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Xi'an und Terrakotta Armee

14:06, 24.06.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Servus an alle!

So, nun ist es also mal so weit. Mit einem ganzen Wochenende Verspätung könnt ihr jetzt meine Reiseeindrücke über Xi'an und die Terrakotta Armee nachlesen.

Vergangen Freitag hieß es mal wieder einen Nachtzug heranzu ziehen, um in das von doch relativ wei entfernte Xi'an zu kommen. Nach einer 13-stündigen Fahrt im Zug und etwas Schlaf sind wir dann um 10 Uhr morgens in xi'an angekommen, wurden zum Hostel gefahren, um dort einen Fahrer für die Ausflüge zu buchen. Wir waren zu viert und konnten somit sowohl gut ein Vierer-Abteil im Nachtzug also auch das Auto füllen, was sich nat. preislich auch bemerkbar machte. Das Hostel konnte auf den ersten Eindruck voll überzeugen und die dazugehörige Bar versprach schon einmal einen guter Startpunkt in das Nachtleben von Xi'an zu sein. Als dann der Fahrer gefunde war ging es zunächst zu den Hot Springs, eine Art altertümlichem "Spa-Bereich" der einstigen Herrscher über China. Das war leider etwas enttäuschen, besonders für den nicht angemessenen Eintrittspreis (vorher mal den Lonley Planet befragen und man würde solchen Missgeschicken aus dem Weg gehen, aber naja...) Es war halt einfach aufgebaut wie ein Park, mit See, Gebäuden und der alten Pool-Halle. Nach ner Stunde sind wir dann auch weiter gezogen zur Terrakotta Armee. Diese liegt etwas außerhalb von Xi'an und deshalb war überhautpt erst nötig einen Fahrer zu haben. Im Nachhinein hätten wir auch auf die öffenltichen Verkehrsmittel umsteigen können, die nat. wesentlich billiger gewesen wären. Aber wir wussten nicht wie lange das alles braucht. Und da Zeit bei einem Wochenendtrip wohl mit das kostbarste Gut ist, haben wir uns für einen Privatfahrer entschieden. Was auch nicht total verkehrt war.

So nun aber zur Terrakotta Armee. Ich denke für jeden gehört die Terrakotta Armee und die Große Mauer genauso zu China wie der Eifelturm zu Paris oder was weiß ich...Was soll ich sagen...?! Ich persönlich bin froh es mir angeschaut zu haben, aber es wird ein weitaus größeres Aufsehen darum gemacht als es im Endeffekt irgendwie ist. Leider kommt nicht sehr nahe an die "Erdsoldaten" heran und es ist einfach total überlaufen, wohl besonders am Wochenende. Dabei kommt dann nicht so wirklich der "Wow"-Effekt auf, möchte ich mal sagen. Der historische Funke springt da leider nicht so ganz über, wobei ich ja einer bin, bei dem das leicht klappt, da ich ja doch geschichtlich interessiert bin. Doch leider... Sehenswert ist es finde ich auf jeden Fall und auch sehr interessant. Schauts euch einfach mal die Bilder an und macht euch vll. selbst ein Bild davon, wenn das überhaupt möglich ist. Schade ist halt auch, dass es wie ein Museum aufgebaut ist und die Hauptausgrabungsstätte wie ein Flugzeughanger. Ist nat. ist das nur logisch, um die ausgegrabenen Soldaten vor weiterer Verwitterung zu schützen. Es gibt dann noch zwei weitere Ausgrabungsstätten, dort sind aber nicht so viele Ausgrabungen vorgenommen worden, um die Restlichen im Moment einfach nohc zu schützen. Zu Beginn war die komplette Armee auch in Farbe und bunt gehalten, doch davon ist eben durch die einstige  Verwitterung nichts mehr zu erkennen. Interessant zu erwähnen ist noch, dass insg. wohl rund 8000 Soldaten und Pferde auf dem gesamten Gebiet vermutet werden. Ob diese aber wohl jemals alle freigelegt werden sei erstmal dahin gestellt. Es bleibt wohl nur noch zu erwähnen, dass ich mit einem weiteren Stück bedeutender Geschichte in Berührung gekommen bin und dieses auch auf meine eigene Art genossen habe.

Danach ging es zurück ins Zentrum von Xi'an, genauer gesagt ins Muslimische Viertel. Das war wohl unser aller Highlight, denn die Leute dort sind so nett und aufgeschlossen. Auf einem Markt haben wir gefeilscht wie die großen und bevor wir zu einem Abschluss kamen waren wir schon in einem halbstündigen Verhandlungsmarathon involviert. Die Zeit verfolg, ohne dass man es gemerkt hat. Am Ende sind wir dann noch durch eine Straße geschlendert, in der man überall kleine Essensläden oder eben die altbekannten rollenden Verkaufsstände anterfffen konnte. Das Essen hat echt richtig gut ausgesehen, doch leider weiß man eben nie um die hygienischen Begebenheite in diesen Straßen. Am nächsten Tag als wir bei Tageslicht durchliefen, waren wir dann auch alle froh, dass wir die Finger von den angebotenen "Leckereien" gelassen haben. Man musste sich schon wirklich zusammenreißen nichts zu kaufen, besonders - ihr kennt mich ja - wenn man eine ausgeprägten Sinn fürs ausprobieren von neuen Dingen hat. Vergleicht einfach die Bilder in der Nacht und am Tag im Bilderblog und ihr seht selbst wovon ich rede.

Nachts sind wir dann noch in die Hostelbar und Hans hat sich allein aufgemacht in einen Club. Die restlichen Drei haben sich ins Bett verkrochen und haben somit nicht wirklich das Nachtleben von Xi'an ausgetestet, wie eigentich geplant. Aber irgendwann is es halt eben einfach mal gut.

Am Sonntag hieß es dann die noch intakte und insg. 10 km lange Stadtmauer um die Innenstadt mit dem Rad zu erkunden. Das war ein richtig cooles Erlebnis. Wir haben uns zwei Tandemräder gemietet für nen Spotpreis, was sich aber auch gleich an der Qualität der Drahtesel erkennen lies. Bei über 30 Grad hieß es dann auf die Esel, fertig los. Hätten wir im Voraus gewusst, wie die Stadtmauer beschaffen ist, ich glaube wir hätten uns geweigert die Reise mit den uns zur Verfügung stehenden Rädern anzutrerten. Es gab doch schon die ein oder anderen Unebenheiten und Schlaglöcher. Immer wieder mussten wir die seltsamsen Geräusche unserer Lasttiere vernehmen und wir fragten uns, ob dass die kompleten 10 km gut gehen würde. Doch wir ließen uns die Laune nicht verderben, eher im Gegenteil...nach einiger Zeit haben wir dann begonnen erst Stuntphotos zu machen um uns in der chinesischen Kampfkunst zu üben. Nat. haben dann nicht nur unsere Kameras von uns Bilder gemacht sonder...ihr habt es sicher schon erraten...es wurden auch die Kameras der chin. Touristen auf uns aufmerksam Als wir uns dann selbst die Bilder auf der Rückfahrt angesehen haben, wurde uns auch bewusst warum! Apropos Rückfahrt...Das war auch wieder so ein Ding...wir haben uns ne Stunde vor Abfahrt zu viert in so ein kleines Dreiradmobil gequetscht mit Gepäck und uns zum Bahnhof fahren lassen. Zeitig dort angekommen (der obligatorische Zetipuffer in China, auf den nie zu verzichten ist!!!) sind wir noch schnell in ein westliches Fastfood Lokal (Name ist glaub ich: "Zur goldenen Möwe" ). Dann ging es Richtung Bahnhofseingang....und pures Entsetzen!!! Es gab vier Eingänge und überall eine enorme Schlange wir hatten nur noch 20 Min. bis zur Abfahrt. Da an allen Bahnhöfen immer noch eine Gepäckkontrolle ist wie an den Flughäfen (aber einfach nur zur Show, denn wirklich bringen tut se nix) ging das nicht viel voran...die Sekunden verstrichen. Dann waren wir uns einig...schnell in den chinesischen Modus gewechselt und schon ging das "Anstellen" schneller. Richtig...chinesisch Anstellen kann auch heißen, dass man drängelt, drückt und schiebt was nur geht. Endlich im Bahnhof wussten wir nicht wo unser Gleis ist. Wir Angestellte gefragt und die uns dann sonst wo hingeschickt, da sie es selbst auch nciht wussten. Aber anstatt, dass se sagen würden: "Ne sorry, ich nix wissen", wird man in die Pampa geschickt. Denn man möchte ja nicht als unwissend dastehen und sein Gesicht verlieren. Egal wir haben es dann doch noch geschafft heraus zu finden wo sich unser Gleis befindet. Dann das nächste...die Uhr blieb in der Zwischenzeit nat. nicht unbedingt stehen. Ich habe mittlerweile aufgehört auf die Uhr zu schauen. Auf dem Weg zum Gleis wurden wir durch die nächste Schlange von Chinesen geblockt...aus lauter Verzweiflung hab ich angefangen auf Englisch zu rufen, man möge doch Platz machen, wir verpassen sonst unseren Zug. Aber ihr liegt richtig...verstanden hat das keiner. Wieder durchdrängeln angesagt und sich irgendwelche Flüche von Chinesen um die Ohren hauen lassen müssen. War uns aber egal, wir haben es noch rechtzeitig geschafft und konnten dann wieder zusammen im Viererabteil die Heimreise nach Suzhou antreten.

Ihr seht also es war wieder ein recht interessantes uns aufregendes Wochenende, das ich/wir verbracht haben. Und so wie es in China immer ist, man kommt immer mit einer Geschiche zurück nach Hause, die es wert ist weiter zu erzählen. Das ist das Schöne an dem Land. Selbst wenn man denkt, man müsste mittlerweile doch schon auf alles eingestellt/gefasst sein...NEEE...das Land belehrt dich immerwieder eines Bessern.

Also, macht es gut und ich hoffe ihr habt auch etwas zu erzählen, wenn ich dann im Oktober wieder zurück bin. Gruß aus Suzhou!


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