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Nach 9 Tagen05:13, 19.11.2006 11 Kommentare Link
Tja, soweit der erste Eindruck. Mittlerweile bin ich schon ueber eine Woche hier, habe die meiste Zeit gearbeitet und schon haufenweise nette Leute kennengelernt.
Mein erster Job hat mich auf eine wohl eher kleine Farm gefuehrt, wo ich etwa fuenf Tage lang bei guter Bezahlung und niedrigem Steuersatz (fuer “Einheimische” 13 %) damit verbracht habe, mit dem Farmer, seinem Vater, zwei Mitarbeitern und einem anderen Bagpacker etwa 1000 Orangebaueme zu pflanzen, Fotos hoffentlich in wenigen Minuten online. Mein zweiter Job, den ich Freitag und Samstag und wahrscheinlich planmaessig fuer den Rest meines Aufenthaltes aufgebrummt bekommen habe, ist weniger prickelnd. Wein-und Weintrauebenplantage, die Pflanzen irgendwie zurecht stutzten, damit sie besser wachsen koennen. Wird nach Leistung bezahlt, das bedeutet fuer mich trotz intensiver Bemuehungen (irgendwann laesst die Konzentration einfach nach) nur etwa 50$, wenn ueberhaupt, pro Tag. Und das ist echt mies, reicht gerade mal, um die Ausgaben zu decken. Deshalb muss ich mir dringend was einfallen lassen, bin ja schliesslich zum Sparen hier. Mildura an sich hat sich als gar nicht so schlecht herausgestellt, immerhin ist in meinem 1500 Seelendorf daheim mitnichten mehr los. Hier gibt es die ganze Palette von Burgerking (hier Hungry Jacks genannt), McDonalds, KFC und Pizza Hut, ausserdem mehrere Supermaerkte, ein grosses Einkauscenter, eine schoene Bibliothek/Informationscenter, Park, ein paar Clubs usw. Kommt halt immer auf die Leute drauf an, mit denen man zusammen ist. Und davon hab ich schon jede Menge coole oder auch witzige oder skurrille getroffen. Einige Englaender/innen, mit denen ich auch gestern abend unterwegs war, ein paar nette Deutsche, 4 Schweden … macht keinen Sinn, die jetzt vorzustellen, ikhr werdet sie ja eh nie treffen. Hab auch schon die Bekanntschaft von zwei etwa gleichalten Fussballspielern aus Irland und Schottland gemacht, die in den besten Nachwuchsteams (angeblich) gespielt haben, aber auch Drogen (fast) aller Art sehr zugetan sind. Hab mit denen einen Johnny geraucht, mich nett unterhalten. Der eine, der gesagt hat, er hatte schon mal eine Herzattacke wegen zu viel Koks, hat eine Stimme, die sich so krass anhoert – in Verbindung mit seinem schottischen Dialekt – als ob er entweder eine Sprachbehinderung hat, oder ein Bayer waere, der auf die Insel ausgwandert ist, aber nie ganz seine Sprachfaerbung ablegen konnte. Das geht mir uebrigens aehnlich: jeder verdammte Idiot bemerkt, dass ich aus Deutschland komme, was aber nicht weiter schlimm ist, schliesslich bin ich ja stolz auf meine Herkunft. Jedenfalls waren die beiden am naechsten Tag hals ueber Kopf abgreist und den Zimmerkollegen haben jede Menge Bargeld, Passports, Ipods usw gefehlt. So kanns gehen, ein Glueck, dass die nicht in meinem Zimmer waren. Noch mal zu dem Buch, wo ich gelesen habe: Da wird eine etwas vollschlanke Schwaebin mit "ausgeprochen stilvollem Modegschmack" und starkem Idiom aufs Korn genommen. Naja, whatever. Im Hostel lese ich jedenfalls am Pinboard einen Eintrag in dem nach deutschen Buechern zum Austausch gefragt wird. Klasse, denk ich mir, geh gleich zu der angegebenen Zimmernummer... und jetzt ratet mal, wem ich ohne vorheriges Wissen mein Buch im Austausch fuer irgendeinen Krimi oder Thriller das Buch "Resturlaub" aushaendige. Naja, vielleicht erkennt sie sich ja wieder. ich halt euch auf dem Laufenden, meldet euch mal wieder regelmaessiger. Max Kommentar hinterlassen {Vorherige Seite} {Seite 15 von 21} {Nächste Seite } |
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