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Chinesisches Paradies (GuiLin's Umgebung)

20:03, 27.07.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Hi Leute, heute gibt es mal nen total euphorischen Blogeintrag, das aber mit recht. Denn am vergangen We war ich wohl in der geilsten Gegen von China unterwegs: irrtümlicher Weise sagt man es geht nach GuiLin, aber eigentlich ist es die angrenzende Umgebung die den Reiz der Natur und der Unbeschwertheit versprüht.

Am Donnerstagabend bin ich zusammen mit Hans (einem Boschpraktikanten) nach GuiLin geflogen. Das ist wohl der Urlaubsort schlechthin in China bzw. mehr oder weniger die Umgebung von GuiLin. Mir wurde schon gesagt, dass die Landschaft dort wohl unglaublich schön sein soll...doch bei Erzählung heißt es ja dann doch immer etwas vorsichtig sein...also haben wir versucht uns nicht zu arg Hoffnungen und Gedanken zu machen, um einfach unbefangen dorthin zu reisen. Nach zwei Stunden Flug und in der Dunkelheit sind wir dann auch in GuiLin angekommen, nat. hat man noch nichts von der Landschaft sehen können. Kurz in den Abholservice des Hostels gehüpft, einchecken, noch ein Bierchen und dann ging es auch schon  in die Falle, da im Hostel nicht wirklich was los war.

Am nächsten Morgen hieß es dann relativ früh aufstehen, Sachen packen und ab in den Bus von GuiLin nach Longsheng und von dort in einen weiteren Bus nach Ping’an und den dortigen Reisterrasen. Die Busfahrt gestalltete sich insofern gany lustig, da wir zwei kleine Kinder mit im Bus hatten und diese da permanente Geschaukle die Bergstraßen hinauf wohl nicht so vertragen haben. Ende vom Lied...genau...wir reiern auf chin. Art einfach mal mitten in den Gang vom Bus. MAHLZEIT!!! Die Busfahrt zog sich dann insg. so 3 – 4 Stunden hin und eine andere Frau hat sich dann angeschlossen, aber zumindest in ne Tüte gespuckt, die sowieso überall im Bus hingen. Wohl extra für diesen Fall gemünzt...hätte man wohl auch mal den Kids und ihren Eltern sagen sollen, aber egal. Zwischenzeitlich haben wir irgendwo am Rand der Straße angehalten und unser Bus ist gewaschen worden...!? Warum auch immer! Nach einer Minute auf der Straße war er eh wieder dreckig...egal.

Endlich in Ping’an angekommen konnten wir dann unseren Hike in die Reisterrassen starten. Am Anfang war alles noch recht touristisch aufgezogen, aber je weiter man sich in die Natur gelaufen hat, desto weniger wurde es (zum Glück). Wir sind dann an einigen Minderheitendörfern vorbei gekommen und haben in einem, wo auch ein Hostel war etwas gegessen. Lokale Spezialität Bambusreis (Reis der einfach in nem dicken Bambusrohr über offener Flamme zubereitet wird)...hmmm...der war echt lecker. Danach haben wir die lange Tour nach Daiza vorgeknöpft. Kurz nach dem Start trafen wir auf eine Französin, die alleine unterwegs war und die sich uns dann angeschlossen hat. Wollte auch nach Daiza meinte aber alleine hätte sie es dann wohl nicht gemacht, weil kaum Ausschilderungen auf den Pfaden durch die Terrassen sind. Von daher war sie uns im Nachhinein recht dankbar. Die ganze Wanderei durch die Natur war so ein cooles Erlebnis, vorallem, weil wir auf dem Pfad kaum ein Schw...gesehen haben bis auf Einheimische, die auf den Feldern gearbeitet haben und dann mit Händen und Füßen als unsere Wegweiser dienten. Pünktlich zum Sonnenuntergang und zur Dämmerung sind wir dann an unserer Übernachtungsmöglichkeit angekommen. War einfach ein Holzhaus (wie übrigens alles Häuser dort in den Terrasse) und wir haben uns dann ein 3er Zimmer rausgelasen mit Abendesse und Frühstück für halt 10 Euro oder so...war zwar alles recht spartanisch...aber das hat es halt eben erst wieder richtig interessant gemacht. Zur Essensbestellung sind wir frei weg in die „Küche“ des Hauses und haben drauf gedeutet, was wir wollen...mehr oder weniger der Standardweg, wenn man nicht mehr weiter weiß. Haben das Essen dann in der Dämmerung (Sonnenuntergang war nicht so prikelnd, weil überall Wolken aufzogen) unter einem Unterstand mit genialer Aussicht auf die Reisterrassen genossen. Nach ein, zwei Bier ging es dann für kurze Zeit ins Bett, denn nach drei oder vier Stunden wurden wir von einem Unwetter aufgeweckt, das deluxester Art war. Das ganze Haus war in Wolken gehüllt und wir haben es nur noch überall hell werden sehen, kein Blitze zu erkennen, da wir halt mitten im Gewitter waren. Das Donner war quasi im Nachbarzimmer einquartiert und jedesmal hat das Haus so n bissl gezittert, wenn sich die Energie wieder entladen hat. War auch ein geiles Erlebnis, zumal wir dann am nächsten Morgen trockenen Fußes weitermarschieren konnten, da es sich über nacht ausgeregnet hat.

Der folgende Tag bestand dann aus nem zweistündigen Abstieg und insg. 5 Stunden Busfahrt zu usnerem nächsten Ziel YANGSHOU. Wir haben dann, da wir erst um 17 Uhr angekommen sind die West Street (Touristenstraße) abgehatscht und uns die Stadt etwas genauer angeschaut. Sind dann billig lokale Reisnudeln essen gegangen und ging es ins Monkey Hostel auf die Roof Top Bar. Von dort hat man ne prima Aussicht auf die Stadt und die Karststeingebilde/-berge der Umgebeung und dem Li River. Wofür diese Stadt eigentlich auch total bekannt ist. Wir haben dann dort bis wir um kurz nach zwei rausgeschmissen wurden gut Party gemacht (werde zwei echt coole Trinkspiele mit nach Deutschland bringen) und danach ging es noch in die Kaya Bar bis um 5 Uhr früh oder so...Um 7 Uhr klingelt der Wecker und Hans und Ich dachten nur...oh shit, this can not be true! Aber wir haben ne Fahrradtour vor uns. Nochmal kurz 10 Minuten sammeln, sich des Pegels des Restalkohols bewusst werden und dann schwankender Weise zum Fahrradverleih taumeln. Unmengen an Wasser kaufen, damit der Haushalt wieder passt, nach dem Alkohol und bei der morgentlichen Hitze von schon rund 30 Grad. Logisch was nicht ausblieb...im halben Delierium erstmal verfahren und keinen Plan wo genau man in der Pampa ist. Denn auf die chin. Karte war mal wieder kein Verlass (...oder vll. eher auf unseren Orientierungssinn?!) Egal, kurz umgedreht irgendwo abgebogen, auf Westler getroffen, nachfragen, die ne ordentliche Karte in der Hand und schon konnten wir auch die richtige Route in Angriff nehmen. Die fuehrte uns dann am Nebenarm des Li River durch die Karstberge, vorbei an Reisfeldern, kleinen Doerfern und fleissig arbeitenden Bauern. Mittags sind wir dann am Ziel, der Dragon Bridge in einem kleinen Ort angekommen. Dort haben wir in geiler Umgebung dann Rast gemacht, uns ins Wasser getaucht, um zumindest eine kleine Abkuehlung zu bekommen. Das ganze war dann incl. Brueckenspringen und geiler Hintergrundlandschaft wo man nur hinschaute. Danach sind wir noch ein Stueck weiter gefahren, eigentlich zum naechsten Ziel, aber um 16 Uhr oder so haben wir gesagt, dass es keinen Sinn mehr hat. Wir waren durch den wenigen Schlaft, die Hitze, den mittlerweile krassen Sonnenbrand (wir sind seit frueh um acht bis mittag um 16 Uhr ohne T/Shirt unterwegs gewesen, wer braucht sich da auch noch wundern...!?) gut fertig und haben spontan beschlossen kehrt zu machen. War auch besser so...zurueck im Hostel haben wir erstmal bis um 22 Uhr gepennt, bevor es dann noch mal in die Stadt und wieder Monkey Jane ging. Eigenltich hatte keiner von uns Bock drauf, aber trotzdem wurde es wieder halb drei bis wir im Bett waren.

Am naechsten Tag haben wir beschlossen etwas ohne grosse Anstrengung zu machen, bevor wir wieder die Rueckreise mit Bus und Flugzeug antreten mussten. Das hiess dann, dass wir uns fuer eine Drifting Tour entschieden haben. Zweimanschlauchboote auf nem Bergfluss. Kein richtiges Raften aber so der kleine Bruder im Vergleich dazu wuerde ich mal sagen. War ne lustige Sache, die Chinesen haben das echt gut aufgezogen, da sie Staubecken gebaut haben und somit aus nem kleinem unscheinbaren Fluss ein guter Gefährte entstand auf dem man nach unten getragen wurde. War wirklich noch ein gelungener Abschied fuer die GuiLin Region und wir waren uns beide einig, dass es bisher die zwei geilsten Plätze hier in China waren. Man kann aber kaum sagen, welcher besser, wichtiger oder interessanter ist. Da ist so ein krasser Unterschied dazwischen, dass es eigentlich schade waere beide nicht zu sehen. Egal wie auch immer das verlaengerte We hat sich sowas von rentiert und wenn ich noch laenger hier waere, wuerde ich sicher nocheinmal versuchen dorthin zu fliegen. Das ist hier in China schon das Paradies auf Erden, ohne jegliche Uebertreibung. Aber davon koennt ihr euch dann ja auf den Bildern selbst ueberzeugen. Nat. kommt da das alles nicht so rueber wie in echt...aber immer hin ein Anhaltspunkt, vll. wollt ihr da ja auch mal hin. Meine Meinung: Wer nach China geht vor allem im Sommer, bloss nicht die Region auslassen...das ist ein Fehler den man sein Leben lang bereuen wird. Glaubt mir!

Also, macht es gut, das kommende We bin ich mal wieder in Suzhou nach drei oder vier We’s immer auf Achse. Ist auch noetig (Wohnung putzen, einkaufen, etc.) Waere cool wenn man sich vll. mal ueber Skype trifft. Warum auch nicht!

Gruss aus dem verdammt heissen und durch die hohe Luftfeuchte manchmal wirklich eklig zu ertragenden Suzhou...die letzen vier Arbeitswochen brechen ab Mo. an. Es geht also in die Endphase und steil dem Ende entgegen. Aber glaubt mir ich werde die Zeit hier sicher ncoh mehr als genießen, vor allem an den noch ausstehenden Wochenenden.


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