Microstock Agenturen
Seit vor vielen Jahren mit istock eine neue Art der Agentur im Internet aufgetaucht ist und viele Nachahmer gefunden hat, sehe ich mit Verwunderung, das manche diese Agenturen mit geradezu religiösen Eifer verteidigen und so tun wie wenn das die neue und beste Geschäftsidee sei.
Microstock Agenturen kennzeichnet vor allem der extrem niedrige Preis von 1 $ pro Bild - das ist was der Kunde Zahlt, bei klassischer 50:50 Aufteilung zwischen Agentur und Fotograf bleiben also 0,5 $ pro Verkauf für den Fotografen über. Zuerst für niedrigauflösende Webbilder gedacht und um auch zb. Studenten die Möglichkeit zu geben für Doktorarbeiten oder was immer billig an Bilder heranzukommen, ist das Angebot durch den rasanten Fortschritt in der Digitalkamertechnik mittlerweile auch bei hoch und höchstauflösenden Bildern gelandet. Während die billig-niedrigauflösend Schiene einen neuen Markt geöffnet hat, was ja nichts schlechtes ist, führen die hochauflösenden Bilder zum Spottpreis natürlich dazu, das klassische Agenturen unter Druck kommen. Der Fehler liegt insofern bei den Fotografen, als diese oft keinen Unterschied machen zwischen Microstock tauglichen Bildern, die von ihrem Motivinhalt her sich viele hundert mal verkaufen können und so auch Einkommen generieren und Bildern, die vom Aufwand her und dem Kundenkreis für Microstock eigentlich ungeeignet sind. Dadurch machen sie nicht nur den Hochpreis Markt für ander Fotografen kaputt, sondern bringen sich auch selbst um eine weiter gute Einnahmequelle. Themen wie Reise, Natur, Architektur, Kultur sind eben keine Massenware. Den Microstock Agenturen kann das natürlich egal sein, solange genug Gewinn für die Besitzer herausschaut. Eine Interessantes Gedankenexperiment eines Fotografen hat mir auch zu denken gegeben: Er meint das die 1 $ einfach ohne viel Nachdenken passiert sind, denn würde man 10 $ pro Bild verlangen, könnte man 9 von 10 Kunden verlieren und würde trotzdem den selben Umsatz machen. Außerdem ist 1 $ kaufmännisch ungeschickt, wenn dann schon 99 cent oder 1,99. Ja, ein alter Hut, aber er funktionert noch immer verläßlich wenn es um niedrige um den "niedrigsten" Preis geht.
Mir ist jedenfalls eine Abrechnung wie ich Sie von Imagebroker bekommen habe weit lieber und tut auch meinem Selbstbewußtsein sehr gut. Die 1800.-€ sind mein Anteil, der Kunde hat für das Bild 3600.- € bezahlt. Das solch hohe Honorare auch die Ausnahme sind ist klar, aber zwischen 10.- und 100.-€ ist normal, also das 20 bis 200 fache als bei Microstock Agenturen.

Schade das ein gut gehender Geschäftszweig in der Fotografie so unter Druck kommt und das zum Schaden aller.
Istock wurde übrigens an Getty images verkauft zu einem kolportierten Preis von 50 Millionen $. So weit mir bekannt ist, haben von dem Deal die Fotografen nichts abbekommen.
Microstock Agenturen kennzeichnet vor allem der extrem niedrige Preis von 1 $ pro Bild - das ist was der Kunde Zahlt, bei klassischer 50:50 Aufteilung zwischen Agentur und Fotograf bleiben also 0,5 $ pro Verkauf für den Fotografen über. Zuerst für niedrigauflösende Webbilder gedacht und um auch zb. Studenten die Möglichkeit zu geben für Doktorarbeiten oder was immer billig an Bilder heranzukommen, ist das Angebot durch den rasanten Fortschritt in der Digitalkamertechnik mittlerweile auch bei hoch und höchstauflösenden Bildern gelandet. Während die billig-niedrigauflösend Schiene einen neuen Markt geöffnet hat, was ja nichts schlechtes ist, führen die hochauflösenden Bilder zum Spottpreis natürlich dazu, das klassische Agenturen unter Druck kommen. Der Fehler liegt insofern bei den Fotografen, als diese oft keinen Unterschied machen zwischen Microstock tauglichen Bildern, die von ihrem Motivinhalt her sich viele hundert mal verkaufen können und so auch Einkommen generieren und Bildern, die vom Aufwand her und dem Kundenkreis für Microstock eigentlich ungeeignet sind. Dadurch machen sie nicht nur den Hochpreis Markt für ander Fotografen kaputt, sondern bringen sich auch selbst um eine weiter gute Einnahmequelle. Themen wie Reise, Natur, Architektur, Kultur sind eben keine Massenware. Den Microstock Agenturen kann das natürlich egal sein, solange genug Gewinn für die Besitzer herausschaut. Eine Interessantes Gedankenexperiment eines Fotografen hat mir auch zu denken gegeben: Er meint das die 1 $ einfach ohne viel Nachdenken passiert sind, denn würde man 10 $ pro Bild verlangen, könnte man 9 von 10 Kunden verlieren und würde trotzdem den selben Umsatz machen. Außerdem ist 1 $ kaufmännisch ungeschickt, wenn dann schon 99 cent oder 1,99. Ja, ein alter Hut, aber er funktionert noch immer verläßlich wenn es um niedrige um den "niedrigsten" Preis geht.
Mir ist jedenfalls eine Abrechnung wie ich Sie von Imagebroker bekommen habe weit lieber und tut auch meinem Selbstbewußtsein sehr gut. Die 1800.-€ sind mein Anteil, der Kunde hat für das Bild 3600.- € bezahlt. Das solch hohe Honorare auch die Ausnahme sind ist klar, aber zwischen 10.- und 100.-€ ist normal, also das 20 bis 200 fache als bei Microstock Agenturen.

Schade das ein gut gehender Geschäftszweig in der Fotografie so unter Druck kommt und das zum Schaden aller.
Istock wurde übrigens an Getty images verkauft zu einem kolportierten Preis von 50 Millionen $. So weit mir bekannt ist, haben von dem Deal die Fotografen nichts abbekommen.
[ 17:15 ] [ 27.06.2009 ] [ Kommentar hinterlassen ]