser Guide hat uns nur mehrmals davor gewarnt, ja vorsichtig zu sein, denn wenn uns was zustöße, er könne für nichts garantieren. Es war also alles nicht ganz koscher, aber…gerade das war die Reise wieder wert.  Wenn ihr dann die Bilder anseht werdet ihr auch sehen, dass es sich gelohnt hat an dieses Stück der Mauer zu fahren. Dort ist nichts restauriert, renoviert oder der Gleichen…Sie ist teilweise total zerfallen und man musste sich schon im klettern beweisen um manche Abschnitte zu überwinden. Zur Mittagspause gab es dann auf einem alten zerfallenen  Wachturm ein, zwei Tsingtao und dann ging es gestärkt wieder weiter.

Nachdem wir wieder alle, nach fünf Stunden permanentem Stau auf 70 km, heil im Hostel angekommen sind, waren wir uns alle einig, dass es kein langer Abend mehr werden wird…doch schon wieder geirrt. Die schon oben erwähnte Bar und Gleichgesinnten haben und noch bis nachts um 4 Uhr fest in ihrer Gewalt gehabt. Früh um halb neun war die Nacht wieder zu Ende und das Montagsprogramm stand an. Wir sind zum Olympiagelände gefahren, um das „Birds Nest“ zu sehen. Dürfte denk ich jedem bekannt sein, genauso wie die Schwimmhalle. Obwohl beide Bauwerke erst drei Jahre alt sind, sind sie vom Smog und dem ganzen Dreck in der Luft (der hier an den Ballungszentren wirklich krass ist) schon recht mitgenommen. Leider. Wir hatten zwar echt richtig Glück mit dem Wetter, immer blauen Himmer und Sonnenschein. Aber wenn man den normalen Smog gewohnt ist, dann kann man nachvollziehen, warum es damals „autofreie“ Tage bzw. Wochen gab. Danach ging es noch zum Drum Tower und auf einen Hügel von dem man aus einen coolen Blick auf die Verbotene Stadt hatte. Diese war dann auch gleichzeitig unser letztes Reiseziel für den Dienstag.

Immer noch total geschafft vom Mauerwandern, der kurzen Nacht und dem Tagesprogramm ging es noch zum „Peking-Ente-Essen“, was nat.  auch ein absolutes Muss ist. So ne leckere Ente hab ich im Leben noch nicht gehabt. Aber da wir 6 Leute waren haben wir auch noch andere Dinge bestellt und es war das erste Mal, dass wir mit einer Platte „eingegangen“ sind. Es handelte sich wohl um Innereien. Nach einem Stück Leber und einem anderen undefinierbarem Fleisch habe ich dann noch Darm auf der Platte entdeckt und dann war mir klar…dass ich von der Platte nix mehr essen werde War wohl auch gut so…denn die anderen haben es probiert doch gleich wieder ausgespuckt…ich hätte da wohl nicht nur das eine Stück Fleisch zurück gehen lassen… Aber egal…wieder zurück im Hostel…denn großartig weggehen wollte keiner mehr haben wir noch weng Karten gespielt und dann kamen wieder die Leute vom Vorabend an und….ihr habt es erraten: Alles wiederholt sich… wir saßen wieder bis um zwischen 3 und 4 Uhr in der Bar bis Michael und ich dann noch ordentlich Bier in die Kiste sind. Vier Stunden Schlaf später hieß es aufstehen Zimmer räumen und auf in die Verbotene Stadt. Das ist auch eine richtig krasse Anlage von Tempeln, Hallen und kleinen Parks. Vorher ging es noch auf den Tian’anmen Platz (Platz des Himmlischen Friedens). Doch je später es wurde um so kaputter wurden auch wir. Nach gut vier Stunden Sightseeing in der Forbidden City machen wir uns dann auf ein letztes Essen auf ins Hostel, holten unsere Sachen aus dem Luggage Room und sind um 21 Uhr zum Bahnhof geschlendert.

Ich voller Zuversicht, dass ich doch jetzt im Zug durchschlafen kann, denn wir hatten einfach viel zu wenig Schlaf bei viel zu viel Sightseeing, Laufen und Feiern. Immerhin konnte ich dann mal drei oder vier Stunden am Stück im Zug schlafen…danach ging das Gedöse wieder an. Morgens um 7 Uhr am Bahnhof in Suzhou wieder angekommen, ein Taxi genommen, in die Wohnung, schnell ne Dusche mitnehmen und dann überpünktlich um 8:15 Uhr in der Arbeit aufwarten! Ich sag euch eins…es war die Hölle…aber es hat sich definitiv gelohnt. Das war mit Abstand wohl das geilste Wochenende das ich bisher hier verbracht habe und es wird wohl schwer zu toppen sein…aber das Land hält so viele Überraschungen bereit, dass man mit solchen Aussagen lieber vorsichtig sein sollte Es waren unvergessliche Plätze und Aktion, neue Bekanntschaften im Hostel und nat. Einladungen in die jeweiligen Länder. Gleichwohl gab es Kultur und Party, ernste Dinge aber auch wieder Szenen zum Lachen und Schmunzeln….eben passend zum Land der Kontraste.

Ihr seht also, das Land zieht mich durch solche Erlebnisse/Erinnerungen immer mehr in seinen Bann und dann ist man auch bereit über die Ein oder Andere Sache hinwegzusehen. Zum Beispiel dass es hier ums Verrecken nicht machbar ist, sich in Facebook einzuloggen oder Weltnachrichten zu lesen/hören. Wobei das schon lästig ist. Ich glaube nach dem halben Jahr fehlt mir ein komplettes halbes Jahr Weltgeschichte…außer kleine Brocken, die ich auf Spiegel.de oder tagesschau.de in der Mittagspause immer nachlese.

 

Die Bilder werden nat. auch noch hochgestellt, damit ihr einen Eindruck bekommt, wie das in Beijing so ablief. Partybilder werden nachgeliefert, die wurden von anderen Praktikanten geschossen, die ne kompaktere Kamera für abends hatten 

Also, dann macht es gut…kommt mal öfter ins Skype online, damit wir mal telefonieren können unterr der Woche. Ich bin meist bis 24 Uhr oder weng länger wach…sprich bei euch so um 18 Uhr rum oder bissl später.

Ciao, der nächste Bericht kommt auch schon gleich über dieses Wochenende, der wird aber weniger lang und aufregend…


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