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Laos - Jewel of the Mekong

19:13, 26.09.2011 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Ein fröhliches Hallo aus Laos an euch alle!

Ich schippere gerade auf dem Mekong umher, um zu unserem nächsten und letzten Ziel in Laos zu gelangen. Wir tuckern munter stromaufwärts und werden den ganzen heutigen Tag und auch einen Großteile des morgigen auf dem Mekong verbringen. Der Trip neigt sich leider so langsam dem Ende entgegen und ich werde Tag für Tag immer müder…denn das Umherlaufen, frühe Aufstehen, oftmals späte ins Bett gehen tut sein übriges. Jetzt will ich aber erst mal von Vorne beginnen, um das in meinen Augen schönste und authentischte indochinesisches Land Revue passieren zu lassen. Ich kann euch auf jeden Fall gleich eines sagen, wenn jemand von euch Bock haben sollte im Februar/März ne Reise nach Laos zu machen nehmt mich als unerfahren Tourguide mit. Wir mieten uns dann einfach nen Landrover oder ein anderes 4x4 Vehicle und ab geht die Post!

Am Tag des Grenzübergangs ging es von Hanoi aus dann auf zur laotischen Grenze. Die Busfahrt in unserem Privatbus dauerte insg. gut 9 Stunden und wir konnten auf der kompletten Fahrt dank wunderbarem Wetter zunächst die schöne Landschaft Nordvietnams und dann im Anschluss die geniale Landschaft Laos genießen. Lak hat von Beginn an gesagt, dass wir Laos mögen würden – es sei auch ihr bevorzugtes Reiseziel auf der Tour – und es sollte sich schon bald herausstellen, dass wir Laos nicht nur mögen sollten, sondern es lieben lernten. Da der Weg in die Hauptstadt Vientiane am gleichen Tag einfach zu lange gedauert hätte, machten wir einen kurzen Nachtstopp in einem kleinen und nicht touristisch erschlossenem Ort namens Lak Xao. Und dort konnte ich dann auch finden wonach ich auf der Suche war…Natur, einfache Lebensweise, schöne Landschaft und Verschlafenheit. Die rote Erde und der blaue Himmel die sich im Sonnenuntergang dann noch richtig krass einfärbten und somit ein noch schöneres Flair verbreiteten ließ uns alle staunen. Die Kinder und Erwachsenen die wir dort antreffen konnten  waren alle total freundlich und neugierig und wir alle hatten unseren Spaß. Nach einer Mütze voll Schlaf ging es dann früh morgens auch schon wieder weiter, um die Hauptstadt kennen zu lernen. Die Fahrt dauerte auch wieder gut 5 Stunden und wir konnten dann dort angekommen ein spätes Mittagessen zu uns nehmen. Danach ging es zum Wahrzeichen Vientianes dem Triumpfbogen, der mittels Gelder aus Frankreich gebaut werden konnte. Eigentlich war das Geld für einen Flughafen gemünzt, aber die Leute hier dachten sich…naja ein Bogen ist wohl besser  Das ist der laotische way of life, alles gemach angehen, kein Stress und sich einfach nicht zu viele Sorgen machen und das Wichtigste dabei ist: immer lächeln. Vientiane selber empfinde ich jetzt nicht wirklich als schöne Stadt, auch wenn einen Menge an Tempelanlagen vorhanden sind. Es leben auch nur 700 000 Leute in der Stadt, was aber immerhin 1/10 der gesamten Bevölkerung ausmacht. Wie immer durfte nat. ein leckeres Abendesse nicht fehlen und ein anschließender Gang in eine Bar um die Ecke folgte. Dort blieben wir dann wieder eine ganze Weile und wir konnten mit den Schwedinnen, die wir ja in Hanoi aufgepickt haben das erste Mal etwas feiern. Da es wie schon gesagt nicht wirklich viel zu sehen gab, sind wir am nächsten Tag auch schon wieder aufgebrochen um nach Vang Vieng zu gelangen. Wir hatten einfach nur geiles Wetter und während der Busfahrt konnten wir gute Bilder abgreifen. Ich habe die Fahrt so richtig genossen und mich ein weiteres Stück in Laos „verliebt“. Das endgültige Eingeständnis nach Laos zurück zu kehren musste ich machen, als wir in Vang Vieng ankamen und dort mit dem Rad etwas umher gefahren sind. Auch wenn die Straßenverhältnisse oftmals alles andere als gut sind machten wir uns einen Spaß daraus, besuchten einen Grotte mit Blick über das Dorf, fuhren durch die Landschaft, machten eine kleine Wasserschlacht auf den Rädern und ließen meine Kamera fast über den Jordan gehen. Zum Glück hat sie den Sturz auf die Buckelpiste überlebt und nur die Kameratasche selbst wurde in Mitleidenschaft gezogen (aber dafür ist so ne Tasche ja eben da). Total fertig von der ganzen Action ging es zum Abendessen und anschließend noch auf ein paar Bier und/oder Cocktails in die Jungle Bar. Da wir am nächsten Tag zum Kajaking und Tubing gehen sollten haben wir entschieden es diesen Abend nicht zu bunt zu Treiben. Denn das ist im Tubing dann schon mit inbegriffen, dazu aber dann gleich mehr. Früh um acht wurden wir abgeholt um den Tagesausflug zu beginnen. Zunächst ging es mit dem Pick Up etwa 20 km flussaufwärts, um dann dort die Kajaks ins Wasser zu setzen. Nach einiger Zeit landeten wir an, um die erste Runde des Tubings zu starten. Das war richtig geil, denn wir hangelten uns dann in unseren Gummiringen am Seil entlang in die Höhle hinein und auf Grund der Regensaison herrschte ein so hoher Wasserpegel, dass man zw. Wasseroberfläche und Höhlendecke stellenweise vll. gerade mal 20 cm Platz hatte. Um die ganze Höhle erkunden zu können mussten wir auch unsere Reifen zurücklassen und auf allen Vieren bzw. teilweise robbender Weise voran schleichen. Nur durch unsere Stirnlampen konnten wir erahnen, wo uns der nächste Gang hin führen würde. Wieder am Tageslicht angelangt konnten wir dann gleich unser BBQ-Lunch zu uns nehmen und eine Warnung für den gesamten Tag abholen. Denn ein Einheimischer hat sich wohl etwas überschätzt, auf einen Baumstumpf gestiegen, abgerutscht und nun lag er mit schmerzverkrampftem Gesicht und hin und wieder Blut spuckend auf dem Boden. Keine Ahnung was er hatte aber es sah nicht gut aus … und ich brauch euch ja wohl nicht zu sagen, wie es mitten in der Pampa mit dem Rettungsdienst ausschaut. In diesem Fall: man nehme ein Holzgestell, lege den Patienten darauf, ein paar starke Männer als Antrieb, nichts wie raus aus dem Dschungel zur nächsten Straße, ein Motorrad nehmen (das kurzerhand als „Rettungswagen“ dient) und dann kann die lustige Fahrt auf den Holperstraßen losgehen. Ganz ehrlich ich möchte nicht übertreiben, aber ich hoffe für ihn einfach nur, dass er die Tortur überlebt hat. Etwas geschockt von diesem Erlebnis ging es dann weiter mit dem Kajak. Und dann kam das wovor uns Lak eigentlich gewarnt hat. Wir haben das Kajak an Land gebracht, ließen es zurück und sind in die erste von zich Uferbars eingetrudelt. Dort gab es nat. wieder Buckets, coole Musik und das Wetter spielte einfach mit. Ende vom Lied ihr könnt es euch denken…genau der Maichus trank dann den ein oder anderen Bucket und an einer Bar gab es diese enorm geile Rutsche und ich bin diese dann etliche Male runtergerutscht. Wohl irgendwie ein paar Mal zu oft, denn am nächsten Tag hatte ich überall blaue Flecken. Den letzten Stopp legten wir dann an einer kleinen Bar ein, um die Tubingrunde zu beenden. Die Bar gehörte dann ganz alleine uns und wir sind dann irgendwann aufgebrochen, um zum Hotel zurück zu kehren. Fragt mich aber nicht wann, meine Wahrnehmung hatte da schon gelitten. Im nicht ganz nüchternen Zustand ging es zum Dinner und…The Saga continued. Passend zum kompletten Partytag ging es in die Bucketbar in Vang Vieng. Dort blieben wir dann bis wir im strömenden Regen zum Hotel zurück liefen. Leider war unser Orientierungssinn etwas angeschlagen und so drehten wir ein paar extra Runden. Aber das war egal, denn nass war man eh schon bis auf die Knochen.  Der nächste Tag war wieder Reisetag und so hieß es um 8 Uhr wieder mehr oder minder fit auf der Matte zu stehen. Gelang mir so mit Mühe und Not aber irgendwie hat es funktioniert. Wir hatten dann einen echt netten Fahrer für die Fahrt nach Luang Prabang, die wiederum gut  6 - 7 Stunden dauerte. Doch diese war glaub mit Abstand die geilste Route. Durchs Gebirge ginge es auf Serpentienen auf und ab, von einem kleinen Dorf zum nächsten, und von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Stellenweise war die Straße durch Erdrutsche noch etwas blockiert und unwegsam, aber unser Fahrer hatte alles im Griff! Am Ziel angekommen wollten wir alle nur noch schlafen, doch Lak entführte uns auf eine Tempelanlage von der aus man gut über Luang Prabang sehen konnte. Belohnt wurde wir dann mit einem schönen Sonnenuntergang über dem Mekong River. Total erschöpft ging es zum BBQ auf laotische Art und Weise in den Lao Lao Garden, das war auch noch ein cooles Erlebnis, besonders da wir Wasserbüffel grillen konnten, denn man war selbst dafür zuständig was man auf dem, im Tisch eingelassenen Grill denn bruzzeln will. Es gab keine weitere Aktivität mehr und wir alle sind im Bett verschwunden um für den nächsten Tag gerüstet zu sein. Dieser bescherte uns einen Ritt auf einem Elefanten. Passend zu meiner Situation bekam ich meinen eigenen, zwar etwas kleineren, aber er war auch der einzige Mann unter einigen Weiblein. Somit hatten wir gleich etwas gemeinsam und Kemchun, so sein Name erwies sich als ein treuer Weggefährte und selbst als ich ganz alleine ohne den Mahout auf ihm saß kamen wir gut miteinander aus. Als Belohnung für den gut 1-stündigen Ritt gab es Bananen und ne ordentliche Streicheleinheit (@ Peti: auch am Ohr J). Echt cool so gemütlich durch den Dschungel zu schaukeln, von rechts nach links und wieder zurück. Nach dem Lunch zum Mitnehmen ging es dann zu den Kuang Sii Waterfalls und Schwimmen dort. Dank der Regenzeit rauschte eine enorme Menge Wasser den Berg herunter und man konnte richtig nahe an den Wasserfall ran. Man musste nur aufpassen, dass man nicht mitgerissen wurde, denn stellenweise war die Strömung richtig stark und man musste durch diese hindurch, um ganz nahe an den Fuß des Wasserfalls zu gelangen. Dort gabe es dann auch einen weitausragenden Baum, an dem ein Seil befestigt war…naja klar was ich dann machen musste, genau: Seil greifen, Schwung holen und in die Strömung der Naturgewalt eintauchen, so wie einst Tarzan  Wieder zurück ging es für Lak, Andy, Cat und mich auf eine Bootsfahrt um den Sonnenuntergang zu sehen. Noch kurz in einem kleinen Ort angehalten, um Souvenirs zu kaufen konnten wir ihn dann auch sehen. Mein Akku der Kamera ging leer, ich also den Ersatzakku rausgeholt und musste feststellen, dass dieser aufgebläht war. Er fiel mir ein paar Stunden zuvor aus ca. 40cm aus den Händen…naja jetzt erstmal nur noch ein Akku vorhanden. Somit beläuft sich die Gesamte Verlustliste der vergangen zwei Monate auf zwei paar Brillen (Sonnenbrille fährt in China im Taxi irgendwo umher, alte Brille liegt irgendwo auf dem Grund des Mekongs dank des Tubings), ein Kameraakku und eine kleine Maglite-Taschenlampe. Zum Glück ging mir der Akku jetzt aufs Ende hin flöten und nicht schon eher…denn für die nächsten drei Tage sollte ich mit einer Ladung pro Tag auskommen. Ihr wisst ja was das heißt, wenn der Maichus keine Bilder machen kann  Hölle auf Erden für ihn.

Wie schon zu Beginn geschrieben, heute und morgen verbringen wir den Großteil des Tages auf einem Boot, nur für uns alleine auf dem Mekong um zur thailändischen Grenze zu gelangen. Hier wird wohl nicht mehr allzu viel Aufregendes passieren. Wir besuchen noch ein Dorf wo wir Schulkinder unterstützen können mit Schreibmaterialien und Büchern. Aber dann ist es auch schon wieder vorbei mit Laos…LEIDER! Ich denke fast, dass es der vorerst letzte Eintrag hier im Block sein wird, denn in Thailand bin ich ja nur zwei/drei Tage bevor es in den Flieger geht.

Ihr seht also, ich bin immer noch wohl auf, des Reisens immer noch nicht überdrüssig geworden, aber trotzdem froh bald mal wieder zu Hause zu sein. Mittlerweile sind es nur noch 6 Tage, bis ich wieder deutschen Boden unter den Füßen haben werde. Bis dahin macht es gut, ich versuche auf dem Mekong nicht unterzugehen und dann sehen wir uns in Kürze. Ahoi! Beide Maschinen AK voraus! Und nur ein Ping Vasili.


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