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Goooood Mooooorning Vietnam!

20:16, 18.09.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link


Hey Ho...

Und wieder sind grob 1 ½ Wochen verstrichen und ich poste den Erfahrungsbericht über Vietnam, das unsere zweite Station auf der Indochina Tour einnimmt.

 

Nachdem wir Sihanoukville verlassen hatten und mit unseren beiden Minivans auf in Richtung Grenze sind, wurde mir erst richtig beswusst, dass fast schon ein Drittel der Rundreise vorüber und somit die Zeit auch schon wieder gut vorangeschritten ist. Glücklicherweise verfliegt die Zeit aber nicht sooo schnell, obwohl wir ja doch immer viel unternehmen und so keine Langeweile aufkommt. Aber ist auch gut, denn so können wir das Maximale aus der Rundreise machen. Jetzt aber zum Thema…

 

Der Grenzübergang (den wir nach ungefähr 3 ½ Stunden erreichten) war mehr oder weniger ein Feldposten mit zwei Schlagbäumen. Halt auf jeder Seite der Grenze einer und dann dazwischen ein paar Häuser um den ganzen Papierkram zu erledigen. ES ging alles relativ einfach und schnell von statten und somit konnten wir alle recht zeitig ein „Good Morning Vietnam“ in das Land schicken. Unsere erste Station hieß dann Chau Doc eine kleine Stadt kurz nach der Grenze, der nur als kurzer Zwischenstopp auf der Route nach Ho Chi Minh City (Saigon) bedeutete. Trotzdem haben wir dort eine lustige Motorbike-Tour machen können. Unsere Fahrer haben sich wie blöde durch den Verkehr gedrängelt und sich fast schon ein rasantes Rennen untereinander geliefert. Am Ziel, dem Sam Mountain, angekommen hatten wir dann einen herrlichen Blick über die Landschaft und Chau Doc’s Umgebung. Leider spielte das Wetter nicht so wirklich mit und wir konnten keinen Sonnenuntergang bewundern, denn hier ist echt in der Reigenzeit so, dass es morgens und dann auf abend zu regnet und das dann aber gewaltig. Trotzdem bot sich uns ein schöner Anblick und wir haben wieder ein neues schönes Fleckchen Erde kennen gelernt. Tags darauf stiegen wir in den Bus um unsere lange Busfahrt nach Saigon in Angriff zu nehmen. Das war für dann leider ein kleiner Horrortrip, da ich irgendwie den ganzen Tag mehr oder weniger an einer Magenverstimmung gelitten habe. Keine Ahnung woher die kam, denn vom Essen wohl kaum…wir vermuteten alle, dass mir einfach etwas Flüssigkeit und Mineralien fehlten , denn nachdem ich Elektrolyttabletten/-pulver zu mir genommen und etwas Schlaf gefunden hatte, ging es mir wieder blendend. Ich habe mich dann mit auf den Rundgang durch den alten Stadtkern gequält, was auch ok war. War auf jeden Fall echt nett, wie sich alle um mein Wohlbefinden bemüht haben. Aber da wir ja eine GAP Familie sind…kein Wunder  Für Susanne war es am Abend dann auch schon das Abschluss-Dinner, denn sie hat uns dann am nächsten Tag nach den geplanten Ausflügen verlassen und drei neue Mitstreiter kamen für den Vietnam-Abschnitt hinzu. Ein Engländer und ein Pärchen aus Kanada. Diese wurden dann gleich in unsere Familie aufgenommen. Nach ein paar Stunden Schlaf ging es dann auf zu den Cu Chi Tunnels ca. 1 ½ Stunden entfernt von Saigon. Diese Tunnel wurden von den Viet Cong als Unterschlupf und Basis genutzt um den anrückenden US-amerikanischen Soldaten im Vietnamkrieg die Stirn zu bieten. Wir konnten dann auch in einige Abschnitte abtauchen und selbst (teilweise) auf allen Vieren durch die Tunnel robben. Diese sind auf drei Level verteilt und je weitere man nach unten kommt, desto kleiner und enger werden diese dann. Ich kann euch sagen, die Luft da unten…das geht gar nicht, erst recht nicht in der Regenzeit. Wir waren zwar nur vll. 5 min. in den Gängen gefangen, aber da lief uns schon der Schweiß aus allen Poren…unglaublich. Da vermögen auch die kleinen überall angelegten Ventilationsschächte nicht zu helfen. Und die Vietcongs hielten es damals bis zu 10 Stunden dort aus…oder mussten es. Als amerikanischer Soldat inkl. der Kampfausrüstung hatte man da wohl kaum Chancen reinzukommen. Danach ging es noch ins War Museum in dem dann auch noch echt gut die Geschichte zum Vietnam Krieg dargelegt wird. Besonders beeindruckend sind wohl die Bilder die von Kriegsberichterstattern ausgestellt sind. Sei es vom Krieg selber, dessen Opfer oder sonstige Dinge die damit verknüpft sind. Richtig schockierend allerdings waren dann die letzten Bilder…diese zeigten die Opfer des „Agent Orange“ Projekts. Dabei versprühte die US Army Unmengen an dioxinhaltigen Giftmitteln…und das Ausmaß ist am besten an den Bildern zu erkennen. Noch heute werden Kinder geboren, die an den Spätfolgen des Einsatzes leiden (Verstümmelung, etc.). Am Abend haben wir uns dann in den Nachtzug verzogen um von Saigon nach Nha Trang zu fahren. Wie immer konnte ich nicht so wirklich schlafen, da hat auch der Alkohol nix genutzt, den wir für die Fahrt dabei hatten. Aber egal…wir sind ziemlich früh in Nha Trang angekommen und haben dann in einem echt guten Lokal (Sailor Club) ein Frühstück eingenommen. Denn wir mussten gestärkt in den Tag starten, da eine Mudbath – Session auf dem Programm stand. Hatte ich vorher ja auch noch nie gemacht, aber irgendwie war es schon recht cool aber eben auch schmutzig J …und warum sollte man ein Dreckbad nehmen?! Wieder um eine Erfahrung reicher sind wir dann am Abend zu einem BBQ nach vietnamesischer Art gegangen. D.h. kleiner Tongrill auf den Tisch, die Zutaten bereitstellen (Seafood, Rind, Schwein, Gemüse) und dann selbst grillen. Die Bude ist dann nat. total verraucht, aber da scheißt man sich mal gar nix, wenn das Essen um so geiler schmeckt. Was es definitiv tat. Erneut haben mich dann nach dem Essen die Buckets besucht und ich bin um 1 Uhr nachts ins Bett gefallen. Blöd daran war eben nur, dass am Morgen eine Bootsausfahrt inkl. 2 Tauchgängen anstand. Tja…Markus…Augen zu und durch. Das hab ich dann auch wirklich gemacht. Die meiste Zeit auf dem Boot hab ich die Augen geschlossen gehabt und gepennt…nur zu den Tauchgängen hab ich mich aufraffen können. Erst wollten se mich gar nicht tauchen lassen und haben bestimmt dreimal gefragt wie stark mein Hangover ist und ob ich wirklich tauchen will. JA, JA, JA! Und da sich der Verein mit einer mündlichen Zusagen hat zufriedenstellen lassen, dass ich meinen Tauchschein habe, war mir dann eh alles wurscht…denn so locker kann das Leben sein. Im Endeffekt habe ich dann die beiden Tauchgänge total genossen und unter Wasser ging es mir wesentlich besser als über. Meine neue Hangover-Kur heißt also: TAUCHEN! Ich hätte nicht gedacht, dass man in Vietnam so schöne Tauchspots finden kann. Und mir wurde so allmählich bewusst, dass ich Vietnam wohl doch schöner finde als gedacht. Denn zu Beginn, konnte ich dem Land nichts abgewinnen, da wir hauptsächlich in der Großstadt unterwegs waren. Doch einmal in Richtung ländliche Gegend aufgebrochen und weg vom Großstadtgetummel ist das Feuer entfacht worden, was auf den kommenden Stationen dann nur noch verstärkt werden sollte. Was uns auch schon zum nächsten Ziel bringt: Hoi An! Wieder mit dem Nachtzug angereist blieben wir dort für zwei Tage und wollten gar nicht mehr fort. Das ruhige beschauliche Fleckchen spiegelt wohl noch am ehesten das alte, traditionelle Vietnam wieder. Kleine Verkaufsläden und Restaurants (mit verdammt leckerem Essen) direkt am Fluss gelegen…Einfach herrlich. Einige von uns ginge am ersten Tag zum Schneider (ich war ja schon versorgt à China) und somit bin ich im OldTown umher gewandert und habe den Flair auf mich wirken lassen. Die beiden Tage dort waren sowas von heiß und schwül…unglaublich und der obligatorische Regen durfte auch nicht fehlen. Vor allem nicht auf dem Weg vom Central Market (auf dem wir Nahrungsmittel eingekauft haben) zur Kochschule, denn wir haben eine Kochkurs in der vietnamesischen Küche besucht. War total lustig und das Essen war der Hammer, vor allem weil selbst gemacht  Unsere Lehrerin hätte glatt ne eigene Fernsehschau draus machen können…keine Ahnung was die nimmt…aber es scheint gut anzuschlagen. Doch bevor wir unser Essen zu uns nehmen konnten hieß es etwas Sport treiben, indem wir eine Radtour durch die Umgebung von Hoi An gemacht haben. Spätestens da sind dann alle Teilnehmer dem Land verfallen. Da wir das tägliche, harte Leben der Vietnamesen kennenlernen durften, wissen wir nun deren Stolz umso mehr zu schätzen. Ein kurzer Ritt auf nem Wasserbüffel sprang auch noch raus und wir besuchten eine lokale Schule/Kindergarten um die Kinder etwas beim Spielen zu unterstützen   Nha Trang und Hoi An stehen bei mir definitiv auf der Liste, der Plätze die es gilt noch einmal ausgiebiger zu erkunden. Schon allein wegen der Natur (Strände, Meer, Landschaft) aber auch des Night-Lifes und der Leute. Also an euch zu Hause, wer Lust hat Vietnam auf nem kleinen Motorrad zu erkunden…ich bin dabei, denn das ist glaub ich das geilste was man machen kann. Rucksack, Schlafsack ne 125er zum gemütlichen cruisen und dann kann man das Land richtig genießen (wie auch Kambodscha und vermutlich Laos) Wenn ich diese Länder noch mal bereisen sollte (ich hoffe es doch), dann wohl am ehesten mit nem Motorrad…einfach wann immer man will wo immer man will fahren. Und wenn es regnet, dann regnet es halt, na und, trocken wird man vom Fahrtwind alle mal wieder.

 

Von Hoi An ging es dann mit dem Minibus über den Hai Van Pass und dessen Serpentinen nach Hue, der ehem. Hauptstadt Zentralvietnams. Am höchsten Punkt angekommen konnten wir dann einen herrlichen Rundumblick genießen. Dort waren dann auch noch alte Bunkeranlagen zu sehen, die im Krieg genutzt wurden. Dank den Wolken die sich vor den Gipfeln vorbei schoben ergaben sich somit schöne Motive für Bilder. Leider war der Stopp nat. viel zu kurz, aber immerhin ich war dort  Neben der Straße hat sich dann auch noch die Eisenbahn dahin geschlängelt und das war dann auch n cooler Anblick. Hue selbst ist auch einen Besuch wert, besonders wenn man wie wir die Stadt und das Umland auf einem Motorrad erkundet. Und man dabei erneut feststellen muss, dass der Drang so eine Motorrad-Tour selbst zu machen wieder bestärkt wird.

 

Nach dem Abendessen gingen wir dann nicht weit entfernt von unserem Hotel in eine Bar und meine Freunde die Buckets waren auch wieder anwesend. Diesmal konnte ich sie aber überreden mich nicht so in Mitleidenschaft zu ziehen und mit anderen zu teilen. Somit gab es am nächsten Morgen auch kein böses Erwachen. Deshalb sind wir noch zu Fuß ein bisschen in der Hotelumgebung dahin gehatscht. Fabian und ich sind dann im Endeffekt bei einer lokalen Familie zum Mittagessen eingeladen worden und wir haben es uns gut schmecken lassen. Keine Ahnung wie uns das passiert ist, aber es passierte halt einfach. Ganz ehrlich…darauf habe ich auch mal gehofft, denn so bekommt man dann am ehesten noch ein Bild der Lebensverhältnisse.

 

Um 15 Uhr bestiegen wir unseren Nachtzug und die Party konnte starten. Kurz nachdem sich jeder in seinem Abteil des Zuges häuslich eingerichtet hatte hieß es dann auch schon die erste Dose Bier zu öffnen um dann auch schon ganz schnell feststellen zu müssen, dass zu wenig Bier mit an Bord ist. Denn immerhin musste ja ein ganzer Nachmittag und eine ganze Nacht im Zug verbracht werden. Zum Glück ist das Zugpersonal auf Touris eingestellt und somit gab es noch die Möglichkeit im Zug and Bölkstoff zu kommen. Oder man macht es wie ich: Bei einem Zwischenstopp eben mal aus dem Zug hüpfen, nächsten Verkaufsstand aufsuchen, dem Schaffner irgendwie verklickern, dass er nicht ohne mich losfahren soll und hoffen dass alles gut geht. Tat es im Endeffekt auch und wir hatten wieder genügend Flüssignahrung für unsere kleine „Karaoke“-Show im Viererabteil. Dort tummelten sich dann auf einmal acht oder neun Leute und die Bude war eine richtige Sauna J Aber danach fiel dann das Schlafen wenigstens wesentlich einfacher.

 

Nach 14 Stunden sind wir dann in Hanoi angekommen und es ging gleich mit dem Bus weiter nach Halong Bay um dort einen wohl unvergesslichen Tag zu verleben. Vormittag hieß es am Strand etwas Sonne tanken bevor es dann aufs Boot ging, das uns vor der Küste durch die Limestone-Felsformationen kutschierte. Da das Wetter entgegen der Regensaison mehr als gut war konnten wir die Fahrt auf dem Wasser, den Höhlenbesuch und die anschließende Kajaktour so richtig genießen. Wenig Schlaf, die Sonne und Hitze taten dann ihr übriges und aufs Ende der Bootstour haben wir alle total fertig einen schönen Sonnenuntergang erleben dürfen. Den ersten auf der Tour soweit! 

 

Am nächsten Tag ging es wieder zurück nach Hanoi, um die Hauptstadt von Vietnam kennen zu lernen. Dort sind wir dann auch zwei Tage geblieben. Ein Besuch im Old Quarter zeigte uns dann wie eng und chaotisch es auf den Straßen hier zu geht und ich konnte es mir nicht entgehen lassen Hund zu kaufen. Aber irgendwie hab ich es nicht fertig bekommen Geschmack dran zu finden. Besonderes nicht an der Soße, die als Beilage diente…keine Ahnung was das war, aber wenn ich grad dran denke kommt es mir schon wieder hoch. Schon alleine der Geruch war eigentlich ein absolutes No-Go. Beim Abendessen wurde uns dann allen so richtig klar, dass für einige der folgende Tag der letzte der Tour sein sollte. Deshalb hieß es noch etwas länger zusammen zu sitzen und ein wenig den Abschied zu feiern. Uns werden acht Leute verlassen und drei Neue kommen für den letzten Abschnitt in Laos dazu. Es sieht wohl so aus, dass ich der einzige Kerl sein werde und die drei neuen Mädls sind aus Schweden J Aber das wird sich definitiv erst noch heute Abend beim Dinner zeigen.

Soweit die Nachricht aus Vietnam...der nächste Bericht dann aus Laos oder Thailand in gut 10 Tagen. Bis dahin...macht es gut und ein Wiedersehen rückt immer näher.

 


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