CONFRONT - Politik in Lingen von anderen Seiten

525€ Strafe für „Verstoß gegen das Versammlungsgesetz“

03:01, 20.01.2011

Am 02.12.2010 fand vor dem Amtsgericht Nordhorn eine Verhandlung gegen einen jungen Antifaschisten statt. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor als Leiter einer unangemeldeten Demonstration gegen das Versammlungsrecht verstoßen zu haben.

Zur Vorgeschichte und den Gegebenheiten:
Am 20.03.2010 fand vor dem Laden „New Electronic Networks“ (NEN) an der Denekamper Straße in Nordhorn eine Spontandemonstration von ca. 30 Antifaschist_Innen statt. Reiner Alfons Heinen war bis kurz vor dieser Spontandemo noch Besitzer des Computerladens, NPD-Mitglied und bis April 2010 sogar Vorsitzender des Unterbezirks der NPD Emsland/Grafschaft Bentheim. Vermutlich durch ein Insolvenzverfahren, sah Heinen sich gezwungen NEN, zumindest auf dem Papier, an seine Frau Marita zu überschreiben, welche heute Inhaberin des Ladens ist.
Da aber Reiner Alfons Heinen höchstwahrscheinlich dennoch, wenn auch indirekt, den Laden weiterführt, war es Ziel der Antifaschist_Innen erneut auf diese Tatsache aufmerksam zu machen, wer hinter diesem Laden steht und das davon ausgegangen werden kann, dass zumindest ein Teil des Gewinnes, durch Heinen, indirekt an die NPD gelangen könnte.
Die Polizist_Innen versuchten, teilweise mit Erfolg, Personalien aufzunehmen. Auch ein Beamter des Staatsschutzes war anwesend.

Da die Polizei davon ausging, dass die Demonstration sich nicht spontan zusammengefunden hat, ermittelten sie gegen die anwesenden Antifaschist_Innen. Jede_R, die_der ihre_seine Personalien abgegeben hat, erhielt daraufhin zwei Vorladungen, denen allerdings seitens der Betroffenen nicht nachgegangen wurde.
Ermittlungen gegen fünf andere Personen wurden nach kurzer Zeit eingestellt.

Der Angeklagte jedoch bekam einen Strafbefehl zugestellt. Gegen diesen erhob er Einspruch, weswegen er sich am 02.12. 2010 vor dem Amtsgericht verantworten musste.

Vor Gericht sagte als einzige Zeugin lediglich eine Staatsschutzbeamtin aus, die am „Tattag“ aber selbst gar nicht anwesend war, sondern nur die Ermittlungen zu diesem Fall leitete. Sie war somit nur in der Lage die Recherchen des Staatsschutzes und die Einsatzberichte wiederzugeben.
Bestandteil der eben genannten „Recherche“ umfasste u.a. eine Recherche im Internet. Demnach, so sagte die Zeugin, konnte ermittelt werden, dass es am 20.03.2010 vor der Spontandemonstration einen „Twitter“-Eintrag im Internet gab, der zu dieser Demonstration aufrief. Der Einwand, dass dieser Eintrag allerdings erst nach der Spontandemonstration im Twitter auftauchte interessierte nicht. Stattdessen wisse mensch ja nicht, ob die angegebene Uhrzeit bei dem „Twitter“-Eintrag „Echtzeit“ wäre, so die Zeugin.
Weiterhin sagte die Zeugin, dass ein vorbereitetes Transparent kaum auf eine spontane Demonstration schließen lasse.

Die Staatsanwältin schloss sich der Staatsschutzbeamtin an und erwähnte zu Unrecht, dass der Angeklagte sich im Gerichtssaal sehr „aggressiv“ verhalten würde. Vielleicht lag es an der ungewohnten fehlenden Akzeptanz für vorgegebene Autoritäten wie Staatsanwältin oder Richter.

Der Richter bestätigte die geforderte Strafe der Staatsanwältin über 525 Euro.

Wir halten dieses Urteil für lächerlich. Das Recht der Demonstrationsfreiheit wurde, wie allen Bürger_Innen zugänglich, in Anspruch genommen. Weiterhin kam es zu keinen gewaltsamen Auseinandersetzungen oder ähnlichen Straftaten.

Jetzt ist es u.a. unsere Aufgabe Solidarität zu zeigen und den Angeklagten nicht mit dieser hohen finanziellen Strafe alleine zu lassen.

Merkel kommt!

23:03, 20.08.2010


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 26. August 2010, Lingen:

MERKEL BESUCHT DAS AKW EMSLAND -
WIR SIND auch DABEI!

Kanzlerin Merkel ist auf "Energie-Reise". Am Donnerstag, den 26. August trifft sie die Vorstandsvorsitzenden von RWE und Eon im AKW Emsland bei Lingen .

Gemeinsam mit der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt sorgen wir dafür, dass sich die Kanzlerin nicht nur die Argumente der Atomlobby anhört, sondern auch die der Bürger/innen: Mit möglichst vielen Menschen wollen wir sie vor den Toren des AKW empfangen und ihr den
Appell "Atomkraft abschalten" übergeben, der bereits von fast 160.000 Menschen unterzeichnet wurde.

Wie Merkel gemeinsame Sache mit den Atombossen macht, wollen wir zudem vor Ort mit einer Aktion darstellen: Eine große Merkel-Puppe kungelt mit Atombossen in Skelettkostümen um Laufzeiten, Sicherheit und Brennelementesteuer. Dahinter steigt eine große „radioaktive Wolke“ aus Tausenden schwarz-gelben Ballons vor dem AKW Emsland auf. Mit Plakaten verlangen viele Campact-Aktive: „Schluss mit der Kungelei! – Tödliche Nachbarn abschalten!“

Unterstützen Sie die Aktion in Lingen und demonstrieren Sie mit gegen die Atompläne der Kanzlerin!

Zeit: Donnerstag, 26. August, 10.00 bis ca. 13.00 Uhr
Ort: Atomkraftwerk Emsland, Am Hilgenberg 4, Lingen

BUSSE ZUR AKTION

Gemeinsam mit .ausgestrahlt organisiert Campact! Busse aus etlichen Städten: Bremen, Bielefeld, Dortmund, Hannover, Münster, Oldenburg, Osnabrück, Lingen und Rheine. Alle Infos zu Abfahrtszeiten und ein Anmeldeformular finden Sie auf der Seite von .ausgestrahlt.

Melden Sie sich an und steigen Sie ein!

Gegen Todesstrafe - "In Prison my whole Life" im Kulturverein Centralkino

01:08, 7.04.2010

Lingen. Filmabend mit Vokü im Centralkino: „In prison my whole life“ am 23. April um 20:00 Uhr  

 

„In prison my whole life“ erzählt die Geschichte des jungen William Francome, der in derselben Nacht zur Welt kam, in der Mumia Abu-Jamal verhaftet und daraufhin des Mordes an einem Polizeibeamten angeklagt wurde – am 9. Dezember 1981. William macht sich auf die Reise in die Vergangenheit um die Hintergründe und Fakten der Tat und der Verurteilung zu ergründen.

 

Seit 28 Jahren sitzt Mumia Abu-Jamal in der Todeszelle in den Vereinigten Staaten von Amerika und wartet auf die Vollstreckung seiner Hinrichtung.

 

Sein Fall erregt nach wie vor weltweit Aufsehen. Unterstützer und Anwälte von Mumia Abu-Jamal werfen den Richtern und Staatsanwälten Klassenvorurteile und rassistische Tendenzen vor und stellen den juristischen Prozess in Frage. Während der  Dreharbeiten zu „In prison my whole life“ entdeckte der Autor Michael Schiffmann neue Beweise für die Unschuld von Mumia Abu-Jamal.

 

„In prison my whole life“ setzt sich mit Rassismus, Justiz und der Todesstrafe auseinander.

 

Der Film schafft Bewusstsein für ein Paradox: Obwohl die Todesstrafe international als ethisch umstritten und nicht vereinbar mit den Menschenrechten gilt, steht sie bei 58 Staaten als legitime Sanktion von Straftätern in ihrem Gesetzbuch.

Die Raps von Snoop Dog, Rage Against the Machine und Mos Def sind der Puls des Films, die Schnitte sein Rhythmus - die Fakten seine aufrüttelnde Botschaft.

Ab 19:00 Uhr gibt es VoKü (Volksküche), die Möglichkeit für eine freiwillige Spende ein Essen zu erhalten. Dieses Angebot besteht solange der Vorrat reicht. Nach dem Film gibt es die Chance zur Diskussion und zum Kontakte knüpfen.

 

Am 24.04.2010  hat Mumia seinen 56 Geburtstag. Zu diesem Anlass finden weltweit Aktionen gegen Todesstrafe und für seine Freilassung statt. Dies ist auch der Rahmen der erstmaligen Filmvorführung, des 2009 gedrehten Dokumentarfilm „In prison my whole life“, in Niedersachsen.

 

Der Filmabend wird veranstaltet von Confront – eine parteiunabhängige Initiative aus Lingen, die sich für Freiheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit einsetzt. Confront fordert die Abschaffung der Todesstrafe und die Freiheit aller politischen Gefangenen.

FREE MUMIA!

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
mumia-hoerbuch.de
inprisonmywholelife.com



 

"GeRecht-Radio geht wieder On Air"

01:34, 26.03.2010

Ab dem 08.05.2010 ist es wieder soweit. Nach längerer Pause beginnt die GeRecht-Radiosendung auf der Ems-Vechte-Welle erneut. Ab da an heißt es: alle vier Wochen samstags um 18.00 Uhr Musik, Politik & Infos.

Passend zum ersten Ausstrahlungstermin am 08.05.2010 liegt der Schwerpunkt der Sendung auf dem Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus, den 08.05.1945. Wenn Ihr zu Hause keine Radio habt, dann könnt Ihr neuerdings die Ems-Vechte-Welle auch über den Onlinestream erreichen.…Einschalten!

Nazi-Outing in Nordhorn!

14:32, 23.03.2010

„Am Samstag, den 20.03.10, einem Tag vor dem internationalen Tag gegen Rassismus, machten bis zu 30 Antifaschist_Innen in Nordhorn erneut darauf aufmerksam, wem der Laden „New Electronic Networks“ (kurz: NEN) an der Denekamper Straße 88a gehört, da dies anscheinend noch nicht allen Bürger_Innen bekannt ist. Reiner Alfons Heinen, erster Vorsitzender des NPD Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim, ist zwar zur Zeit nicht direkt Ladeninhaber, aber indirekt leitet er diesen trotzdem weiter. Er hat ihn lediglich an seine Frau „überschrieben“. Heinen selber darf das Geschäft auf Grund von steuerrechtlichen Dingen und Insolvenz nicht mehr selbst führen.

Vorbeilaufenden Bürger_Innen wurden während der Aktion in Gespräche verwickelt, in denen diesen klar gemacht wurde, wen sie unterstützen, wenn sie bei NEN einkaufen. Es ist davon auszugehen, dass zumindest ein Teil des Gewinnes auch in die Arbeit der NPD fließt. Neben Autofahrer_Innen, die überhaupt nicht wussten was Sache ist, gab es aber auch welche, die dieses genau wussten und so gab es für die Kundgebungsteilnehmer_Innen ein unterstützendes Hupkonzert.

Die von den Mitarbeiter_Innen des Elektronikladens herbeigerufene Polizei war mit dieser Aktion der 30 Antifaschist_Innen maßlos überfordert und versuchte vereinzelt Personalien aufzunehmen. Die Polizei schickte die Antifaschist_Innen auf die gegenüberliegende Straßenseite, wo sie weiter ihre Parolen gegen Nazis und den Laden rufen durften. Da die Antifaschist_Innen von Anfang an nicht auf Konfrontation aus waren, wurden diesem Aufruf der Polizei Folge geleistet. Nach ca. 90 Minuten war die Aktion um kurz vor 15.00Uhr beendet und es wurde zufrieden die Heimreise angetreten.

Durch diese Aktion sollte den Bürger_Innen noch einmal klar gemacht werden, wem dieser Laden gehört und wen sie durch das Einkaufen in diesem Laden unterstützen. Nämlich u.a. die rassistische Politik des hiesigen NPD Unterbezirks.

KeiNEN Raum den Nazis!
Naziläden boykottieren!

 

Grundsätzliches

13:07, 2.02.2010

CONFRONT
...wer wir sind und was wir wollen! 

Moin moin,

wir sind Confront, ein alternativ-politisches Bündnis aus Lingen. Wir verstehen uns als eine Plattform für politisch interessierte Menschen, die sich friedlich für unsere gemeinsamen Ideale und Ansichten einsetzen wollen.

Confront definiert sich als offene, altersunabhängige Gruppe, deren Mitglieder alle gleichberechtigt sind. Wir organisieren uns basisdemokratisch ohne Hierarchien. Anders als andere Organisationen verzichten wir auf einen Mitgliedsbeitrag. Desweiteren sind wir parteiunabhängig. Wir verstehen uns als außerparlamentarische Opposition.

 

Politische Ausrichtung der Gruppe

Gesellschafts- und Systemkritisch
Wir hinterfragen die bestehenden Gesellschaftsstrukturen, da wir einen Verfall der Werte, die für ein friedliches Zusammenleben notwendig sind, feststellen. Wir fordern ein politisches System in dem weniger Lobbyismus, als viel mehr die Menschen Einfluss auf die Entscheidungen der Regierung nehmen können. Beispielsweise durch Volksentscheide. Desweiteren stehen wir für mehr Privatsphäre und Datenschutz ein.

Antifaschistisch
Confront kämpft friedlich gegen alle rechten und faschistischen Strukturen durch Aufklärungsarbeit und politische Präsenz, weil wir für eine bunte Welt voller kultureller Vielfalt sind.

Menschenrechte
Wir bestehen auf die uneingeschränkte Einhaltung der Menschenrechte weltweit. Dazu zählt für uns unter anderem die Gleichberechtigung aller Menschen, egal welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe, Herkunft oder Religion sie angehören.

Pazifistisch
Prinzipiell lehnen wir Gewalt gegen Menschen in jeglicher Form ab, da wir ein friedliches Miteinander anstreben. In diesem Sinne sind wir für Abrüstung, gegen Wehrpflicht und jegliche kriegerische Auseinandersetzung. Unsere Organisation befürwortet diplomatische Lösungen von Konflikten.

Antikapitalistisch
Confront kritisiert das bestehende kapitalistische System in verschiedensten Punkten, wie die Ausbeutung von Mensch und Umwelt und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Zudem stehen wir der Globalisierung kritisch gegenüber, da durch diese lediglich der Kapitalismus verbreitet wird, nicht aber Menschenrechte, sozialer Zusammenhalt und Demokratie. Jedoch befürworten wir den weltweiten Handel, sowie den Austausch zwischen den Völkern, allerdings nur auf fairer Basis und Gleichberechtigung aller Beteiligten.

Ökologisch
Wir setzen uns für umweltfreundliches und nachhaltiges Wirtschaften ein. Die Nutzung und Entwicklung regenerativer Energien, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und eine artgerechte Tierhaltung ist für uns von großer Bedeutung.

 

Unsere Ziele

  • Politische Aufklärung der Bevölkerung
  • Eine Alternative zu dem bestehenden Kulturangebot bieten
  • Soziale Projekte gestalten
  • Medienpräsenz


Wenn ihr Lust habt, kommt doch einfach vorbei und bringt euch ein.

Wann: Jeden Dienstag um 18:00 Uhr
Wo: Hintereingang Centralkino, Marienstraße 8, 49808 Lingen (beim Spiderman)

Genug der Worte. Taten warten.

Eure ConfrontlerInnen

Hiergeblieben!

20:55, 9.12.2009

Unsere Heimat ist hier - Bleiberecht gewähren!

Eine Veranstaltung zum Thema Abschiebung.
Wann: 11.12.2009 um 19:30 Uhr
Wo: "
Halle IV - Konferenzraum" in Lingen (Ems)

Wie bereits in dem Artikel  "Asylrecht ist Menschenrecht" erwähnt, sind gerade Aktuell Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo akut von Abschiebung bedroht.
Confront hat  sich im Vorfeld dieses Termins intensiv mit dem Thema beschäftig. Wir besuchten eine betroffene Roma-Familie, die uns ihre Sicht geschilderte hat. Mit dem Kreistagsabgeordneten Heiner Rehnen (Bündnis 90 / Die Grünen) und  einem Zuständigen für Flüchtlingsarbeit vom SKM, Hermann-Josef Schmeinck, haben wir  Gespräche über das Thema "Asyl, Bleiberecht, Duldung" geführt.

Kein Mensch ist illegal und Heimat ist kein Ort sondern ein Gefühl.
Dies ist die einheitliche Meinung der Gruppe in der Asyl Frage.
Das Rückführungsabkommen zwischen dem Kosovo und Deutschland ist ein fauler Kompromiss, um die Anerkennung des Kosovo durch die EU zu erwirken. Die Verhältnisse im Kosovo, in der Roma weiterhin von Diskriminierung und Verfolgung  bedroht sind, sind in keinem Fall akzeptabel. Die Familien die in Deutschland schon Jahre lang integriert sind, sollen endlich hier ihre Heimat finden dürfen. Gerade  mit dem Hintergrund der historischen Verantwortung eines Landes wie Deutschland, in dem
500.000 Roma und Sinti der Verfolgung durch Nazis zum Opfer fielen.

Kommt zahlreich zum Themenabend in die Halle IV in Lingen und zeigt eure Solidarität mit den Betroffenen.

PROGRAMM

Moderation:

Herr Heiner Rehnen
Bündnis 90 / Die Grünen Kreistagsfraktion Emsland

TeilnehmerInnen:

  • Herr Djevdet Berisa,
    Vorsitzender des Roma-Vereins "Romane Aglonipe" aus Hannover
     
  • Frau Virginia Stüben
    Flüchtlingsrat Niedersachsen
     
  • Herr Heinz Rolfes,
    MdL (CDU) und Vorstand des SKM Lingen,
    Katholischer Verein für Soziale Dienste in Lingen e.V.

 

Nordhorn Range muss weg!

15:48, 25.11.2009

Gegen den Luft-Boden-Schießplatz Nordhorn-Range, sowie gegen den Flughafenbau in Twente (NL), wird von einem breiten Bündnis zu einer Demonstration, am Samstag den 28.11.2009 um 15:00 Uhr auf dem Marktplatz, in Nordhorn aufgerufen!

Der Luftraum in der Grafschaft Bentheim wird durch Kampfjets der Norhorn Range stark belastet. Tiefflugmanöver mit Ohren betäubenem Lärm sind Alltag in der Region. Das Flugaufkommen des geplanten Passagierflughafen in Twente (NL),  würde eine weitere Belastung für die Einwohner der Grafschaft bedeuten. Durch die Nähe zum AKW Lingen, kann ein Unfall katastrophale Folgen haben.
Gerade die Vorfälle in Afghanistan zeigen, wofür in Nordhorn Range geübt wird.

Also komm mit auf die Demonstration und mach deinem Unmut Luft, dass Frieden nicht mit Bomben geschaffen wird!

Euer Confront Team

Schluss mit Lärm und Bomben

Asylrecht ist Menschenrecht!

22:12, 17.11.2009



Solidarität mit allen Flüchtlingen - Forderung der Confront-Aktivisten
14.11.2009 Lingener Marktplatz.

Eine Millionen Sterne: Zeichen setzen für Solidarität, war das Motto der Veranstaltung vom SKF, SKM und dem Caritasverband. Ein Kerzenmeer wurde auf dem Lingener Marktplatz entzündet während auf dem Historischen Rathaus Vertreter von Confront ein Transparent herunter ließen. Dieses bekundete Solidarität mit allen Asylbewerbern. Ein sichtbares Zeichen, um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

Momentan kann man in der lokalen Presse von Roma-Flüchtlingen lesen, die in den Kosovo abgeschoben werden sollen oder schon abgeschoben wurden. Ungeachtet dessen ob sie hier schon 22 Jahre lang leben und integriet sind, wie Familie Bejta. Im Fall von Serdana B. wurde sogar ein minderjähriges Mädchen in katastrophale und ungewisse Verhältnisse geschickt und sich selbst überlassen. Hier legt die Confront Gruppe Lingen ganz entschieden Einspruch ein und schließt sich den Forderungen des Niedersächsischen Flüchtlingsrat und Pro Asyl an: Keine Abschiebung von Roma-Flüchtlingen – Bedingungsloser Schutz für Sinti und Roma

Zur Unterschriftenliste

Bitte beteiligen auch Sie sich an der Unterschriftenaktion  des Niedersächsischen Flüchtlingsrat. Confront plant aktuell eine Veranstalltung zu diesem Thema und wird den Termin demnächst hier bekannt geben.

Anarchie? Was ist Anarchismus?

01:14, 14.10.2009

Die Confront Aktivisten haben sich mit dem Thema "Anarchismus" auseinander gesetzt. Der Artikel gibt nicht die Meinung der Gruppe wieder.
Wir wollen Vorurteile ausräumen, die im Zusammenhang mit diesem Thema existieren. Dafür wird der historische Kontext, in dem Anarchismus entstand, genauer beleuchtet.

Folgender Text ist dabei enstanden.
Confront möchte im Central Kino e.V. den Dokumnetarfilm "Vivir la Utopia", im Rahmen einer politischen Filmvorführung, zeigen. Im Anschluß an den Film ist eine Diskussionsrunde geplant.

Anarchie, -was ist das eigentlich?

Für viele Menschen ist Anarchismus gleich Chaos, was Schuld der Medien ist, da das Wort als Synonym für chaotische Situationen oder Terrorismus gebraucht wird, aber dem ist nicht so.

Anarchie leitet sich von dem griechischen Wort „anarchia“ ab und bedeutet  Herrschaftslosigkeit. Leben ohne Herrschaft heißt leben in Freiheit und nicht leben im Chaos. Anarchismus ist eine Lebensform in der es keine zentralen Machtorgane, wie beispielsweise Parteien oder Diktatoren gibt. In der keine Grenzen zwischen den Völkern liegen, in der nicht Geld das Leben der Menschen beherrscht, in der alle Menschen gleiche Rechte haben und in Solidarität und Freiheit, friedlich zusammen leben können.
Die Urväter der Erklärung und Anleitung zum Anarchismus, sind die Philosophen Pierre Joseph Proudhon, Michael Bakunin und Peter Kropotkin. Michael Bakunin und Kropotkin möchte ich hier zitieren, um die Theorie des Anarchismus näher zu erläutern.
 

Bakunins Vorstellung zur Lebensform des Anarchismus gibt er zum größten Teil im Buch „Staatlichkeit und Anarchie“ wieder. In seinen Theorien über den Anarchismus steht die Zerstörung jeglichem staatlichen System im Vordergrund. Wie die Menschen ihre Anarchie dann gestalten und organisieren, ist dem Menschen und seiner Natur selbst überlassen. Er gibt nur leichte Andeutungen zur Organisation in Kommunen. Der Naturwissenschaftler Peter Kropotkin versucht den Anarchismus in dem Buch „Der Anarchismus Ursprung, Ideal und Philosophie“ auf naturwissenschaftlicher Weise zu ergründen, in diesem bezieht er sich zum Teil auf die Tierwelt und auf Ereignisse in der Geschichte, in der anarchistische Ansätze bereits auftraten. Zu dem gibt er im Gegensatz zu Bakunin seiner Vorstellung vom Anarchismus eine gewisse Struktur, keine Vorgabe eines Systems, doch einen kurzen Leitfaden zum Leben ohne Herrschaft. In dem propagiert er eine Selbstverwaltung, durch den Arbeiter, in freiwillig organisierten Kollektiven, welche in Förderationen zusammen geschlossen sind. Die Aufteilung der Erzeugnisse könnten über Tauschbanken gerecht verteilt werden. Was und wie die Gesellschaft weiter hin lebt und wie sie auftretende Probleme lösen überlässt er dann aber auch der Gesellschaft selbst.

Praxis
Kommen wir jetzt zur Praxis, um ein genaueres Bild des Anarchismus zu zeigen. Dieses werden wir mit einem Bezug auf die anarchistische Bewegung während des spanischen Bürgerkrieges und der indigene Guerillaorganisation EZLN (Ejercito Zapatista le Liberacion Nacional auf deutsch Zapatistische Armee der nationalen Befreiung ) in Mexico ( Chiapas ) nahelegen. Dafür  werden wir die Organisation und die erreichten Ziele, der anarchistischen Bewegung in Spanien, betrachten. Die anarchistische Bewegung in Spanien hatte ihr Fundament in der Gewerkschaft CNT
( Confederacion Nacional del Trabajo / Nationale Föderation der Arbeit ), welche eine Mitgliederzahl von ca. 2 Millionen erreichte und somit einer der einflussreichen Akteure neben den Kommunisten ( Stalinisten ) gegen General Francisco Franco im spanischen Bürgerkrieg war. Diese anarchistische Bewegung war in Katalonien, Aragonien und Andalusien stark vertreten und organisierte in diesen Gebieten nach und nach das freie Leben bis zur Niederschlagung durch Franco. In der Zeit bis zur Niederschlagung, die auch abhängig von dem Verrat der Kommunisten und der Unterstützung Francos durch Hilter war, konnten diese Erfolge verzeichnet werden:

1. Komplett Abschaffung des Geldes oder Einführung von Arbeitsmarken in manchen Gebieten
( Tauschbanken ).

2. Jeder hatte einen Wohnraum, Industrie und Landwirtschaft wurde der Allgemeinheit zur  Verfügung gestellt. Kollektive bildeten sich freiwillig, im Gegensatz zur zwangsvollen Einführung der Kollektive in der Sowjetunion. Die Arbeiter organisierten alles selbst. Arbeiter wählten Leute aus, welche die Waren gerecht verteilten.

3. Die Arbeitszeiten konnten extrem verkürzt werden, ohne das es eine Einschränkung der Produktivität gab. ( meist auf 5-6 Stunden täglich )

4. Der Reichtum der Bevölkerung stieg gleichzeitig an und erfüllte alle
Lebensnotwendigen Bedürfnisse.

Die Zapatistische Bewegung ist ein Beispiel aus der heutigen Zeit. Die Zapatisten sind eine Guerillabewegung, die seit 1994 Gebiete in Mexiko besetzen. In diesen Gebieten haben sich die Zapatisten autonom organisiert. Sie haben eine rotierende ( meistens 3 Wochen), basisdemokratische Regierung eingerichtet. Noch heute leidet diese Bewegung unter der Repression des mexikanischen Staates, welcher Paramillitärs auf die Zapatisten ansetzt.

Wir hoffen das wir euch einen kleinen Einblick geben konnten und euer Interesse geweckt haben.
Mehr darüber erfahren, könnt ihr auf folgenden Internetseiten:

de.wikipedia.org/wiki/Anarchie
de.wikipedia.org/wiki/Zapatisten
de.wikipedia.org/wiki/Kropotkin
de.wikipedia.org/wiki/Bakunin
http://www.youtube.com/  "Vivir la Utopia, Die Utopie leben" - Dokumentarfilm

Here we go!

01:28, 11.10.2009

 

CONFRONT

to confront (dict. englisch - deutsch):

trotzen
konfrontieren
entgegentreten
ins Auge sehen
die Stirn bieten
gegenüberstehen
gegenübertreten
gegenüberstellen
sich gegenüberstellen
ins Angesicht blicken