| Bekehrungsgeschichten |
„Es hätte nicht dazu kommen brauchen”Vor sieben Jahren wurde ich getauft, und seither habe ich einige der schönsten Augenblicke meines Lebens erlebt. Viele davon haben sich unmittelbar aus meinem Zeugnis von der Missionsarbeit, die die Mitglieder leisten sollen, ergeben. Um dieses Zeugnis vollständig darzulegen und die Freude zu erklären, die damit einhergeht, muß ich Ihnen etwas aus meinem Leben erzählen. Die Geschichte beginnt in einem ländlichen Gebiet von Südkalifornien.
1971 zogen wir von unserer Farm fort und ließen uns in der ländlichen Umgebung einer großen Stadt in Kalifornien nieder. Ich hatte dort keine Verwandten, und wir kannten in dieser Gegend überhaupt keine Freunde. Wenige Monate zuvor war ich beauftragt worden, ein auf Landwirtschaft ausgerichtetes Gemeinwesen in meiner Heimat bei einem großen Traktorenhersteller zu vertreten. Bei dieser Firma sollte ich in Reparatur und Wartung geschult werden. Ich erhielt keinen Lohn; statt dessen wurde ich zu Hause von der Firma und der örtlichen Behörde unterstützt. Meine Frau und meine beiden Kinder, Juan und Maria, durften ebenfalls kommen. Die ersten Monate hatte ich Freude an meiner Arbeit, und wir waren alle sehr glücklich. Zwar war es in der Schule für die Kinder nicht einfach, doch hatten sie einige Freunde, die Spanisch sprachen und für sie übersetzten. Nachdem ich acht Monate geschult worden war, kam mein Chef, John Gibbs, zu mir und bot mir eine einjährige Verlängerung an. Von jetzt an sollte ich für meine Tätigkeit bezahlt werden. Er war im Begriff, in einem anderen Bundesstaat eine neue Firma aufzumachen, und brauchte jemand, der die neuen Mitarbeiter ausbilden konnte, die dort (in Kalifornien) eingestellt werden sollten. Für das Jahr, wo er abwesend sein würde, bot er uns sein Haus zur Benutzung an. Wir sollten sozusagen sein Haus hüten. Wir konnten es kaum fassen. Nachdem ich mit meiner Frau und meinen Kindern gesprochen hatte, kamen wir alle überein, dort zu bleiben. Nach drei Monaten zogen wir in John Gibbs' Haus ein. Allmählich lernten wir unsere Umgebung kennen, allerdings nicht die Menschen, die dort lebten. Es fiel uns schwer, Kontakt zu diesen Leuten zu finden. Wir wohnten in einem Teil der Vorstadt, wo wohlhabende Leute ansässig waren, und mit solchen Menschen pflegten wir keinen Umgang. Schließlich kamen wir aus ganz anderen Kreisen. Zwar wollten wir gern Bekanntschaften machen und Freundschaften schließen, doch hatten wir dabei ein peinliches Gefühl, weil wir nicht wußten, ob jemand an unserer Bekanntschaft überhaupt Interesse hatte. Immerhin gab es eine Familie, bei der wir sicher waren, daß wir uns mit ihr anfreunden würden. Es waren unsere unmittelbaren Nachbarn. Unser Sohn und ihr Sohn waren im selben Alter, und auch sie hatten jüngere Töchter. Am meisten gefiel uns, daß die Kinder zur Kirche gingen — an vielen Sonntagen sogar mehr als einmal. Meine Frau und ich wollten nämlich vor allem, dass unsere Kinder eine religiöse Grundlage bekämen, die ihnen helfen würde, das Leben zu meistern. So wollten wir wirklich in engen Kontakt zu dieser Familie treten, doch hielt uns unsere Schüchternheit zurück. Unsere Kinder übernahmen diese Verhaltensweise von uns. Es war schwer für uns, einen Kontakt herzustellen. Eines Tages meinten wir, Grund zur Hoffnung zu haben: Mr. Young, der Vater, klingelte bei uns. Er hatte sich fein herausgeputzt, und noch dazu war es Sonntag! „Vielleicht will er uns zur Kirche einladen”, dachten wir. Dann aber mußte ich erfahren, daß er etwas anderes wollte. Er hatte sich am Morgen jenes Tages beeilen müssen, zu einer Versammlung zu kommen, und war versehentlich über das Schlußstück eines unserer Rasensprenger gefahren. Nun kam er, um sich dafür zu entschuldigen und eine Ersatzzahlung dafür anzubieten. Er sagte, er habe am nächsten Tag frei und werde dann das Teil instand setzen. Darauf antwortete ich, daß ich ebenfalls einen freien Tag hätte und wir die Reparatur zusammen vornehmen könnten. Er erwiderte jedoch: „O, schon gut, ich schaffe es in ein paar Minuten. Es war ja meine Schuld.” Das war eine Enttäuschung! Ich hatte gedacht, bei der gemeinsamen Reparatur mit ihm ins Gespräch kommen zu können. Dabei hätten wir uns kennenlernen können. Aber es klappte nicht. Dennoch stellte ich ihm eine Frage, ehe er fortging, denn ich war neugierig, wohin er so früh am Morgen gefahren war. Und so fragte ich ihn. Er antwortete: „Das war nur so eine Versammlung.” Heute weiß ich, daß es mehr war als „nur so eine Versammlung”. Es war die Priesterturnsversammlung! Ich könnte mich noch heute dafür ohrfeigen, daß ich ihn nicht einfach gefragt habe, ob wir nicht einmal in seine Kirche gehen könnten. Sie waren immer so glücklich, wenn sie sonntags nach Hause kamen. So etwas fehlte nämlich in unserem Leben, ja, reines Glück. Allmählich glaubte ich, daß man erst Mitglied sein müsse, ehe man diese Kirche besuchen kann. Inzwischen weiß ich, daß auch dies ein Irrtum war. Die Zeit verging. Die Arbeit machte mir noch immer Spaß. Allerdings kam ich jetzt noch viel öfter abends von der Arbeit spät nach Hause, und dies wirkte sich nachteilig auf das Familienleben aus. Ich hatte das Gefühl, allmählich die Verbindung zu meiner Familie zu verlieren. Irgendwie wurden mir meine Frau und meine Kinder fremd. Vieles fing an schiefzugehen. Meine Frau sprach oft davon, daß sie wieder an unseren früheren Wohnort ziehen wolle. Von nun an sagte sie, sie hasse diese Gegend. Und ich wußte, warum. Sie vermißte viele ihrer Freundinnen und Verwandten, die sie in unserer Heimat gehabt hatte. Wir waren dort beide aufgewachsen. Auch unsere Kinder gerieten in ernste Schwierigkeiten. Über einige davon möchte ich eigentlich nicht reden, doch sind sie für diese Schilderung wichtig. Juan und Maria wurden beide von einigen Freunden schlecht beeinflußt, die sie dort kennengelernt hatten, wo wir zuerst gewohnt hatten. Praktisch hatten sie überhaupt keine richtigen Freunde, über die auch ich glücklich sein konnte. Mit ihren schlechten Gewohnheiten machten diese Bekannten uns unsere Kinder nach und nach abspenstig. Maria war erst 16, als ihr Bruder begann, sie zu Partys mitzunehmen. Dies war für sie sehr zum Nachteil, denn dadurch verlor sie eines Nachts ihre Keuschheit. Jemand tat Alkohol oder eine Pille in ihr Getränk und fuhr dann in einem Lieferwagen mit ihr zum Strand. Am nächsten Tag kam sie nach Hause, und ich habe sie seitdem nicht mehr lächeln sehen. Sie spricht kaum noch mit jemandem und will auch nicht zur Schule gehen, weil man sie dort, wie sie sagt, hänselt. Ich gebe ihr eigentlich keine Schuld. Aber es ist zu schade, denn es fehlten ihr nur noch zwei Monate bis zum Abschluß der zweijährigen Ausbildung. Eine Tragödie war es auch, daß mein Sohn seinen Schulabschluß nicht erreichte. Wegen eines Drogenvergehens versäumte er den Unterricht drei Monate lang und konnte dann einfach nicht mehr aufholen. Das war für uns alle sehr schmerzlich, besonders aber für ihn. Er hätte den Schulabschluß zusammen mit den Söhnen der Youngs begehen können, die direkt neben uns wohnten. Als diese eines Abends von der Abschlußfeier nach Hause kamen, schaute ich aus dem Fenster. Es ging mir durch Mark und Bein. Mr. und Mrs. Young sahen so glücklich aus; man merkte, wie stolz sie auf ihre Söhne waren. Ich war fast verzweifelt. Ich war so bekümmert, daß ich am liebsten laut geschrien hätte. Obendrein hatte ich an jenem Abend auch mit meiner Frau eine kleine Auseinandersetzung. Sie hatte vor, in unsere Heimat zurückzukehren, mit unserer Tochter zum Arzt zu gehen und eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Ich war dagegen, aber ich fand nicht die Worte, um meine Ansicht zu begründen. Sie war rein gefühlsmäßig bedingt. Ich konnte mich auch nicht mit meiner Frau darüber streiten, denn dies hätte Maria gekränkt. In mir regte sich der Zorn gegen jenen viehischen Menschen, der dies meiner kostbaren Tochter angetan hatte. Maria konnte sich nicht einmal mehr daran erinnern, wer es gewesen war. Ich wurde verbittert. Noch nie war ich so wütend und haßerfüllt gewesen. Normalerweise war ich immer nett und freundlich. Selbst bei meiner Arbeitsstelle bemerkte man, daß ich mich verändert hatte. Ich schrieb meinem Chef und fragte ihn, ob er mich sofort entlassen könne, aber er antwortete, dies sei erst im Juli oder August möglich. Bis dahin könne er Ersatz für mich finden. Meine Frau wollte aber nicht warten, und wegen Maria konnte sie es eigentlich auch nicht, denn diese war schon zwei Monate schwanger. Und so brachte ich sie beide am 20. Juni zum Flughafen. Juan wollte nicht kommen. Er hatte sich von uns beiden innerlich weit entfernt, und seine Mutter bedeutete ihm nicht mehr viel. Manchmal stritten sie sich, und ich mußte Juan aus dem Haus weisen. Sie hatten sogar Streit wegen der Fahrt zum Flughafen, denn er wollte mit seinen Freunden lieber woanders hingehen. So verließ er wütend das Haus, kurz bevor wir aufbrachen. Dies war das letzte Mal, daß wir unseren Sohn lebend sahen. Noch am selben Abend starb er an einer Oberdosis LSD. Als ich abends aus dem Büro nach Hause kam, wartete schon die Polizei, um mir die Nachricht zu überbringen. Sie traf mich wie ein Keulenschlag. Ich war in einer schrecklichen Seelenqual und wußte nicht, wohin ich mich wenden sollte. Die Polizei tat, was sie konnte, um mich zu trösten. Sie erbot sich sogar, bei einigen Freunden in der Umgebung anzurufen, falls ich mich vorübergehend bei ihnen aufhalten wolle. Ich sagte jedoch, daß ich lieber allein zu Hause bleiben würde. Gerade in diesem Augenblick schaute Mr. Young bei uns herein, um zu sehen, was all der Aufruhr zu bedeuten habe. Zunächst sprach er mit einem Polizisten, mit dem er befreundet zu sein schien, dann kam er zu mir. Er sagte, wenn es etwas gebe, was er oder seine Familie für mich tun könnten, dann solle ich einfach herüberkommen. „Herüberkommen” — das war immer das Problem gewesen. Ich fragte mich, ob ich jemals den Mut aufbringen würde, zu ihm zu gehen, und dankte ihm. Obwohl seine Worte Musik in meinen Ohren waren, konnte ich darüber nicht recht glücklich werden. Offenbar hatte Juan von vornherein vorgehabt, sich das Leben zu nehmen, denn ein Polizist übergab mir einen kleinen Brief, den man in Juans Jackett gefunden hatte. Er war an mich gerichtet. Er war so überstürzt aus dem Haus gegangen, daß er vergessen haben mußte, ihn irgendwohin zu legen, wo ich ihn später, nach der Arbeit, hätte finden können. Es schmerzte mich zutiefst, als ich ihn zum erstenmal las. Er lautete: „Lieber Vati! Was ist nur mit unserer Familie geschehen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht einmal, was mit mir passiert ist. Ich bin schon lange nicht mehr ich selbst. Es tut mir leid, daß ich immer so böse auf Mutti gewesen bin. Ich war immer sehr enttäuscht, wenn ich nachmittags nach Hause kam und sie einfach nur da war. Sie hat mich immer von der schlechtesten Seite kennengelernt. Das einzige, worüber ich glücklich bin, ist, daß ich sagen kann: Ich liebe euch alle immer noch. Herzliche Grüße Dein Sohn Juan” Ich war völlig niedergeschlagen, nachdem ich dies gelesen hatte, und war nahe daran, meinem Sohn in den Tod folgen zu wollen, aber irgend etwas sagte in mir: „Halte durch! Halte durch!” Bisher hatte ich nicht zum Aufgeben geneigt, doch diesmal war es schwer. Nun wandte ich mich dorthin, wohin ich mich eher hätte wenden sollen — an den Vater im Himmel. Ihm schüttete ich mein Herz aus. Viele Stunden mußte ich richtig weinen. Wie schon oft zuvor, wurde ich sehr verbittert und zornig. Diesmal jedoch schien mich etwas zu beruhigen. Mein Gewissen begann zu mir zu sprechen und zu sagen: „Komm, laß uns mit jemandem reden! Wir müssen mit jemandem reden!” „Mit wem denn?” fragte ich. Etwas schien mich dahin zu führen, daß ich dachte, ich sollte mit Mr. Young sprechen. Ich erinnerte mich an seine Worte und brachte schließlich genug Mut auf, um zu ihm hinüberzugehen. In seinem Arbeitszimmer war noch Licht. Also mußte er noch wach sein. Ich klopfte an das erleuchtete Fenster, um nicht jemand zu wecken, der vielleicht schon schlief. Als er mich erblickte, öffnete er sofort die Haustür und ließ mich herein. Keiner von uns sagte etwas. Mein Aussehen muß ihm vieles gesagt haben. Ich fühlte mich völlig ruhig, obwohl ich noch nie im Haus der Youngs gewesen war. In jener Nacht änderten wir beide unser Leben. Seine Sinnesänderung begriff ich in vollem Maße erst vor einigen Monaten, als ich beschloß, dies niederzuschreiben, und meine Wandlung hat mich dazu veranlaßt, einige jener glücklichen Augenblicke noch einmal zu durchleben. Wir redeten bis drei Uhr morgens. Ich erzählte ihm von Anfang an alles, was wir erlebt hatten, unter anderem auch, wie schrecklich die letzte Zeit für uns gewesen war. Ich sagte ihm sogar, wie gern wir ihn und seine Familie kennengelernt hätten und wie sehr mich jetzt meine Schüchternheit reute. Die ganze Nacht hatte er, während ich ihm von Maria und Juan und von meiner Ehe erzählte, eine Träne im Auge und einen sehr schuldbewußten Gesichtsausdruck. Als ich ihm sagte, wie sehr wir gehofft hatten, daß er einmal zu uns herüberkommen würde, begann er zu weinen. Ich verstand den Grund dafür nicht, bis er ihn etwa so erklärte: „Viele Male habe ich das Gefühl gehabt, daß ich Sie besuchen oder Sie in der Nachbarschaft wenigstens willkommen heißen sollte. Nun sind wir aber nicht wie die anderen Leute hier, und dies hat uns ein wenig zurückhaltend gemacht. Ich habe mich gefragt, warum wir so sind, hat man doch nie etwas über uns gesagt. Es waren wohl einfach nur unsere persönlichen Gefühle. Jetzt sehe ich ein, warum unser Verhalten falsch war. Ich habe viel daraus gelernt.” Ich fragte ihn, was er denn daraus gelernt habe, und er antwortete: „Ich fühle mich mitschuldig an Ihrer Lage. Es hätte nicht dazu kommen brauchen. In unserer Familie haben wir einiges, womit viele Ihrer Probleme hätten gelöst werden können. Dies hängt hauptsächlich mit unserer Kirche zusammen. Wenn bei uns einmal ein Problem auftritt, können wir uns alle auf einige feststehende Wahrheiten stützen und das Problem damit lösen. Wenn Sie einige dieser Wahrheiten gekannt hätten, hätten Sie auch Ihre Schwierigkeiten überwinden können. Ich hätte Sie damit bekannt machen können, wenn ich Ihnen von meiner Kirche erzählt hätte. Deswegen fühle ich mich mitschuldig.” In jener Nacht redete er mit mir über viele dieser Wahrheiten. Wir planten gemeinsam und setzten für mich Ziele fest. Er fing an, mich frühmorgens zu jener Zusammenkunft mitzunehmen, von der er gesagt hatte, es sei „nur so eine Versammlung”. Innerhalb von zwei Wochen lernte ich alles, was in meinem Leben fehlte. Ich hörte viele Wahrheiten, an die ich schon immer geglaubt hatte, die ich aber sonst nirgends hatte finden können. Ich lernte, wie ich mich ändern und mein Familienleben wieder aufbauen konnte. Die Taufe betrachtete ich dabei als einen logischen Schritt. Durch die Taufe konnte ich dem Herrn zeigen, daß ich bereit war, mich von ihm führen zu lassen. Mr. Young meinte jedoch, daß es am besten wäre, wenn ich vorher meine Frau informieren würde. Er bot mir sogar an, das Telefongespräch zu bezahlen, wenn ich meine Frau anrufen würde. Und so versammelten wir uns am Sonntagabend, nachdem ich eine Unterredung mit dem Bischof gehabt hatte, alle am Telefon, und ich rief meine Frau an. Als ich ihre Stimme hörte und merkte, wie glücklich sie klang, wußte ich nicht, wer von uns beiden aufgeregter war. Ich konnte nicht einmal ein Wort herausbringen. Sie fing einfach an und sagte: „Nun, mein Schatz, ich weiß, du rufst an, weil du mit mir verabreden willst, wann wir dich vom Flughafen abholen sollen. Ich habe schon seit Anfang der Woche ständig das Gefühl gehabt, daß du uns anrufen würdest. Ich muß dir so vieles erklären. Hoffentlich bist du nicht böse, wenn du das alles erfährst: Wir haben Maria zu einem Arzt gebracht, von dem alle sagen, daß er gut und ehrlich ist. Er hat es aber abgelehnt, die Schwangerschaft zu unterbrechen, und er hat uns von diesem Plan sogar abgebracht. Gleichzeitig hat er uns dazu überredet, in seine Kirche zu kommen. Sogar Maria ist aus ihrem Schneckenhaus hervorgekommen und hat zugestimmt, aber nur für den Fall, daß sie hinten sitzen kann. Das ist ja auch unwichtig. Das Wesentliche ist, daß alles anders geworden ist, seit wir diesen Arzt kennengelernt haben. Ich möchte mich dieser Kirche anschließen und muß dich natürlich vorher fragen.” Ich sagte: „Welche Kirche ist es denn? Sage mir das doch wenigstens!” Sie antwortete: „Es sind die Mormonen!” In diesem Augenblick durchströmte ein sehr warmes Gefühl meinen ganzen Körper, und ein tiefer Friede zog in mir ein. Etwas Bessers hätte ich nicht hören können. Ich erzählte ihr alles, was sich bei mir inzwischen zugetragen hatte und wie ich in jener Nacht mit Mr. Young gesprochen hatte. Ich konnte sie weinen hören, und bald konnte auch ich den Tränen nicht mehr standhalten. Diese Tränen taten so gut. Sie waren ganz anders als die Tränen, die ich vor einem Monat vergossen hatte. Wir vereinbarten, daß ich Ende Juli mit den Youngs kommen würde. Zu diesem Zeitpunkt würde Mr. Young Urlaub haben. So könnten wir alle zur gleichen Zeit getauft werden. Die nächste Woche konnte ich kaum schlafen, so aufgeregt und glücklich war ich. Als die Youngs und ich ankamen, wurden wir von hundert Mitgliedern der Kirche begrüßt. Alle sahen glücklich aus und lächelten. Einen solchen Gesichtsausdruck würde jeder gern zu Hause bei seinen Angehörigen vorfinden. Meine Frau war wieder so glücklich wie früher, und Maria sah so hübsch aus. Wir wurden am 1. August getauft, auf den Tag zwei Jahre, nachdem wir von hier nach Kalifornien gezogen waren. Wir könnten jetzt nicht glücklicher sein. Jeden Tag erleben wir soviel Schönes. Und dazu haben wir Hunderte von Freunden, die mit uns den gleichen Weg gehen. Nur eines macht uns ein wenig traurig. Wir alle vermissen Juan. Fast klingen mir noch Bruder Youngs Worte in den Ohren, wenn ich an die Nacht denke, wo Juan starb: „Es hätte nicht dazu kommen brauchen.” Gilbert M. Almquist, Januar 1980 21:19 - 2.11.2008 - Kommentieren
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Beschreibung Hier poste ich Bekehrungsgeschichten aus alten Kirchenzeitschriften "Der Stern" Home Profil Archiv Freunde Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Mormonwiki FairWiki FAIR Woran Mormonen glauben Jesus Das Buch Mormon überzeugt mehr zum Buch Mormon besondere Erlebnisse Das Evangelium in aller Welt Berichte der Pioniere Abenteuer der Mormonen Propheten Joseph Smith Offenbarungen Letzte Einträge - Ich werde Jocey niemals vergessen - Ein zitternder Schritt nach dem anderen - Das Heilmittel für meinen Geist - HUNG WO LOI -- Wahrheitssuche an der chinesischen Grenze - Er hat mir zugewunken - „Es hätte nicht dazu kommen brauchen” - Vorwärts Christi Jünger - Es begann in Far West - Die Aufnahmeprüfung - Julia Mavimbela - Florence Chuwurah -- eine wunderbare Wandlung - József, Sohn des József - Wenn du bereit bist - „Warum hast du sie nur eingeladen?” - Unbenannt - Aus dem Leben von Domingos Liao - Ich werde Geistlicher - Meine Stärke ist der Herr - So lernte Martha Posten die Kirche kennen - IMMER WIEDER EIN NEUER ANFANG - Nächstenliebe auf Hawaiianisch - MARGARET LAWSON -- Einziges Mitglied in Kununurra - Daniel Webster Jones - Walter Spät und de erste Pfahl in Südamerka - Wie wunderbar! Wie wunderbar! Wie wunderbar! - Banyan Dadson hat in Ghana das Evangelium gefunden - Zeig mir deine Freunde.... - Der beste Platz - Bernard Lefrandt -- ein holländisch-indonesischser Offizier - Der Traum einer Mutter - Die Zeitschsrift ließ mich nicht in Ruhe - O Kin Yan Cante - „Ich habe einen Propheten gefunden!” - Ein alter Freund - Das Opfer - Stolz auf mein Erbgut - Ein Gebet im Ghetto - Ruchirawan Phonphongrat aus Thailand - Der Junge aus der Bronx - Der Junge mit dem Seetank - Meine Geschichte - Erinnerungen aus Tagebüchern - Nach meiner Prüfung kamen die Segnungen - Stolz und Vorurteil |