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Dreiundzwanzig29.09.2009

Dreiundzwanzig

Meine Golfausrüstung, gerade mal um ein paar Euro in einem Hofermarkt gekauft, landete unsanft auf der Rückbank meines Autos. Ein Peugeot Cabrio, der einzige Luxus, den ich mir leiste, sah mit dem Golfklumpert richtig geil aus. Jetzt nur noch eine billige Blondine und ewig volle Eier. Aber nichts davon war wahr. Mir war schlecht, mein Schwanz war gerade noch zum pieseln brauchbar, ich war im Arsch und versuchte gerade meinen letzten Ausritt.

Vor dem Perlteich parkte ich und holte die Golftasche aus dem Wagen. Zwei Schritte weiter stand ein hochgepuschtes Muskelpaket vor mir und sagte nur ein Wort:

„Das wars. Bleib stehen. Hau ab. Oder lös dich auf.“

Keine der drei Möglichkeiten begeisterte mich. Ich sah mich um und es war ruhig im Gelände. Gut so.

„Und was ist, wenn ich deine Ratschläge ignoriere?“ fragte ich mit einem kindischen Lächeln. Es ist wahr, Kino ist Gift für Abenteurer.
„Dann mach ich dich kalt und schmeiß dich ins Gelände.“

Er sagte es ohne jede Erregung. Wahrscheinlich waren solche Aktionen sein täglich Brot. Ich merkte, wie mir mein Körper etwas anderes sagte als mein Gehirn. Mein Körper wollte zuschlagen und geschlagen werden, aber die ängstlichen Vögel kreischten und flatterten und flehten um Ruhe und Gelassenheit.

Das Testosteronpaket kam breitbeinig auf mich zu. Seine Augen blitzten vor Vergnügen, seine Vorfreude war richtig zu spüren. Er war richtig scharf darauf, mir den Schädel abzureissen.
Ich drehte mich um, lief zu meinem Auto und holte mir den größten Driver aus dem Golfbag. Jetzt kann er kommen, dachte ich, und dann fiel mir nur mehr auf, wie still es in meinem Kopf wurde. Jetzt war ich nur mehr ich. Und mein ich in mir war agressiv und absolut blödsinnig furchtlos.

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