| Bekehrungsgeschichten |
Meine GeschichteDies ist eine wahre Geschichte — die Geschichte, wie Fabio Clavijo zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bekehrt wurde. Fabio wurde in Kolumbien in Südamerika geboren und war einer der ersten in jenem Land, der sich der Kirche anschloß. Erleistete eine zweijährige Mission in Kolumbien und studierte an der Brigham-Young-Universität.
In einem Land, wo die meisten Menschen den Wunsch haben, der Staatskirche treu zu sein, wurde ich in einer religiösen Umgebung erzogen. Schon seit frühester Kindheit hatte ich den Wunsch, Priester zu werden, und ich bemühte mich auf jede Weise, meine Familie davon zu überzeugen, daß ich Priester werden sollte. Ich war der dritte Junge von fünf Kindern, und hier ist es in den meisten Familien Sitte, den ältesten Sohn für den Dienst der Kirche zu weihen. Mein ältester Bruder besuchte sieben Jahre lang ein Priesterseminar, ging dann aber ab, um zu heiraten. Weil meine Familie von dem ältesten Bruder so enttäuscht war, fiel es mir nicht leicht, sie dazu zu überreden, daß ich das Seminar besuchen dürfte, aber schließlich überzeugte ich sie. Ich versprach meinem Vater, daß ich ihn nicht so wie mein Bruder enttäuschen würde, und 1963 ging ich mit dem festen Wunsch aufs Seminar, ein guter Priester zu werden. Eines Tages wollte ich einen Brief nach Deutschland schicken, und auf der Post sah ich auf einem Pult eine hübsche Karte. Sie erregte meine Aufmerksamkeit, weil ein Tempel darauf war. Ich las die Karte nicht, steckte sie aber in die Tasche, als ich wieder ging. Als ich zwei oder drei Tage später meinen Anzug in die Reinigung geben wollte, leerte ich alle Taschen aus und fand dabei die Karte wieder. Ich beschloß, sie zu behalten, weil das Bild so hübsch war, und las nun, was darauf stand. Als ich es gelesen hatte, sagte ich zu mir: „Diese Leute müssen verrückt sein, wenn sie so etwas glauben.” Unter dem Bild stand LDS (HLT) Los Angeles Temple, und dann standen noch zwei Adressen darauf, eine in Südamerika und eine in den USA. Ich hatte schon gelesen, daß LDS dasselbe bedeutet wie Mormonen und dachte: „Ich will mich nicht mehr darum kümmern — das sind die mit der Polygamie, die fünf oder zehn Frauen haben.” Am nächsten Tag entschloß ich mich aber, an die Anden-Mission zu schreiben, weil der Glaubensartikel über das Buch Mormon mich beeindruckt hatte. Ich wollte wissen, wovon dieses Buch handelte. Ich schickte den Brief ab und kehrte ins Seminar zurück, wo ich die ganze Sache schnell vergaß. Eines Tages kam meine Schwester zu Besuch und gab mir einen Brief und ein Päckchen aus Peru. Ich öffnete das Päckchen, es war ein Buch Mormon darin. In dem Brief stand, daß es im Augenblick keine Missionare in Kolumbien gäbe, aber wenn ich mehr erfahren wollte, würden die Missionare mich besuchen, sobald Kolumbien für ihre Arbeit offen wäre. In dem Brief stand auch noch die Aufforderung, das Buch Mormon zu lesen. Als meine Schwester mich über den Brief ausfragte, sagte ich ihr, daß er von einem Freund sei, und ich öffnete das Päckchen erst, als sie gegangen war. Ich weiß nicht warum, aber ich begann das Buch zu lesen. Ich las es sogar im Unterricht und versteckte es unter der Bibel. In vier Tagen kam ich bis zum Buch Mosiah. Im Juli besuchte meine Schwester mich wieder und sagte, daß ein paar Amerikaner bei uns gewesen seien und nach mir gefragt hätten. Ich war erstaunt, weil ich keine Amerikaner kannte und das Buch inzwischen vergessen hatte. Ich sagte meiner Schwester aber, daß sie ihnen meine Telefonnummer geben sollte, wenn sie wiederkämen. Ein paar Tage später riefen sie an. Es war um 2.00 Uhr nachmittags. Sie sagten, daß sie Mormonenmissionare seien und mit mir sprechen wollten. Ich sagte ihnen, daß ich auf einem Priesterseminar sei und daß ein Besuch schwer zu bewerkstelligen sei. Sie drangen aber in mich, und so vereinbarten wir für den folgenden Tag einen Besuch. Ich sagte ihnen noch, daß sie sagen sollten, sie seien Freunde, nicht Missionare. Sie taten das und durften mit mir sprechen. Die erste Diskussion beeindruckte mich, aber ich sagte ihnen: „Ich werde mich niemals von meiner Kirche abwenden. Ich weiß, daß sie wahr ist, und ich will Priester werden.” Die Missionare ermahnten mich, das Buch Mormon zu lesen und zu beten. Ich fürchtete mich davor zu beten. Ich glaubte damals, daß meine Kirche wahr sei, und ich hatte den aufrichtigen Wunsch, Priester zu werden. Ich weiß nicht, warum, aber ich las weiter im Buch Mormon. Als die Missionare drei oder vier Tage später wiederkamen, las ich im Buch Moroni. Nun folgte die zweite Lektion, und ich war bei der fünften Lektion. Die Missionare fragten mich, ob ich mich taufen lassen würde, aber ich antwortete: „Ich wollte eigentlich nur mehr über die Mormonen wissen.” Ich glaube, sie waren ein bißchen enttäuscht, aber sie ermahnten mich wieder zu beten und weiter im Buch Mormon zu lesen. Sie trafen keine neue Verabredung. Ich sagte ihnen, daß ich sie anrufen würde, wenn ich mehr wissen wollte, und ich sagte ihnen noch einmal, daß ich Priester in meiner Kirche werden wollte. Am nächsten Morgen wachte ich mit der Erkenntnis auf, daß ich ein Zeugnis hatte. Ich rief sofort die Missionare an und verabredete einen Besuch mit ihnen. Bei der sechsten Diskussion sagte ich ihnen, daß ich noch nicht mündig sei und daß meine Familie erwartete, daß ich Priester würde. Ich wußte, daß es schwierig sein würde, eine schriftliche Einwilligung von meinem Vater zu bekommen. Ich gab den Missionaren die Adresse vom Büro meines Vaters. Als sie ihn dort besuchten, dachte er, sie scherzten, als sie ihm sagten, daß sie mich taufen wollten. Dann erkannte er, daß sie es ernst meinten, und wurde sehr ärgerlich. Er sagte, daß es ihm gleich wäre, wenn ich Mormone würde, aber dann müßte ich mich nach einem neuen Zuhause umsehen. Ich wurde am 6. September 1967 in einem sehr kalten Schwimmbecken getauft. Mein Vater verzieh mir, aber er wollte nicht, daß ich die Kirche besuchte. Zwei Wochen nach meiner Taufe wurde ich als Gemeindesekretär berufen, und das war wirklich eine große Aufgabe für einen 15jährigen Jungen. Ich war mehr als zwei Jahre lang Sekretär. Ich habe sogar für mich selbst den Mitgliedsschein ausgefüllt. Ich war eins der ersten Mitglieder der Kirche in Kolumbien. Ein Jahr später starben meine Mutter und mein Vater. Es fiel mir sehr schwer, weiter zur höheren Schule zu gehen, weil ich oft hungrig war und nicht einmal für das Nötigste Geld hatte. Meine Familie war reich, aber sie wollten mir nichts geben, weil ich Mormone war. Kurz nach dem Schulabgang kam ich in die USA und besuchte das Ricks-College in Idaho, wo ich ein Stipendium bekommen hatte. Dann wurde ich auf Mission in mein eigenes Land berufen, und als ich als Missionar nach Kolumbien zurückkehrte, gab es dort 5000 Mitglieder. Ich arbeitete zwei Jahre lang dort. Ich lernte mein Volk lieben und fand viele gute Freunde. Im August 1973 wurde ich von meiner Mission entlassen. Danach besuchte ich die BYU. Ich bin wirklich davon überzeugt, daß diese Kirche wahr ist und daß Joseph Smith ein Prophet Gottes gewesen ist. Fabio Clavijo, Januar 1975 20:10 - 2.11.2008 - Kommentieren
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Beschreibung Hier poste ich Bekehrungsgeschichten aus alten Kirchenzeitschriften "Der Stern" Home Profil Archiv Freunde Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Mormonwiki FairWiki FAIR Woran Mormonen glauben Jesus Das Buch Mormon überzeugt mehr zum Buch Mormon besondere Erlebnisse Das Evangelium in aller Welt Berichte der Pioniere Abenteuer der Mormonen Propheten Joseph Smith Offenbarungen Letzte Einträge - Ich werde Jocey niemals vergessen - Ein zitternder Schritt nach dem anderen - Das Heilmittel für meinen Geist - HUNG WO LOI -- Wahrheitssuche an der chinesischen Grenze - Er hat mir zugewunken - „Es hätte nicht dazu kommen brauchen” - Vorwärts Christi Jünger - Es begann in Far West - Die Aufnahmeprüfung - Julia Mavimbela - Florence Chuwurah -- eine wunderbare Wandlung - József, Sohn des József - Wenn du bereit bist - „Warum hast du sie nur eingeladen?” - Unbenannt - Aus dem Leben von Domingos Liao - Ich werde Geistlicher - Meine Stärke ist der Herr - So lernte Martha Posten die Kirche kennen - IMMER WIEDER EIN NEUER ANFANG - Nächstenliebe auf Hawaiianisch - MARGARET LAWSON -- Einziges Mitglied in Kununurra - Daniel Webster Jones - Walter Spät und de erste Pfahl in Südamerka - Wie wunderbar! Wie wunderbar! Wie wunderbar! - Banyan Dadson hat in Ghana das Evangelium gefunden - Zeig mir deine Freunde.... - Der beste Platz - Bernard Lefrandt -- ein holländisch-indonesischser Offizier - Der Traum einer Mutter - Die Zeitschsrift ließ mich nicht in Ruhe - O Kin Yan Cante - „Ich habe einen Propheten gefunden!” - Ein alter Freund - Das Opfer - Stolz auf mein Erbgut - Ein Gebet im Ghetto - Ruchirawan Phonphongrat aus Thailand - Der Junge aus der Bronx - Der Junge mit dem Seetank - Meine Geschichte - Erinnerungen aus Tagebüchern - Nach meiner Prüfung kamen die Segnungen - Stolz und Vorurteil |