14 September 2008
Unterschiede der Stile
TÜRKISCH:

Bewegungen

* Beckenkippe überwiegend von unten nach oben
* Tänzerin bewegt viel ihre Hüfte
* Figuren sind ausgefeilter
* Bauchrollen
* Arabesken sind groß, das Bein wird weit ausgeschwungen
* zwischen den Bewegungen wird oft gewechselt
* Hände und Arme werden auch über dem Kopf eingesetzt
* Bewegungen sind größer und extremer
* Körperhaltung nicht mittig, sondern eher etwas nach hintengelehnt
* häufiger Einsatz von Backbends
* wenig eingesetzte Akzente, immer mit Power getanzt



ÄGYPTISCH:

Bewegungen

*nur Beckenkippen von oben nach unten ist erlaubt
*Binnenkörperliche Bewegungen, vereinfachte Figuren, Bauchrollen.
*Arabesquen werden eleganter ausgeführt.
*Ein Wechsel zwischen Hüft- und Brustkorbarbeit wird nicht oft gerbaucht
*die Arme werden lediglich zum Umrahmen des eigenen Körpers benutzt und befinden sich selten über dem Kopf
*Die Körperhaltung ist im Allgemeinen mittig, manchmal aber auch etwas über die Mitte hinaus
*getanzt werden Becken- und Brustkorbwellen
*die Bewegungen an sich sind eher klein und fein. Nicht so übertrieben groß und extrem
*es wird nicht zwischen größerer und kleinerer Ausführung einer Bewegung abgewechselt
*Akzente werde eher weniger benutzt, wenn dann ist es ein „in sich Ruhen“.
*Falls ein Akzent gesetzt wird, dann ist es zur Untermalung eines Musikakzentes hier sind keine akrobatischen Einlagen vorhanden.
*Bodentanz wird heutzutage kaum gezeigt

Quelle: www.orient4all.de


Geschrieben von Tassimah um 18:46 | in: Fakten
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9 July 2008
KLASSISCHE TÄNZE : Einführung

 

Der klassische indische Tanz verfügt über viele Facetten. Jede Region, jede Volksgruppe hat ihre eigenen Tänze, von Volks- und Ritualtänzen bis hin zu komplex choreographierten Gruppentänzen. Trotz dieser Vielfalt gibt es eine übergreifende Tanzkultur. Sie zeigt sich in vielen Gemeinsamkeiten des Bewegungsrepertoires und der mythologischen Stoffe. Der klassische indische Tanz handelt von Göttern und Dämonen, Helden und Schurken, Prinzen und Prinzessinnen. Dominierendes übergreifendes Element in allen klassischen Tänzen ist die Sprache des Körpers: Mit Gesten, Blicken, Sprüngen und Pirouetten zeigt sie Liebe, Vergnügen, Mut, Sorge, Furcht, Zorn, Entschlossenheit, Verwunderung, Abscheu u.a.m., erzeugt sie Stimmungen und Emotionen. Diese Körpersprache beruht auf einer alten, ausgefeilten Tanztheorie, die in der Welt ihresgleichen sucht. Insgesamt werden heute 7 verschiedene Stile als klassische Tänze klassifiziert:


Kathak

Der traditionelle Kathak-Stil ist eine Synthese zweier Kulturen, der hinduistischen und muslimischen. Die Bezeichnung Kathak leitet sich ab vom Wort katha (Geschichten), denn die Tänzer erzählten mit ihren spezifischen Ausdrucksmitteln Geschichten aus den großen Epen des alten Indien. Der Kathak hat in der heutigen Form eine lange Entwicklung durchlaufen. Einst als religiös inspirierter, erzählender Tanz in den hinduistischen Tempeln Nordindiens entstanden, ist er im Laufe des 15. Jahrhunderts zu opernhaftem Spiel erweitert worden. Unter der Herrschaft der muslemischen Moguln im 16. Jahrhundert wurde aus dem Kathak dann eine höfische Tanzform, in deren Mittelpunkt der Krishna-Kult stand. Heute vereinigen sich im Kathak hinduistische und muslemische Elemente zu sprühender, rhythmisch virtuoser Darbietung. Die Bewegungsmuster und Ausdruckformen sind im Kathak immer eng mit der zugrunde liegenden Geschichte verflochten.


Odissi

Als ursprünglicher Tempeltanz, dargeboten von Devadasis (Dienerinnen der Götter), welche die Statuen ankleideten, wuschen und bei Festen tanzten und sangen, war der Odissi einem Schicksal ausgesetzt, das er mit anderen Tanzstilen lndiens teilen mußte. Spätestens ab der Ganapati-Dynastie (1434-1568) war es üblich, daß Devadasis, auch Maharis genannt, vor Tempelgottheiten tanzten, insbesondere im Jagannath-Tempel in Puri. König Narasimha I. (1238-64) soll mehrere Hundert dieser Tempeltänzerinnen an dem von ihm errichteten Sonnen-Tempel von Konarak beschäftigt haben. Während der Herrschaft der Moslems und Briten gerieten die Maharis aber zunehmend in Verruf, da ihnen Tempelprostitution nachgesagt wurde. Erst vor vier Jahrzehnten wurde im nordöstlichen Bundesstaat Orissa diese bis ins 2. Jahrhundert v. Chr. zurückreichende klassische Tanzform wiederentdeckt. Der Odissi ist meist ein Solotanz, der fast nur von Frauen dargeboten wird. Seine Tanztechnik beruht auf den klassischen Ausdrucksformen von Nritta und Nritya: Nritta ist ein reiner Tanz ohne Inhalt und Symbole, Nritya hingegen ist ein Tanz, bei dem oft devotionale Themen durch eine stilisierte Form von Körperbewegungen, Beinarbeit, Handgesten und Mimik ausgedruckt werden. Man tanzt überwiegend auf den Fersen, vor allem wenn die Tänzerin kraftvoll stampfend und in genau vorgeschriebenen geometrischen Mustern vor- oder rückwärts schreitet, so daß die Fußglocken laut erklingen. Es gibt ein großes, oft dem Natyashastra folgendes Repertoire an Drehungen, stehenden oder auch sitzenden Positionen, Sprüngen, Gangarten und Handgesten. Besonders charakteristisch ist die Tribhanga-Haltung, bei der Beine, Hüfte und Kopf wie zu einer S-Kurve geformt werden, sowie die Chauka-Grundposition, in der man die Füße nach außen dreht und die Beine ein wenig beugt. Daneben gibt es eine Reihe spektakulärer Bewegungsmuster wie zum Beispiel die Wagenrad-Position oder die Bienendrehung. Die Tänzerinnen tragen traditionelle Kostüme: einen Seidensari im Webstil Orissas mit passender Blume, eine fächerförmige Schürze und einen Gürtel, der aus silbernen Plättchen zusammengesetzt ist und doppelt um die Hüfte gewickelt wird. Blumen kränzen das zu einem Knoten hochgesteckte Haar, das häufig auch ein Diadem schmückt. Armringe, Ketten und Fußglöckchen runden die durchweg graziöse Erscheinung der Tänzerin ab. Das Gesicht wird einfach geschminkt, nur die Augenpartie wird mit schwarzer Farbe betont, um den mimischen Teilen einen besonderen Ausdruck zu verleihen. In die Handflächen sind oft rote Farbmuster gemalt.


Manipuri

Die Manipuri- oder Raas-Tänze haben ihren Ursprung-wie der Name schon sagt-in wunderschönen Manipur, das im Nordosten Indiens liegt. Sie gehören zu den großartigsten Tanztraditionen Indiens. Entstanden aus ländlichen Fruchtbarkeitszeremonien werden die Manipuri-Tänze ständig durch neue, frische Impulse belebt. Vielleicht gelten sie auch deshalb als die ältesten und zugleich jüngsten unter den klassischen indischen Tänzen. Anmutige, bis ins letzte Detail stimmige Bewegungen und bruchlose Abläufe sind typisch für diesen Tanzstil. Es scheint, als ob die Fersen der Tänzer fast nie den Boden berührten. Alles scheint von schwereloser Leichtigkeit. Die Manipuri-Tänze symbolisieren die Essenz hinduistischen Strebens: Das Bemühen der menschlichen Seele, mit dem Universum eins zu werden. Die Manipuri-Tänze sind vor allem Gruppentänze. Charakteristisch sind ausgefeilte Choreographien sowie die farbenprächtigen Kostüme der Tänzerinnen mit den weit ausgestellten zylindrischen Röcken. Die Tänze sind mit Mythen und Legenden, die in diesem Teil Indiens so zahlreich vorhanden sind, eng verflochten. Im Mittelpunkt stehen oft Shiva und Parvathi, die einer Legende zufolge diesen schönen Landesteil besucht haben sollen.


Bharata Natyam

Die klassische Tanztradition des Bharata Natyam wird vor allem in den südöstlichen, tamil- und telugusprachigen Regionen Indiens gepflegt. Bharata Natyam - der Begriff ist erst am Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Der Bharata Natyam zeigt dermaßen hohe Übereinstimmungen sowohl mit alten tanztheoretischen Texten als auch mit den Tanzposen historischer Tempelskulpturen, daß man von einer der ältesten Tanztraditionen Indiens sprechen kann. In Anlehnung an die alten Textvorlagen hat der Bharata Natyam eine große Zahl von Körperhaltungen und -bewegungen (karana), Schrittfolgen (cari) sowie Hand- und Fingergesten (hasta) klassifiziert. Hinzu kommt eine ausgeprägte Mimik. Kopf, Nacken und Schultern bilden eine Einheit und werden mitunter zusammen seitwärts bewegt. Charakteristisch sind lineare Bewegungen und auch, daß Arme und Beine imaginäre Dreiecke nachbilden, etwa wenn die Beine seitlich angezogen sind oder die Hände auf den Hüften liegen. Je nach Schultradition kommen im Bharata Natyam bis zu 120 präzise festgelegte Bewegungssequenzen vor, die einzeln mit Lautsilben, den Sollukattus, benannt sind. Die Tänzerinnen tragen oft einen reich verzierten Seidensari, der sich vorne bei Spreizbewegungen fächerartig öffnet, und eine passende Brokatbluse. Geschmückt sind die Akteure mit silbernen Halsketten, Hüftgürteln und Armringen sowie Fußglöckchen. Handflächen und Fußsohlen können mit roter Farbe in geometrischen Verzierungen und mit glückverheißenden Symbolen bemalt sein.


Kathakali

Der Kathakali ist eine Imitation der Welt. Bis ins kleinste Detail sind Bühne und Darsteller mit Svmbolismen besetzt. So repräsentiert das Podium je nach Szenerie den Himmel, die Erde oder die Unterwelt. Und die Dochte einer hohen Öllampe auf der Bühne gelten als Sonne und Mond. Von besonderer Bedeutung sind Make-up und Kostüme. Schon am Morgen der abendlichen Aufführung mischt der Maskenbildner die Farben. Bereits Stunden vor dem Auftritt schminkt er bestimmten Darstellern einen breiten, weißen Kragen aus Reispaste über Kinnlade und Backenknochen. Diese Gesichtsmanschette muß zwischen durch immer wieder trocknen, bis sie hart wie Stuck geworden ist. Dann malt er Augenbrauen, Mund und Stirn in verschiedenen Farben und Mustern an. Farben und Make-up sind klar typisiert, so daß der Zuschauer gleich erkennt, wen er für gut und für böse zu halten hat. Die Kostüme sind meist üppig ausgestattet mit Schmuck, langen Kordeln, hohen Kronen oder Kopfbedeckungen, Pfauenfedern, Rüschenschals und aufgestickten kleinen Spiegeln. Nach Make-up und Kostümierung sind die Darsteller nicht mehr bloße Schauspieler, sondern Götter oder Helden und Dämonen. Auch darf man sie dann nicht mehr mit ihrem persönlichen Namen anreden. Bei Beginn der Aufführung erscheinen mit unter die Hauptdarsteller hinter einem brusthohen Vorhang und geben in einem langsamen Einführungstanz dem Zuschauer Gelegenheit, sich allein auf die kunstvollen Make-ups und die minutiöse Mimik zu konzentrieren.


Kuchipudi

Der Kuchipudi-Tanzstil stammt aus dem Bundestaat Andhra Pradesh im Südosten Indiens. Der Kuchipudi hat Ähnlichkeit mit dem Solotanz im Bharata Natyam und mit dem brahmanisch geprägten Bhagaparamela-Tanztheater. Diese Stilrichtung ist in ihren Vorläufern schon ab dem 7./8. Jahrhundert nachweisbar. Sie faßte Tanz, Theater und Musik als ein besonders geeignetes Mittel auf, Bhakti, die Idee einer vor allem vishnuitisch geprägten Gottesliebe, zu verbreiten. Hinzu kamen, ab etwa dem 13. Jahrhundert, Elemente des Krishna-Kults. Dementsprechend oft handeln die Kuchipudi-Stücke von Episoden aus den Leben Vishnus und Krishnas. Einer der bekanntesten Autoren von Bhagavatamela und Kuchipudi-Stücken ist der Heilige Tirtha Narayana Yati (um 1400), aus dessen Feder viele Dramen stammen, die oft als Vorlage für neuere Versionen und Choreographien dienten. Sein Schüler Siddhendra Yogi soll es gewesen sein, der mit einem eigenen Stück den Nawab von Golconda begeisterte. Dieser Heilige gilt daher als der Begründer des Kuchipudi. Im Unterschied zum Bhagavatamela sind die vor Ort mitunter mehrtägigen Aufführungen des Kuchipudi dramaturgisch weniger geschlossen. So können einzelne Programmteile des BharataNatyam-Solotanzes den Handlungsverlauf eines Stückes durchbrechen. Während im Bhagavatamela ausschließlich Männer tanzten, treten im Kuchipudi auch Frauen auf. Die große Vielfalt der Stücke und der breite Raum für Virtuosität haben den Kuchipudi-Stil immer beliebter gemacht. Die Tanztechnik des Kuchipudi gleicht im wesentlichen der des Bharata Natyam: Auch sie weist viele Übereinstimmungen mit dem Natyashastra-Text auf, auch sie wechselt zwischen kraftvollen und eher anmutigen, zwischen rein rhythmischen und mehr ausdrucksvoll-erzählerischen Elementen. Charakteristisch für den Kuchipudi ist das äußerst virtuose Bewegungsrepertoire: Zu den Besonderheiten zählen ein artistischer Tanz auf einem Messingtablett, auf dem der Darsteller zu einem 'Verblendung' (mohana) genannten Raga bis zu fünfunddreißig rhythmische Variationen entwickelt, oder ein Tanz mit brennenden Lichtern, die der Akteur auf Kopf und Händen balanciert


Mohini Attam

Der Mohini Attam ist vermutlich der jüngste der klassischen indischen Tänze und hat seinen Ursprung im südindischen Kerala, wo er besonders unter der Herrschaft des berühmten Maharadscha Swati Tirunal als (wahrscheinlich) weiblicher Gegenpol zum Kathakali zur Blüte gelangte. Seine Wurzeln gehen vermutlich auf das 14. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Entwicklung wurde er u.a. auch vom Bharata Natyam beeinflußt, was besonders in den hastas (Hand- und Fingergesten) und im Repertoire deutlich wird. Andere Quellen besagen, daß der Mohini Attam zwischen dem 14. Und 17. Jahrhundert aus dem Bharata Natyam, dem Kathakali und einem Volkstanz besonders von den Frauen in Kerala entwickelt wurde. In der heutigen Form ist der Mohini Attam ein sehr rhythmischer Tanz, der mit ausgefeilter Körpersprache, Mimik und Gestik vor allem Themen aus Ramayana, Mahabarata und den Puranas interpretiert.


Quelle: www.rajasthan-indien-reise.de

Geschrieben von Tassimah um 19:33 | in: Fakten
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28 April 2008
Ägyptischer Tanz

Unter "Ägyptischem Tanz" versteht man die Version des "Orientalischen Tanzes", der in Ägypten üblich ist, und der sich von der türkischen Version unterscheidet.
Für den Orientalischen Tanz sind allgemein feminine, fließende Bewegungen typisch. Die Konzentration liegt auf Bewegungen mit den Hüften. Schritte spielen keine so große Rolle, wie bei anderen Tänzen. Trotzdem gibt es viele - auch komplizierte - Schrittfolgen - und Kombinationen. Sie haben fast nur technische Bedeutung, dienen zur Fortbewegung auf der Bühne, sind wichtig für verschiedene Dreh-Variationen und für schnelle und effiziente Übergänge von einer Figur zur anderen.

Die Arme werden weich und schlangenartig bewegt. Sie dienen meist nur zur Umrahmung der Hüft - und Bauch-Tanzbewegungen. Schultern, Hüften und Kopf werden gerne für Akzente eingesetzt.

Gängige Accessoires sind Schleier und Zimbeln - oder Stock, wenn ein Folklore-Teil in der Choreografie vorhanden ist.


Quelle: www.orientasie.de



Geschrieben von Tassimah um 11:42 | in: Fakten
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23 April 2008
Bewegungen und Bewegungsansätze

Nach dem Bewegungsansatz (z. B. Muskulatur des Beckens oder eher der Beine) können wir Stilrichtungen unterscheiden. So wird beim typischen ägyptischen Solotanz die Bewegung aus der "Körpermitte" geholt und kehrt energetisch auch oft wieder dahin zurück. Bei einer westlicheren Ausrichtung kommen die Bewegungen meist aus den Beinen, sind recht groß und werden seltener muskulär abgestoppt. Es gibt weiche, schlangenhafte Bewegungen, die zur Melodie getanzt werden und härtere, rhythmische Bewegungen. Grundsätzlich handelt es sich um einen Tanzstil mit isolierten Bewegungen der einzelnen Körperregionen. Vor allem beim "Shimmy", dem rhythmischen, isolierten Zittern der Hüften oder anderer Körperteile, ist die gekonnte Isolation der Tänzerin sehr deutlich zu sehen. Der Shimmy kann in unterschiedlicher Intensität gezeigt werden, dabei kann die Tänzerin tanzen (d.h. der Shimmy wird über die größere Tanzbewegung gelegt) oder versucht einen Shamadan oder Säbel möglichst ruhig auf dem Kopf zu balancieren. Je besser die Isolation beim Shimmy trainiert ist, desto bewegungsfreier wird das Tanzacessoire balanciert. Als Nebeneffekt des Shimmy, werden die auf dem Bauchtanzkostüm (vor allem an den Hüften und am Oberteil) angebrachten Verzierungen in Bewegung (bei Metallverzierungen auch zum klingen) gebracht. Der Shimmy setzt eine hohe Körperbeherrschung voraus um ihn technisch einwandfrei zeigen zu können. Gerade beim westlichen Stil werden viele Hand- und Armbewegungen eingesetzt. Der traditionelle orientalische Stil hingegen sieht die Arme und Hände eher als Umrahmung des tanzenden Körpers. Die Bewegungen lassen sich grob dahingehend einteilen, dass die Füße dem Grundrhythmus folgen, das Becken der Tabla/Darbukka, und dass der gesamte Körper die Melodie widerspiegelt. Im arabischen Tanz ist die Kenntnis des etwaigen Textes unabdingbar, da eine Tänzerin diesen interpretieren muss, d. h. die Körpersprache (Gestik ebenso wie Mimik) muss zum Text stimmig sein. Im Gegensatz zur ägyptischen Tanzszene werden in der Türkei instrumentale Tanzstücke bevorzugt. Bauchtanz wird meist als typisch weiblicher Tanz wahrgenommen, der die Gefühlswelt und Kraft von Frauen zum Ausdruck bringt. Vor allem in Ägypten sind Frauen über 40 sehr populäre Bauchtänzerinnen, etwa Suhair Zaki, Fifi Abdou, Lucy und Dina. Dies ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass eine gute Tänzerin über Lebenserfahrung verfügen muss - dazu kommt selbstverständlich langjährige Bühnenerfahrung, um das zu formen, was in Ägypten von einer guten Tänzerin erwartet wird: eine Vollblut- und Allround-Entertainerin.

 

Quelle: www.artedanza.ch   

 

Geschrieben von Tassimah um 09:43 | in: Fakten
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22 April 2008
Woher kommt der Begriff „Bauchtanz“?


Die Begriff "Bauchtanz" basiert vermutlich auf der französischen Bezeichnung "Danse du ventre" (Tanz des Bauches). Die französischen Schriftsteller Émile Zola und Gustave Flaubert titulierten den orientalischen Tanz in ihren Werken als "Danse du ventre". Gustave Flaubert beschreibt beispielsweise in seinem Reisebericht "Reise in den Orient"  orientalische Tänzerinnen, die er auf seinen Reisen gesehen haben will. Ebenso kann die Bezeichnung Raks Balady, übersetzt Balady Dance (Tanz der Leute = Einheimische in Ägypten), zu der englischen Bezeichnung Bellydance (Bauchtanz) geführt haben.

In Ägypten wird diese spezielle Tanzform bis heute als „Raks Sharki“ (Raqs Sharqi) bezeichnet. In Persien nennt man den Bauchtanz „Raks Arabi“ oder einfach nur „Arabic Dance“. Auch in Griechenland kennt man den Tanz und bezeichnet ihn als „cifte telli“. In der Türkei spricht man vom „gobek dans“ oder „rakkase“.

Bauchtanz ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den orientalischen Tanz allgemein. Der Begriff reduziert jedoch die Vielfalt des orientalischen Tanzes, und das Können der Tänzerinnen, auf den Bauch, die Hüfte oder das Gesäß. Ebenso wie bei allen anderen bekannten Tänzen werden allerdings natürlich auch Arme, Beine, Hände, Füße, Schultern und auch der Kopf bewegt. Falsch sind die oft anzutreffenden Vergleiche oder Bezüge zu Striptease oder Lapdance. Diese Assoziationen sind eine ungerechtfertigte Herabsetzung der Tanzkunst mit kultureller Prägung wie auch des intensiven Trainings in Tanztechnik, Rhythmik und Musikkunde, die der Bauchtanz erfordert.

Bücher und Texte mit dem Titel "Make Your Hushband A Sultan" oder "Bellydance - A Very Sexy Exercise", spielen mit diesen falschen Assoziationen und leisten dem Vorurteil, Bauchtanz sei "nur" eine billige orientalische Anmache, Vorschub.
Dass der Bauchtanz in der Vergangenheit als Beischlaf-Animation für "Sultane", oder als Verführungstrick benutzt wurde, ist nicht wahr. Diese Legenden entspringen demnach wohl eher schwülstigen Haremsfantasien.

Zur weiteren Bauchtanz-Legendenbildung, gehören folgende gern zitierte Geschichten:
· Salome war die erste orientalische Schleiertänzerin der Bibel.
· Die Königin von Saba zeigte einen Bauchtanz vor König Salomon.
· Kleopatra verführte VII. Gaius Julius Casesar mit einem orientalischen Bauchtanz .
· Bauchtanz wurde im Harem erfunden.

Quelle: www.bauchtanz.de

Geschrieben von Tassimah um 12:19 | in: Fakten
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13 April 2008
Kamelwelle/Kamelgang
Wieder steht rechte Fuß vor dem linken (siehe die oben beschriebene Grundhaltung). Nun verlagerst Du Dein Gewicht auf den vorderen linken Fuß, wobei Du beide Beine streckst. Oben auf den Zehenspitzen angekommen, verlagerst Du Dein Gewicht wieder zurück auf den rechten hinteren Fuß und beugst beide Beine, um wieder in die Grundhaltung zu kommen. Jetzt solltest Du wieder auf dem flachen linken Fuß stehen - nicht mehr auf Zehenspitzen. Beide Füße bleiben immer am Platz stehen. Wenn Du diese Bewegung fließend machst, führst Du einen Kreis aus.

Stelle Dir vor an Deiner rechten Hüfte ist ein Filzstift befestigt, der zur Seite zeigt. Dort an der rechten Seite steht eine weiße Tafel und auf dieser Tafel willst Du mit dem Filzstift, der an Deiner Hüfte befestigt ist, einen Kreis malen. Solltest Du die obige Bewegung richtig ausgeführt haben, so würdest Du nun diesen Kreis auf der Tafel sehen können.

Um mit diesem Kamelwelle vorwärts zu kommen, brauchst Du nur an geeigneter Stelle den hinteren Fuß heranziehen und den vorderen ein Stück vorschieben. Du machst einen Nachstellschritt, bei dem immer der gleiche Fuß vorne bleibt. Wann dieser geeignete Zeitpunkt für das Heranziehen und Vorwärtsschieben ist, kannst Du ausprobieren. Fast alle führen das Heranziehen des hinteren Beines aus, wenn sie auf Zehenspitzen stehen und das Vorwärtsschieben des voderen Fußes kommt dann, wenn das Gewicht auf den hinteren Fuß zurück verlagert wird.

Das Gleiche geht auch seitwärts, wobei Du bei dem Nachstellschritt den vorderen Fuß immer diagonal nach rechts vorne schiebst anstatt ganz gerade aus nach vorne.

Nun folgt noch der zweite Teil des Kamelgangs. Denn eigentlich ist das oben Beschriebene erst eine Kamelwelle im Vorwärtsgehen. Ein Kamelgang wird daraus erst, wenn auch der Oberkörper der Kamelwelle folgt.

Stehe in der Grundhaltung und lehne Deinen Oberkörper mit geradem Rücken etwas vor. Du solltest Deine Brust herausstrecken und Dich wie die Gallionsfigur an einem der alten Segelschiffe fühlen. Nun hebst Du die Brust etwas an (aber nicht die Luft anhalten) und lehnst Dich in dieser Stellung nach hinten (also nicht einfach gerade hinstellen, sondern mit geradem Rücken etwas nach hinten lehnen.). Jetzt läßt Du dich einfach fallen, d. h. Schultern herunterfallen lassen, Brustkorb fällt zusammen (so als ob die Luft herausgelassen wird).


Die Kombination von Oberkörperbewegung und Kamelwelle ergibt den Kamelgang:
Erst eine Kamelwelle vollständig ausführen (das geht am Anfang ruhig auch erst einmal im Stand ohne Vorwärtsschieben der Füße) und dann die Oberkörperbewegung dranhängen. Am Anfang wird dies noch etwas steif aussehen, aber mit der Zeit sollten diese beiden Bewegungen so ineinander fließen, daß gar nicht mehr zu unterscheiden ist, wo die eine aufhört und die andere beginnt.

Für Fortgeschrittene kann nun die Kamelwelle mit der Hüfte nahtlos an die Kamelwelle mit dem Oberkörper drangehangen werden, gleich gefolgt von einer weiteren Kamelwelle mit der Hüfte usw. Dabei kann man sich mit dem Nachstellschritt entweder vor- oder seitwärts schieben, oder sich auf der Stelle drehen. Dazu wird der vordere Fuß nicht vorgeschoben, sondern im eine kleines Stück im oder gegen den Uhrzeigersinn verrückt, bis man letztendlich eine ganze Drehung geschafft hat. Ziel ist eine Drehung in nur 2 oder 4 Kamelgangbewegungen.

Quelle: www.chiria.de

Geschrieben von Tassimah um 06:10 | in: Fakten
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