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Zwanzig Er öffnete die Augen und ich stand vor ihm und nahm ihm den Nudelwalker aus der Hand. „Du bist nicht tot?“ fragte die Ratte. „Überhaupt nicht. Wer hat dich geschickt, Rudi?“ „Geht dich Scheissdreck an.“ Ich knallte ihm das Nudelholz in den Unterleib. „Wenn ich was sage bin ich tot.“ Ich holte noch einmal aus und das Nudelholz landete auf seinem Rücken. „Wenn du nichts sagst, bist du auch tot. Du kannst dir aussuchen, wer dich ausknipst.“
Er fiel auf das Bett und jammerte. Ich verstand nur, dass die zugegebenermaßen unerfreuliche Situation, in der er sich jetzt befand, nicht ausgemacht war. Das glaubte ich ihm sogar aufs Wort. Ich zog ihn auf das Krankenbett, hüpfte in meine Klamotten und verschwand. Die werden ihn schon finden, dachte ich. Sie werden tun, was zu tun ist. Irgendwie hoffte ich, dass der Typ noch unter den Lebenden weilte, aber andererseits wars mir piepegal. Jetzt war ich dort, wo ich niemals hinwollte. Ich war Freiwild. Der Vogel, den man abschießen kann. Aber meine Jäger kannte ich nicht. In meinem Kopf begann es zu jammern. Ich langte in meine Jackentasche, fand noch zwei Aspirin, und warf sie mir ein. Besser als gar nichts. Zwei Ecken weiter fand ich endlich ein Taxi. Ich plumpste auf die Rückbank. Der Lenker betrachtete mich skeptisch. „Du nix gesund?“ fragte er und machte eine Handbewegung, die ich nur schwer deuten konnte. „Ich fühl mich sauwohl“, konterte ich wenig überzeugend. Dann sagte ich ihm meine Adresse. Wahrscheinlich nicht das klügste, in meine Wohnung zu fahren, aber was für Alternativen hatte ich schon. Ich war müde, ausgebrannt und es gab keinen Knochen, den ich nicht spürte. Sogar die Vögel verhielten sich ruhig und knabberten an den zwei Aspirin herum. | ||
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