Brennender Morgen

Serien und andere falsche Welten

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Da kenne ich soviele Lieder und doch finde ich das Eine nicht. Zumindest sind es nicht diejenigen, die ich wirklich vertreten könnte. Doch meine sind alle traurig. Seltsam. 

 

Das Ende einer richtig guten Serie hallt noch etwas nach. Ich hasse diesen Luftleeren Zustand in dem man noch einmal über alles gesehene nachdenkt. Ich muss das hier schreiben, es hilft ein wenig das verarbeiten. Klingt komisch aber ich habe die letzten Tage besonders viel Zeit mit gucken verbracht und bin quasi mehr in der Serienwelt als in der richtigen gewesen. Ich merke richtig wie mein Kopf und meine Gedanken wie ein Kaugummi an der Geschichte festhängt und mehr will. Mehr von der Filmwelt, von den Schauspielern bzw. von den Menschen die Sie spielen. Doch es gibt keine weitere Folge, keine weitere Geschichte mit diesen Menschen. Sie wachsen einen ans Herz und man verliert sich in der unechten Welt. Ich glaube, wenn man viel Fantasie besitzt und generell dazu neigt, lieber die reale Welt durch Träumereien zu verlassen, sitzt man noch Tage in dieser "Serienwelt" fest.  Ich hatte mir geschworen diese Sache mit den "Serien" sein zu lassen. Gar nicht erst wieder gucken, im "jetzt und hier" zu bleiben.  Leider ist es bislang nicht so gelungen. Ich kann mich kaum lösen. Es liegt einfach daran, dass mir das Leben einfach zu langweilig ist. Ich fühle mich am Besten, wenn ich quasi jederzeit woanders sein könnte, keine Möbel, so flexibel wie möglich. 

 

Ich wollte um die Welt reisen, es einfach einmal darauf ankommen lassen. Ich bereue von der Bundeswehr weg zu sein. Da wäre die Möglichkeit gewesen, ein wenig zu sehen von der Welt.  Spannung zu erleben. Jetzt bin ich sesshaft und ich werde träge und dadurch immer schwerer. Selbst das Training ist kaum mehr als ein kleines aufbäumen und schon fast nicht mehr vorhanden. Ich werde dick, unbeweglich und bin nur noch ein menschlicher Sack der die Dinge auf sich zukommen lässt. Reaktiv, nicht mehr aktiv. Ich bin fast 30 und mein Leben ist schon vorbestimmt. Ich hasse es unflexibel zu sein. Ich vermisse so vieles.

 

Vielleicht ist auch die Hochzeit etwas das mich umdenken lässt. Verantwortung übernehmen, Zukunftsängste und Sorgen, die in mir aufkommen. Ich habe es Jahrelang ohne eine richtigen Freund ausgehalten und nun stehe ich da und wünschte mir einen Kumpel mit dem ich die Welt besiegen kann. Ich sitze hier Tag für Tag und warte auf alltägliche Dinge die ich dann bewältigen muss. Es ist mir teilweise einfach zu öde um aktiv zu werden. Das Hirn schaltet ab und stellt auf durchzug. Ich brauche einfach eine Veränderung und dennoch sitze ich hier vor dem PC und mache was ich jeden Tag tue. 

Traurig.

 

 

 

08:43 - 14.08.2015

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