| Bekehrungsgeschichten |
„Warum hast du sie nur eingeladen?”Mark Haffner und sein Mitarbeiter, Dean Rasmussen, zwei Missionare, standen an der Ecke einer Straße in Suva auf den Fidschiinseln und besprachen, wohin sie als nächstes gehen sollten. Sie wußten nicht, daß auf der anderen Straßenseite Schwester Ami Petero wohnte. Sie sah sie aber dort stehen und rief sie zu sich herüber. Als die Missionare auf ihrem Rasen standen und mit ihr redeten, sagte sie: „Möchten Sie nicht hereinkommen und mit meinem Mann sprechen? Er ist jetzt bereit, sich unterweisen zu lassen.”
Den Brüdern war nicht bekannt, daß Schwester Petero schon seit ihrer Eheschließung gebetet hatte, ihr Mann, Tony, möge sich doch eines Tages die Botschaft der Missionare anhören und der Kirche beitreten. Sie wußten auch nicht, daß er gar nicht um den Besuch von Missionaren gebeten hatte. Vielmehr hatte er sich seiner Frau gegenüber beiläufig einmal günstig über die Kirche geäußert, und dies hatte ihr Mut eingeflößt, die Missionare einzuladen. An jenem Novemberabend des Jahres 1973 spürten die Brüder, daß die Diskussion erfolgreich verlaufen war. Tony Petero beteiligte sich am Gespräch und stellte sogar einige Fragen. Er behandelte die Missionare freundlich und schien sich für das, was sie zu sagen hatten, zu interessieren. Als das Gespräch beendet war, erklärte er sich mit einem weiteren Treffen einverstanden. Nachdem die Brüder an jenem Abend aber fortgegangen waren, redete er schroffe Worte zu seiner Frau. „Ami”, sagte er, „warum hast du nur die Missionare zu uns eingeladen? Du weißt doch, daß ich kein Interesse an deiner Kirche habe.” Der nächste Besuch war jedoch schon vereinbart, und obwohl Tony eigentlich nicht weiter von den Missionaren unterwiesen werden wollte, wollte er doch nicht unhöflich sein, und so gestattete er ihnen wiederzukommen. Als ihm ein weiteres Mal die Lehre der Kirche vorgetragen wurde, erhielt er die Bestätigung des Geistes, daß das Evangelium wahr ist, und schon vier Wochen später wurde er getauft. Sowohl seine Frau als auch die Missionare waren überrascht, wie er das Evangelium annahm und so schnell Fortschritt darin machte. Erst nachdem Tony Petero an allen Diskussionen mit den Missionaren teilgenommen hatte, erzählte er seiner Frau und den Brüdern von einem Erlebnis, das er vor der ersten Unterweisung gehabt hatte. Er war einigen Wochen vorher im Traum zwei jungen Männern begegnet, die ihm etwas über ein Buch gesagt hatten. Als er erwacht war, hatte er in dem Traum keine klare Bedeutung erkennen können, und dieser hatte keine starke Wirkung auf ihn ausgeübt. Nur eines war vielleicht auf diesen Traum zurückzuführen: die positive Bemerkung über die Kirche, die er an seine Frau gerichtet hatte und die sie dazu ermutigt hatte, die Missionare einzuladen. Als diese die erste Diskussion mit ihm geführt und ihn über das Buch Mormon unterrichtet hatten, hatte er in ihnen die jungen Männer erkannt, mit denen er im Traum gesprochen hatte. Zwar hatte es den Anschein gehabt, daß er gegen die Missionare eingestellt war — hatte er seine Frau doch dafür getadelt, daß sie sie zu ihnen bestellt hatte —, doch hatte er schon, bevor das erste Gespräch beendet war, gewußt, was der Herr von ihm erwartete: daß er sich die Botschaft von der Wiederherstellung des Evangeliums anhörte. Bevor Tony Petero aber getauft werden konnte, wurde seine Charakterstärke auf die Probe gestellt. Er trank gern Tee und schätzte auch alkoholische Getränke. Da die Weihnachtszeit bevorstand, wo im Büro Partys mit alkoholhaltigen Getränken veranstaltet wurden, fragte er sich, ob es vielleicht nichts weiter ausmachte, wenn er noch an ein oder zwei Partys teilnehmen würde, bevor er dergleichen aufgeben und sich dem Wort der Weisheit verpflichten würde. Der Präsident des Suva-Distrikts stattete ihm jedoch einen Besuch ab und machte ihm klar, daß es das beste sei, diesen Gewohnheiten sogleich und ohne Einschränkung zu entsagen. Tony Petero sah die Argumente ein und handelte danach. Bisher war er sorglos durchs Leben gegangen und hatte diesem Leben kaum eine klare Richtung gegeben. Bei der Bank, wo er angestellt war, galt er auch nicht gerade als jemand, der ernsthaft und gewissenhaft arbeitete. Jetzt aber, wo er vom wahren Zweck des Lebens erfahren hatte, kam er zu dem Schluß, daß er eine wichtige Arbeit zu leisten hatte. Ebenso sah er ein, daß er seinem Arbeitgeber eine bessere Leistung schuldete. Weil er nach seinem Beitritt zur Kirche viel härter und verantwortungsbewußter arbeitete, wurde er schon zwei Monate nach seiner Taufe zu einer höheren Stellung als Bankangestellter befördert. In den Diskussionen mit den Missionaren erklärten ihm diese, wie wichtig die Familie sei, und so beschlossen Tony und Ami Petero schon vor seiner Taufe, so bald wie möglich zum Tempel zu reisen, um sich als Familie siegeln zu lassen. Es dauerte nicht lange, bis sie erfuhren, daß die Fidschi-Mission vorhatte, Anfang Januar 1975 die erste Reise zum Tempel in Neuseeland zu veranstalten. Sie mußten einige Opfer bringen, um die Reise zu finanzieren. Anfang 1974 zogen sie in eine kleinere und billigere Wohnung um. Auch auf andere Weise sparten sie, und ein Jahr und zwei Wochen nach Bruder Peteros Taufe wurden er, seine Frau und die beiden Kinder für dieses Leben und für die Ewigkeit gesiegelt. Tony Petero war jetzt im Distrikt Suva Distriktsrat.In seiner Eigenschaft als Berater des Aaronischen Priestertums hat er die erste Jugendtagung der Fidschi-Mission organisiert. Er war seitdem im Schulsystem der Kirche beschäftigt, wo er die Finanzangelegenheiten der HLTGrundschule in Suva und des derzeit im Bau befindlichen neuen HLT-Technikums überwacht. Wahre Begebenheiten aufgezeichnet von von R. Laniei und JoAnn M. Britsch, Juni 1976 20:45 - 2.11.2008 - Kommentieren
|
Beschreibung Hier poste ich Bekehrungsgeschichten aus alten Kirchenzeitschriften "Der Stern" Home Profil Archiv Freunde Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Mormonwiki FairWiki FAIR Woran Mormonen glauben Jesus Das Buch Mormon überzeugt mehr zum Buch Mormon besondere Erlebnisse Das Evangelium in aller Welt Berichte der Pioniere Abenteuer der Mormonen Propheten Joseph Smith Offenbarungen Letzte Einträge - Ich werde Jocey niemals vergessen - Ein zitternder Schritt nach dem anderen - Das Heilmittel für meinen Geist - HUNG WO LOI -- Wahrheitssuche an der chinesischen Grenze - Er hat mir zugewunken - „Es hätte nicht dazu kommen brauchen” - Vorwärts Christi Jünger - Es begann in Far West - Die Aufnahmeprüfung - Julia Mavimbela - Florence Chuwurah -- eine wunderbare Wandlung - József, Sohn des József - Wenn du bereit bist - „Warum hast du sie nur eingeladen?” - Unbenannt - Aus dem Leben von Domingos Liao - Ich werde Geistlicher - Meine Stärke ist der Herr - So lernte Martha Posten die Kirche kennen - IMMER WIEDER EIN NEUER ANFANG - Nächstenliebe auf Hawaiianisch - MARGARET LAWSON -- Einziges Mitglied in Kununurra - Daniel Webster Jones - Walter Spät und de erste Pfahl in Südamerka - Wie wunderbar! Wie wunderbar! Wie wunderbar! - Banyan Dadson hat in Ghana das Evangelium gefunden - Zeig mir deine Freunde.... - Der beste Platz - Bernard Lefrandt -- ein holländisch-indonesischser Offizier - Der Traum einer Mutter - Die Zeitschsrift ließ mich nicht in Ruhe - O Kin Yan Cante - „Ich habe einen Propheten gefunden!” - Ein alter Freund - Das Opfer - Stolz auf mein Erbgut - Ein Gebet im Ghetto - Ruchirawan Phonphongrat aus Thailand - Der Junge aus der Bronx - Der Junge mit dem Seetank - Meine Geschichte - Erinnerungen aus Tagebüchern - Nach meiner Prüfung kamen die Segnungen - Stolz und Vorurteil |