Bekehrungsgeschichten

Er hat mir zugewunken

Geschrieben in Unbenannt
Ich bin in Ungarn geboren, wo ich kalvinistischer Geistlicher wurde. Doch nachdem ich vor dreißig Jahren nach Australien ausgewandert war, wurde mir allmählich bewußt, daß ich nicht die wahre Lehre Christi lehrte.
Deshalb begann ich, ein Buch über den Abfall vom Glauben zu schreiben. Durch mein Studium der Bibel wußte ich, daß es eine „Wiederherstellung von allem” geben mußte, und ich gab den geistlichen Dienst schließlich auf, um nach dieser wiederhergestellten Wahrheit zu suchen. Ich brauchte gar nicht lange, um sie zu finden, erkannte sie aber nicht gleich.
Eines Abends im Jahre 1956, als ich im strömenden Regen von Geelong nach Melbourne unterwegs war, nahm ich zwei junge Männer im Auto mit. Es waren HLTMissionare. Als ich sie zum Missionsbüro brachte, gab der Missionspräsident mir ein Buch Mormon, das ich gern annahm. Ich schloß mich damals allerdings nicht der Kirche an; ich bat nicht einmal darum, mehr zu hören.
Dann träumte ich eines Nachts, ich sei an einem wunderschönen Strand. Ein Mann mit weißen Haaren stand bis zur Taille im Wasser. Er war weiß gekleidet und hielt ein Buch Mormon in die Höhe und forderte mich auf, ins Wasser zu kommen, der Herr warte auf mich. Am nächsten Morgen zeichnete ich ein Bild von dem Mann, den ich in meinem Traum gesehen hatte. Und ich suchte weiter nach der Wahrheit.
Eine Weile später kamen zwei Missionare zu mir. Als ich sah, daß sie ein Buch Mormon in der Hand hatten, bat ich sie herein und zeigte ihnen das Bild, das ich gezeichnet hatte. Die Missionare waren sehr überrascht. Sie erklärten mir, es sehe Präsident David 0. McKay sehr ähnlich

Sie fragten, ob sie das Bild haben könnten. Irgendwie gelangten die Geschichte von meinem Traum und das Bild selbst nach Salt Lake City, und ich erhielt einen Brief von Elder Joseph Fielding Smith, der damals Präsident des Kollegiums der Zwölf war. In dem Brief gab er Zeugnis und riet mir, mich taufen zu lassen.
Ein Missionar erhielt die Erlaubnis, seine Mission eine Woche zu verlängern und bei mir zu wohnen, so daß wir gemeinsam das Evangelium studieren konnten. Doch selbst nach alledem machte mich die Angst vor einem Fehler handlungsunfähig, und ich verlor die Missionare bald aus den Augen.
Ich beschäftigte mich allerdings weiterhin mit dem Evangelium und hinterließ eines Tages, Ende 1974, im Gemeindehaus in Wollongong in New South Wales einen Brief mit der Nachricht, ich wolle wieder mit den Missionaren zusammenkommen. Wieder begannen sie mit dem Unterricht. Dreimal setzten sie einen Termin für meine Taufe an, und jedesmal schob ich sie wieder auf. (Einmal hatten sie das Taufbecken sogar schon gefüllt!)
Meine Unentschlossenheit fand ein Ende, als ich eine ausgezeichnete Stelle als Übersetzer beim australischen Staat angeboten bekam. In diesem Amt hätte ich jeden Sonntag nach Canberra fahren müssen und dadurch nicht die Kirche besuchen können. Ich beschloß, mich nicht der Kirche anzuschließen, sondern die Stelle anzunehmen.
Kurz nach dieser Entscheidung hatte ich einen Herzanfall und konnte die Stelle nicht mehr annehmen. Wieder einmal versprach ich, mich taufen zu lassen, doch diesmal brachte mich Verfolgung aus meinem früheren geistlichen Freundeskreis dazu, es mir anders zu überlegen. Dann wurde mir eine Stelle als kalvinistischer Bischof angeboten; ich wäre für alle Immigranten in New South Wales zuständig gewesen. Während ich über dieses Angebot nachdachte, hatte ich wieder einen Herzanfall, meinen siebten. Da wurde mir bewußt, daß ich jederzeit sterben konnte und daß ich mich gern taufen lassen wollte.
So ließ ich mich endlich am 15. März 1975 taufen, nachdem ich die Wahrheit schon lange kannte, aber nicht danach gehandelt hatte.
Ich wünsche mir jetzt sehr, das Evangelium bei meinen Mitmenschen zu verbreiten, vor allem in Ungarn. Ich habe vierzehn Broschüren ins Ungarische übersetzt, dazu einen großen Teil vom Buch Mormon. Ich hoffe eines Tages als Missionar nach Ungarn zurückzukehren und meinen früheren Landsleuten das wiederhergestellte Evangelium zu bringen, das Evangelium, auf das der Herr mich so viele Jahre lang vorbereitet hat.
John Frazer, Dezember 1986

21:24 - 2.11.2008 - Kommentieren


Vorherige Seite Nächste Seite
Beschreibung
Hier poste ich Bekehrungsgeschichten aus alten Kirchenzeitschriften "Der Stern"
Home
Profil
Archiv
Freunde
Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Mormonwiki
FairWiki
FAIR
Woran Mormonen glauben
Jesus
Das Buch Mormon überzeugt
mehr zum Buch Mormon
besondere Erlebnisse
Das Evangelium in aller Welt
Berichte der Pioniere
Abenteuer der Mormonen
Propheten
Joseph Smith
Offenbarungen
Letzte Einträge
- Ich werde Jocey niemals vergessen
- Ein zitternder Schritt nach dem anderen
- Das Heilmittel für meinen Geist
- HUNG WO LOI -- Wahrheitssuche an der chinesischen Grenze
- Er hat mir zugewunken
- „Es hätte nicht dazu kommen brauchen”
- Vorwärts Christi Jünger
- Es begann in Far West
- Die Aufnahmeprüfung
- Julia Mavimbela
- Florence Chuwurah -- eine wunderbare Wandlung
- József, Sohn des József
- Wenn du bereit bist
- „Warum hast du sie nur eingeladen?”
- Unbenannt
- Aus dem Leben von Domingos Liao
- Ich werde Geistlicher
- Meine Stärke ist der Herr
- So lernte Martha Posten die Kirche kennen
- IMMER WIEDER EIN NEUER ANFANG
- Nächstenliebe auf Hawaiianisch
- MARGARET LAWSON -- Einziges Mitglied in Kununurra
- Daniel Webster Jones
- Walter Spät und de erste Pfahl in Südamerka
- Wie wunderbar! Wie wunderbar! Wie wunderbar!
- Banyan Dadson hat in Ghana das Evangelium gefunden
- Zeig mir deine Freunde....
- Der beste Platz
- Bernard Lefrandt -- ein holländisch-indonesischser Offizier
- Der Traum einer Mutter
- Die Zeitschsrift ließ mich nicht in Ruhe
- O Kin Yan Cante
- „Ich habe einen Propheten gefunden!”
- Ein alter Freund
- Das Opfer
- Stolz auf mein Erbgut
- Ein Gebet im Ghetto
- Ruchirawan Phonphongrat aus Thailand
- Der Junge aus der Bronx
- Der Junge mit dem Seetank
- Meine Geschichte
- Erinnerungen aus Tagebüchern
- Nach meiner Prüfung kamen die Segnungen
- Stolz und Vorurteil