Bekehrungsgeschichten

Die Zeitschsrift ließ mich nicht in Ruhe

Geschrieben in Unbenannt
Luisa Fernanda Espinosa Sachica, eine junge Kolumbianerin, war auf Einladung eines jungen Mannes, der mit ihr in derselben Bank arbeitete, zur Versammlung der Kirche gekommen.
Die kleine Gemeinde in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, beeindruckte sie nicht sonderlich. Die Mitglieder waren zwar ganz nett, aber die Versammlungen gefielen Frau Sachica nicht. Sie fand sie viel zu lang, und außerdem gab es nichts, was für eine Frau in ihrem Alter interessant war.
In der FHV unterrichtete die Lehrerin aus der Juniausgabe 1987 des Liahona, der spanischen Ausgabe der Zeitschrift der Kirche. Auf dem Umschlagbild war ein Bild des Erretters zu sehen, wie er in einer Synagoge predigte. Dieses Bild strahlte etwas aus, was Luisas Aufmerksamkeit erregte. Weil sie nicht länger bleiben wollte, verließ sie das Gemeindehaus nach der FHV-Versammlung und dachte dabei: „Die Zeitschrift hätte ich gerne.”
Als sie ein paar Tage später mit dem Bus fuhr, der in Bogota immer überfüllt ist, sah sie beim Aussteigen ein Exemplar gerade dieser Ausgabe des Liahona auf dem Armaturenbrett liegen und dachte, das sei ein interessanter Zufall. Am nächsten Tag sah sie beim Einkaufen ein weiteres Exemplar hinter dem Ladentisch. Da begann sie sich zu fragen, ob das noch immer ein Zufall sei. Sie hätte den Verkäufer gerne wegen der Zeitschrift gefragt, fand aber nicht den Mut dazu.
Am Ende der Woche kam dann ein Mann mit einem Exemplar des Liahona unter dem Arm auf ihren Schalter zu. Sie mußte ihn einfach fragen, ob sie nicht auch ein Exemplar bekommen könne. „Ich weiß nicht, was es mit dieser Zeitschrift auf sich hat”, erklärte sie, „aber sie läßt mich einfach nicht in Ruhe.” Der Mann lächelte und gab ihr sein Exemplar.

Frau Sachica nahm es mit nach Hause und las es von vorne bis hinten durch. Die Botschaft der Ersten Präsidentschaft stammte von Präsident Benson und trug den Titel „Tapfer im Zeugnis von Jesus”. Darin sprach er von Joseph Smith und der ersten Vision. Je mehr Frau Sachica las, desto mehr wurde ihr Interesse geweckt.
Sie erzählte Bekannten, die der Kirche angehörten, daß sie gerne mit den Missionaren sprechen würde. Doug Fulsome, einer der Missionare, die sie belehrt haben, sagt: „Noch ehe die erste Lektion zu Ende war, gab sie uns Zeugnis, daß der Bericht von Joseph Smith wahr ist. Frau Sachica konnte die übrigen Lektionen kaum erwarten und ließ sich bald taufen. Wenn der Herr möchte, daß jemand getauft wird”, sagt Bruder Fulsome, „dann findet er auch eine Möglichkeit. Und wenn er nur dafür sorgt, daß die Zeitschrift der Kirche den Betreffenden nicht in Ruhe läßt.”
Kenneth S. Rogerson, Februar 1991

20:22 - 2.11.2008 - Kommentieren


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