| Bekehrungsgeschichten |
Stolz auf mein Erbgut„Gott wirket oft geheimnisvoll die Wunder seiner Macht.” Die Worte aus diesem Kirchenlied haben in den letzten drei Jahren für mich eine ganz besondere Bedeutung angenommen — denn vor gerade drei Jahren lernte ich die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage kennen. Bis zu dem Zeitpunkt wußte ich nicht, was ein Mormone war. Religion war nicht sehr wichtig für mich. Ich wurde im reformierten jüdischen Glauben erzogen, wußte aber sehr wenig über meine Religion. Meine Urgroßeltern waren orthodox; aber mit den Jahren fielen meine Vorfahren von einigen Glaubensgrundsätzen und Traditionen des Judentums ab. Ich begann die Existenz Gottes in Frage zu stellen, obwohl ich fühlte, daß es irgendwo eine große schöpferische Macht geben mußte.
Gott wirkt oft geheimnisvoll. Ich weiß jetzt, daß es nicht einfach nur Glück war, daß ich in den USA geboren wurde, sondern daß es ein Teil des Plans des Vaters im Himmel für mich war. 1969 fing meine Welt an zu zerfallen. Mein Mann und ich wurden geschieden; und ich mußte ein neues Leben anfangen, allein mit zwei kleinen Kindern und keiner richtigen Führung in meinem Leben. Ein Jahr lang wurde es ständig schlimmer — ich war mit dem Leben im allgemeinen unzufrieden und begann schon mit mir selbst zu hadern. Da geschah es, daß ich den Mormonenmissionaren begegnete. Der Herr wartete, bis ich demütig genug geworden war, um Hilfe zu suchen; dann sandte er sie. Es dauerte nicht lange, bis ich wußte, daß mir etwas ganz Besonderes angeboten wurde, aber als Jüdin verursachte es einen Konflikt in meinem Innern, Jesus Christus als den Messias anzuerkennen. Und doch fand ich das Zeugnis von Joseph Smith völlig glaubwürdig, und ich begann das Buch Mormon zu lesen. Kurze Zeit später besuchte Mark E. Petersen den Bostoner Pfahl und sprach auf einer Fireside. An dem Abend, als er sprach, ergriff mich der Geist des Herrn, und ich wußte, daß ich getauft werden würde. Natürlich führte dies zu Schwierigkeiten mit meinen Angehörigen. Ihr erster Schock führte zu Beleidigungen, Zorn und dazu, daß sie mich verlachten. Auch hatte ich das drohende Gefühl, daß man mir meine Kinder nehmen wollte. Ich hätte fast alles auf mich nehmen können, nur das nicht. Ich wußte inzwischen, daß es wirklich einen Gott gab und daß ich geprüft wurde. Ich kam zu folgendem Schluß: „Wenn dies die Kirche des Herrn ist und er meine Taufe wünscht, wird sich das Problem irgendwie lösen, wenn ich mein Vertrauen auf ihn setze.” Ich betete um Führung und holte den Rat eines Rechtsanwalts ein, der mir versicherte, daß meine Kinder mir nicht weggenommen werden konnten. Dann beschäftigte ich mich weiter damit, getauft zu werden. Nach zwei Wochen waren meine Eltern und ich wieder versöhnt. Zu der Zeit baten sie mich, meine Kinder nicht taufen zu lassen; aber voriges Jahr, als mein Sohn acht Jahre alt wurde, kamen meine Eltern, um ihn als getauftes und konfirmiertes Mitglied dieser Kirche zu sehen. Man hat mich beschuldigt, mein jüdisches Erbgut verworfen zu haben; aber ich habe, seit ich mich der Kirche anschloß, mehr über das Judentum gelernt als in all den vorhergehenden Jahren zusammen, und ich bin stolz auf mein Erbgut geworden, das ich meinen Kindern weitergeben kann. Zum Passahfest im letzten April hatte ich meine Angehörigen zu mir nach Hause zum traditionellen Festmahl eingeladen; und der Ausdruck von Respekt und Stolz in den Augen meiner Eltern gab mir die Versicherung, daß sie mit meinem neuen Leben als Mormonin zufrieden waren. Heute habe ich ein besseres Verhältnis zu meinen Eltern als je zuvor. Ja, Gott wirkt auf geheimnisvolle Weise. Erst letzte Woche hörte ich bei der Verlobungsfeier meines Cousin mit an, wie meine Mutter zu mehreren Leuten darüber sprach, daß ihre Tochter Mormonin sei, und wie sie über die Vorzüge der Kirche erzählte. Aber was habe ich persönlich als Mitglied der Kirche des Herrn gefunden? Den Sinn für wahres Glück, Liebe, Freundschaften, den wirklichen Sinn des Lebens, Führung für mein Leben und Richtlinien zur Erziehung meiner Kinder. Etwas, was mir zuerst in der Kirche sehr geholfen hat, war die Besondere-Interessen-Gruppe. Während des ersten Monats meiner Mitgliedschaft war ich noch durch meine Taufe voller Hoffnung; aber als ich von den Programmen für Jugendliche und Ehepaare erfuhr, fühlte ich mich ausgeschlossen. Dann wurde ein weiteres Gebet erhört — man sagte mir, daß für alleinstehende Erwachsene eine neue Organisation gebildet worden ist. Ich möchte gern bezeugen, daß ich weiß, daß die Schaffung der Gruppe Besondere Interessen von Gott inspiriert worden ist. Ich habe gesehen, wie dadurch inaktive Mitglieder aktiv wurden. Ich habe gesehen, wie Nichtmitglieder Mitglieder wurden wegen der Liebe und Gemeinschaft, die sie in dieser Gruppe fanden. Ich habe gesehen, wie sich Freundschaften bildeten und zu echter Liebe entwickelten. Ich weiß, daß die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage die wahre Kirche ist. Viele Juden warten noch immer auf den verheißenen Messias. Noch mehr haben die Hoffnung aufgegeben, daß er jemals kommen wird. Aber ich habe ihn gefunden. Ich weiß, daß Jesus Christus der verheißene Messias ist und daß er heute an der Spitze seiner Kirche steht. ROSALIE BERKE. August 1974 20:17 - 2.11.2008 - Kommentieren
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Beschreibung Hier poste ich Bekehrungsgeschichten aus alten Kirchenzeitschriften "Der Stern" Home Profil Archiv Freunde Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Mormonwiki FairWiki FAIR Woran Mormonen glauben Jesus Das Buch Mormon überzeugt mehr zum Buch Mormon besondere Erlebnisse Das Evangelium in aller Welt Berichte der Pioniere Abenteuer der Mormonen Propheten Joseph Smith Offenbarungen Letzte Einträge - Ich werde Jocey niemals vergessen - Ein zitternder Schritt nach dem anderen - Das Heilmittel für meinen Geist - HUNG WO LOI -- Wahrheitssuche an der chinesischen Grenze - Er hat mir zugewunken - „Es hätte nicht dazu kommen brauchen” - Vorwärts Christi Jünger - Es begann in Far West - Die Aufnahmeprüfung - Julia Mavimbela - Florence Chuwurah -- eine wunderbare Wandlung - József, Sohn des József - Wenn du bereit bist - „Warum hast du sie nur eingeladen?” - Unbenannt - Aus dem Leben von Domingos Liao - Ich werde Geistlicher - Meine Stärke ist der Herr - So lernte Martha Posten die Kirche kennen - IMMER WIEDER EIN NEUER ANFANG - Nächstenliebe auf Hawaiianisch - MARGARET LAWSON -- Einziges Mitglied in Kununurra - Daniel Webster Jones - Walter Spät und de erste Pfahl in Südamerka - Wie wunderbar! Wie wunderbar! Wie wunderbar! - Banyan Dadson hat in Ghana das Evangelium gefunden - Zeig mir deine Freunde.... - Der beste Platz - Bernard Lefrandt -- ein holländisch-indonesischser Offizier - Der Traum einer Mutter - Die Zeitschsrift ließ mich nicht in Ruhe - O Kin Yan Cante - „Ich habe einen Propheten gefunden!” - Ein alter Freund - Das Opfer - Stolz auf mein Erbgut - Ein Gebet im Ghetto - Ruchirawan Phonphongrat aus Thailand - Der Junge aus der Bronx - Der Junge mit dem Seetank - Meine Geschichte - Erinnerungen aus Tagebüchern - Nach meiner Prüfung kamen die Segnungen - Stolz und Vorurteil |