Unsere Lateinamerika - Reise

Farbige Felsen und eine Gaucho-Party

21:02, 21.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link
Am Morgen bestaunten wir unsere feudale Unterkunft. Hier wuerde es uns auch laenger als nur eine Nacht gefallen!Das Doerfchen ist so etwas von verschlafen und zum Glueck kommen immer wieder einige Touristen, die es fuer kurze Zeit aufwecken.Die Berge rings herum nennt man "Berge der sieben Farben". Die Bilder sprechen fuer sich.Auf der Weiterfahrt entdeckten wir ploetzlich am Strassenrand parkierte Autos und zig Gauchos in ihrer typischen Kleidung. Neugierig hielten wir an. Ein alljaehrliches Gauchotreffen begann eben. Nach Ruecksprche mit dem Praesidenten der Vereinigung, wurde uns der Eintritt gewaehrt. Wir wurden wie Ehrengaeste behandelt und Chato holte uns an seinen Tisch. Stolz praesentierte er uns all seinen Freunden in einer Art und Weise, als ob wir uns schon seit Jahren kennen wuerden und die besten Freunde seien.... kurz: Wir waren sein Stolz!Wir hingegen waren hin und weg ab dieser einzigartigen Atmosphaere. Zuerst gab es eine Parrilla, dann ein Locro (dicke Maissuppe) und dann wurde getanzt. Wir staunten ab den kleinen Knirpsen, die bereits  die Schritte konnten und mittanzten. Chato versuchte Dani die Schritte zu erklaeren und ihn zum  Mittanzen zu bewegen, aber ich liess es gerne bleiben...Und noch ein rechter Gauchchchcho!Gruppenfoto...Thamar - unbekannt - Michal - Cicilia - Dani
Erst am fruehen Abend konnten wir uns losreisen und setzten unsere Reise fort.

Fahrt nach Purmamarca

17:13, 20.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link

Fuer die kommenden vier Tage mieteten wir uns ein Auto. Die Agentur machte uns einen fairen Preis und am Ende gaben sie uns noch ein besseres Auto als abgemacht, da Argentienen von Blockaden heimgesucht wird und Benzin knapp ist. (Die Bauern wehren sich mit Blockaden gegen eine massive Steuererhoehung auf Soja, die unsern Erachtens wirklich nicht gerechtfertig ist.) Dieses Auto hatte noch einen halb vollen Tank. Dies sensibilisierte uns den Tank wenn moeglich immer zu fuellen. Man kann jeweils nur fuer 50 Peso tanken, um Hamsterkaeufe zu vermeiden.Im Hostel lernten wir Michal kennen, die sich uns anschloss. Zu dritt machten wir uns auf den Weg. Wir  verliessen Salta in Richtung San Antonio de los Cobres. Die Strasse schlaengelt sich mal geteert, mal als Naturstrasse in die Berge Richtung Chile hinein. Die Gleise des beruehmten "Tren del las Nuves" verliefen teilweise paralell zur Strasse.San Antonio de los Cobres bietet fuer Mineros Arbeit, aber fuer uns herzlich wenig. Ein kaltes und windiges Dorf im Niemandsland.Wir fuhren auf der - in Patagonien - bekannten Ruta 40 nordwaerts, vorbei an der Salina Grande nach Purmamarca.Nach einigem Suchen fanden wir bei Marcelo eine wunderschoene Unterkunft.



Salta

18:27, 18.06.2008 .. 1 Kommentare .. Link

Von Tupiza reisten wir in schnellem Tempo bis hier weiter. Wir blieben an keinem Ort laenger als eine Nacht. Nun brauchen wir wieder etwas mehr Ruhe und geniessen, nicht nach dem Aufstehen schon wieder packen zu muessen. Im Hostel "zmoergelet" wir ausgiebig, trinken einen ausgezeichneten Kaffee auf dem Hauptplatz und verbringen den Tag mit nichts tun.In den letzten Wochen merken wir, dass es wirklich ein riesiges Privileg ist, so Zeit miteinander zu haben und zusammen den Tag zu geniessen - ohne Stress und ohne etwas tun zu muessen.



Fahrt nach Salta

17:22, 17.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link
Nur einen Katzensprung von 4 Stunden Busfahrt entfernt liegt Salta. Beim Reisen durch Suedamerika haben wir eine andere Relation zu den Distanzen bekommen. Reisezeiten unter 10 Stunden sind nicht erwaehnenswert. Dauert die Reise 15 und mehr Stunden, dann haben wir langsam das Gefuehl, eine lange Reise vor uns zu haben. Dabei wuerde man in Europa bei 15 Stunden Busfahrt bald einmal an die Grenzen des Kontinets kommen und mindestens eine Landesgrenze ueberschreiten. In Argentinien kommt man in dieser Zeit vielleicht von einer in die naechste Provinz. Von Salta nach Buenos Aires sind es 21 Stunden Busfahrt - oder knapp 2000 km!

Humahuaca

18:16, 16.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link

Humahuaca liegt idyllisch in den Bergen im Norden von Argentinien. Seine koloniale Architektur und Charme ist weitgehend erhalten geblieben. Wir nutzten das Dorf als Boxenstopp auf dem Weg nach Salta.Dabei erfuellte uns eine undefinierbare Freude, wieder in Argentinien zu sein. Wir koennen es nicht in Worte fassen, aber der Groove von diesem Land gefaellt uns extrem. Auf dem Markt deckten wir uns mit feinsten Mandarinen, Kumquats, Ziegenkaese, Lamasalami und Copa-Schinken ein. Einfach lecker diese Lebensmittel hier!



Von Tupiza nach Argentinien

17:38, 16.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link

Dieses Mal hatten wir mehr Glueck mit dem Zug und die Blockaden waren aufgeloest.Wir konnten tatsaechlich mit dem Zug von Tupiza nach Villazón fahren. Wir kauften die beste Klasse und waren ab dem Konfort im Zug erstaunt. Die Sitze waren nicht durchgesessen, es hatte Teppich am Boden, einen riesen grossen Fernseher, es war sauber, in der Haelfte der Strecke brachte man uns ein Sandwich und ein Getraenk.Einmal mehr fuhren wir an einsamen Landschaften und farbigen Felsen, Kakteen und trockenen Flussbetten vorbei.

In Villazón hatten sie gerade eine Blockade. Die ganze Innenstadt war von quer in der Strasse stehenden Autos abgeriegelt. Uns betraf dies weiter nicht, weil wir zu Fuss ueber die Grenze wollten. Der Nachteil war einfach, dass auch alle Laeden und fast alle Restaurants zu hatten. Wir fanden aber doch noch ein offenes fuer ein feines "Almuerzo".

Der Grenzuebertritt war wieder mal weiter kein Problem. Sie nahmen es auf der argentinischen Seite einfach sehr ernst mit der Durchsuchung des Gepaecks. Der Transfer von Drogen oder Massen von Kleidern von Bolivien nach Argentinien ist doch eher gross.

Auf der argentinischen Seite wollten wir unsere restlichen Bolivianos (Waherung Boliviens) wechseln, weil auf der bolivianischen Seite wegen des Bloqueos alles zu war. Das hatten wir uns einfacher vorgestellt. Die Argentinier wollen die Bolivianos nicht! Den Bus fuer die Weiterreise haetten wir in Bolivianos bezahlen koennen, aber zu einem extrem schlechten Kurs. So rannte Dani nochmals zurueck zur Grenze. Auf der bolivianischen Seite suchte er jemanden, der verbotenerweise waehrend des Bloques arbeitet und ihm das Geld wechselte. Dies klappte dann. Uff!

...und noch ein paar Schnappschuesse:"Gruessel"!!! Eine lateinamerikanische Saumode - hinpinkeln, egal wo.



Salar de Uyuni - 4. Tag

08:04, 15.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link

Endlich endlich kam der Tag der Salzwueste. Sie war ja der eingentliche Grund fuer die Tour. Noch in der Dunkelheit fuhren wir los, damit wir fuer den Sonnenaufgang in der Salzwueste waren. Dieser Morgen war nicht ganz so kalt wie der letzte, man musste sich aber trotzdem bewegen um nicht anzufrieren.

Es war eindruecklich auf diese weisse Flaeche zu fahren. Die ganze Salzwueste macht ueber einen Viertel der Flaeche der Schweiz aus. Etwas ungeduldig und uns immer wieder bewegend warteten wir auf die ersten Sonnenstrahlen. Leider war es ein bisschen bewoelkt.Danach fuhren wir zur Kaktusinsel. Die Kakteen wachsen 1 Meter in 100 Jahren! Die Aussicht von der Insel auf die Salar war super. Ringsum weiss...Dann kam die langersehnte Fotosession mit den coolen Effekten...Beim Salzhotel am Rande der Salar assen wir Zmittag und fuhren danach bereits wieder aus der Wueste raus. Hier wird eifrig Salz abgebaut. Zuerst laesst man es trocknen und dann wird es verladen.Ein neugieriges Vicuñas inspizierte unseren Jeep.Die Tour endete in Uyuni, doch davor besichtigten wir noch den Cementerio de Tren.Wir fuhren mit Wiliam zurueck nach Tupiza. Die Strecke geht ueber Huegel und durch Taeler, vorbei an Minen wo fleissig Mineralien unter erbaermlichen Umstaenden abgebaut werden.



Salar de Uyuni - 3. Tag

08:58, 14.06.2008 .. 2 Kommentare .. Link

Eingewickelt in zig Schichten erwachten wir nach einer bissig kalten Nacht. Dass die Temperaturen auf unter -20 Grad sinken, ist normal. An den Scheiben klebten alle Formen von Eisblumen, die erst die waermende Sonne nach einiger Zeit wegschmolz. Wiliam schuetzte den Motor des Jeeps indem er ihn ganz nahe an der Hauswand zu parkte undzusaetzlich mit zwei Planen ueber die Haube. Am Morgen startete er ihn trotzdem mit einigen Problemen. Die Wasserflaschen im Auto waren durchgefroren. Der waermende Tee zum Fruehstueck kuehlte den Temperaturen entsprechend schnell ab. Wer nicht Eiskluempchen trinken wollte, musste sich beeilen... Unsere erste Station war der Arbol de Piedra (Steinbaum). Die Kaelte und der Wind formten den Felsen so.Daneben standen weitere erodierte Felsen - nicht weniger schoen.Weiter ging es duch die Desierto de Silali...vorbei am Mirador der Laguna Desierto / Kharalaguna...Antonio Banderas...der Kachi Laguna...zur Laguna Negra. Die Erde faerbt das Wasser schwarz. Die Sokas bewohnen die Laguna. Soka bedeutet auf Quechua Vogel der schwarzen Erde.Steinsformationen  buhlten um unsere Blicke.

Der Vulkan Ollangüe ist immer noch so halb aktiv. Ein Rauchwoelklein zeugt von seiner Existenz und das erstarrte Lavagestein hinterlaesst keinen Zweifel, dass er auch anders koennte.Die zerklueftete Gegend geniessen die Viscachas als perfekter Lebensraum. Aufgeschreckt huepfen sie geschickte und rasend schnell in die naechste Spalte.Die Salar de Chiguana ist der kleine Bruder von der Salar de Uyuni. In der Regenzeit fliesst das Salzwasser von der Salar de Uyuni in die Salar de Chiguana. So waechst sie jedes Jahr. Irgend wann werden die zwei Salzwuesten wohl eins sein.Die Eisenbahnlinie von Uyuni nach Calama (Chile) durchquert sie.In San Juan war kurzer Boxenstoipp angesagt. Dank dem Tourismus leben wenigsten ein paar Seelen in diesem Dorf.Ein Platten hielt uns lapidare 10 Minuten auf. Wiliam scheint Uebung zu haben beim Reifenwechsel.Unsere letzte Nacht auf der Tour verbrachten wir in einem Salzhotel am Rande der Salar de Uyuni. die Menschen haben die Salzbriquetts als Baumaterial entdeckt. Sie sind zwar teurer als die Lehmziegel, dafuer haben sie einen bedeutend besseren Tourismus- und Isolationseffekt.Etwas erhoeht genossen wir eine wunderbare Abendstimmung.Talia bekochte uns ein weiteres Mal vorzueglich.

Salar de Uyuni - 2. Tag

15:22, 13.06.2008 .. 1 Kommentare .. Link

Um 4.30 Uhr standen wir auf, damit wir den langen Weg, den wir an diesem Tag vor uns hatten, schaffen konnten. Die Nacht war bitterkalt und die Fluesse, die wir ueberqueren mussten, waren mit Eis bedeckt.Als die Sonne kam, wurde es ein bisschen gemuetlicher im Jeep und von einem Mirador aus, sahen wir die Laguna Morejon in der Morgensonne glaenzen. Der Vulkan Uturuncu (6008m) war im Jahr 1988 fuer eine Stunde aktiv, gilt aber als erloschen.In der waermenden Sonne gab es Fruehstueck an der Laguna Morejon. Kalt war es trotzdem noch...Die Hirten waren gerade dabei, die Lamas zusammenzutreiben, um einige zu metzgen.Nach dem Zmorgen fuhren wir in den Nationalpark rein. Unsere naechste Station war Quetana Chico, ein kleines Dort mitten im Nichts. Wiliam versuchte dort, Benzin aufzutreiben. Da Tupiza vor unserer Abreise auch von einer Blockade betroffen war, war Benzin Mangelware! In dieser Zeit schauten wir in einem Hinterhof zu, wie geschlachtete Lamas ausgenommen wurden. Dani war fasziniert, Thamar fand es eher etwas "grusig".Auf der Weiterfahrt kamen wir an verschiedenen Lagunen vorbei.

Laguna HediondaIn der Laguna Koilapa wird Gips abgebaut.Salar de Chalviri

Bei den Thermen machten wir Mittagshalt. Bei den vielen Leuten und dem bissig kalten Wind hatten wir keine Lust, uns auszuziehen und in die Menschenmasse im kleinen Becken zu setzen. Stattdessen stiegen wir einen kleinen Huegel rauf um bessere Aussicht zu haben.Nachdem wir gesaettigt waren, machten wir uns auf den Weg zur Laguna Verde. Wir durchquerten die Wueste Salvadar Dalí, wobei wir super schoene Steinformationen und verschieden farbige Berge sahen. Die Berge sind voller Mineralien, die ihnen die Farben verleihen.

Hinter der Laguna Verde ist der Vulkan Lincancabur, den Dani vor 4 Jahren bereits bestiegen hat.Die Fahrt ging weiter ......zu den Geisiers,zur Laguna Colorado mit den Flamingos ...und schlussendlich zu unserm naechsten Nachtlager. Wir waren hier auf 4300m und die Nacht war noch einiges kaelter als die erste. Wiliam schaetzte die Temperatur auf minus 20 bis 25 Grad. (Die Haeuser sind nicht geheizt und kaum isoliert...)



Salar de Uyuni - 1. Tag

14:20, 12.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link

Um 9.00 Uhr stand der Jeep bereit. Wir waren gerade ein bisschen ueberrascht ab dieser Puenktlichkeit und kamen in Stress. Unser Gepaeck wurde neben den Lebensmitteln und Benzinfaessern gut eingepackt auf dem Dach befestigt.Ausgangs Dorf passierten wir die ausgewaschenen Felsformationen, die roeter nicht mehr sein koennten. Kurz darauf begann sich die Strasse den Berg hinauf zu winden.Beim Mirador Sillar stoppten wir erneut. Auf die beide Seiten zeigten sich die Berge in den schoensten Farben und Formationen. Unten im Tal findet sich im Flussbett Gold. Einige Leute aus der Region versuchen dort ihr Glueck. Ueber eine kurvenreiche Strasse ging es weiter. Auf dem Hochplateau Aguna Pampa saeumten hunderte von Lamas den Weg.Mit farbigen Stoffbaendern werden die Lamas vom Besitzer gekennzeichnet.Immer wieder waren wir ab der Weite und Einoede beeindruckt. Am meisten von den Menschen, die hier unter einfachsten Verhaeltnissen leben.In Polulos praesentierte Wiliam (Guide und Chauffeur) sowie seine Mutter (Koechin) uns stolz ihre 87jaehrige Gross- / Mutter.Wir waren die Attraktion im Dorf. Aus sicherer Distanz musterte uns die Jugend.Und weiter ging die Fahrt!

Mit dem Sonnenuntergang erreichten wir San Antonio; eine weitere kleine Haeuseransammlung. All diese Doerfer sind ohne Strom oder fliessendes Wasser. Die "wohlhabenden" Bauern besitzen ein Solarpanel, das ihnen abends ein bisschen Licht liefert.Sobald die Sonne hinter den Bergen verschwand, sank die Temperatur auf Tiefkuehltruh-Werte. Zum Glueck war unser Schlaf- und Essraum "angenehm" warm... verglichen mit draussen!

In die eisigen Schlafsaecke zu kriechen, kostete uns schon einige Ueberwindung. Dabei wollten wir gar nicht wissen, wie es wohl die lokale Bevoelkerung macht.

Auf nach Tupiza

16:12, 11.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link

Wenigstens ein Busbillett nach Tupiza konnten wir kaufen. Das erwies sich als sehr klever, da der Bus uebervoll war und viele auf der Strecke blieben.

Kaum angekommen, wurden wir mit Hotelangeboten und Touren in die Salzwueste ueberhaeuft. Die einen warben mit dem besten Essen, dem freundlichsten Guide und den neusten Jeeps... super!

Wir traffen Eric und Angelique, die auch auf der Suche nach einer Tour in die Salzwueste waren. So schlossen wir uns zusammen und verhandelten mit einer uns sympatischen Agentur ueber den Preis.

... und so ging es letzten Donnerstag auf eine 4-Tagestour durch den quasi menschenleeren Suedwesten Boliviens.



Gestrandet

10:39, 11.06.2008 .. 2 Kommentare .. Link

Eigentlich freute ich mich (Dani) heute ganz besonders auf die Zugsfahrt von Villazón nach Uyuni. Die Linie fuehrt duch das Altiplano. Doch irgendwie scheine ich hier kein Glueck mit dem Zug zu haben. Schon auf meiner letzter Reise scheiterte ich im Altiplano mit einer Zugsfahrt. Die Linie ist bis auf weiteres unterbrochen wegen "Bloqueos". Irgend welche unzufriedenen Buerger blockieren die Schienen.

Dummerweise sind alle direkten Buse nach Uyuni von heute schon weg. So fahren wir - leider genau waehrend dem Spiel Schweiz - Tuerkei mal bis Tupiza und morgen dann nach Uyuni.



Von den Bergen ins Altiplano

10:32, 10.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link
Alles ueber "ripio" holpperten wir von Tarija nach Villazón. Wir kurvten durch Taeler, Berge rauf und wieder runter. Dabei praesentierte sich uns eine atemberaubende Landschaft.Unsere Strasse von der anderen Talseite. Die Strasse schlaengelt sich den Haengen entlang. Bruecken oder kurze Tunnels um die Strasse ein wenig zu begraden gibt es nicht.Unser Luxusgefaehrt ...  ... aufgenommen waehrend einem WC-Stopp.

Sonntagsausflug

17:02, 9.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link
Letzten Sonntag machten wir einen Abstecher nach San Lorenzo. Das ist ein verschlafenes Wochenendnest.

Tarija

11:14, 9.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link
Nach so viel Herumreisen geniessen wir nun einigen Tage der Erholung. Dabei bietet diese Stadt einen herrlichen Hauptplatz, gute Restaurants und viel Atmosphaere. Schnell haben wir unsere Stammbeiz gefunden. Grosse, koestliche Portionen und eine grosse Weinauswahl zu sagenhaft guenstigen Preisen. Reges Markttreiben in den Strassen, dabei findet man einfach alles! Unten verschiedene Stofffarben.Fuer 25 Rappen gibt es einen Becher frischgepressten Orangen- oder Grapefruitsaft.

Weinausflug

10:24, 9.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link
Tarija liegt im Herzen des bolivianischen Weinanbaugebietes. Da liegt es fuer natuerlich auf der Hand, mindestens eine Bodega zu besuchen. Schlussendlich wurden es deren vier. Drei von ihnen produzieren Wein auf profesioneller Basis, die vierte Bodega ist ein Familienbetrieb, die ihren Wein noch nach alter rustikaler Sitte herstellt.Die meisten Winzer stellen auch noch Singani her. Dazu werden die Mosquatel - Trauben zermantscht und wie Wein vergoren. Danach destiliert man den Saft, den Satz vergaert man ein weiteres Mal. Das ergibt dann die verschiedenen Qualitaetsstufen.Nach dem Destilieren plaetschtert hier der frische Singani heraus und laedt zum Riechen ein. Auch wir nahmen eine Nase voll mit.Waehrend die eine Bodega sich schon fuer die Moderne geruestet hat und Abfuellung, Etiquettierung und Abpackung vollautomatisch verlaufen, werden in anderen Bodegas die Etiquetten noch in Handarbeit aufgeklebt. Hier ist alles noch Hand- und Fussarbeit. Im Zuber werden die Trauben per Fuss zermantscht, gepresst und anschliessend in den Faessern gelagert, bis er fuer gut befunden wird. Dabei wird gepantscht und aufgezuckert, bis er dem bolivianischen Geschmack entspricht. So waren die Weine bei der anschliessenden Degustation vor allem suess und sueffig.Die Winzerin beim grosszuegigen Fuellen eines Glases.

Tarija

18:36, 6.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link

So, nach 5 Naechten - 4 davon in Bus oder Zug unterwegs - nur eine davon in einem Bett, freuen wir uns nun echt riesig auf wieder mal mindestens 2 Naechte in einem Hotelbett.

Wir sind nach 22 Stunden Busfahrt heute um 14.00 Uhr in Tarija angekommen. Eine Dusche hat uns wieder in wohlriechende Mitbuerger verwandelt. Danach suchten wir vermutlich eines der besten Restaurants der Stadt auf um unsere ausgehungerten Baeuche vollzuschlagen.

Nun sind unsere  Grundbeduerfnisse befriedigt und wir checken noch schnell unsere Mails, bevor wir uns in die Horizontale begeben.

In den kommenden Tagen versorgen wir euch mit Berichten und Bildern der letzten Tage. Wobei wir natuerlich morgen um 12 Uhr (MEZ 18 Uhr) vor der Glotze kleben und hoffen, dass irgend ein Sender die EM uebertraegt!!!

HOPP SCHWIIZ!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Bis spaeter.



Reise Quijarro - Santa Cruz - Tarija

11:34, 5.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link
Nach einer Nacht in einem Bett standen nun wieder 2 Reisenaechte bevor. Die erste Nacht verbrachten wir im Zug nach Santa Cruz.Nachdem wir in Santa Cruz die Weitefahrt organisiert hatten, begaben wir uns auf einen Bummel in die Innenstadt. Sie ist schoen und nett, bietet aber touristisch nicht sonderlich viel.Nach diesem Auslauf platzierten wir uns in den naechsten Bus. Die Fahrt war recht angenehm und dementsprechend schliefen wir. Eine Baustelle hielt uns 3,5 Stunden auf. Weil die Arbeiten im Gang waren, stoppte man einfach den gesamten Verkehr fuer 4 Stunden... so geht das hier! Wir knabberten unsere Riesen-Manderinen.Jedes Warten hat auch hier irgendwann einmal ein Ende und wir kamen endlich in Tarija an.

Quijarro

19:30, 3.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link

Zuerst hauten wir uns fuer ein paar Stunden aufs Ohr. Anschliessend begaben wir uns auf Erkundungstour.

Hier unsere Bilanz:

- eine geteerte Strasse die meist mit viel Staub bedeckt ist

- viele Kraemerlaeden mit fast ausschliesslich brasiliansichen Produkten

- ein paar mittelmaessige Hotels

- einen Zoll

- einen Bahnhof

- ... aehmm das war es dann schon!

... und der Ausblick auf Brasilien - das wir in einer zukuenftigen Reise besuchen!



Zug von Santa Cruz nach Quijarro

18:43, 3.06.2008 .. 0 Kommentare .. Link

Per Nachtbus erreichten wir Santa Cruz. Dies ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die Stadt bietet nicht sonderlich viel fuer den Tourismus. Wir entschlossen uns selbentags weiterzuziehen. Die wenigen Stunden bis zur Abfahrt nutzten wir fuer einen kurzen Blogeintrag und Nahrungsbeschaffung!  (Hunger!!!)

Um auf das Perron zu gelangen, muessen alle Passagiere durch genaue Kontrollen. Dabei werden Billett UND Pass genau kontrolliert. Waehrend Thamar den Sitz anwaermte, nutzte Dani die Zeit fuer einige Fotos und die Haendler um Fruechte, Getraenke und Suessigkeiten zu verkaufen.Um 12.30 Uhr rollte der Zug los.Thamar erstand sich noch vor der Abfahrt eine reich mit Fleisch, Reis und (oh staun) Salat gefuellte "Caja".An jedem Bahnhof gab es Schichtwechsel bei den Verkaeuferinnen. Die neuen Verkaeuferinnen stuermten den Zug, waehrend die bisherigen den Zug verliessen. Von Bahnhof zu Bahnhof begleitete immer eine neue Stafel an Verkaeuferinnen den Zug - alle meist mit demselben Angebot wie ihre Vorgaengerinnen...Auffallend viele Mennoniten fuhren im Zug mit. Durch ihre Kleidung und Hautfarbe heben sie sich stark vom Durchschnittsbolivianer ab....und weiter ging die Fahrt der brasilianischen Grenze und dem Abend zu.Gegen 19.00 Uhr rollte der Zug in San Jose ein. Ein laengerer Znacht - Halt war vorgesehen und die tuechtigen Markfrauen bereits in den Startloechern mit Suppe, grilliertem Fleisch, Beilagen, Getraenken und natuerlich Gelatine  als Dessert. Wir fanden feinen Vanillepudding!Danach rollten wir in die dunkle Amazonasnacht hinein...Die Nacht verbrachten wir unterschiedlich. Dani schlief erstaunlich gut und tief, waehrend Thamar dies NICHT von sich behaupten konnte. So war es denn eine Erloesung fuer sie, als wir gegen 9 Uhr in Quijarro einfuhren. PS: Dani war auch nicht traurig.



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