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Dreissig Mein Auto stand noch vor der Tür. Überraschung. Nicht tot und noch ein Auto. Mein Schutzengel (meist besoffen und unter dem Tisch) hatte Sonderschichten eingelegt. Ich wollte meinen Schutzengel gerade über Gebühr loben, als mich ein dicker, ledriger Mann in eine Haustür schob. Mit seinem stinkigen Atem und seiner Glock hatte er jede Menge Argumente auf seiner Seite. „Sind sie Nelson?“ fragte er und schaute dabei drein wie Ludwig vor seiner Hinrichtung. „Wer wills wissen?“ „Ich wills wissen. Das muss reichen, Arschloch!“ Na endlich. Wieder eine Sprache, die mir gefällt. Das Wort der Strasse. Ich drehte mich nach halbrechts und lachte ihn an. „Dein Mantel.“ „Mein was?“ „Hat für deinen beschissenen Ledermantel eine Kuh gereicht?“ Der gute Mann lief rot an. Dicke haben es nicht gern, wenn man ihnen etwas über ihren Leibesumfang erklärt. Ich weiß das, ich bin selbst kein Suppenkasper. „Bist du Nelson?“ fragte er nochmals. Er versuchte dabei, ganz böse dreinzuschauen. Ich nickte. „Wo ist Berghofer?“ „Die Schwuchtel ist abgehauen und keiner weiß wohin.“ „Berghofer ist keine Schwuchtel. Berghofer ist ein Auserwählter!“ Super. Ich hab nicht mehr geglaubt, dass mich bei dem Scheißfall irgendwas überraschen könnte, aber jetzt war ich baff. Was war Berghofer? Ein Auserwählter?“ „Was ist ein Auserwählter?“ fragte ich den Dicken. „Er ist die Zukunft. Und er hat das Zepter der Alten!“
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