Brennender Morgen

Warum Free to play (F2P) die Zukunft ist

|

Vor einigen Jahren war der Gang durch den Computermarkt eine regelmäßige Beschäftigung. Für mich waren schon immer die neuesten Spiele interessant und so gab mir der Besuch im PC-Wonderland eine gute Möglichkeit die neuesten Schmuckstücke der Spielschmieden in die Hände zu bekommen. Ich muss zugeben, die 50€ waren mir in den meisten Fällen zuviel, gerade auch, weil ich selten wusste ob mir das Game wirklich gefällt oder nicht. Was ich meine ist, dass Bilder und Beschreibung, Pressekritik und Empfehlung von Freunden letzt endlich noch immer nicht bedeuten, dass ich mit dem Spiel auch wirklich zufrieden bin.

Heute gehe ich keine PC Spiele mehr im Laden kaufen. Heute geht das alles digital. Die Auswahl ist riesig und auch die Angebote. Nie war es so einfach ein Game zu kaufen, nie war es einfacher, sich in der unendlichen Auswahl zu verkalkulieren. Zwar gibt es mittlerweile auch eine Art digitale Rückerstattung bei Nichtgefallen - die ist jedoch streng eingeengt.

In den letzten Monaten ist das sogenannte Free to Play Model immer populärer geworden, vor allem weil es sich für die Entwickler solcher Spiele lohnt. Letzt endlich gibt man dem Spieler die Möglichkeit, das Game kostenlos und so langer man will, zu spielen. Änderungen am Style der Spielers, modifikationen an Equipment etc. muss jedoch erkauft werden. Man spielt sozusagen das Spiel im "light Modus". Das ist auch nicht weiter schlimm, so dass die meisten Spiele auch voll umfänglich spielbar sind - nur eben teilweise wenig auf die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche abstimmbar. Letzt endlich baut sich das Free2Play Game dadurch eine recht große Community auf, das ist wichtig bei Massen-Online-Spielen (MMOG). Wer dann nicht rumlaufen möchte wie 1000 andere, der muss zumeist (gegen Geld) Loot-Kisten/Boxen kaufen und kann damit seinen Spieler mit besonderen Farben, Mustern, Waffenlooks ausschmücken. Irgendwann will jeder, der das Spiel gut findet, etwas besonderes sein/haben und investiert.

Ich finde das, sehr fair. Gefällt mir ein Game, dann habe ich sowieso das natürliche Interesse daran, auch etwas zu investieren (neben der Zeit) und wenn ich das Spiel nicht mag, naja, dann lösche ich das Spiel und lass es eben bleiben. Ohne Frust kann man das Spiel also vollumfänglich ausprobieren und damit sicher sein - Ja, das Spiel, das passt zu mir.

Die dunkle Seite dieses Konzeptes ist eine Gradwanderung der Entwickler. Denn zuviel bezahlbarer Inhalt, zuviel Druck etwas kaufen zu müssen oder gar übervorteilung der kaufenden Spieler, kann das Spiel sehr schnell aus dem Gleichgewicht bringen. Dann springen die Spieler ab und damit auch potenzielle Käufer der Premiuminhalte. Gerade weil die Spiele auf eine große Online-Spielerschar ausgelegt ist, muss man ein Konzept entwickeln, dass eben nicht danach aussieht, dass man Geldgeil ist.

Schnell hört man auch, dass ein Spiel Pay2Win ist. Das bedeutet, man kann sich den Sieg im Spiel erkaufen. Es gibt durchaus Spiele die dies tun (Kaufe bessere Waffen, Panzerung, Schnelligkeit etc.) aber die sind schnell vom Markt und damit bleibt der Gewinn für die Spielentwickler.

Es gibt einige gute Beispiele wie Free2Play funktionieren kann. League of Legends, War of Tanks, H1Z1, Dirty Bomb... machen es vor.

Beste Grüße

20:37 - 17.08.2018

Vorherige Seite Nächste Seite
Beschreibung
English kann er auch nicht

«  September 2018  »
MonDieMitDonFreSamSon
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Home
Profil
Archiv
Freunde

Letzte Einträge
- Warum Free to play (F2P) die Zukunft ist
- Change 25.0
- Serien und andere falsche Welten
- Täglich grüßt das Murmeltier
- Für Oma
- Neuer Blog
- Ohne Ecken und Kanten bitte
- Wegwerfgesellschaft
- Happy Zwangwelt
- Vogelfrei

Freunde