| Bekehrungsgeschichten |
Der Junge aus der BronxWärst du nicht auch ein bißchen nervös, wenn dich der Oberstufenleiter an deinem Gymnasium plötzlich und völlig unerwartet in sein Büro riefe?
Wenn du an Richard Aballays Stelle wärst, einem Senior an einem katholischen Seminar in New York City, wärst du besonders nervös. Richard hatte die Werbung der Mormonenkirche im Fernsehen gesehen, hatte sich mit den Missionaren getroffen und war getauft worden. Dies hatte er jedoch noch niemandem an der Schule erzählt, in der sich die Jungen darauf vorbereiteten, katholische Priester zu werden. „Wie läuft es in deinen Kursen?” begann der Beratungslehrer höflich an diesem schicksalhaften Tag Ende Oktober. „Gut”, erwiderte Richard vorsichtig. Dann kam der Beratungslehrer gleich zum eigentlichen Thema. „Bist du Mitglied einer anderen Kirche?” Ja " „Welcher?” „Der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage,” „Warum?” „In dieser Kirche habe ich den Erretter besser kennengelernt. Ich weiß, daß diese Kirche mehr für mich tun Familie einen Platz für ihn in einer kann. Es ist die Kirche Gottes.” Als der Beratungslehrer mit seiner Predigt begann, in der er Richard warnte, daß er aufgrund seiner Mitgliedschaft in einer anderen Kirche von der Schule verwiesen werden könne, dachte Richard darüber nach, wie einfach es wäre zu sagen, er hätte alles erfunden. Dann könnte er sein Abschlußjahr in Frieden beenden. „Aber ich konnte das nicht tun”, erzählte Richard später. „Man kann die Wahrheit nicht verleugnen, wenn man sie einmal hat.” Am nächsten Tag schon wurde es offiziell: Richard mußte die Schule verlassen. Die darauf folgende Woche war eine Qual, sagte Richard. Doch mit Hilfe vieler Gebete konnte seine Familie einen Platz für ihn in einer anderen guten Schule finden. „Durch dieses Erlebnis”, meint Richard, „habe ich gelernt, daß der Herr mich niemals im Stich lassen wird.” Tatsächlich gab dieses Erlebnis Richard die Chance, mehr Menschen vom Evangelium zu erzählen, weil die Mitschüler natürlich neugierig waren, warum er aufgrund seines neuen Glaubens die alte Schule verlassen hatte. Von der Schule zu fliegen blieb jedoch nicht die einzige Herausforderung, der Richard sich gegenübergestellt sah. Er wuchs in der Bronx auf, einem Bezirk von New York City. Dort zu leben ist nicht leicht. „Ich weiß genau, daß ich vermutlich irgendwie abgerutscht wäre, wenn ich nicht das Evangelium gehabt hätte", sagt er. „ln der Innenstadt geht es hart zu. Doch ich weiß, daß der größte Segen in meinem Leben das Priestertum ist. Nachdem ich zum Diakon ordiniert wurde, konnte ich eine große Veränderung bemerken. Ich spürte, daß der Herr mit mir war. Und ich hatte Vertrauen – ich konnte in meine Schule gehen, wo einige Schüler schlimme Dinge drehten, und konnte nein dazu sagen. Es hilft mir, ehrlich zu bleiben. Ich sage mir immer wieder: Ich möchte mein Priestertum ehren.” Das Evangelium hat ihm auch in anderer Hinsicht geholfen, daß er beispielsweise eine Sprachbehinderung meistern konnte, seit er Mitglied der Kirche geworden ist. Richard sagt, bevor er die Gabe des Heiligen Geist empfing, konnte er „in der Öffentlichkeit kein einziges Wort herausbringen”. Nach seiner Konfirmierung konnte er das Abendmahl segnen, Ansprachen geben und in zwei Roadshows mitwirken. ,Wie es in Ether 12:27 heißt – meine Schwäche wurde zu einer Stärke", berichtet er. Richard ging auch auf viele Parties. Nach der letzten sagte er: „Ich sah dort so einiges und ich fühlte mich nicht gut dabei. Aus irgendwelchen Gründen wußte ich, daß ich da nicht hingehörte.” Er verließ die Party und versprach sich selbst, sich mehr mit Dienen, Schularbeiten, dem Studium der heiligen Schrift und mir guter Musik zu beschäftigen – und weniger fernzusehen. „Es war schwer”, erzählt er. „Ich wollte mit dem mithalten, was draußen passiert. Ich wollte keineswegs ein gesellschaftlicher Einsiedler werden. Doch wußte ich genau: Wenn ich auf Mission gehen, im Tempel heiraten und Berufungen empfangen wollte, mußte ich dafür würdig sein.” Viele seiner Freunde meinen, sein Verhalten sei seltsam. Sie halten es auch für eigenartig, daß er die Berufung als ein Vollzeitmissionar in der Paraguay-Mission Asuncion angenommen hat. Und Richard stimmt durchaus mit ihnen überein. „So, wie ich es betrachte, ist der Lebensstil eines Jüngers Christi – eines Mitglied der Kirche – seltsam, verglichen mit dem Rest der Welt. Gott arbeitet und denkt nicht so wie ein Mensch, und er möchte auch nicht, daß wir so handeln und denken wie der Rest der Welt. Weil also der Herr auf eine Weise arbeitet, die der Welt fremd ist, wirken auch wir seltsam und sonderbar. Aber ich bin äußerst gerne anders! Ich denke nicht, daß das in irgendeiner Weise seltsam ist. Tatsächlich halte ich nun, wo ich auf der Seite des Herrn bin, den Lebensstil der anderen für seltsam. Ich möchte ihren Lebensstil gern zu ihrem Vorteil verändern, und das hieße, sie zu Christus zu führen.” Der Apostel Paulus lud alle ein, „nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen (zu sein)” (Epheser 2:19). Richard Aballay lädt alle Fremden auf die gleiche Weise ein. Durch dieses Verhalten wurde der Junge aus der Bronx zu einem Mann. Eliza Tanner, April 1994 20:13 - 2.11.2008 - Kommentieren
|
Beschreibung Hier poste ich Bekehrungsgeschichten aus alten Kirchenzeitschriften "Der Stern" Home Profil Archiv Freunde Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Mormonwiki FairWiki FAIR Woran Mormonen glauben Jesus Das Buch Mormon überzeugt mehr zum Buch Mormon besondere Erlebnisse Das Evangelium in aller Welt Berichte der Pioniere Abenteuer der Mormonen Propheten Joseph Smith Offenbarungen Letzte Einträge - Ich werde Jocey niemals vergessen - Ein zitternder Schritt nach dem anderen - Das Heilmittel für meinen Geist - HUNG WO LOI -- Wahrheitssuche an der chinesischen Grenze - Er hat mir zugewunken - „Es hätte nicht dazu kommen brauchen” - Vorwärts Christi Jünger - Es begann in Far West - Die Aufnahmeprüfung - Julia Mavimbela - Florence Chuwurah -- eine wunderbare Wandlung - József, Sohn des József - Wenn du bereit bist - „Warum hast du sie nur eingeladen?” - Unbenannt - Aus dem Leben von Domingos Liao - Ich werde Geistlicher - Meine Stärke ist der Herr - So lernte Martha Posten die Kirche kennen - IMMER WIEDER EIN NEUER ANFANG - Nächstenliebe auf Hawaiianisch - MARGARET LAWSON -- Einziges Mitglied in Kununurra - Daniel Webster Jones - Walter Spät und de erste Pfahl in Südamerka - Wie wunderbar! Wie wunderbar! Wie wunderbar! - Banyan Dadson hat in Ghana das Evangelium gefunden - Zeig mir deine Freunde.... - Der beste Platz - Bernard Lefrandt -- ein holländisch-indonesischser Offizier - Der Traum einer Mutter - Die Zeitschsrift ließ mich nicht in Ruhe - O Kin Yan Cante - „Ich habe einen Propheten gefunden!” - Ein alter Freund - Das Opfer - Stolz auf mein Erbgut - Ein Gebet im Ghetto - Ruchirawan Phonphongrat aus Thailand - Der Junge aus der Bronx - Der Junge mit dem Seetank - Meine Geschichte - Erinnerungen aus Tagebüchern - Nach meiner Prüfung kamen die Segnungen - Stolz und Vorurteil |