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Ich bin Pirat28.09.2009


Bei Rot stehen
Ich war mir nie ganz sicher. Aber die Verkehrswacht hat mich in meiner Vermutung bestätigt. Die haben es verstanden.

 

Quizfrage: Wer sitzt (bzw. saß vor der Wahl) für den rechts abgebildeten Wahlkreis im Bundestag?

Richtig geraten: SPD, Grüne und die Linke.

Was wäre ein Wahlkampf ohne Wahlplakate. Spätestens in den letzten Tagen vor der Wahl sind die meisten Bäume, Laternen- und Fernmeldemasten geschmückt; wenn die nicht reichen, gibt es ja auch noch Zäune und Absperrungen. An großen Kreuzungen stehen sogar eigens aufgestellte Plakatwände. 61 Millionen Euro ließen sich es sich die 5 großen Parteien zur Bundestagswahl 2009 kosten, die Republik zu zu tapezieren.

Aber ein Vergleich zeigt: Wer mehr Geld ausgibt, hat nicht automatisch auch mehr Wähler. Im Gegenteil. Während die FDP pro Wähler 76 Cent investiert hat, ist es beim Erdrutschverlierer SPD mehr als das Dreifache.


Das Auge wählt mit - das Hirn aber auch

Wenn Wahlplakate tatsächlich das Ankreuzverhalten der Wähler beeinflussen, dann also nicht durch ihre Masse.

Die meisten Wahlplakate werden - leider - nicht durch Inhalte dominiert, sondern von Gesichtern. Gut auf der einen Seite - man will ja wissen, wen man wählt - schlecht auf der anderen. Soll man den Gesichtern ansehen, was für eine Politik sie verfolgen? Oder wird veranschlagt, dass man das Programm von jeder Plakatgrinsekatze parat hat? Oder dominiert womöglich eine Scheu - oder Unfähigkeit - mit Inhalten Werbung zu machen?

Inhalte auf die Wahlplakate zu bringen. ist offenbar nicht einfach. Da gibt's zum Beispiel die Friedrichshainer SPD, die ihre Passanten mit Inhalt geradezu erschlagen. Hervorhebungen hin oder her.

Wem da viel Text zu viel ist, bleibt ein Blick ins Wörterbuch. Wenn man sein Programm ausreichend lang destilliert, bekommt man es auch komplett in wenige Worte. Die BüSo machts vor und fordert  "Pecora-Kommission jetzt".
Krönung ist der hoffentlich nicht ganz ernst gemeinte, aber in Hessen unabhängig zur Wahl angetretene Dr. Bernd Tacheles. Nah dran die BüSo mit nebst abgebildetem, nichtaussagenden Allgemeinplätzchen.

 

Wenn man ein Problem formulieren kann, hat man es schon halb gelöst. Vielleicht gibt es deswegen viel öfter ein Gesicht auf den Plakaten, als eine Meinung. Schnell ein Foto geschossen, Parteilogo drauf und ab in die Druckerei. Dass das bei einem mäßig professionellen Fotografen in die Hose gehen kann, zeigt die Stuttgarter Carola Heß. Sie könnte mit dem Foto auch Werbung auf dem Cover einer diätverkaufenden Frauenzeitschrift posieren. Oder Werbung für einen Fön machen.
Selber Wahlkreis, komplettes Gegenteil: Die Plakate des Linken-Abgeordneten Maurer wurden vermutlich von der Opposition gestaltet. Mit diesem Foto bekommt er jedenfalls keine Stimmen.
 Dass es auch anders geht, zeigen drei Parteien: Die Piraten, die Grünen oder auch die MLPD.


Quiz zum Schluss

 

Zum Abschluss noch ein kleines Quiz für Alle, die die Bundeswahlplakate aufmerksam beachtet haben. Wer steckt eigentlich auf den abgebildeten Plakaten? Zu gewinnen gibts eine lobende Erwähnung nebst Foto und Auflösung des Rätsels im nächsten Post.

Da gehts weiter...

 

 

 

 


(Posted in Neben dem Leben)
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