we changed our plans

20:03, 11.04.2010. Von Fisch

Nach langem hin und her, haben sich unsere Pläne komplett geändert. Nun aber erstmal ein Zwischenbericht. Sind nach Norden aufgebrochen, haben in Fort Nelson Tennesee besucht, Mischa wird sich erinnern. Habe mich sehr gefreut, ihn gesund und munter anzutreffen. Wir sind 3 Tage geblieben, denn es gab viel zu erzählen. Bei Tennesee ist alles beim Alten. Er hat von Allem lot’s, den Garten voller Vögel (Blue Jays) und Wolf, Fuchs und Coyote kommen zu Besuch.
Auf dem Weg zu den Liard Hot Springs haben ich dann doch noch einen letzten Eisfall gefunden. Unberührt, vielleicht war es eine Erstbegehung, wir haben zumindest keine Begehungsspuren finden können. 5 Seillängen mit viel Scrambling dazwischen, 350/400 Hm und ca. WI 4 und der Name ist jetzt “Hanni und Erich” nach meiner Oma und Opa. Bushwhacking war auch dabei, Mischa kennt das bestens.
In den Hot Springs haben wir unsere alten Knochen aufgewärmt und sind mit dem letzten Tropfen Benzin bis Watson Lake gerollt. Die meisten Tankstellen zwischen Ft. Nelson und Watson Lake hatten geschlossen oder veranschlagten unglaublich hohe Preise, 1.81$ pro Liter und nicht Gallone wie man denken könnte.
In Watson Lake brach bei uns die Winterdepression aus, auch Van-Fieber genannt und wir beschlossen Alaska, Alaska sein zu lassen und wieder in den Süden zu reisen, um vielleicht ein paar Kanutouren zu machen. Nun aber stellte sich das Problem, wo bekomme ich ein Boot her und wo kann man fahren.
Boote sind gebraucht nicht zu bekommen und Neue einfach zu teuer. Im Verleih kosten Boote zwischen 50 und 70$ pro Tag. Das Problem löste sich von alleine, da selbst auf Höhe Williams Lake noch alle Gewässer dick gefroren sind. Also neue Pläne schmieden…
Sind von Watson Lake den Cassier Hwy. nach  Süden gefahren mit einem Abstecher nach (nun doch) Hyder (Alaska). Diese Strecke ist so einsam, dass wir nur 10 Autos gezählt haben, dafür aber Elch, Caribou, Bison usw. uns öfter über den Weg liefen. Der Winter kam auch zurück mit Schnee und Nordwind.
Inspiriert durch die Temperaturen in der Heimat und die beginnende Klettersaison, haben wir beschlossen uns ein paar kanadische Klettergebiete anzuschauen.  Skaha im Okanagan Valley ist unser nächstes Ziel, wo auch schon Frühling sein soll.
In der Zwischenzeit habe ich mir einen neuen Sport gesucht und bin zum Angler mutiert. Eine Angel war schnell gefunden und mein fundiertes Wissen über das Angeln führte schnell zum Erfolg, so dass wir einen großen Bogen um die Supermärkte machen können. Romy hat auch schon ihr Können unter Beweis stellen müssen und die Fische von ihren Innereien befreit.

Romy und der Sportangler-Fisch

P.S. Haben ein paar Bilder für Hannah in die Fotogalerie gestellt!

 

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Kommentare

  1. Unbenannter Kommentar von (Robert)

    Na Mensch, dachte schon ihr hättet des Zivilisation komplett den Rücken zugewendet und würdet fortan ein Einsiedlerdasein in der Wildnis Alaskas fristen... Bin ich froh das es heutzutage unter Einsiedlern nicht mehr verpönt ist einen blog zu betreiben...
    Schön von euch zu hören! Und ich bin ja immer wieder baff wie wandlungsfähig ein Fisch doch sein kann... Aber seine eigenen Artgenossen verspeisen - das macht man doch nicht...
    Und ihr habt die Nase voll vom Winter - na sowas... Aber Felsklettern in der Frühlingssonne klingt schon verlockend - wir sitzen hier auch alle auf heißen Kohlen, aber der April zeigt sich störrisch... Sardinien ist ja dieses Jahr zur Ausweichdestination Nr.1 erklärt worden - auch gut... Also, stattet Squamish mal einen Besuch für mich ab!

    Bleibt gesund, Grüße, Robert