| Bekehrungsgeschichten |
Florence Chuwurah -- eine wunderbare WandlungDie Freude ist Florence Chukwurah aus Lagos in Nigeria ins Gesicht geschrieben. Und das zurecht. In allem, worauf es wirklich ankommt — ihr Glaube, ihre Familie und ihre Ausbildung — ist Schwester Chukwurah eine reich gesegnete Frau. Sie hat glaubenstreue Kinder. Sie ist eine fähige, erfahrene Krankenschwester. Sie hat ausgezeichnet mit ihrem Mann Christopher zusammengearbeitet, als er über die Mission Accra in Ghana präsidierte. Sie trug dazu bei, daß die Missionare seltener krank wurden, indem sie sie lehrte, das Wasser abzukochen und zu filtern, sich gut zu ernähren und ihre Umgehung sauber zu halten. Jetzt haben Bruder und Schwester Chukwurah noch mehr Möglichkeiten zum Dienen erhalten, denn Bruder Chukwurah wurde kürzlich als Gebietsautorität für das Gebiet Afrika berufen.
So vielversprechend begann das Leben jedoch nicht für Florence Chukwurah, und die Geschichte, wie sie zu einer gebildeten und erfolgreichen Frau wurde, ist die Geschichte eines Wunders. Die allmähliche Verwandlung einer Raupe, eines einfachen Wurms, in ein herrliches Geschöpf mit schillernden Flügeln ist immer wieder wie ein Wunder doch die Wandlung eines Menschen ist viel erstaunlicher. dieses Wunder steht jedem offen, wie Präsident Ezra Taft Benson gesagt hat: „Jemand, der sein Leben Gott übergibt, macht die Erfahrung, daß Gott sehr vielmehr aus seinem Leben machen kann als er; selbst. Er schenkt ihm innigere Freude, erweitert seinen Horizont, belebt seinen Verstand, stärkt ihm die Muskeln, baut ihn geistig auf, schenkt ihm überreichen Segen und neue Möglichkeiten, tröstet ihn, erweckt ihm Freunde und gießt Frieden über ihn aus.” (Weihnachtsansprache der Ersten Präsidentschaft, 7. Dezember 1986.) So wie sich die Raupe nur allmählich in einen Schmetterling verwandelt, so kann auch ein Mensch sein Leben nicht in einem Augenblick ändern. Doch selbst lebenslange Schwierigkeiten können für diejenigen zu Stärken werden, die standhaft auf den Herrn blicken und sich nach seinem göttlichen Willen ausrichten. „Ich habe mir vorgenommen, hart zu arbeiten” Im Leben von Florence Chukwurah ist das Wunder der Wandlung deutlich sichtbar geworden. Sie wurde in Onitsha in Nigeria als Kind armer Eltern geboren. Ihr Vater, der auf einem Schiff auf See arbeitete, war kaum zu Hause. Ihre Mutter war nicht gebildet und mußte hart arbeiten, um die Kinder zu ernähren. Als Florence ein junges Mädchen war, wurde ihr allmählich bewußt, wie arm ihre Familie war. Als sie ungefähr elf Jahre alt war, hatte sie in Gedanken einen festen Entschluß gefaßt: Sie wollte der Armut entfliehen. Daß dies nicht nur ein Kinderwunsch blieb, lag daran, daß sie einige ganz konkrete Beschlüsse faßte. Diese, meinte sie, würden ihr helfen, ein besseres Leben zu führen. Zunächst, erinnert sie sich, „beschloß ich, der Armut zu entkommen, indem ich mich ernsthaft an Gott wandte”. Neben dieser grundsätzlichen Entscheidung faßte sie drei weitere praktische Beschlüsse. „Ich entschloß mich, meinen Eltern und älteren Menschen zu gehorchen. Ich entschloß mich, die Schule ernst zu nehmen. Und ich entschloß mich, auch mit den Händen hart zu arbeiten.” Harte Arbeit war schon lange Teil von Florences Leben. Sie holte Wasser für die Familie von der öffentlichen Wasserversorgung oder vom Fluß. Sie sammelte und hackte Holz, das zum Kochen als Brennmaterial gebraucht wurde. Und sie half ihrer Mutter bei der mühsamen Zubereitung der Maniokwurzel, dem Hauptnahrungsmittel der Familie. Nach der Schule mußten die jüngeren Geschwister beaufsichtigt und gefüttert und die Schularbeiten gemacht werden. Samstags musste an den öffentlichen Waschplätzen die Wäsche gewaschen werden. Sogar in den Ferien kaufte und verkaufte Florence Gemüse, um das Schulgeld bezahlen zu können All das tat Florence bereitwillig, weil sie als elfjähriges Mädchen eine Entscheidung getroffen hatte. „Ich tat das alles gern, um meiner Familie meine Liebe zu zeigen und meinen Vater und meine Mutter zu ehren”, erklärt sie. „Erzähle ihnen deine Lebensgeschichte” Florence Chukwurah hat sehr viel Verständnis für Kinder, die aus armen Verhältnissen stammen – vor allem für Kinder, die verschüchtert sind, weil sie arm oder ungebildet sind. Immer wenn Schwester Chukwurah als Frau des Missionspräsidenten die Zweige der Mission Accra besuchte, sprach sie vor allem auch zu solchen jungen Menschen. „Wir besuchten einen kleinen Zweig", erzählt Schwester Chukwura. Viele der jungen Leute konnten nicht lesen, und viele kamen nicht zur Kirche. „Der Geist sagte: ,Erzähle ihnen deine Lebensgeschichte.` Also erzählte ich ihnen, daß ich in ähnlichen Verhältnissen aufgewachsen war. Ich sagte ihnen, daß ich meine Scheu überwinden konnte, indem ich lernte und meinen Eltern und meinen Lehrern gehorchte.” Als junges Mädchen widmete sich Florence noch eifriger ihrer Schularbeit, als ihr auffiel, daß manche ihrer Nachbarn gebildet waren. Die Eltern einiger ihrer Freundinnen waren Lehrer und Rektoren. Für den Beruf der Krankenschwester interessierte sich Florence unter anderem auch deshalb, weil ihr die Kleidung der Krankenschwestern gefiel. Da sie sich viel um ihre Geschwister kümmerte, hatte sie außerdem ein natürliches Interesse daran entwickelt, anderen zu helfen. Ihr Vater hatte sich von einem Geldverleiher Geld geliehen, um ihre weitere Schulbildung zu bezahlen, eine Schuld, die Florence später zurückzahlte. Aber sie konnte es sich nicht leisten, die Universität oder eine pädagogische Hochschule zu besuchen. Doch für den Besuch der Schwesternschule erhielt sie Unterstützung vom Staat. Mit 16 machte sich Florence also auf die sechsstündige Fahrt zu dem Ort, wo sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester begann. Als Florence die Ausbildung im Queen-Elizabeth-Krankenhaus beendete, erhielt sie als beste Krankenschwester des Jahres den Florence-Nightingale-Preis. Sie lernte weiter und schloß 1970, fünf Jahre später, die Ausbildung als Hebamme ab. Heute fordert Schwester Chukwurah die jungen Leute, denen sie begegnet, eindringlich auf, mit Hilfe des Lernprogramms der Kirche vom Analphabetismus loszukommen. „Ich sage ihnen, daß sie die Zukunft Afrikas sind”, berichtet sie. Sie errmuntern die jungen Leute, dankbar zu sein für das, was sie haben, jedoch auch hart zu arbeiten, um mit Hilfe von Kreativität und Phantasie ihre Lage zu verbessern. Eine Familie, die auf den Erretter baut So sehr sich Florence als junges Mädchen eine gute Ausbildung wünschte, war ihre Sehnsucht, mit ihrer Familie zur Kirche zu gehen, noch größer. Sie sagt, dies sei ihr innigster Wunsch gewesen. Familien aus ihrer Nachbarschaft, die gemeinsam zur Kirche gingen, betrachtete sie als reich gesegnet. Und sie bewunderte einen Mann, der „heiliger Nweje” genannt wurde, ein pensionierter anglikanischer Geistlicher, der die Kinder in der Nachbarschaft besuchte und ermunterte, sich gut zu benehmen. Es war Florences beispielhaftes Verhalten, das eine Reihe von Ereignissen auslöste, die schließlich ihren größten Wunsch in Erfüllung gehen ließen. Sie war in ihre Heimatstadt Onitsha in Nigeria zurückgekehrt, um dort als Krankenschwester zu arbeiten. Eine Frau in der Nachbarschaft bemerkte, daß Florence nach der Arbeit nach Hause ging und nicht mit Männern ausging. Die Frau schlug ihrem Neffen vor, Florence kennenzulernen. Als Christopher Chukwurah Florence begegnete, sagte er ihr gleich, daß er eine Frau suchte. Aufgrund der Empfehlung seiner Tante, so sagte er, wolle er Florence gern heiraten. Florence versprach, über seinen Antrag nachzudenken. „Ich war mein Leben lang dem Herrn sehr nahe gewesen”, erinnert sich Schwester Chukwurah. „Etwas sagte mir, daß ich dem Herrn nahe bleiben mußte.” Sie hatte immer dafür gebetet, einen guten Ehemann zu bekommen – einen, der für sie sorgte und keinen Alkohol trank. „Ich wollte eine Familie, die wirklich auf den Erretter baut”, erklärt sie. Als sie wegen Christopher betete, hatte sie das friedevolle Gefühl, daß dies ein geistig gesinnter Mann sei. Als er zurückkehrte, um ihre Antwort zu erfahren, nahm Florence seinen Heiratsantrag an. Sie heirateten am 3. März 1972. Florence stellte bald fest, daß Christopher Chukwurah denselben geistigen Hunger hatte, den sie selbst immer schon empfunden hatte. Gemeinsam untersuchten sie mehrere Kirchen und beteten und fasteten regelmäßig. Auch Christopher lag viel an Bildung. Er hatte das Studium der Politikwissenschaft und der Informationswissenschaft erfolgreich abgeschlossen. Kurz nachdem er und Florence geheiratet hatten, verließen sie Nigeria und ließen sich in den Vereinigten Staaten nieder, wo Christopher an der Illinois State University Verwaltungswissenschaft studierte. Florence studierte halbtags Psychologie und arbeitete in verschiedenen Krankenhäusern. 1977 kehrten sie nach Nigeria zurück, und hatten immer noch keine Kirche gefunden, bei der sie bleiben wollten. 1981 waren sie es langsam leid, ständig von Kirche zu Kirche zu ziehen. Im Lauf der Jahre hatten sie es sich zur Tradition gemacht, am letzten Tag des Jahres einen besonderen Familienfasttag abzuhalten. Am 31. Dezember 1981 fasteten sie mit der Absicht, Führung zu erlangen, um eine Kirche zu finden, in der sie für den Rest ihres Lebens bleiben konnten. Nur neun Tage später, Florence bereitete gerade in der Küche das Essen zu und Christopher bereitete eine Vorlesung für die Hochschule vor, empfingen beide eine Eingebung als Antwort auf ihr Gebet. „Ich hatte ein anhaltendes Gefühl, daß wir einen bestimmten Freund der Familie besuchen sollten. Als ich es meinem Mann erzählte, sagte er ,Ich habe dasselbe Gefühl. Können wir jetzt gleich gehen.?’" Als sie bei ihrem Freund eintrafen, waren sie überrascht, daß er ihnen ein alkoholfreies Getränk anstelle des sonst eher üblichen Biers anbot. Er erklärte, daß seine Frau und er nun einer anderen Kirche angehörten, nämlich der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, und daß sie deshalb keinen Alkohol mehr tranken und nicht mehr rauchten. „Mein Mann und ich sahen uns an”, erinnert sich Schwester Chukwurah. „Wir lieben uns so sehr, daß wir uns mit Blicken verständigen können. Nachdem wir einander in die Augen geschaut hatten, fragten wir gleich können wir uns dieser Kirche anschließen!'” Nachdem sie die Missionarslektionen erhalten hatten, wurden die Chukwurahs im Februar 1982 getauft. „Im Herzen singe ich die ganze Zeit” Zehn Jahre, nachdem sie sich der Kirche angeschlossen hatten, wurde Christopher Chukwurah berufen, über die Mission Accra in Ghana zu präsidieren. Diese Berufung ermöglichte ihnen die größte Segnung Bruder und Schwester Chukwurah wurden im Tempel in Sah Lake City aneinander gesiegelt. Ihr ältester Sohn, Emeka, der inzwischen in Johannesburg in Südafrika auf Mission ist, konnte ebenfalls an sie gesiegelt werden. Bruder und Schwester Chukwurah freuen sich auf die Zeit, wenn ihre beiden anderen Kinder ebenfalls an sie gesiegelt werden können. Uchenna, ihr zweiter Sohn, hat die High-School und das Seminar abgeschlossen. Er ist Musikbeauftragter und Organist in der Gemeinde und möchte Medizin studieren. Ihr jüngster Sohn ist 10 Jahre alt und heißt Oluebube, was „göttliches Wunder” bedeutet. Er ist ein hervorragender Schüler und hat eine wunderschöne Stimme. Familie Chukwurah hat außerdem zwei Pflegetöchter. Bruder und Schwester Chukwurah haben gelernt, den Eingebungen des Geistes zu folgen, sowohl in ihren Berufungen in der Kirche als auch in der Familie. Einmal war Uchenna schwer krank und Schwester Chukwurah blieb bei ihm zu Hause, während ihr Mann, der zu der Zeit Missionspräsident war, nach Sierra Leone reiste. Trotz der Medizin, die dem neunjährigen Uchenna verschrieben worden war, ging es ihm immer schlechter. Er mußte sich immer wieder übergeben und wurde immer schwächer, bis er schließlich bewußtlos wurde. Florence fühlte seinen Puls und stellte fest, daß er sehr schwach war. Sie war überzeugt, daß er sterben mußte. Da kein Priestertumsträger erreichbar war, der ihrem Sohn einen Segen geben konnte, kniete Schwester Chukwurah neben dem Bett ihres Sohnes und hielt ihn, während sie um Hilfe betete. Während des Gebets empfing sie die klare Eingebung, daß sie aufhören sollte, ihm ein bestimmtes Medikament zu geben. Das war um 17.45 Uhr. Um 18.00 Uhr hätte sie ihm das Medikament verabreichen sollen. Sie erhob sich von den Knien und fühlte sich sehr erleichtert. Da sie nun genau wußte, was zu tun war, verabreichte sie ihm das Medikament nicht mehr. Sofort wurde Uchennas Puls wieder normal und die Übelkeit verschwand. „Ich vermißte meinen Mann, der ihm einen Priesterttumssegen gegeben härte”, sagte Schwester Chukwurah. „Ich konnte auf niemanden hoffen außer auf den Herrn. Also übte ich Glauben aus und rief den Herrn an. Und der Herr rettete Ihn” Florence Chukwurah zählt dankbar die vielen Wunder in ihrem Leben auf. „Ich mußte nie um Essen betteln”, sagt sie. „Ich konnte immer selbst für mich sorgen. Ich konnte meiner Familie beibringen, wie man durch Hygienemaßnahmen übertragbare Krankheiten verhindern kann, und ich habe es auch vielen anderen beigebracht. Ich habe einen Mann, der das Priestertum trägt, und der mir hilft, unsere Kinder in der Ehrfurcht und im Dienst vor Gott zu erziehen.” Für Florence Chukwurah ist aus einem Leben der Unsicherheit und Armut ein Leben des Friedens und der Freude geworden. „Der Herr hat meine Gebete erhört”, sagt sie. „Er hat mein Ringen und meine Suche nach einer strahlenden und glücklichen Zukunft verstanden. Er hat meine Anstrengung mit so vielen Segnungen belohnt, daß ich sie gar nicht alle aufzählen kann. Seit ich mich der Kirche angeschlossen habe, wache ich mit Frieden im Herzen auf. Im Herzen singe ich die ganze Zeit.” Jan U. Pinborough und Barbara J. Clarke 20:54 - 2.11.2008 - Kommentieren
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