21:35, 20.07.2007
Tess Gerritsen: Akte Weiß: Das Geheimlabor / Tödliche Spritzen
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Akte Weiß: Das Geheimlabor / Tödliche Spritzen
Tess Gerritsen
Kurzbeschreibung
Zwei fesselnde Romane von Tess Gerritsen, die sich als Top-Autorin von Medizin-Thrillern international einen Namen gemacht hat, sorgen für atemlose Lesespannung!
Das Geheimlabor
Brisantes Beweismaterial über illegale Forschungen bringt Cathy in Lebensgefahr und weckt in Dr. Victor Holland den Beschützerinstinkt, sie zu retten. Zumal es seine Schuld ist, dass die Hetzjagd auf die Frau, die er liebt, eröffnet ist!
Tödliche Spritzen
Ein Kunstfehler bei einer Operation kostet eine Frau das Leben. Dr. Kate Chesne gerät unter Verdacht. Erst als eine weitere Frau stirbt, beginnt der Anwalt David Ransom zu ahnen, dass Kate unschuldig ist und das nächste Opfer sein könnte. Er spürt, dass die schöne Ärztin seine Hilfe braucht, und will alles tun, um sie zu beschützen ...
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Meine Meinung
Das Geheimlabor beginnt in allerbester Thrillermanier mit einer Verfolgungsjagd durch den Wald, und diese Tempo wird weitestens über die folgenden 200 Seiten durchgehalten. Nun ja, wenn man versucht, die Handlung auf 200 Seiten zu begrenzen, muss das wohl auch so sein.
Allerdings empfand ich die Handlung in diesem Buch zum Teil unlogisch und übertrieben. Cathy und Victor werden von einem Profikiller verfolgt, der sich wie ein Elefant im Porzellanladen verhält und mich an dern Terminator erinnert hat. Die Romanze entwickelt sich unheimlich schnell. Auf im weiteren Verlauf sind mir einige Dinge aufgefallen, die bei mir heftiges Stirnrunzeln hervorgerufen haben, auf die ich aber nicht eingehen möchte, um nicht zu viel zu verraten. Das Ende ist dann tatsächlich auch noch filmreif...
Trotzdem hat mir der Roman einen unterhaltsamen Lesetag beschert. Man sollte nur vielleicht nicht ganz so kritisch auf die Handlungsdetails schauen.
Tödliche Spritzen passt meiner Meinung nach sowohl in die Schublade Romantic Thriller als auch in die Schublade Medizinthriller.
Als bei einer Operation eine Frau stirbt, wird der jungen und gewissenhaften Anästhesistin Kate ein Kunstfehler angelastet, dessen sie sich nicht schuldig fühlt. Angeblich soll sie eine Unregelmäßigkeit auf dem EKG der Patientin übersehen haben. Der Anwalt David Ransom, der die Eltern der Patientin vertritt, glaubt zunächst an einen einfachen Fall, wird aber schnell skeptisch und wähnt Kate in einer Gefahr,..
Da dieser Roman wieder nur rund 200 Seiten umfasst, entwickeln sich hier Handlung und Liebesgeschichte ebenfalls recht schnell. Ich fand die Geschichte spannend, die Charaktere sympatisch und die Auflösung nicht vorhersehbar, von daher hat mich der Roman sehr gut unterhalten. Unlogische Stellen wie im ersten Teil sind mir nicht aufgefallen. Mir hat es gefallen, ist aber nichts außergewöhnliches.
21:31, 20.07.2007
Kai Meyer: Die Wasserweber (Wellenläufer-Trilogie Teil 3)
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Die Wasserweber
Wellenläufer-Trilogie 3
Kai Meyer
Kurzbeschreibung
Ein gewaltiger Mahlstrom überzieht die Karibische See. Noch kann die schwimmende Stadt Aelenium ihm trotzen. Doch Heere von Klabautern rücken näher. Der Kreis um Aelenium schließt sich. Nur die Wellenläufer können den Untergang aufhalten: Jolly und Munk tauchen hinab zur Wurzel des Mahlstroms. Während ihre Freunde in Aelenium den Kampf aufnehmen, wandern die beiden Quappen über den Grund der Tiefsee. Durch bizarre Felslabyrinthe und Vulkanschluchten führt sie ihr Weg bis zu den Trümmern einer versunkenen Stadt. Hier stoßen sie auf das Mädchen Aina, das seit Jahrtausenden auf dem Meeresgrund gefangen gehalten wird. Im schwarzen Abgrund eines Tiefeseegrabens treffen sich die Muschelmagier zum letzten Gefecht.
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Meine Meinung
Während sich die beiden Quappen Jolly und Munk auf den Weg zum Schorfenschrund machen, um den Mahlstrom zu besiegen, gilt es für die Piratenprinzessin Soledad, den jungen Griffin und die anderen Gefährten, die Seesternstadt Aelenium gegen die Angriffe von Klabautern und Piraten zu verteidigen.
Das Finale der Wellenläufer-Trilogie ist sehr spannend. Jedesmal, wenn es am Meeresboden besonders interessant wird, erzählt das nächste Kapitel von den Kämpfen in der Seesternstadt und umgekehrt.
Der Einfallsreichtum von Kai Meyer hat mich wirklich fasziniert, und ebenfalls besonders gut gefallen hat mir, wie die gegensätzlichen und anfangs recht selbstsüchtigen Charaktere zu sehr guten Freunden werden und füreinander einstehen.
Ein tolles Buch, und meiner Meinung nach das Beste der Trilogie.
11:34, 15.07.2007
Kai Meyer: Die Muschelmagier (Wellenläufer-Trilogie 2)
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Die Muschelmagier
Wellenläufer-Trilogie 2
Kai Meyer
Kurzbeschreibung
Eine Nebelwand schützt Aelenium vor den Blicken der Welt. Die schwimmende Stadt in der Karibik ist Wächter des gefährlichen Mahlstroms, der in der Tiefe des Meeres lauert. Aber Aelenium hat versagt. Während hinter dem Horizont der Mahlstrom die See verschlingt, ruht die letzte Hoffnung auf den Wellenläufern. Jolly und Munk werden in den Korallenpalästen der Stadt auf den Kampf gegen den Mahlstrom vorbereitet. Doch Jolly sehnt sich zurück nach ihrem Leben als Piratin. Als Klabauterheere vor Aelenium aufmarschieren, beginnt für sie eine abenteuerliche Flucht: Über magische Brücken und dunkle Meere, durch wilde Dschungel und auf verlassene Inseln führt ihre Reise. Als Munk sie vor eine Entscheidung stellt, beginnt der Kampf um die Magie der Muscheln.
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Meine Meinung
In der Seesternstadt Aelenium werden Jolly und Munk auf die von ihnen erwartete Aufgabe vorbereitet und lernen dort eine Reihe neuer Fähgkeiten kennen. Auch die anderen Gefährten übernehmen neue Aufgaben, so dass sich die Wege der Gefährten vorübergehend wieder trennen.
Jolly kann allerdings ihren Piratenziehvater Bannon nicht vergessen - und macht sich ungeachtet ihrer Aufgabe auf die Suche nach ihm.
Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass die dunkle Bedrohung viel weiter recht, als zunächst angenommen wurde...
Auch dieser Teil hat mir wieder gut gefallen. Besonders haben mir wieder die Quappen mit ihren speziellen Fähigkeiten gefallen, aber auch die Freundschaft, die sich zwischen den einzelnen Figuren entwickelt. Nicht so passend fand ich die Geschichte um den Mann im Wal, aber vielleicht erfolgt dazu im dritten Teil noch eine Aufklärung.
Was mir im ersten Teil an Spannung ein wenig fehlte, war in diesem auf jeden Fall da. Dieses Buch endet erneut mit einem offenen Ende, so dass man die Trilogie unbedingt als ganzes lesen sollte!
16:51, 13.07.2007
Tess Gerritsen: Gefährliche Begierde
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Gefährliche Begierde
Tess Gerritsen
Kurzbeschreibung
Hat Miranda Wood wirklich seinen Halbbruder Richard umgebracht? Anfangs ist Chase Tremain fest davon überzeugt: Schließlich war sie Richards Geliebte, und in ihrem Bett wurde er erstochen aufgefunden. Aber mit jedem Tag, den Chase an dem Fall arbeitet, wachsen seine Zweifel: Keine Mörderin kann eine so verletzliche Ausstrahlung haben! Doch wenn die Frau, deren Charisma ihn so fesselt, es nicht war – wer hat Richard dann auf dem Gewissen? Chase muss den Mörder ohne Gesicht finden, um Miranda zu retten... |
Meine Meinung
Wer etwas Ähnliches wie Die Chirurgin erwartet, wird von diesem Gerritsen sicherlich enttäuscht sein. Dieses Buch würde ich als Romantic Thriller einordnen - also ein Spannungsroman mit Liebesgeschichte. Und als solcher hat er mir gut gefallen: die Figuren waren mir sympatisch, die Geschichte fand ich spannend und das Ende ist so, wie es sich für ein solches Buch gehört - mehr brauche ich nicht, um mich mal zwei Abende gut unterhalten zu lassen.
18:45, 12.07.2007
Kai Meyer: Die Wellenläufer (Wellenläufer-Trilogie 1)
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Die Wellenläufer
Wellenläufer-Trilogie 1
Kai Meyer
Kurzbeschreibung
Jolly ist ein 14-jähriges Mädchen, das an der Seite von Piratenkapitän Bannon schon einige Kaperzüge unternommen hat. Für den Freibeuter ist sie eine unschätzbare Hilfe, denn sie kann auf Wasser gehen. Nach einem Erdbeben an der karibischen Küste waren eine ganze Reihe von Kindern mit dieser Fähigkeit geboren worden. Inzwischen scheint Jolly jedoch die Einzige von ihnen zu sein, die noch am Leben ist. Umso erstaunter ist sie, als sie auf einer abgelegenen Insel auf einen Jungen trifft, der über das gleiche Talent verfügt: Munk, der Sohn eines Tabakfarmers mit zwielichtiger Vergangenheit. Doch das Mädchen hat nicht viel Zeit, sich über diesen Zufall Gedanken zu machen, denn ein geheimnisvoller Geisterhändler stattet der Insel einen Besuch ab, um die Kinder ihrer Bestimmung entgegenzuführen. |
Meine Meinung
"Die Wellenläufer" ist mal eine etwas andere Art von Jugendfantasy. Es handelt von Kindern, die auf Wasser laufen können, und auch die anderen Figuren / Fantasyelemente sind interessant: Muschelmagie, Klabauter, Geister, die die Arbeit auf Plantagen und Segelschiffen übernehmen, ...
Im Laufe des Buches findet sich mit Jolly, die unter Piraten groß geworden ist, Munk, dem Geisterhändler und ein paar weiteren Personen eine bunte Gruppe zusammen, die sich gemeinsam an die Aufgabe machen, das Böse, das die Welt bedroht, abzuwehren.
Das Buch hat mir aufgrund der andersartigen Fantasy-Elemente gut gefallen. Es lässt sich gut lesen, ich hätte mir aber ein bißchen mehr Spannung gewünscht. Aber gut, es geht ja erst los, die Gefährten mussten erstmal zusammenfinden, und da endet auch schon fast das Buch. Es ist eindeutig als Trilogie ausgelegt, und nur dieses Buch zu lesen macht überhaupt keinen Sinn. Wie gut, dass ich die beiden anderen Bände schon besitze.
18:21, 9.07.2007
Patricia Cornwell: Brandherd
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Brandherd
Patricia Cornwell
Kurzbeschreibung
Ein unheimlicher Brief macht der Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta zu schaffen: Carrie Grethen kündigt ihre Rückkehr an. Plötzlich holen Kay damit die Schrecken der Vergangenheit wieder ein, denn vor fünf Jahren hatte sie die gerissene Komplizin eines Serienmörders hinter Gitter gebracht. Kurz darauf gelingt Carrie tatsächlich die Flucht aus der Psychiatrie. Kay weiß, dass der Alptraum von einst wieder begonnen hat, und plötzlich wird sie zur zentralen Schachfigur in einem diabolischen Spiel. |
Meine Meinung
Kay Scarpetta wird zu dem bis auf die Grundmauern abgebrannten Anwesen eines Medienmoguls gerufen: eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche wurde gefunden. Zur gleichen Zeit erhält Kay einen Drohbrief der Mörderin Carrie Grethen (die schon in "Vergebliche Entwarnung" und "Die Tote ohne Namen" vorkam - sollte man von daher besser vorher gelesen haben!). Kurz darauf flieht Carrie aus der psychiatrischen Anstalt, in der sie untergebracht war.
Klar, es gilt die Tote zu identifizieren, die Ursache für den Brand und ggf. den Täter ausfindig zu machen sowie Carrie Grethen aufzuspüren.
Ich lese ganz gerne Krimi/Thriller-Reihen. Wenn die Hauptfiguren sympatisch sind, freue ich mich bei jedem neuen Band auf das Wiedersehen mit alten Bekannten. Ist die Handlung um das Privatleben dieser Figuren spannend genug, finde ich es nicht so schlimm, wenn der eigentliche Kriminalfall mal nicht so toll ist oder eher in den Hintergrund rückt.
Bei der Kay Scarpetta-Reihe stört mich aber schon seit längerem, dass Frau Cornwell viel des B-Plots zwischen die einzelnen Bücher legt, und sich dadurch für jedes Buch die Fakten so zurechtbiegt, wie sie sie gerade zu brauchen meint. Da stirbt schon mal Kays Lebensabschnittsbegleiter. Oder aus einem hochintelligenten Psychopathen wird ein drogenabhängiger Psychopath. (Weil Frau Cornwell ihre hochintelligente Figur anscheinend sonst nicht unschädlich hätte machen können?)
In diesem Buch ist Nichte Lucy hoppladihopp nicht mehr beim FBI sondern beim ATF (Behörde die Brandursachen ermittelt), kann Hubschrauber fliegen und hat sogar eine Fluglehrerlizenz. Und das in einem Zeitraum von etwa einem halbem bis max. eineinhalb Jahren, soweit ich das nachvollzogen habe und mich nicht hinsichtlich ihres bisherigen Könnens irre. Und bzgl. Carrie Grethen hat sich ergeben, dass sie viiiel tiefer in den früheren Fällen drin steckte als am Ende der Bücher rauskam, in denen diese erzählt wurden, so dass sich diese Figur zu einer viel gefährlicheren Person wandelt.
Der eigentliche Krimifall in diesem Buch ist recht spannend. Ich war zwar zwischenzeitlich kurz davor, das Buch zur Seite zu legen, doch dann ergaben sich Zusammenhänge, die mich bei der Stange hielten, und ich habe es nicht bereut. Die Teile, in denen sich Kay und Lucy ihr übliches Gezicke gaben, habe ich großzügig überflogen. Für die Auflösung fügt sich irgendwie alles zusammen, es bleiben aber auch viel Fragen offen. Unnötig fand ich aber das Actionfinale, das besser ins Kino und zu Bruce Willis als zu einer Gerichtsmedizinerin gepasst hätte. Ganz nebenbei wird dann auch noch ein noch offener, in einem früheren Buch aufgetretenen Fall aufgeklärt, dessen Auflösung ich schon vermisst habe.
Wenn ich jetzt mal ganz großzügig Frau Cornwells Fakten-Hindreherei, das übertriebene Action-Finale und den groben Reihen-Übersetzungsfehler (Kay und Marino siezen sich, nachdem sie sich schon mind. zwei Bücher lang geduzt haben) übersehe, dann bleibt immerhin ein spannender Krimi/Thriller übrig.
15:54, 6.07.2007
Matt Ruff: Ich und die anderen
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Ich und die anderen
Matt Ruff
Kurzbeschreibung
Für den fünfjährigen Jake Honigpops, für Tante Sam Kräutertee und für Seferis gesalzene Radieschen: Es ist gar nicht so leicht, jeden Morgen die Bedürfnisse aller Hausbewohner zu befriedigen. Aber eigentlich hat Andrew Gage sich und seine »anderen« ganz gut im Griff. Andrew hat eine Multiple Persönlichkeitsstörung; mit Unterstützung einer engagierten Psychologin hat er es jedoch geschafft, für die vielen Ich-Abspaltungen in seinem Kopf ein imaginäres Haus zu konstruieren.
Eine strenge Hausordnung ist der Garant dafür, daß Andrew sich im wirklichen Leben behaupten kann. Doch die Grundmauern des Geisterhauses beginnen stark zu wackeln, als Andrews Chefin Julie, Gründerin einer Firma, die sich mit virtueller Realität befaßt, die junge Penny Driver einstellt. Denn Penny ist ebenfalls multipel – nur weiß sie das noch nicht. Ob die nymphomane Loins, die lauthals fluchende Maledicta oder die gewalttätige Malefica: Wann immer eine ihrer verschiedenen »Seelen« die Herrschaft über Leib und Geist gewinnt, kommt es zu einem Blackout.
Julie glaubt, daß Andrew Penny helfen könnte, doch allzu schnell läuft die Situation aus dem Ruder und Andrews filigranes Seelengefüge droht ebenfalls aus dem Gleichgewicht zu geraten. Den beiden bleibt nur eins: Sie müssen sich dem dunkelsten Kapitel ihres Lebens stellen. So finden sich Penny und Andrew – inklusive einem Dutzend Seelen auf dem Rücksitz – auf einem irrwitzigen Roadtrip quer durch Amerika wieder, der sie mit ihren traumatischen Kindheitserlebnissen konfrontiert. Und plötzlich steht die Frage im Raum, ob Andrew in seiner Vergangenheit einen Mord begangen haben könnte …
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Meine Meinung
Andrew Gage ist eine Multiple Persönlichkeit. Seine psychologische Störung hat er allerdings gut im Griff: In seinem Kopf existiert ein Haus, in dem alle seine Persönlichkeiten - seine Seelen - in (mehr oder weniger) friedlichem Miteinander wohnen. Andrew hat die Hauptkontrolle über den Körper, tritt überwiegend nach Außen in Erscheinung und legt fest, wer von den anderen wann und wie oft auch "nach draußen" darf.
Eines Tages stellt ihm seine Chefin ein Mädchen namens Penny vor, welches an der gleichen Störung leidet, sich dieser aber nicht bewusst wird. Andrew soll ihr helfen - und damit beginnt seine Kontrolle langsam zu bröckeln.
Während Andrew und Penny sich besser kennen lernen, bricht Andrews mühsam aufgebaute Ordnung langsam auseinandere, bis sich die beiden auf den Spuren von Andrews Vergangenheit auf eine Reise quer durch die USA begeben.
Matt Ruff erzählt aus zwei abwechselnden Perspektiven - Andrews und Pennys - ihr gegenwärtliches Leben und zu kleinen Teilen auch aus ihrer Vergangenheit. Es geht hauptsächlich darum, wie die beiden mit ihrer Situation klar kommen, und nur am Rande darum, wie es dazu kam. Besonders gut gefallen hat mir dabei, wie sich Andrew und Penny sowie ihre anderen Seelen gegenseitig beschützen und ergänzen, bzw. sich in Bezug auf die gerade nach außen tretenden Seele verhalten.
Das Buch hat einen angenehmen. leisen Humor, ist aber auch ein wenig traurig und erschütternd. Lesen lässt es sich sehr gut, und obwohl Pennys Teile in 3. Person und Präsens geschrieben sind - ein Schreibstil, den ich normalerweise nicht mag - fand ich es hier passend und konnte mich ganz gut daran gewöhnen. Die Perspektivwechsel waren für mich leicht nachzuvollziehen, verwirrt hat mich allerdings ein wenig, dass die einzelnen Perspektiven zeitlich nicht immer nacheinander stattfinden, sondern sich überschneiden, so dass ich immer ein paar Seiten brauchte, um genau zu wissen, wann etwas passiert.
Das Buch mir gut gefallen. Das Thema fasziniert mich irgendwie, das Buch war spannend und unterhaltsam gelesen, und für es spricht auch, dass ich es in 6 Tagen durch hatte.
22:20, 30.06.2007
J. D. Robb: Im Tod vereint
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Im Tod vereint
J. D. Robb
Kurzbeschreibung
Hat Reva wirklich ihren Ehemann und seine Geliebte kaltblütig ermordet? Eve Dallas ist von ihrer Unschuld überzeugt und vermutet, dass die Drahtzieher des Verbrechens etwas mit Revas Geheimdiensttätigkeit zu tun haben. Im Auftrag der Regierung sollte sie zusammen mit ihrem Mann ein Computerprogramm gegen Techno-Terroristen entwickeln. Eves Nachforschungen führen sie mitten ins Herz des staatlichen Sicherheitsapparates - und bald darauf drohen Doppelagenten und Techno-Terroristen Roarke damit, seine Ehe zu zerstören, sollte Eve ihre Ermittlungen nicht einstellen.
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Meine Meinung
Auf das Wiedersehen mit Eve, Roarke & Co. freue ich mich bei jedem neuen Buch dieser Reihe, und auch dieses Mal waren fast alle wieder mit von der Partie. (Ich weiß, ich schreibe es jedes Mal, aber falls jemand erst heute dazuschaltet: die Eve Dallas-Reihe MUSS man in der richtigen Reihenfolge lesen, sonst hat man definitiv keinen Spaß dran!)
Der Krimiplot hat mich diese Mal allerdings nicht so begeistert (aber deswegen alleine liest man diese Bücher ja nicht.  ) Hinter dem Doppelmord, den Eve zu untersuchen hat, scheint mehr zu stecken als die eifersüchtige Ehefrau, die der erste Eindruck als Täterin dastehen lässt. So schlimm wie die im Klappentext angekündigten Techno-Terroristen mich befürchten ließen wurde es aber auch nicht, der Spionagethriller-Eintrag hat mir allerdings nicht so zugesagt, das ist sowieso eine Thrillergattung, die ich tendenziell eher meide. Dennoch legt sich Eve mal wieder mit den Großen an... und wer am Ende gewinnt, könnt Ihr Euch sicher denken.
Und es werden wie jedes Mal ein paar Geheimnisse aus Eves Vergangenheit aufgedeckt. Als Fan muss man es also lesen
20:20, 29.06.2007
Patricia Cornwell: Der Keim des Verderbens
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Der Keim des Verderbens
Patricia Cornwell
Kurzbeschreibung
Auf einer Mülldeponie in Virginia wird eine Leiche ohne Kopf und Gliedmaßen entdeckt. Es ist nicht die Erste, die man so auffindet, und die Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta, gerade erst aus Irland zurückgekehrt, vermutet sogar einen Zusammenhang zu einer Mordserie, die sie auf der Grünen Insel untersucht hat. Die Medien, durch eine undichte Stelle bei der Polizei informiert, stürzen sich auf den Fall und bedrängen Scarpetta mit Spekulationen. Ein profilierungssüchtiger Polizeibeamter macht ihr zusätzlich das Leben schwer. Und dann nimmt der Täter, der sich „deadoc“ nennt, per Email Kontakt zu ihr auf und schickt ihr über das Internet Fotos von der zerstückelten Leiche. Bei der Obduktion werden jedoch eindeutige Unterschiede zu den vorangegangenen Fällen offenbar. Vor allem ein mysteriöser Hautausschlag an der Leiche bereitet Scarpetta Kopfzerbrechen. Als auf einer kleinen Insel vor der Küste Virginias ein weiteres weibliches Opfer gefunden wird, bestätigt sich ihr Verdacht, dass sie es mit einem anderen Täter als dem von ihr anfangs vermuteten Serienmörder aus Irland zu tun hat. Es stellt sich heraus, dass beide Opfer mit einem tödlichen Virus infiziert waren. Ein Wettlauf mit dem Tod beginnt: Fieberhaft arbeitet Scarpetta mit den Experten von Armee und Gesundheitsbehörde zusammen, um den Erreger zu identifizieren und eine Verbreitung der Seuche zu verhindern ...
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Meine Meinung
Der Anfang ist spannend und vielversprechend, eine Mordserie mit zerstückelten, unidentifizierten Leichen, das klingt nach einer tollen Aufgabe an der sich eine Gerichtsmedizinerin wie Kay Scarpetta mal wieder richtig austoben kann. Beim jüngsten Fall allerdings ist einiges anders... Kay schnippelt und ermittelt, wie immer unterstützt von Benton Wesley, Marino und Nichte Lucy. Ich fand das Buch nicht langweilig, bin aber über einiges gestolpert, was mir unlogisch erschien, fand das Ende nicht so toll und stand am Ende mit einer Menge ungeklärter Fragen da.
Vielleicht gehe ich zur Zeit schon mit einer leicht negativen Grundeinstellung an die Kay Scarpetta-Bücher ran, dass ich an den letzten immer was auszusetzen hatte. Trotzdem, dieses hat mir ein wenig besser gefallen als der Vorgänger Trübe Wasser sind kalt, und da der Folgeband schon bei mir subbt, werde ich den wohl auch noch lesen.
15:32, 24.06.2007
Patricia Cornwell: Trübe Wasser sind kalt
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Trübe Wasser sind kalt
Patricia Cornwell
Kurzbeschreibung
Kay Scarpetta wird zu einem mysteriösen Fall gerufen: Die Leiche eines Reporters wurde auf einem alten Schiffsfriedhof entdeckt. Was trieb den jungen Mann dazu, zwischen ausrangierten U-Booten und Frachtern der US-Marine zu tauchen? Bei ihren Nachforschungen gerät Kay in einen Strudel des Bösen, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint.
7. Teil der Kay Scarpetta-Reihe
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Meine Meinung
Das Buch beginnt zunächst mit dem Auffinden des toten Reporters recht spannend. Wer hat ihn getötet und warum? Ist er bei seinen Recherchem jemandem auf die Füße getreten? Warum scheint das Militär die offiziellen Ermittlungen behindern zu wollen? Und was hat es damit auf sich, dass an Kays Auto die Reifen zerstochen werden?
Während die Ermittlungen langsam fortschreiten, kommen immer neue Aspekte zum Vorschein. Eine böse Sekte. Radioaktivität. Ein geheimnisvoller Hacker. ... Urplötzlich fügen sich alle diese Bestandteile zu einem Gesamtbild zusammen, nachdem Kay alles schon fast im Alleingang, lediglich unterstützt von Captain Marino und ihrer Nichte Lucy, rausgefunden hatte. (Dieses Gesamtbild war für mich nicht 100 %ig logisch und nachvollziehbar.)
Kay ist in diesem Fall etwas wie eine Überheldin: kann alles, weiß alles, und hat auch am Ende fast alleine die Idee, wie die am Ende eintretende Katastrophensituation zu lösen ist.
Insgesamt war mir das alles zu viel des Guten, und bestimmt nichts, von dem ich erwarten würde, dass eine Gerichtsmedizinerin (selbst wenn sie zeitgleich dem FBI angehört) es löst. Dialoge habe ich zum Teil zweimal gelesen, und immer noch nicht so ganz verstanden, was das jetzt alles soll.
Außerdem hielt sich meiner Meinung nach der Reiz der Rahmenhandlung, die für mich ein wichtiger Bestandteil solcher Krimi-Reihen ist, sehr in Grenzen. Die schwierige Lucy ging mir auf den Keks, Kays gluckenhafte Besorgnis um Lucy auch, und auch ansonsten gibt es nichts, was sich weiterzuverfolgen lohnt.
Während ich die ersten Kay Scarpetta-Bücher alle sehr gerne gelesen habe, lassen die letzten meiner Meinung nach doch ein wenig ab. Ich hoffe, dass die folgenden Bücher etwas besser werden (auch die Amazon-Rezensionen nicht viel Anlass zur Hoffnung geben). Was von Patricia Cornwell noch auf meinem SUB liegt, bekommt wahrscheinlich eine Chance, alles weitere entscheidet die Entwicklung, die diese Bücher nehmen.
15:17, 24.06.2007
Charlotte Brontë: Jane Eyre
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Jane Eyre
Charlotte Brontë
Kurzbeschreibung
Schottland, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die junge Waise Jane Eyre erlebt im Haus ihrer Tante eine leidvolle Kindheit. Als sie gegen die ständigen Schikanen rebelliert, schickt man sie auf ein Internat. Dort ist das Leben streng geregelt und die Mahlzeiten karg, dafür erfährt Jane zum ersten Mal Freundschaft und Verständnis. Mit achtzehn Jahren nimmt sie eine Stellung als Hauslehrerin in Thornfield Hall an, wo sie Adèle, die uneheliche Tochter des Hausherrn, betreut. Zu ihm, dem düsteren, jähzornigen Edward Rochester, fühlt sie sich bald hingezogen - ohne Hoffnung auf Erwiderung ihrer Liebe, da sie selbst weder schön noch vornehm ist. Um so glücklicher ist sie, als Rochester, beeindruckt von Janes Aufrichtigkeit, Intelligenz und Mut, ihr eines Tages einen Heiratsantrag macht. Doch kurz vor der Hochzeit enthüllt sich ihr das finstere Geheimnis von Thornfield Hall... |
Meine Meinung
Zunächst einmal ist uns in der Leserunde aufgefallen, dass diese Ausgabe nur etwas halb so viele Seiten umfasst wie andere deutsche Ausgaben von Jane Eyre. Es steht zwar eindeutig "ungekürzte Ausgabe" drin, da das Buch aber weder überdimensional groß noch in Mikroschrift geschrieben ist, kann das nicht so ganz hinkommen.
Dennoch, wo ich schon dabei war, habe ich es auch zu Ende gelesen, und ich muss sagen, dass mir das Buch ausgesprochen gut gefallen hat.
Es ist die Lebens- und Liebesgeschichte eines Waisenkinds, das an verschiedenen Stationen seinen Platz im Leben sucht. Jane Eyre entwickelt sich für die damalige Zeit in eine sehr moderne und emanzipierte junge Frau. Sehr angenehm überrascht war ich von der Sprache, die wenig alt anmutet und deshalb sehr leicht zu lesen war. Außerdem empfand ich das Buch durchweg spannend, es gab einige Geheimnisse aufzudecken und auch die Kapitel endeten häufig so, dass man immer wissen wollte, wie es weitergeht. Wieviel davon an der Übersetzung bzw. an meiner angeblich ungekürzten aber
offensichtlich doch weniger umfangreichen Ausgabe lag, kann ich nicht einschätzen, gefehlt hat mir irgendwie nichts.
Insgesamt war es ein sehr schönes Buch, gut zu lesen und auch spannend, mit einem schönen Ende. Einschließlich Klassiker-Bildungs-Bonus ist mir das die Bestnote wert.
20:07, 12.06.2007
Bernhard Hoëcker: Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers
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Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers.
Mit Geocaching zurück zur Natur
Bernhard Hoëcker
Klappentext
Geocaching ist die moderne Schnitzeljagd. Caches sind wasserdichte Tupperdosen - als Schätze in Wäldern verscharrt, in Seen versenkt oder unter Parkbänke geklebt. Jede freie Minute begibt sich Bernhard Hoëcker auf Schatzsuche: Ausgerüstet mit dem GPS-Empfänger knackt er querfeldein die verschlüsselten Koordinaten. Mit viel Humor erzählt er von seinen außergewöhnlichen Abenteuern und erklärt alles, was man über Geocaching wissen muss.
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Meine Meinung
Zunächst einmal sollte ich klarstellen, dass meine Meinung wohl nicht ganz objektiv ist, weil ich auch zu denen gehöre, die gelegentlich auf der Suche nach Tupperdosen durch Wälder und über Wiesen stolpert. Von daher war dieses Buch für mich ein absolutes Muss.
Bernhard Hoëcker weiß wovon er schreibt. Geocaching ist sein Hobby, von daher bekommt man einen sehr guten Einblick in diese Art der Freizeitgestaltung. Wie zu erwarten, beschreibt er dieses natürlich etwas überzogen und hat das eine oder andere Detail mit Sicherheit dazuerfunden.
Insgesamt werden jedoch alles Aspekte des Geocachens angesprochen, und ich denke, um einen unterhaltsamen Einblick zu bekommen, ist dieses Buch sicherlich gut geeignet. Es lässt sich gut lesen, der Schreibstil erhebt erwartungsgemäß keinen Anspruch auf literarische Höherwertigkeit sondern ist eher so, wie dem Hoecker der Schnabel gewachsen ist. Das Buch ist gespickt mit unzähligen, eher unwichtigen Fußnoten - weil der Autor das für lustig befand. (Man kann sie ja auch auslassen ;)
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, beschreibt er doch die vielen Situationen, in die man als Cacher so geraten kann, immer mit viel Witz, so dass ich schon diverse Mal lachen musste.
Einziges Manko: die vielen Anglizismen. Gut, die größte Geocaching-Internetplattform ist nun mal auschließlich englischsprachig, wodurch sich viele Anglizismen in den allgemeinen Cachersprachgebrauch einschleichen. Alles zu übersetzen wäre sicherlich blödsinnig, aber wenn man statt "Owner" "Besitzer" und statt "Trade" "Tausch" geschrieben hätte, hätten es sicherlich trotzdem alle verstanden. Aber das ist die einzige mit störende Kleinigkeit.
Wer neugierig ist, wie das mit dem Geocachen wohl so ist, hat hiermit eine amüsante Möglichkeit, mehr darüber zu erfahren, und ich würde es auch weiterempfehlen.
Wer ganz allgemein mehr über Geocaching erfahren will, kann sich zum Beispiel unter www.geocaching.de informieren.
14:19, 27.05.2007
Helene Hanff: 84, Charing Cross Road
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84, Charing Cross Road
Helene Hanff
Klappentext
Durch Zufall stößt die Bühnenschriftstellerin Helen Hanff Ende der vierziger Jahre auf die Adresse der Buchhandlung Marks & Co. Eine neue Quelle für schwer aufzutreibende Bücher? Die Autorin greift zur Feder, ohne zu ahnen, dass ihre Zeilen der Beginn einer jahrzentelangen Brieffreundschaft sind. Zunächst ist die Korrespondenz zwischen ihr und dem Londoner Buchhändler allein von der gemeinsamen Leidenschaft für Bücher geprägt. Doch mit der Zeit werden die Briefe persönlicher, und schließlich erreichen sie eine Vertrautheit, wie man sie sonst nur zwischen wirklich guten Freunden findet.
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Meine Meinung
Diese kleine Büchlein ist einfach wunderschön...
Es ist eine Auswahl aus dem Briefverkehr von Helene Hanff mit der Buchhandlung Marks &
Co in der 84, Charing Cross Road in London. Was zunächst als rein geschäftliche Briefe
beginnt (Helene Hanff ist auf der Suche nach schönen aber auch günstigen antiquarischen
Ausgaben bestimmter Bücher, die sie sich nach New York schicken lässt), entwickelt sich zu
einem freundschaftlichen, aber auch persönlichen Briefwechsel, in dem sie sich immer
wieder über Bücher, ihre Arbeit aber auch Familie und sonstige Alltagsdinge auslässt. Die
Briefe sind humorvoll und liebenswert und das Büchlein ist schnell - leider viel zu
schnell - durchgelesen.
Normalerweise lese ich ja selten solche biographischen Sachen, dieses ist aber eindeutig
lesenswert!
14:00, 27.05.2007
Stephenie Meyer: Bis(s) zum Morgengrauen
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Bis(s) zum Morgengrauen
Stephenie Meyer
Klappentext
"Es gab drei Dinge, deren ich mir absolut sicher war:
Erstens, Edward war ein Vampir.
Zweitens, ein Teil von ihm - und ich wusste nicht, wie mächtig dieser Teil war - dürstete nach meinem Blut.
Und drittens, ich war bedingungslos und unwiderruflich in ihn verliebt."
Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Isabelle Swan ihren Umzug in die langweilige, verregnete Kleinstadt Forks kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den undurchschaubaren und uniderstehlichen Edward kennen lernt. Mit aller Macht fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und riskiert dabei mehr als ihr Leben...
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Meine Meinung
Zum Glück für Edward ist nur eine Romanfigur, ansonsten wäre der Ärmste vermutlich genauso von kreischenden, weiblichen Teenagern umringt wie der Sänger von Tokio Hotel, wenn ich mir den Hype um dieses Buch in Internetforen so ansehe. Ich wollte mir meine eigene Meinung dazu bilden und habe das Buch jetzt selber gelesen.
Die Einblicke in das Leben von Edward und seiner Familie war faszinierend und auch die Beziehung von Bella zu Edward hatte anfangs ihre reizvollen Seiten. In der Mitte jedoch fand ich das Buch etwas langatmig, da es kaum noch um was anderes ging, und ich habe mich gefragt, was wohl noch passieren soll. Gegen Seite 400 wird das Buch urplötzlich zum Thriller - sehr spannend, das war der Teil, wo ich das Buch kaum aus den Händen gelegt habe. Den Ausgang dieses Teils fand ich vorhersehbar, aber dennoch aufregend. Die letzten 50 Seiten ähneltem dann leider wieder dem Mittelteil...
Dennoch, ich kann die Begeisterung der (hauptsächlich) jungen Mädchen über dieses Buch verstehen. Die erste große Liebe, die auch noch perfekt ist... mit 17 hätte ich das Buch sicherlich auch so sehr gemocht. Und ich würde es auch an meine Nichten verschenken, die in ungefähr diesem Alter sind - sofern sie es noch nicht haben.
09:24, 20.05.2007
Linda Barnes: Carlotta steigt ein
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Carlotta steigt ein
Linda Barnes
Klappentext
Eine nette alte Dame schneit eines Tages in Carlotta Carlyles unaufgeräumte Wohnung: Die Privatdetektivin soll ihren Bruder wiederfinden, der seit zehn Tagen verschwunden ist. Ehe es sich die rohaarige Expolizistin versieht, blättert ihr die Frau schon zehn Hunderter als Vorschuss auf den Tisch. Carlotta kann eine Auffrischung ihres Haushaltsgelds gut gebrauchen, also tut sie der harmlosen Person den Gefallen. Wenn sie gewusst hätte, mit was für einer Bande unverbesserlicher irischer Patrioten sie es zu tun bekommt, hätte sie es sch garantiert anders überlegt.
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Meine Meinung
Diesen Krimi wollte ich hauptsächlich deshalb lesen, weil Carlotta das gleiche sportliche Hobby hat wie ich: Volleyball. Tatsächlich erwähnt sie es mehrfach, genauere Schilderungen fehlen aber. (Ist wahrscheinlich auch gut so, das würde Nicht-Volleyballer vermutlich eher langweilen.) Für dieses Buch hätte sie genauso gut auch Basketball oder Synchronschwimmen machen können (vielleicht wird es in späteren Bänden mal anders), dennoch: die Sympatie für eine Gleichgesinnte bleibt ;)
Auch ansonsten ist Carlotta sympatisch, und Linda Barnes Schreibstil ist angenehm witzig. Das war's dann aber hauptsächlich schon. Die Geschichte hat mich jetzt nicht umgehauen, auch die Randthematik hat mich nicht unbedingt interessiert und manche Ermittlungserkenntnisse konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen. Gelangweilt hat es mich dennoch nicht.
Die weiteren Carlotta-Bücher werde ich im Hinterkopf behalten und bei Gelegenheit mal zugreifen und lesen, haben müssen tue ich sie jetzt aber nicht unbedingt.
00:16, 19.05.2007
Shari Low: Märchenprinz auf Abruf
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Märchenprinz auf Abruf
Shari Low
Klappentext
Clark Dunhill weiß, er ist der perfekte Mann: beruflich erfolgleich (ein Ass im Verkauf), extrem gut aussehend (und gesegnet mit einem enormen Selbstbewusstsein) und hochintelligent (der Lauf der Dinge wird ihn Lügen strafen). Bislang hat er aber keine Frau gefunden, die ihm in allen Belangen das Wasser reichen kann. Es gibt nur eine Lösung: Er braucht zwei Frauen - eine kluge, gebildete Karrierefrau und eine umwerfend attraktive Schönheit.
Cass ist Finanzdirektorin, allergisch gegen Partnerschaft, aber gesegnet mit einem Kinderwunsch. Köpfchen hat sie selbst, das tolle Äußere entdeckt sie bei Clark. Wäre er nicht der geeignete Samenspender?
Pollys Aussehen lässt die meisten Frauen vor Neid erblassen. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als eine Familie zu gründen. Sie ist überzeugt, dass der charmante Clark ihr Mann fürs Leben ist ... |
Meine Meinung
Mit dem überheblichen Clark, der knallharten und kühlen Cass und der naiven Polly treffen hier ein paar sehr extreme Charaktere aufeinander - dass muss ja unweigerlich krachen. Mich hat das Buch ein wenig an die Bücher von Susan Elizabeth Phillips erinnert, allerdings weiß ich bei SEP-Büchern nach spätestens zwei Kapitel, wer am Ende mit wem zusammen sein wird, hier wusste ich es nicht. Abgesehen davon, dass der schmierige Clark unweigerlich auf die Nase fallen muss, war das Ende für mich nicht vorhersehbar. Mir erschien es zwar ein wenig unrealistisch, aber das hat mich jetzt nicht weiter gestört.
Ein wenig verwirrend waren die ewigen Zeitsprünge in dem Buch: die Autorin springt immer um einige Tage/Wochen/Monate nach vorne, um dann verschiedene Rückblicke zu geben. Und das auch noch aus Sicht verschiedener Charaktere nacheinander. Man konnte der Handlung aber dennoch folgen. Den Stil mit den eingeschobenen Anmerkungen im Klammern, wie oben in der Kurzbeschreibung, findet man teilweise auch in Buch. Zum Teil war die häufige Erwähnung von irgendwelcher Marken ein wenig nervig, gehörte aber wohl dazu, um Clark besser zu charakterisieren.
Da ich sonst eher weniger Bücher aus dem Subgenre "Freche Frauen" lesen, habe ich wenig Vergleichsmöglichkeiten, um zu sagen, ob es jetzt gut oder schlecht war. Insgesamt hat mich das Buch für ein paar Stunden gut unterhalten. Es ist sicherlich kein Buch, welches man gelesen haben muss, aber für Zwischendurch war es mal ganz nett.
19:07, 13.05.2007
Andreas Eschbach: Der Nobelpreis
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Der Nobelpreis
Andreas Eschbach
Klappentext
Hans-Olof Andersson, Mitglied des Nobelpreiskomitees, wird erpresst: Er soll für eine ganz bestimmte Nobelpreis-Kandidatin stimmen - oder seine Tochter muss sterben. Was niemand weiß: Gunnar Forsberg, der Bruder seiner verstorbenen Frau, ist ein knallharter Einbrecher und Industriespion, der keine Rücksicht kennt, wenn es um seine letzte lebende Angehörige geht. Gunnar macht sich auf die Jagd nach den Erpressern. Doch mit dem, was er herausfindet, hätte niemand gerechnet...
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Meine Meinung
Ich bin etwas unschlüssig, wie ich das Buch abschließend bewerten soll. Für einen Thriller fand ich es insgesamt nur mäßig spannend. Es läuft durchaus interessant, aber sehr gemächlich los, insgesamt wollte sich die bedrohlich Stimmung, die ein Thriller normalerweise so mit sich bringt, bei mir nicht wirklich einstellen.
Im Laufe der Erzählung findet ein Perspektivwechsel statt, den ich sehr gelungen fand. Die Hintergrundinfos zum Nobelpreis aber auch zu Gunnars Handwerk (Gunnar ist eine der Hauptfiguren) haben mir auch gut gefallen. Der Handlung jedoch fehlte es meiner Meinung nach ein wenig an Spannung, und bei manchen Details fand ich sie auch unglaubwürdig.
Die Auflösung ist sehr überraschend - aber auch ein wenig enttäuschend, zumindest empfand ich es so.
Immerhin habe ich das Buch in drei Tagen gelesen, das spricht ein wenig für das Buch.
17:31, 11.05.2007
William Goldman: Die Brautprinzessin
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Die Brautprinzessin
William Goldman
Untertitel
S. Morgensterns klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuern. Die Ausgabe der "spannenden Teile". Gekürzt und bearbeitet von William Goldman
Klappentext
Worum geht es in diesem Buch?
Fechten. Ringkämpfe. Folter. Gift. Wahre Liebe. Haß. Rache. Riesen. Jäger. Böse Menschen. Gute Menschen. Bildschöne Damen. Schlangen. Spinnen. Wilde Tiere jeder Art und in mannigfaltiger Beschreibung. Schmerzen. Tod. Tapfere Männer. Verfolgungsjagden. Entkommen. Lügen. Wahrheiten. Leidenschaften. Wunder. Ein Buch, das anders ist als alles, was Sie bisher gelesen haben; eine höchst amüsante Unterhaltung, durchsetzt mit kaustischen Bemerkungen über Leben und Liebe. Ein Buch von einem Meistererzähler. |
Meine Meinung
Die Braut des Prinzen gehört schon immer zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, so war es quasi ein Muss, dieses Buch zu lesen, nachdem ich rausgefunden hatte, dass es sich bei dem Film um eine Literaturverfilmung handelt.
Seitdem Goldman Die Brautprinzessin als kleiner Junge von seinem Vater vorgelesen bekommen hat, ist es sein Lieblingsbuch, (obwohl er es nie selber gelesen hat). Jahre später schenkt er es seinem eigenen Sohn, der es nach einem Kapitel weglegt. Enttäuscht schaut Goldman in das Buch und stellt fest, dass sein Vater ihm früher nur Ausschnitte vorgelesen hat, das Morgenstern zu sehr ausführlichen (und langweiligen) Beschreibungen neigte, und so beschloss er, eine auf die spannenden Teile reduzierte Ausgabe dieses Buches herauszugeben.
Erzählt wird die Liebes- und Abenteuergeschichte von Butterblume und dem Stalljungen Westley, in der viele herrlich abgedreht Figuren und witzige Dialoge auftauchen, gespickt mit Kommentaren von Morgenstern und Einschüben von Goldman, was er wie und warum weggelassen hat.
(Das Buch von Morgenstern, welches Goldman hiermit gekürzt haben will, gibt es übrigens nicht, alles stammt aus der Feder von William Goldman.)
Dieses Buch ist einfach toll. Es ist ein Märchen, dass romantisch, abenteuerlich, spannend und lustig zugleich ist und gehört eindeutig in die Kategorie Lieblingsbücher. Und der Film ist auch absolut sehenswert!
22:09, 6.05.2007
Joan Aiken: Du bist ich. Geschichte einer Täuschung
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Du bist ich
Geschichte einer Täuschung
Joan Aiken
Klappentext
Alvey Clement und Louisa Winship stammen zwar aus sehr unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und sind vom Temperament her ganz verschieden, aber vom Aussehen her sind sie sich völlig gleich. Die verwöhnte Louisa, deren Lebenstraum es ist, als Missionarin nach Indien zu gehen, und deren Eltern strikt dagegen sind, ersinnt einen Plan: Alvey soll ihren Platz in der Familie einnehmen.
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Meine Meinung
Ich war sehr schwer versucht, dieses Buch nach etwas mehr als einem Dritte. abzubrechen. Nicht weil es schlecht ist, aber die rechte Spannung wollte sich nicht einstellen, die ich zur Zeit wohl brauche. Nachdem ich aber ein bißchen auf den letzten Seiten geblättert hatte - eigentlich, um wenigstens zu wissen, ob am Ende das passiert, was ich vermutete - standen dort doch so viele interessante Details, dass ich dann doch weitergelesen habe. Bereut habe ich es nicht, und es ist mir auch nicht mehr so schwer gefallen, mich auf dieses Buch einzulassen.
Im Endeffekt war es für ganz nette Unterhaltung, mehr auch nicht. Über die Gesellschaft in der Zeit erfährt man mehr, in dem man Jane Austen liest.
19:57, 2.05.2007
Margaret Mitchell: Vom Winde verweht
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Vom Winde verweht
Margaret Mitchell
Vom Winde verweht ist ein Roman, der im Georgia während und nach des amerikanischen Sezessionskriegs (1861-1865) spielt. In ihm wird insbesondere die Auswirkung des Krieges auf die Südstaatengesellschaft beschrieben.
Meine Meinung
Zu allererst: *puh*, geschafft. Meine Ausgabe hat 924 Seiten und war schon ein ziemlicher Brocken. Das Buch schwankt zwischen langen (und irgendwann ein wenig ermüdenden) Beschreibungen der Gesellschaft und Beschreibungen der Geschehnisse rund um Scarlett, die teilweise wie im Zeitraffer zusammengefasst werden. Die Charaktere sind sehr detailliert beschrieben, insbesondere auch ihre Fehler - und Fehler haben sie wirklich alle. Irgendwie gibt es in dem Buch keinen wirklichen Sympathieträger, und Scarlett ist mir unterm Strich eindeutig unsympatisch.
Ich hatte (aus Unwissenheit) etwas mehr Liebesgeschichte erwartet, aber die kam doch teilweise eher kurz. Die Erwartung war wohl aus dem ungesunden Halbwissen über den Film geprägt, den ich auch noch nicht gesehen habe.
Nun ja, ich bin froh, dass ich mich durchgekämpft habe. Es war nicht schlecht, ich habe viel über eine Zeit erfahren, über die ich wenig wusste, auch wenn man vieles, was Frau Mitchell schreibt, sehr vorsichtig betrachten sollte. In Schulnoten würde ich mich zu einer knappen 2- durchringen, deshalb gerade noch soeben folgenden Smilie:
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