| Bekehrungsgeschichten |
So lernte Martha Posten die Kirche kennen1972 trat die in Atlanta, Georgia, geborene Martha Poston dem amerikanischen Friedenskorps bei, einer Hilfsorganisation, die Freiwillige ausbildet und in aller Welt stationiert, wo sie ihre Fähigkeiten zum Wohle anderer Menschen einsetzen können. Martha Poston nennt dafür folgenden Beweggrund: „Ich wollte mein Können und Wissen an Menschen weitergeben, denen es weniger gut geht als mir.” Nach ihrer Ausbildung in Gesundheitsvorsorge, Hygiene, Kinderpflege, Ernährung und Nähen trat sie ihren Dienst auf Jamaika an. In einer ländlichen Gegend veranstaltete sie Schulungen mit dem Ziel, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Sie wurde jedoch schon bald nach Liberia in Westafrika versetzt.
Während Martha Poston im Friedenskorps diente, sehnte sie sich nach Erkenntnis im Hinblick auf die Ewigkeit und auf ihren Platz im Plan Gottes. Sie hatte schon immer an einen liebenden Vater im Himmel geglaubt. „Ich hatte das Gefühl, geistige Eingebungen zu empfangen, die mich veranlaßten, mein Leben in Ordnung zu bringen, aber mir war nicht klar, bis wann und zu welchem Zweck ich dies tun sollte.” Sie setzte also ihren Dienst fort. Um ständig auftretende Krankheiten zu bekämpfen, brachte sie den liberianischen Frauen bei, ihre Hausarbeit nicht auf dem Erdboden zu verrichten, wo es von Milben und Bakterien wimmelte, sondern in Wannen und Backöfen aus Olfässern und auf einem aus Lehm und Beton konstruierten Herd. In dem Dorf, wo sie arbeitete, führte sie den Gebrauch von Wäscheleinen ein. Bis dahin hatten die Dorfbewohner ihre Wäsche auf der Erde getrocknet und die Milben, die sich darin festsetzten, mit einem Holzkohlebügeleisen vernichtet. Da jedoch auf diese Weise nicht alle Milben abgetötet wurden, litten die Menschen unter Milbenbefall. Martha Poston zeigte ihnen auch, wie man Kokosnüsse kocht und daraus Fett gewinnt, wie man Getreide lagert und aus großen Öldosen eine Kühlbox ohne Eis baut. Die Dosen wurden mit stoffgefüllten, wassergetränkten Reissäcken gekühlt und machten Lebensmittel tagelang haltbar. Indem Martha Poston sich ganz ihrem Dienst hingab, erlebte sie ein geistiges Erwachen. Hin und wieder verlor sie den Mut, fühlte sich aber, wie sie sich erinnert, Gott sehr nahe. „Ich habe mich auf seinen Geist verlassen, der mir Kraft gab und mich führte”, sagt sie. „Damals hatte ich einen Traum, dessen Inhalt ich später, als ich das Buch Mormon las, wiedererkannte: Ich träumte von einer eisernen Stange, die zum Baum des Lebens führt. Auch andere Träume gaben mir das sichere Gefühl, daß mein himmlischer Vater mich aus der Finsternis ins Licht führen würde. Ich begann, täglich in der Bibel zu lesen, ohne jedoch viel zu verstehen”, berichtet sie. „Was mein nächster Schritt sein würde, wußte ich nicht – ich vertraute einfach auf den Herrn. Dann erkrankte meine Mutter, und ich kehrte nach Atlanta zurück, um sie zu pflegen. Ich forschte aber weiterhin in der Schrift.” Während Martha Poston bei ihrer Mutter wohnte, kamen zwei Missionare an die Tür. „Wir sind gekommen, um Ihnen vom wiederhergestellten Evangelium Jesu Christi zu erzählen”, sagten sie. Nach der ersten Lektion empfand sie Dankbarkeit für das zusätzliche, neue Wissen, war aber nicht geneigt, sich dieser „wahren Kirche” anzuschließen. Nach drei Lektionen wurden jedoch ihre Gebete erhört, und sie hatte das eindringliche Gefühl, zu dieser Kirche hingeführt worden zu sein, wo sie Menschen finden würde, die sie liebten und akzeptierten. Am 1. Mai 1983 wurde Martha Poston getauft. Sie erinnert sich: „Meine Seele hungerte, mein Verstand und mein Geist dürsteten, und Gott hat mich nicht im Stich gelassen.” Zwei Jahre später würde Martha Poston berufen, eine Tempelmission im Atlanta-Tempel zu erfüllen, wo sie heute gern bezeugt: „Ich habe den Geist Christi, des geliebten Gottessohnes, gefunden. Jesus Christus lebt und segnet jeden, der für ihn ein offenes Herz hat und ihn einläßt.” Mai 1989 20:38 - 2.11.2008 - Kommentieren
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