Er hat mich zu dem gemacht, was ich niemals sein wollte.

23:51, 7.02.2010. Von Cazadora Minera

 

Es hat gekribbelt, gekratzt und man hat tagelang vor dem Telefonhörer gewartet, nicht gegessen, nicht geschlafen und dabei eine unendliche Sehnsucht verspürt. Vielleicht hat man telefoniert, vielleicht hat man sich getroffen. Nach dem ersten Date wurde nicht geküsst, höchstens Händchen gehalten und dabei Gespräche geführt, lange, interessante Gespräche. Und irgendwann hat man sich dann doch getraut, vielleicht bei einem Regenschauer in einem Hauseingang oder bei einer der unendlich währenden Abschiedzeremonien und es war einfach schön. Man war ein Paar und verliebt. Jeder Kuss eine Explosion, jede räumliche Trennung ein erfüllter Weltuntergang, jeder Streit eine Katastrophe und jeder Moment mit dem Partner ein flatterhafter und trotzdem unvergesslicher Zeitraum ungestörten Glücklichsein.

„Weißt du das kommt davon, dass du alles fallen lässt, was sich in deine Arme fallen gelassen hat.“ – „Ich habe mein Bestes gegeben, siehst du das denn nicht? Ich wollte dich glücklich machen, aber du lässt es nicht zu...“ – „Nein, verdammt, gar nichts sehe ich. Nicht einmal dich. Ich sehe keine Hoffnung in dir, keine Liebe. Du bist farblos, du bist kalt. Ich höre nicht einmal mehr deine Worte, sie verlaufen sich im Wind. Du schaust mich an, doch deine Blicke treffen mich nicht mehr. Jeder Tag beginnt, als wäre er schon zu Ende. Warum nur? Sag es mir. Sieht du den gar nicht wie zerbrechlich ich bin? Siehst du nicht, dass es mir nicht gut geht ?“ – „Warum machst du es mir so schwer? Warum? Warum brichst du mir all meine Knochen und verhinderst, dass ich dich glücklich mache? Ich mag es nicht, wenn du unglücklich bist und wenn es dir schlecht geht. Ich will für dich da sein...“

Und dann diese Blicke von ihm...

„Ich wollte dir nie weh tun. Du bedeutest mir so viel.“ – „Es tut mir leid. Du bist mir nur so verdammt wichtig.“

Und seine Worte beruhigen mich und seine Umarmung zeigt mir, wie glücklich er mich doch immer noch macht...

Ich mochte unsere Tragik. Sie zeigt, dass nicht alles ein Klischee ist.

 

 

Schreib oder Schweig!.

Ausgesprochenes