Dschungel und Pampas

20:28, 12.06.2010 [0 Kommentare] [Link]

Hola!

Was geht so bei euch??? Ich war letzte Woche im Dschungel und hab echt viel erlebt. So viel ist im Vorraus schon zu sagen: Es war traumhaft schön!

Unsere Tour ging Dienstag morgens mit dem Propellerflieger aus El Alto los. Der Flieger ist wirklich winzig. Von außen denkt man, man würde mit einem Privatjet fliegen und Innen ist es einfach nur eng. Man muss sehr gebückt laufen und es gibt nur einen Sitz jeweils rechts und links (insgesamt 19 Sitze). Der Flug war wirklich beeindruckend, vor allem weil die Sonne gerade am aufgehen war. Und richtig beeindruckend war die weiße Spitze eines Berges, an dem wir in höchstens 200 m Abstand vorbeigeflogen sind. Nach einer halben Stunde gings auch schon wieder runter und wir landeten auf einer Graslandebahn. Um uns herum war nur Urwald. Eigentlich dachteten wir, hier steigen wir aus, aber der Flieger hielt nur kurz und brauste sofort wieder los. Bis jetzt hab ich noch nicht verstanden, warum wir irgendwo gelandet waren, aber egal. Das hat echt Spaß gemacht. Auf der Graspiste in Rurrenabaque endlich gelandet, fuhren wir im Bus in die Stadt zur Agentur, bei der wir eine Zweitagestour gebucht hatten.

Schon zwei Stunden später waren wir im zusammen mit einem Franzosen, einem Italiener und zwei Amerikanern in einem sehr niedrigen Boot auf dem Fluss Rio Beni. Ein Guide führte uns nach einer langen Fahrt über den Urwaldfluss, der locker so breit wie der Rhein ist, durch einen Teil des Parque Nacional Madidi. Damit wir hier im Dschungel vorwärts kamen hatte der Guide ein großes Buschmesser dabei mit dem er ständig den Weg frei schlug. Das war wirklich interessant, was ich alles über die Pflanzen und Tiere und so dort lernte. Wir aßen und schliefen übrigens in einer Ecolodge. Das sind ein paar Holzhäuser, die nur natürliche Baumaterialen haben dürfen. Wir durften dort auch beispielsweise keine Seife beutzen, sofern sie nicht umweltverträglich ist, aber an so etwas hatten wir natürlich nicht gedacht.

Mittwoch Abend waren wir wieder zurück in Rurrenabaque. Zusammen mit Jonathan und Joni hatte ich übrigens diese zwei Tage gemacht. Jetzt am Abend kamen noch Krisi, Marcia und ein Freund von Chris an. Zusammen übernachteten wir in einem Hotel. Vor dem Schlafen gehen haben wir noch gemeinsam Fisch gegessen und ein paar Cocktails in einer richtig coolen Dschungelbar getrunken.

Am nächsten Morgen gings weiter nach Santa Rosa und von dort weiter auf den Fluss Río Yacuma. Dieser Fluss ist nur etwa 5 bis 6 Meter breit. Dort an diesem Fluss ist keine so üppige Pflanzenwelt wie im Dschungel. Alles ist ein wenig trockener und daher müssen viele Tiere an diese Wasserquelle zum trinken. Aus diesem Grund gibt es dort viele Agenturen, die auf dem Fluss ein Tour anbieten. Wir hatten die Tour zusammen für drei Tage gebucht. Am Fluss oder auch im Fluss haben wir Fische, Frösche, viele tausend verschiedene Vögel wie Papageien oder Tucane oder Enten, Kaimane, Wasserschweine, Affenarten und noch viele andere Tiere gesehen. Das Beeindruckendste waren die Flussdelfine, die immer wieder mal auftauchten und mit denen wir auch baden waren. Aber auch die Suche nach einer Anakonda war klasse. Wir in unserer Gruppe fanden keine, aber eine andere geführte Gruppe hatte eine gefunden und ich durfte sie auch mal halten. Die Anakonda hatte etwa die Länge von mir, ist aber nicht sonderlich gefährlich, solange man sie sich nicht um den Hals legt. Zurück von der Tour flogen wir auch schon wieder zurück.

Viele liebe Grüße an alle!

Clemens


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