China2010

2010-06-16 Essen in China - Corinnas Kommentar

Geschrieben in Unbenannt

Hi Ihr, 

ich möchte Euch Corinnas Kommentar zu essen in China nicht vorenthalten. Unten gibt es dannein paar Bilder zu unserem Essen der Pekingente in Peking

Essen in China - Gedanken von C.N.

In China etwas zu essen zubekommen ist nicht schwer. Die Frage ist nur ob man experimentierfreudig ist und vieles mag. Ich bin es nicht und ich bin schnekig. Ich mag kein Wild 
(kein Thema in China), ich mag bis auf wenige Ausnahmen keine Innereien und ich mag vor allem kein Gefluegel...Igitt (sehr problematisch ) und ich bin nicht wirklich scharf auf Pilze.
Am liebsten waere mir vegetarisches Essen und  dann noch alles schoen auf englisch beschriftet, das waere super.  Somit habe ich zwei Probleme. Die meisten Speisen in den Garkuechen sind Irgendetwas mit Def.. Fleisch aber was erkenn ich meistens nicht.
In den Restaurants gibt es Bilder in der Speisekarte mit einer groben engl. Beschreibung, aber wirklich nur grob. Ich habe festgestellt dass ich meinen Speiseplan mit Nahrungsmitteln die ich nicht mag locker erweitern kann wie z.B. Quallenkopf oder Entenmagen. Wir waren in Peking abends in einem Chin. Restaurant essen in dem wir die einzigsten Nichtchinesen waren. Am Tisch gab man uns die Speisekarte, einen kleinen Porzellanloeffel, einen kleinen Teller und Staebchen.
Dazu kann ich nur sagen "Never Change a running System" heißt in meinem Fall ich nehme besser Gabel und Loeffel anstelle der Staebchen. Leider sprach in dem Restaurant keiner englisch aber Lutz verfuegt über ein großes Repertoire an Gesten und wir konnten feststellen wenn man den Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger auf die Tischplatte rammt und dann zu den Stäbchen "no no" macht dass dies super verstanden wird und ich auch immer meine Gabel bekam. Auch wenn man auf die Gerichte deutet und quak quak macht versteht dies die Bedienung und kann den Kopf schütteln oder nicken.
Macht man so alle gaengigen Tierlaute durch kann man die Fleischsorte super eingrenzen. Wir hatten in diesem besagten Restaurant Meatballs aus Oink oink grunz grunz in Tomatensosse, die waren super lecker, dazu Sesamnudeln, Klasse, gruene Nudeln mit Chilidip, Dip super Nudeln naja, Kichererbsensalat, hervorragend, und gebratene gruene Bohnen mit Chili und Knoblauch und oink oink, die waren auch fantastisch. An einem anderen Abend wollte Lutz Pekingente in Peking essen.
Da ich ja kein Gefluegel mag musste also ein Restaurant her welches auch vegetarische Speisen anbietet. Uns wurde vom Hotel aus ein Restaurant 15 Gehminuten entfernt empfohlen. Wir machten uns optimistisch mit Wegbeschreibung und Restaurantname auf englisch und chinesisch auf den Weg. Zuerst waren wir auch super unterwegs aber dann haben wir uns irgendwo verlaufen. Unterwegs hielten wir Passanten einfach den Chin. Namen vor und diese schickten uns in die entsprechende Richtung. So wurstelten wir uns durch Pekings Hinterhoefe (keine Strassen mehr, das kann ja jeder....) bis es irgendwann nicht mehr weiterging.
Ein Chin. Paerchen sass das rum und wir fragten mal wieder wohin. Dieses mal ging es mitZeichensprache weiter. Der Mann las den Namen des Restaurants und dann nahm er beide Haende so als wuerde er einen Knochen umfassen und  an den Mund halten und machte Kaubewegungen, anschließend warf er den unsichtbaren Knochen ueber die Schulter, flatterte mit den Armen und machte Quak Quak Quak. HAH er hatte verstanden. Ich war begeistert. Er lief mit uns den restlichen Weg bis kurz vor das Restaurant und dann waren wir endlich im PekingEnteGourmettempel. Zu meiner Enttaeuschung waren fast alle Speisen mit Ente in verschiedensten Varianten. Zunge, Kopf, Magen, Fuss, Haut....

Irgendetwas war fast immer dabei. Lutz nahm einfach das komplette Gericht des engl. Sprechenden Tuerken (auch Tourist) vom Nachbartisch und mir half eine amerikanische Chinesin bei meiner Auswahl. Ich hatte dann Pilze mit Erdnuessen, da waren ganz viele von diesen Schwabbelpilzen dabei,najaaaaaa....... Essbar.... Und ich hatte noch Sellerie mit Walnuessen. Das war zwar besser weil keine Schwabbelpilze dabei waren aber bei gekochtem Sellerie in Oel mit einigen Walnuessen erfolgt keine Geschmacksexplosion, sondern es war ziemlich fade.....nunja, ich wollte es ja. Mit 400 Yuan war das Essen ein teures und schales Vergnuegen, im Gegensatz zahlten wir in dem einfachen Chin. Restaurant mit dem leckeren Essen mal gerade 99 Yuan (100 Juan sind 12 Eur ) Aber Lutz hatte dafuer seine Pekingente mit einem halben Kopf und Hirn und Zunge und ich gesunden Sellerie. Am naechsten Abend waren wir wieder in dem kleinen Chin. Restaurant. Ich bin gespannt was es sonst noch zu essen gibt fuer mich. 

Bilder: http://gallery.me.com/lbroemel#100396

17:27 - 16.06.2010 - Kommentieren


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